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Die Duke PT ist das neue Flaggschiff von Markers Royal Family. Warum es diese "Hardcore Hybrid Freeride Bindung" braucht und was sie kann, hat uns Product Coordinator Max Schmid im Interview erzählt.

Servus Max! Danke, dass Du Dir Zeit für uns nimmst. Gehen wir es an: Warum braucht es die Duke PT als Ergänzung der Royal Family?
Also zuerst mal braucht es eine Duke bzw. eine tatsächlich gehfähige Freeride Bindung innerhalb der Royal Family, das waren bis jetzt unsere Duke & Baron auf Rahmenbindungs Basis.

Die Richtung bzw. Tendenz am Markt ist aber klar: Alles geht in Richtung Pinbindung. Es wurde erkannt, dass früher oder später die Duke bzw. Rahmenbindungen allgemein an Attraktivität verlieren werden und die Besonderheit der bisherigen Duke verloren geht oder nicht mehr zeitgemäß sein wird.

Daher haben wir uns entschlossen, die bekannte Duke neu aufzulegen, mit einem neuen innovativen Konzept, das Pin-Touren- und Alpin-Bindung vereint. Die Duke sollte weiterhin das Flaggschiff der Royal Family bleiben, gleichzeitig aber die neue Benchmark für Hybrid Freeride Bindungen am Markt sein und nicht zuletzt als Technologie-Ausrufezeichen für die Firma Marker als Innovationsführer im Ski-Bindungsbereich dienen.

Große Fußstapfen, in die die Duke PT da treten soll. Apropos groß: Ein paar große Namen waren ja entscheidend an der Entwicklung beteiligt, oder?
Für die Entwicklung der Duke PT haben wir mit drei Kernathleten eng zusammen gearbeitet: Sam Smoothy, Kye Petersen und Markus Eder. Es war sehr hilfreich für uns, das Feedback der Athleten in unsere Prototyp Runden mit einfließen zu lassen, um so das Produkt entstehen zu lassen, das Ihr nun vor Euch seht. Ich denke die Namen sprechen für sich und wofür die neue Duke Bindung gedacht und gemacht ist.

Passenderweise gibt Marker als Einsatzbereich „Ride & Hike Hardcore Freeride“ an. Wozu dann überhaupt eine 12er Version?
Mit der PT16 decken wir die alleranspruchsvollsten Athleten der Szene ab - und solche die sich dafür halten... ;-) Mit der Jester Ferse, die der Markt kennt und schätzt, kommen keine Zweifel an der Robustheit und am Einsatzzweck der Duke PT16 auf – sie ist die Hardcore Freeride Bindung für anspruchsvolle Fahrer.

Aber wenn wir ehrlich sind, reicht ein DIN Wert Bereich von 4 bis 12 wohl für drei Viertel aller User. Wir möchten mit der 12er den kommerzielleren Bereich abdecken und einfach das volle Potential des neu entwickelten Vorderbackens und der Bremse ausschöpfen. Ein Riesenvorteil an diesem Konzept besteht ja darin, dass wir schon bestehende Serienfersen für Duke PT 12 (Squire Ferse) und Duke PT 16 (Jester Ferse), verwenden können – beide in neuester Generation mit verbessertem Einstieg.

Alles geht in Richtung Pinbindung - wer greift denn da noch weiterhin zu den bekannten Modellen Tour oder Baron?
Wir haben uns entschlossen die Baron weiterhin im Programm zu behalten. Diese wurde für 2020-21 auch komplett erneuert mit neuem Vorderbacken und neuer Ferse, weil es nach wie vor Kunden gibt, die Fans von Rahmenbindungen sind und die Robustheit sowie Einfachheit in der Bedienung schätzen, gleiches gilt für unsere Tour F10 und F12 Rahmen-Tourenbindungen. Nicht zuletzt, da diese für Einsteiger preislich gesehen erschwinglicher sind als zB eine Kingpin und man keinen Boot mit Tec inserts benötigt.

Es wird sich zeigen, wie lange sich die Rahmenbindungen noch halten werden, das Konzept Rahmenbindung ist seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast, so viel ist klar. Die Verwendung der Kingpin Bindungen, wie auch der MWerks, macht natürlich nach wie vor sehr viel Sinn, es kommt letztendlich immer darauf an, was Du mit dem Setup am meisten machen wirst. Wir sehen die Kingpin als unsere abfahrtsorientierte Tourenbindung, mit starker Kraftübertragung und attraktivem Gewicht. Jemand, der 80% der Schneetage touren geht und 20 im Resort fährt, ist mit einer Kingpin besser beraten als mit der Duke.

Für die Duke gesprochen wäre es dann genau anders rum: 80% Resort / 20% Touring – nur als Beispiel. Jede aufstiegsfähige Bindung in unserer Kollektion erfüllt einen gewissen Einsatzzweck, und der Kunde wird sicher bei Marker fündig, wenn er weiß was er machen möchte - und ausgeben natürlich ;-).

Deine Top-3-Kaufargumente für die Duke PT?
Erstens: Der absolute Alleskönner: Du hast eine kompromisslose Alpinbindung, beide Auslöserichtungen sind voll einstellbar für die Abfahrt, bei einem Gewicht und einer Standhöhe, die absolut vergleichbar ist mit normalen Alpinbindungen. PLUS die Walk Funktion mit Pins für den Uphill - nicht nur der Hardcore Freerider sondern auch der Rundum Sorglos Paket Typ wird damit bestens versorgt!

Zweitens: Die Jester Ferse als robusteste Freeride Ferse auf dem Markt, für beste Performance und Kraftübertragung.

Drittens: Technischer State of the Art an Bindung - der Alpin Teil des Vorderbackens kann zum Bergaufgehen abgenommen werden, so werden 300 Gramm pro Bindungsstück (und Fuß) gespart!

Und zu guter Letzt: Die Duke PT wird am besten auf diesem/n Ski montiert:
Tendenziell auf breiteren Skiern, klassische Freerider, für 2020-21 eignen sich die neuen Völkl Blaze Ski zB hervorragend. Das Freeride Ski Segment allgemein ist so breit und beliebt geworden in den letzten Saisons, dass es viele sinnvolle Ski-Kombinationen zur Duke PT gibt, das ist ja das tolle! Man schränkt sich durch die Wahl der Duke PT überhaupt nicht ein was das Setup angeht, im Gegenteil, man hält sich immer alle Optionen offen!

Max, vielen Dank für Deine Zeit und das interessante Gespräch!

Hardfacts:
Duke PT 16
Gewicht Uphill 1050 g / downhill: 1350 g
Z-Wert 6.0 - 16.0
Empfohlenes Fahrergewicht 60+ kg
Fersenautomat Inter Pivot 3
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm

Duke PT 12
Gewicht Uphill 850 g / downhill: 1150 g
Z-Wert 4.0 - 12.0
Empfohlenes Fahrergewicht <120kg
Fersenautomat Hollow Linkage 2
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm



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Die Freeride Nights Innsbruck befinden sich mitten in ihrem 5. Jahr und haben sich in diesem Winter - zwangsweise - neu erfunden: Anstatt Live-Event mit Party-Charakter Livestream auf Dachsbau.tv. Wie die Freeride Nights 2020/21 laufen, wer mitmachen kann und was beibehalten wurde erzählte uns Organisator Christoph "Schöffi" Schöfegger im interview.

Hi Schöffi! Was macht der Freerider in Innsbruck gerade? Schnee ist ja eher Mangelware, von Ausgangsbeschränkungen gar nicht zu reden…

Hi Julia, ja leider waren die letzten Wochen recht trocken und auch die Lifte geschlossen, was die Sache natürlich nicht einfacher gemacht hat. Nun sieht es allerdings wieder nach Schnee aus und wir können hoffentlich wieder viel Touren gehen

Ich persönlich habe gerade noch einige Zeit am Bike sowie beim Paragleiten verbracht, mein Freeride Night Kollege Christian hat es da einfacher, denn der ist zumindest unter der Woche mit seinem neuen Job gut beschäftigt ? Wir sind aber positiv gestimmt das auch die Saison 2020/21 noch super wird!

Mit den Freeride Nights habt Ihr ein spannendes Event für die Freeride-Community in Innsbruck auf die Füße gestellt. Für alle, die Euch noch nicht kennen: Wie funktioniert das bei den Freeride Nights?

Ja mittlerweile gibt es uns jetzt auch schon 5 Jahre - echt verrückt wie die Zeit vergeht. Das Konzept ist immer noch dasselbe wie am Anfang, wir wollten eine Art Stammtisch schaffen, auf der sich die Freeride Community in Innsbruck regelmäßig trifft, austauscht und gemeinsam durch die Videos die vergangenen Wochen nochmals Revue passieren lässt.

Dabei kann jeder sein Video bei uns einreichen, egal wie professionell! Diese werden dann an den jeweiligen Event Terminen von uns im Moustache auf der Leinwand gezeigt. Das Publikum bestimmt im Anschluss über ein Voting die Sieger des Abends, welche sich über Preisgeld freuen dürfen sowie sich für das große Finale im April qualifizieren. Bei dem Finale heißt es dann „Winner takes it all“ und somit gewinnt man nicht nur 500€ Cash sondern auch einen Filmslot auf der Freeride Filmbase im Herbst, wo man dann seinen Film vor knapp 500 Zusehern präsentieren kann. Diese Möglichkeit hat schon dem ein oder anderen jungen Freeride Filmer als Sprungbrett gedient, worauf wir natürlich sehr stolz sind, denn unsere Events sollen ja auch als eine Art Bühne für die Newcomer dienen.

Natürlich haben aber auch alle Besucher die Möglichkeit etwas zu gewinnen! Jeder der seine Stimme im Voting abgibt nimmt automatisch an unserer gratis Tombola mit vielen tollen Sachpreisen unserer Partner teil! Achja und natürlich kennen wir auch die gängigen Skibum Probleme, deshalb ist unser gesamtes Event gratis, vom Eintritt bis zur Tombola - lediglich seine Drinks muss man selbst bezahlen...

Der Live-Event-Charakter hat da viel ausgemacht. Freeride Nights und Lockdown – wie geht das jetzt zusammen?

Natürlich lebt unser gesamtes Event von unserer grandiosen Stammtisch Atmosphäre. Auf welchem Event sonst stehen über 200 Freeride Begeisterte, vom Neueinsteiger bis zu Weltmeistern und FWT Athleten, Schulter an Schulter auf engstem Raum zusammen, schauen tolle Videos, trinken Bier und sprechen über die gemeinsame Leidenschaft.

Aber dann kam Corona… Im ersten Moment hatten wir ehrlich gesagt überhaupt keinen Plan B… Ein Event vor nur 30 Leuten, undenkbar. Zugewiesene Sitzplätze ohne Ausschank, undenkbar. Somit spielten wir im Herbst bereits mit verschiedenen Gedanken, denn eine Absage kam für uns eigentlich nie in Frage, dafür war die Nachfrage nach dem Event in Innsbruck viel zu groß.

Tja und nachdem ein Outdoor Event aufgrund logistischer Gründe ebenfalls ausgeschlossen wurde kam plötzlich der Fred vom Dachsbau Club zu uns und meinte, warum wir es nicht streamen. Und here we are, am Weg zur 2. Freeride Night TV Show presented by Dachsbau.tv!

Mit dem Livestream öffnet Ihr die Freeride Nights für ein größeres Publikum. Was muss mein Film trotzdem drin haben, damit er bei Euch läuft?

Genau, eingeladen mitzumachen ist wirklich jeder Freerider, egal ob professionell, Amateur oder Anfänger. Wir machen da keinen Unterschied, denn überzeugen muss man das Publikum und das kann jeder!

Die wichtigste Regel ist eigentlich nur eine Länge zwischen 1,5 und 5 Minuten sowie Only Offpiste! Wenn jemand mal den ein oder anderen Pistenturn drinnen hat oder vom Skiweg einen Trick in den Powder springt: kein Problem. Aber reine Freestyle Park Videos sind verboten.

Einen Tipp kann ich aber an alle geben die planen das erste Mal mitzumachen. Es entscheidet das Publikum, keine Jury! Es geht daher nicht darum die perfekten Shots, die verrückteste Action oder das allerbeste Editing zu haben sondern lediglich das Publikum zu überzeugen. Seid also kreativ und traut euch, wie bereits erwähnt: bei den Freeride Nights kann man nur gewinnen!

Euer erster Livestream ist Anfang November gelaufen – wie wars?

Super! Wir sind immer noch total überrascht wie gut der Stream ankam und wie gut alles ablief damit hätten wir niemals gerechnet! Wer uns kennt weiß, dass wir durchaus schon die einfachsten technischen Probleme auf unseren Events hatten. Als wir dann plötzlich 4 Kameras, 1 Telepromter, 2 Livebildschirme für uns sowie Fred mit seinem Produktionsstudio hatten, und natürlich nicht alles von Anfang funktionierte, wurden wir kurzzeitig sehr nervös. Außerdem hatten wir irgendwie ein Kommunikationsproblem mit unserem Gast Tao Kreibich der deshalb erst 2 Minuten vor der Liveschaltung eintraf, das machte es natürlich nicht besser.

Aber Ende gut alles gut! Wir sind begeistert und das Publikum war es auch deshalb gibt es auch jetzt im Dezember noch ein spontanes Spezial Event!

Am 22. Dezember folgt Auflage Nummer 2. Wie lange nehmt Ihr noch Filme an? Und wie siehts aus?

Genau am 22.12 ab 20:30 auf dachsbau.tv gibt es unsere 2. TV Show! Filme kann JEDER noch bis zum 20.12 bei uns einreichen. Am einfachsten per Downloadlink an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !

Wir werden auch wieder 2 interessante Gäste vor Ort haben welche uns Rede und Antwort stehen werden, einen Ausblick auf die Wintersaison wagen und auch sonst die wichtigsten Infos rund um Freeriden & Corona in den Stream packen. Wie gewohnt gibt es auch wieder die gratis Tombola und hoffentlich jeder Menge toller Freeride Videos!

Wir freuen uns schon sehr darauf und hoffen das wir viele zum mitmachen anregen konnten!

Dann freu ich mich schon auf den Livestream aus dem Dachsbau! Danke, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast und viel Erfolg noch bei der Filmauswahl!

Danke! 22.12 @Dachsbau.tv und ansonsten gibt es natürlich alle Infos auf https://www.facebook.com/freeridenightsinnsbruck. Wir freuen uns!

Publiziert in People
Mittwoch, 25 November 2020 13:42

Interview: Eva Walkner & Manu Mandl

Die beiden Freeride-Champions Eva Walkner (FWT Siegerin 2015 und 2016) und Manuela Mandl (FWT Siegerin 2018) haben gemeinsam und zusammen mit ihrem Goggle-Sponsor Julbo den neuesten Zugang zur „Family Series“ des französischen Herstellers entwickelt und designt. Die „Shadow One Line“ ist eine limitierte Auflage der Shadow, die speziell für kleine und mittelgroße Gesichter konzipiert wurde und mit einem ultragroßen Sichtfeld, erstklassigem Tragekomfort und hervorragender Performance aufwartet.

Ausgestattet ist die Shadow One Line mit photochromer Reactiv-Scheibe, die sich dank ihrer leicht roten Tönung hervorragend für alle Witterungsbedingungen eignet: Sie verstärkt die Reliefwahrnehmung und überzeugt damit bei schwierigen Sichtverhältnissen genauso wie bei strahlendem Sonnenschein. Eine Goggle für jeden Tag und alle Bedingungen also. Auf einen vielseitigen Einsatzbereich bzw. darauf, dass es keine „Frauengoggle“ wird, haben Eva und Manu besonderen Wert gelegt. Doch lest selbst…

Wer seid ihr eigentlich? Zwei Mädels aus den verschneiten Bergen?
Eva: Manuela ist in Wien aufgewachsen und ich in Salzburg. Als ich Manuela zum ersten Mal getroffen habe, dachte ich: Oh! Die kommt ja aus Wien (lacht). Wir waren am Dachstein und ich erwartete eigentlich einen „einfachen“ Freeride-Tag, weil ein Mädel aus Wien ja normalerweise nicht allzu viel Ahnung vom Snowboarden haben sollte.
Manuela: Ja klar, bei uns in Österreich besteht schon eine gewisse Rivalität zwischen der Hauptstadt und ... ähm... dem ländlichen Teil von Österreich. Die Leute aus Wien sind und bleiben für uns Touristen! Und da gibt es auch den schönen Witz: Was ist das schönste Autokennzeichen in Österreich? Das „M“, denn es bedeutet, dass ein Wiener auf dem Dach liegt!

Was steckt an traditionell Österreichischem in Euch?
Manuela: Ich kann Walzer tanzen. Und ich ziehe gern Dirndl an, in denen man sich sofort wie eine Prinzessin fühlt, ohne irgendwas dazu tun zu müssen. Ich esse für mein Leben gern Germknödel! Und Schinkenspeck!
Eva: Wir sind echte Schnitzel! Aber bitte, niemals Wiener Schnitzel mit Ketchup essen!
Manuela (etwas ernster): Ich glaube, dass Österreich trotz seiner kleinen Größe dennoch international Gewicht hat, weil es in Europa so zentral gelegen ist, dass es schon immer viel Austausch gegeben hat.

Auf dem Kopfband der „One Line“ ist der Berg zu sehen, an dem alles begann...
Eva: Ja, am Hohen Göll bin ich aufgewachsen. Die nach Salzburg zeigende Nordostwand ist super zum Skifahren... Dort geht es „bäääm“ runter (ihre Hand schnellt nach unten) Und ich wollte auch unbedingt die Gondeln von La Grave unterbringen, weil manchmal verliebst du dich einfach in einen Ort, ohne dass du so ganz genau weißt warum. Für mich hat dieser Ort eine echte Seele, dort kann man gut Ski fahren, eine gute Zeit verbringen, die Leute sind nett... Das ist einfach mein „Happy Place“.

Auch die Natur spielt bei der grafischen Gestaltung eine wichtige Rolle.
Eva: Ja, wir haben da eine kleine Biene drauf gesetzt! Denn die Biene ist eine Art Symbol für alles was wir haben, für die Natur, in der wir leben, für die Glücksmomente die diese uns bringt. Und dafür, dass wir mit unserer Natur und den Bergen sorgsam umgehen müssen!
Manuela: Wir lieben Bienen. Die sind lustig, sie fliegen herum, sie sind niedlich und sie sind total frei.
Eva: Das Design besteht aus einer einzigen Linie, die von links nach rechts verläuft und bei der sich Berge und Bäume abwechseln. Durch bewaldete Gebiete fahren, macht super Spaß, man ist mitten in der Natur!
Manuela: Wir wollen entlang dieser Linie zeigen, was uns am wichtigsten ist, nämlich die Natur und der Wald.

Wie zeigt sich bei euch Athleten euer Umweltbewusstsein?
Eva: Für mich sind die interessantesten Projekte diejenigen, bei denen ich nicht mit dem Heli irgendwo abgesetzt werde. Ich mag lieber Wandern und Biwaken. Das finde ich besser als einen Haufen Kerosin zu verheizen.
Manuela: Jetzt, wo ich immer mehr Splitboard fahre, liebe ich es besonders, wenn ich um zwei Uhr in der Früh aufstehen muss, um irgendwo einen Berg hochzuklettern.

Wie seht ihr eure Welt heute?
Manuela: Das Gelb auf der Skibrille ist ein weicher Farbton, der ein bisschen an die Erde erinnern soll. Denn wir wollten das Thema „One World“ zum Ausdruck bringen. Das bedeutet, sich seiner Umwelt bewusst sein und wissen, dass wir nur ein klitzekleiner Punkt in einem großen Ganzen sind....
Eva: Wenn du beim Freeriden bist, um die Welt reist und überall nette Leute triffst, wird dir klar, dass wir alle eine große Gemeinschaft bilden und gemeinsam eine einzige Welt sind...

Das Freeriden ist seit langem eure „Familie“... ihr gehört zu den größten Talenten der World Tour!
Eva: Bei meinem allerersten FWT-Contest bin ich gleich Zweite geworden und war dann immer unter den Top 5.

Eva, Manuela, wer von euch beiden ist denn nur die Riderin Nummer 1?
Eva: Ich bin die Nummer 1 natürlich, gar kein Zweifel! Aber Nummer 1 von was eigentlich? Na ich würde sagen, die Snowboarder sind da ein bisschen eigen.
Manuela: Für die Snowboarder ist auf alle Fälle der Fun-Faktor wichtiger und sie haben auf alle Fälle im Tiefschnee den größeren Adrenalinkick als die Skifahrer!

Ist die auf der Skibrille abgebildete Linie Ausdruck Eurer Begeisterung für steile Abfahrten?
Manuela: Ja! Die Linie wird immer wilder und bildet immer steilere Berge als Zeichen für die Weiterentwicklung, die wir beide auf den Skiern und auf dem Snowboard genommen haben.
Eva: Je steiler umso besser! Je freier die Abfahrt, umso stärker fühle ich mich herausgefordert. Bei manchen extremen Steilwandfahrten machst du dir vorher fast in die Hose, denn du weißt, dass der kleinste Fehler dein Leben kosten kann!
Manuela: Ich bin ein „Straight Line Girl“, ich fahre am liebsten einfach volle Kanne, gerade runter (mit breitem Grinsen im Gesicht)!
Eva: Auch wenn du älter wirst, kannst du immer noch als Rider unterwegs sein, auch mit 60 noch!
Manuela: Eva und ich, wir sind starke Frauen!
Eva: Als wir uns über die Farbgebung unterhalten haben, wollten wir ein dunkles Grau, damit die Brille ein Unisex-Modell wird und auch die Jungs sie kaufen. Wir wollten keine Girly-Farben wie Rosa oder Rot.

Und wofür steht die Kaffeetasse?
Manuela: Ein warmer Kaffee nach einer Nacht im Gebirge, ist der höchste Genuss, den es gibt! Ein Kaffee steht aber auch für einen entspannten Moment mit netten Leuten, denn dann schmeckt er immer am besten.
Eva: Deshalb habe ich auch die FWT so geliebt! Das war einfach ein Haufen toller Leute, die an traumhafte Orte reisen, um die besten Schneebedingungen zu genießen und neue Berge zu entdecken...

Ist die „One Line“ eine nützliche Hilfe für Rider im Gebirge?
Manuela: Sie hat eine neue Scheibe mit leicht roter Tönung. Die Qualität der Reactiv Scheibe und die Geschwindigkeit mit der sie ihre Tönung anpasst, sind einfach unglaublich!
Eva: Du kannst sie bei schwachen Lichtverhältnissen nutzen und sobald die Sonne herauskommt, wird die Tönung dunkler...Ja, eine echt tolle Scheibe für den täglichen Einsatz.

Die „Linie“ scheint für eine Philosophie zu stehen, die ihr alle beide teilt...
Eva: Die Lebenslinie verläuft nicht immer nur geradlinig erfolgreich (fährt mit der Hand schräg nach oben), da geht es auch immer „schhhhh...“ (macht eine Zickzacklinie auf und ab mit der Hand) und man sollte immer daran denken, dass es auch langweilig wäre, wenn immer nur alles glatt läuft! Und so sind auch die Berge, erst geht es hoch und dann wieder runter, das mag ich. Wenn es das Unten nicht gäbe, wüsste man nicht wie das Oben ist!

Beim Freeriden kann das „Unten“ aber manchmal sehr schmerzhaft sein!
Manuela: Die Narben sind wahrscheinlich nicht gerade die besten Linien...
Eva: Sie erinnern dich daran, dass nicht immer alles so läuft wie wir es uns vorgestellt haben.
Manuela: Aber es gibt auch so etwas wie Knotenpunkte, wo alles zusammenläuft. Ich finde es toll zu denken, dass wir alle Teil eines riesigen Systems sind und ständig miteinander in Verbindung treten und uns austauschen. Die Linie erinnert einen auch daran wie einfach die Dinge sein können. Wenn du deine Leidenschaft auslebst, deine eigene Linie fährst, dann hast du ein schönes Leben, denn so funktioniert das! Das Dekor der Skibrille ist wie ein roter Faden, der sich durch unser Leben zieht. Eine Linie, eine Welt, eine Leidenschaft... Das zeigt uns, dass alles miteinander verbunden ist.

Und welche wichtigen Detailinformationen könnt ihr uns sonst noch übereinander ausplaudern?
Eva: Ich glaube, dass Manuelas Snowboard-Boots den schlimmsten Gestank verströmen, den es auf der Welt gibt! Das ist schon legendär. Und Manuela feiert gern. Sie ist eine richtige Party Queen.
Manuela: Eva kann sich für Dinge extrem begeistern, so sehr, dass sie dann komplett abdreht!

Und noch ein letzter Kommentar zu eurer „One Line“ Skibrille aus der Family Series?
Eva: Das ist die schönste Skibrille der Welt!

Das Interview mit Manuela Mandl und Eva Walkner führte Julbo.

Publiziert in People
Freitag, 13 November 2020 09:24

Aus der Branche: Powderchase

Ein Wochenende Freeriden mit 100%iger Powdergarantie - wer wünscht sich das nicht? Genau das macht Powderchase möglich: Gebucht wird ein Freeride-Trip zu einem bestimmten Datum, wohin es dann letztendlich geht, hängt einzig und allein vom Schnee ab. Wir haben uns mit Ricarda Schneegass, dem Kopf hinter der Idee, zum Interview (online) getroffen.

Hallo Ricarda! Wie geht’s Dir? Bist Du schon in Winterstimmung?
Hallo liebe Julia ☺! Mir geht es gut – im Büro war die letzten Tage allerdings ganz schön viel los. Und ja – ich komme langsam in Winterstimmung! Auch wenn ich die letzte Zeit noch öfters beim Klettern war. Unsere Saison startet ja immer am 1. Oktober - das ist dann auch die Zeit in der viele Winter Shots vom vergangenen Jahr auf meinem Rechner hin und hergeschoben werden, ich hab wieder mehr Kontakt zu den Wintersportmedien, also zb. auch DIR ☺ und auch das Material trudelt schön langsam ein.

Für Veranstalter von Events und Reisen dreht sich aktuell ja gerade alles um das Thema Covid-19. Wie ist es Euch da im Frühjahr gegangen?
Wir hatten ehrlich gesagt ziemlich Glück. Alle klassischen Powderchase Trips konnten noch stattfinden. Am Lock Down Wochenende waren wir mit der Steep & Deep Gruppe sogar noch im Ötztal – haben aber vor Ort entschieden die Durchführung abzusagen. Im Rückblick betrachtet war das schon ganz schön schräg: man konnte als Veranstalter nicht einschätzen, was da gerade so passiert. Wie im Film. Einige unserer Teilnehmer sind damals am Donnerstag 6 Autostunden nach Österreich gefahren um dann am Freitag Mittag wieder heimzufahren. Es waren aber alle total verständnisvoll – den Reisepreis hatten wir natürlich zu 100 % erstattet.

Was mich dann im April und Mai total gefreut hat, war die Reaktion unserer Sponsoren. Sie haben uns alle das Vertrauen ausgesprochen und die Vereinbarungen sogar während des Lockdowns für die kommende Saison geschlossen. Damit war der Druck natürlich auch deutlich weniger.

Und aktuell? Seit 1. Oktober seid Ihr mit Eurem Angebot online, wie läufts?
Grins. Unsere Buchungen laufen immer super gut aber dieses Jahr sind wir fast überrannt worden: Innerhalb von 10 Stunden waren alle klassischen Wochenenden ausgebucht. Und sogar unsere Specials im Touren und Ski Mountaineering Bereich sind schon fast voll.

Ich denke wir schlagen momentan in genau die richtige Kerbe: Jeder möchte planen, aber keiner möchte ein Risiko eingehen. Bei uns kann man genau das. Man bucht jetzt einen Trip und bekommt entweder ein Powder Freeride Wochenende oder aber den vollen Preis zurück.

Habt Ihr Euer Angebot speziell in Hinblick auf Covid-19 adaptiert?
Wir haben die ganz klassischen Maßnahmen getroffen: kleinere Gruppe, Einzelzimmer, die Beachtung der Hygienevorschriften.

Ansonsten spielt uns die Flexibilität für die wir stehen natürlich jetzt extrem in die Karten. Wir entscheiden (Corona hin oder her) ja immer erst 48 Stunden vorher wo wir hinfahren. Die üblichen Kritierien für die Gebietswahl sind Schnee, Wetter, und die Lawinenlage. Das Ganze ergänzen wir jetzt eben noch mit der Corona Situation – können also kurzfristigste Veränderungen in Betracht ziehen.

Und gibt’s generell was Neues beim Powderchase?
Wir freuen uns sehr, dass wir zwei neue Sponsoren haben: Schöffel und deuter! Beide haben in den kommenden Jahren das Freeride Segment stärker im Fokus als bisher. Und stehen wie wir für einen hohen Anspruch an sich selbst aber ohne den Spass und den Humor dabei zu vernachlässigen.

Und: Wir haben dieses Jahr ein Family Powderchase Wochenende geplant. Da können ganze Familien, Väter und Söhne, Mütter und Töchter und sonstige Konstellationen mitkommen. Da freu ich mich ganz Besonders drauf!

Für alle, die Euch noch nicht kennen: Was muss ich denn können und mitbringen, wenn ich an einem Powderchase bzw. einem Tourchase teilnehmen will?
Bei den „regular“ Powderchase Wochenenden sollte man schon ein paar Jahre Geländeerfahrung mitbringen. Die „Tiefschnee – Anfänger“ oder diejenigen die es einfach entspannter angehen lassen wollen, sind beim „Slowderchase“ Wochenende richtig. Ansonsten: Unkompliziert sein und Lust auf Skifahren!

Das Tourchase hat immer einem Durchquerungsgedanken. Neben guten skifahrerischen Qualitäten heißt das: lange Tage, viele Kilo´s – dafür aber natürlich Hammer Erlebnisse!

Für welche Termine gibt’s noch freie Plätze? Habt Ihr für die anderen Chases eine Warteliste?
Plätze gibt es noch fürs Family Powderchase und beide Tourchases – also die klassischen Durchquerung und das Womens Tourchase.

Für alle anderen Wochenenden gibt es natürlich Wartelisten - wer Interesse hat kann uns gerne eine Email schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Publiziert in News
Montag, 18 Februar 2019 06:58

Lawinenprävention: Zwanzig Jahre nach Galtür

Lawinenschutz seit Galtür 1999

20 Jahre nach der Lawinenkatastrophe in Galtür hat sich viel getan in Sachen Lawinenschutz. Aber inwieweit lässt sich die weiße Gefahr in den Griff bekommen? Eliane Droemer hat Dr. Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol befragt zu den Möglichkeiten und Grenzen des heutigen Katastrophenschutzes.

Dass Rudi Mair nach Worten sucht, kommt nur selten vor. Der international renommierte Lawinenexperte, Meteorologe und Glaziologe, ist Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol und hat in dieser Funktion auch schon 1999 das Lawinenunglück von Galtür erlebt. Mit seiner wort- und bildgewaltigen Eloquenz ist er beliebter Interviewpartner der Medien, aber den Anblick von Galtür kann er nur schwer beschreiben.

Rudi, Du warst damals schon Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol. Wenn du an den 23. Februar denkst, wie hast Du das empfunden?

Das war damals schon insofern schlimm, als es sich gegen 16 Uhr ereignet hat, die Straßen nach Galtür waren meterhoch verschüttet, also der Ort war über den Landweg schon mehrere Tage nicht mehr erreichbar, und aufgrund von Dunkelheit und vor allem des extrem schlechten Wetters war absolut keine Möglichkeit zu Fliegen. Das heißt, die erste Nacht war die Bevölkerung mit den Gästen komplett auf sich allein gestellt. Da mussten sie selbst die ganzen ersten Maßnahmen treffen, nach Verschütteten suchen, ausgraben, also das war sicher …heftig.

Wann konntest Du zum Unglücksort?

Zwei Tage später, als es wieder möglich war reinzufliegen. Wenn man das nicht gesehen hat, glaubt man´s fast nicht.

War die Katastrophe absehbar?

Es war mir klar bei der dritten Woche mit Schneefall, irgendwann wird es krachen. Erst hat man eine bestimmte Wetterlage und daraus ergibt sich ein bestimmter Schneedeckenaufbau und genau wegen diesem Aufbau passieren dann diese Lawinen. Aber Du weißt nicht wo, Du weißt nicht wann und Du kannst überhaupt nichts mehr dagegen tun. Immer diese Abfolge: Wetter, Schneedecke, Lawine…

Das heißt, nach den zwei Lawinen im Paznauntal war die Situation nicht ausgestanden…

Wir wussten überhaupt nicht, was noch passieren wird. Betroffen waren mehrere Bezirke in Tirol, wo große Lawinen zu erwarten waren: Imst, Landeck, mit Kaunertal, Stanzertal, Reutte… es waren an die 115.000 Menschen, die davon betroffen waren. Selbst wenn es vom Wetter her gegangen wäre, diese alle zu evakuieren, es hätte Tage gedauert. Im Kaunertal war die Situation noch kritischer von der Lawinensituation her als in Galtür.

Wäre es möglich gewesen, frühzeitig zu evakuieren?

Frühzeitig auf Verdacht hin ein ganzes Dorf evakuieren, wie z.B. Ischgl mit vielleicht 10.000 Personen eine Woche vorher zu evakuieren und dann schwächt sich das Wettermodell ab… da muss man viele Faktoren abwägen. Das muss man einfach realistisch sehen - Evakuierungen bringen auch logistische Herausforderungen, die nicht immer ganz einfach zu lösen – bei Notwendigkeit aber wichtig sind. Beispielsweise in einem engen Tal: Da kannst Du auch nur eine bestimmte Anzahl von Flugbewegungen machen. Da kannst Du nicht 100 Hubschrauber hineinschicken. D.h. Du musst Korridore zum Rein- und Rausfliegen schaffen, es kann nur in bestimmten Abständen geflogen werden, es muss viel bedacht werden.

Und Maßnahmen oder Handlungsempfehlungen für vor Ort?

Klar wäre eine Maßnahme in den Keller zu gehen – das ist Gästen, die sich auf einen tollen Skiurlaub gefreut haben, schwer zu vermitteln.ich glaube das war 1689, da war in Galtür auch eine kritische Lawinensituation. Die Bewohner haben das erkannt und das einzig Sinnvolle gemacht und sind in die Keller gegangen. Und was ist passiert… es ist eine große Lawine abgegangen, die hat den Bach über Stunden aufgestaut, es hat sich ein See gebildet, schließlich die Keller geflutet und 29 Menschen sind ertrunken. Es ist also nicht so, dass es ein gewisses Schema F gibt, dem man folgen kann.

Was hat sich seither beim Katastrophenschutz bzgl. Lawinen verändert?

Der Katastrophenschutz hinsichtlich Lawinen ist in Tirol sehr gut. Inzwischen gibt es klare Warnschwellen. Z.B. wenn wir wissen, dass innerhalb von 3 Tagen 100 cm oder mehr Schnee fallen wird, dann werden sofort alle Entscheidungsträger, Politiker, Baubezirksämter, Straßendienste und weitere vorgewarnt. Und dann tritt automatisch auch ein Einsatzstab Krisenstab zusammen, der täglich die Lage bespricht. Im Vergleich zum Jahr 1999 sind wir heute noch besser vorbereitet. Wobei man sagen muss, das Ereignis an sich, das kann keiner verhindern. Da würde nur ein Schnee-Ausschalter helfen und den hat niemand. Aber man kann vorbereitende Entscheidungen zum bestmöglichen Schutz der Bevölkerung treffen wie z.B. Straßensperren.

Wenn man an die Situation vor einem Monat denkt, als im Januar teilweise Lawinenwarnstufe 5 bestand und Du gefühlt auf allen TV-Kanälen davor gewarnt hast, abseits zu gehen…

Ja, hinzukommt, dass die meteorologischen Prognosen in den letzten Jahren nochmal enorm an Güte gewonnen haben. Da ist man heute sicher wesentlich besser vorbereitet. Inzwischen haben wir auch deutlich mehr Wetterstationen und Daten. Gerade die Ereignisse mit dem Schneefall im Januar, da kann man sagen, die Vorhersage stimmt auf den Zentimeter genau, wir wissen wann hört es auf zu schneien, wann setzt Wind ein… und können entsprechend damit arbeiten.

Und ist das Absprengen von Lawinen eine wirksame Maßnahme?

Sprenganlagen sind ein zweischneidiges Schwert. Im Prinzip geht es beim Sprengen darum, vorher den Schnee portionsweise auszulösen, so dass in den Anbruchgebieten nie zu viel Schnee ist, also die Lawinen nie so groß werden können. Das kann aber nur dort durchgeführt werden, wo ich sicher bin, dass ich keine Zerstörungen anrichte wie es in einem Siedlungsbereich der Fall wäre. Ein Beispiel ist die Straße von Ischgl nach Galtür, da ist der gefährdete Bereich ca. 150 Meter lang, da sperrt die Polizei die Straße und prüft mehrfach, dass tatsächlich niemand in dem Bereich unterwegs ist und dann wird die Lawine ausgelöst. Die Straße wird geräumt und kann wieder freigegeben werden.

In Galtür gibt es inzwischen auch bauliche Schutzmaßnahmen…

Was sich seit damals verändert hat und was ich eine tolle Sache finde, ist der integrale Lawinenschutz. Hier gibt es permanente Maßnahmen wie Gefahrenzonenpläne und temporäre Maßnahmen wie Sperrungen oder Sprengungen. Dann unterscheidet man noch zwischen aktiven und passiven Maßnahmen.

Die Gefahrenzonenpläne werden auch aufgrund der Lawinenchronik erstellt. Da fließen historische Daten ebenso ein wie aktuelle Einschätzungen: Das Wissen über Lawinenabgänge der letzten paar hundert Jahre. Und wenn da nie eine Lawine abgegangen ist in der Größe, dann nimmt man an, dass das nach menschlichem Ermessen sicher ist.

"Wobei, was man klar sagt zum Thema Lawine, das einzige was sicher ist, hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht und kann man nicht einschätzen."

Es muss auch irgendwo eine Sinnhaftigkeit haben, der Maßnahmen die man trifft. Die Bauwerke sind auf 150 Jahre dimensioniert, da man in der Regel sagt, so ein Ereignis tritt alle 150 Jahre auf

Das heißt, ein Restrisiko bleibt bestehen?

Tirol ist ein alpines Naturland mit jeder Menge Berge und jeder Berg hat zig Hänge. Und jeder Hang der steil genug ist, ist ein potentieller Lawinenhang, das ist so. Und trotz aller Maßnahmen muss man ganz ehrlich sein, wenn wir wieder einmal so eine Wettersituation haben, wo es zwei, drei Wochen durchschneit ohne Pause – das sind herausfordernde Situationen. Eine einhundertprozentige Sicherheit kann nie gewährleistet werden, aber wir bereiten uns bestmöglich auf alle Eventualitäten vor.

Viele Regionen haben ihre Naturgefahren wie Hochwasser im Donauraum, Sturmfluten an der Nordsee oder Tsunamis in Indonesien. Mit den Naturereignissen müssen wir umgehen, wir können sie nicht verhindern. Wir können nur schauen, dass die Auswirkungen möglichst gering sind und dass man vorbereitet ist. Dass es möglich ist, effektive Maßnahmen zu treffen, schnell zu helfen und mit dem Ereignis so umzugehen, dass man sagen kann: das war professionell.

Und wir Freerider und Tourengeher profitieren inzwischen ja von Eurem grenzübergreifenden Lawinenlagebericht avalanche.report

Hier fließen pro Tag alle Informationen ein von 200 Messstationen, bis zu 20 Schneeprofile und bis zu 50 Berichte von externen Beobachtern und Mitgliedern der Lawinenkommission. Zudem verschaffen wir uns einen Überblick durch rund zehn Kontrollflüge pro Saison und drei Geländegänge in der Woche um das Gesamtbild für den Lagebericht zu vervollständigen. Diese synoptische Zusammenschau ergibt aus vielen Daten und Erfahrungen eine ausgezeichnete Analyse für das Gesamtbild.

Wenn eure 200 Messstationen alle 10 Minuten Daten liefern, sind das ja 288.000 am Tag… wie passen die in die Zusammenschau hinein?

So leistungsfähig ist mein Bio-Prozessor! Na Scherz, Hier geht es darum, den Verlauf der Messwerte zu erfassen und Messfehler auszusortieren – sowas sehen wir auf einen Blick und können zusammen mit unserer Erfahrung daraus eine flächige Kartendarstellung entwerfen. Deshalb wird ein Prognostiker auch niemals durch einen Computer ersetzt werden können. Übrigens: Bis auf Brieftauben und Rauchzeichen kommunizieren wir Wir kommunizieren den Lagebericht auf allen Kanälen – dazu zählen Social Media, SMS- und auch Whats-App-Nachrichten.

Vielen Dank für das ausführliche Gespräch und die Informationen Rudi!

Galtür heute
Mit seiner unaufgeregten Art hat der Wintersportort Galtür sich als alpine Familiendestination etabliert, die zudem für Langläufer und Freerider interessante Angebote parat hat. Exemplarisch für die Fähigkeit der Bewohner, zuversichtlich das Beste aus der Situation zu machen, steht das mehrfach ausgezeichnete Museum Alpinarium. Die Besonderheit: Es ist Teil einer der beiden massiven Schutzmauern, die nach 1999 errichtet wurden, und hat sich auch als Gedenkstätte zum wahren Touristenmagnet entwickelt. Zur Verbesserung des Lawinenschutzes wurden zudem Dämme und Stützverbauungen im Anbruchgebiet der Lawinen errichtet sowie eine Wetterstation.

Wie die Galtürer das Geschehene menschlich bewältigt haben, ohne Zwistigkeiten, ohne Schuldzuweisungen oder Prozesse, das nennt der damalige Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner „Das kleine Wunder von Galtür“. In einer Dokumentation rund 10 Jahre nach dem Unglück brachte es der 2014 verstorbene Franz Lorenz, eine große Paznauer Persönlichkeit, der durch die Lawine seine Frau und seine Schwiegertochter verlor, auf den Punkt. Der Alt-Hüttenwirt der Jamtalhütte: „Galtür ist der schönste Platz auf der Welt. Mit den Risiken, die dieses „Schönsein“ in sich birgt, muss man leben.“


Info: Das passierte in Galtür 1999
Im Februar 1999 fiel in zehn Tagen eine Schneemenge wie sie statistisch gesehen nur alle 300 Jahre vorkommt. Der Neuschneezuwachs im Hochgebirge betrug ein bis zwei Meter innerhalb von zwei bis drei Tagen bei einer Gesamtschneehöhe von über vier Meter. Am 23.2.99 zerstörte die vom Grieskogl abgehende Lawine zwölf Häuser in Galtür auf einer Breite von 800 Metern. Zwei Ortsteile waren über fünf Meter hoch vom hart gepressten Schnee verschüttet. Wegen des schlechten Wetters erreichten die Rettungsmannschaften erst am nächsten Morgen den Ort und konnten 40 Personen lebend ausgraben. Am gleichen Tag wurden im nahegelegenen Weiler Mathon vier Häuser von einer weiteren Lawine verschüttet. Der Schnee war tonnenschwer, mit Motorsägen mussten sich die Helfer vorarbeiten um mögliche Überlebende zu finden. Was sich dahinter an Leid und Emotionen verbirgt, kann man bestenfalls erahnen. Insgesamt wurden 400 Helfer mit 42 Hubschraubern eingeflogen. 38 Lawinentote forderte die folgenschwere Lawinenkatastrophe. 12.500 Personen wurden ausgeflogen.

Quelle u.a.: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik 2008

Publiziert in Reports
Montag, 19 November 2018 13:06

Kurzinterview: Aline Bock

Die Profi-Snowboarderin Aline Bock ist außerdem leidenschaftliche Surferin und Reisende. Für ihren neuen Film "a land shaped by women" hat sie sich mit Anne-Flore Marxer zusammen getan. Mit dem Van reisten sie quer durch Island zum snowboarden und surfen. Im Land der Elfen trafen sie aber auch auf zahlreiche isländische Frauen, die ihnen erklärten wie es sich im seit Jahren im globalen Gleichstellungsindex führenden Land als Frau lebt.

„a land shaped by women“ wurde auf verschiedenen Festivals mit Preisen bedacht und geht von 19. November bis 4. Dezember auf Kinotour. Wir trafen Aline zum Kurzinterview.

Hallo Aline! Wie seid Ihr denn auf die Idee zu „a land shaped by women“ gekommen?
Anne-Flore und ich interessieren uns seit Jahren für Frauenrechte im Sport. Wir sind beide auf der World Tour mitgefahren und erlebten viele Momente, in denen Frauen benachteiligt wurden. Deswegen haben wir uns zusammengetan und realisierten gemeinsame Projekte. Daraus entstand dann auch Anne-Flores die Idee, nach Island, das Land der Frauenrechtler, zu fahren.

Was hat Dich am meisten an Island und den Menschen, die Du dort getroffen hast, beeindruckt?
Island ist eine Insel, auf der unzählige unbekannte, menschenleere Gipfel vulkanischen Ursprungs in rauer Wildheit zwischen Himmel und Ozean verschmelzen. Anne-Flore und ich hatten schon lange darauf gewartet, in diese faszinierende Landschaft einzutauchen. Der Schnee und die Wellen bestimmten eigentlich jedes Ziel unserer Reise. Aber das macht das Reisen auf Islands Strassen ja so spannend und abenteuerlich.

Mich persönlich hat Vilborg – die erste Frau Islands auf dem Mount Everest – besonders begeistert. Sie hat für sich drei Weisheiten definiert, die sie auf ihren Abenteuern motivieren:
1.) Immer positiv bleiben.
2.) Zielstrebig sein: Keiner hilft dir, deinen Traum zu verwirklichen.
3.) Mutig sein. Das zeigte mir, dass man mit der richtigen Einstellung alles erreichen kann.

Für Anne-Flore war Katrin Oddsdottir eine große Inspiration. Sie ist eine Menschenrechtlerin, die an Islands neuer Verfassung mitschrieb und diese ein ganzes Stück fortschrittlicher machte. Aber auch alle anderen Frauen, die wir vor Ort getroffen haben waren sehr beeindruckend.

Was war Dein schönster Moment während der Arbeiten an dem Film?
Mir persönlich hat die Schönheit, die Einsamkeit und Wildheit des Landes so unglaublich gut gefallen, und wir hatten ja noch einen anderen Grund nach Island zu kommen: Wir wollten mehr über die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau erfahren, die auf Island weit vorangeschritten ist. Herauszufinden, dass die geografische Lage, das extreme Wetter, die Kälte, die Bedrohung durch Vulkane Lebensbedingungen erzeugt haben, unter denen man besser überleben kann, wenn man kooperiert, hat mich unglaublich inspiriert.

Und der schwierigste?
Das Wetter und leider die sehr ungünstigen Schneebedingungen machten uns gerade für die Schneeaufnahmen immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

Darüber hinaus hatten wir im Norden Islands zwar unglaublich guten Swell aber es war echt hart, ins Wasser zu gehen, wenn es draußen schneit und die Wassertemperatur weit unter 10 Grad liegen. Tage später konnten wir unsere Zehen immer noch nicht fühlen.

Hast Du Dir eigentlich je überlegt, vom Snowboard auf Ski zu wechseln?
Bevor ich das erste Mal auf einem Snowboard stand, bin ich ca 12 Jahre lang Ski gefahren. Ich muss aber zugeben, dass das Gefühl mit dem Snowboard im Powder einen steilen Hang zu fahren einfach unschlagbar ist.

Vielen Dank für Deine Zeit! Wann und wo kann man Euren Film denn sehen?
Von 19. November bis 4. Dezember sind wir mit "a land shaped by women" auf Kinotour, außerdem haben ihn mehere Filmfestivals im Programm. Am besten einfach auf unserer Website vorbeischauen!

 

„a land shaped by women“ – Screenings:
19.11.18, 19:00 & 21:00, Lausanne
20.11.18, 20:30, Zürich
25.11.18, 20.30, Wien
26.11.18, 20.30, Innsbruck
27.11.18, 21:00, München
28.11.18, 20:00, Berlin
29.11.18, 20:00, Kopenhagen
2.12.18, 20:00, Hamburg
3.12.18, 19:00 & 21.30, Amsterdam
4.12.18, 20:00, Köln

„a land shaped by women“ – auf Festivals:
19.11.18, Skopje – EHO Mountain Film Festival
28.11. – 2.12.18, Whistler – Whistler Film Festival
30.11.18, London – Adventure Uncovered Film Festival
2.-5.12.18, Sofia – Predizvikatelsta Film Festival
5.12.18, Chambéry – Outdoor Experts Forum
3.3.19, Paris – ARFF Paris
23.-24.11.18, Sheregesh Resort – Snowvision Film Festival
28.11.-2.12.18, Chelyabinsk – SNOWV Snowvision Film Festival
29.11-2.12.18, Saraov – Snowvision Film Festival
29.11.-2.12.18, Tomsk – Snowvision Film Festival
29.11.-2.12.18, Ekaterinburg – Snowvision Film Festival
29.11.-2.12.18, Krasnoyarsk – Snowvision Film Festival
20.-23.12.18, Sochi – Snowvision Film Festival

Publiziert in People
Dienstag, 13 November 2018 10:54

Interview Leah Evans

Hi Leah, wie geht’s dir?

Sehr gut, Danke.

Würdest du dich kurz vorstellen?

Klar, Ich bin Leah Evens, komme aus British Columbia, Kanada. Wohne in Revelstoke komme aber ursprünglich aus Rossland, dort bin ich auf den Pisten von Redmountain aufgewachsen. Skifahrerisch habe ich wie viele mit dem Rennlauf begonnen, bin dann zu Freeridecontests gewechselt. Und habe meine Passion im Skilehren und Filmen gefunden.

Was führt dich nach Europa?

In erster Linie unser neuer Film, Treeline.

Genießt du es hier in den Alpen?

Auf jeden Fall, Europa ist toll, wahnsinnig interessant, alles hier fühlt sich so perfekt an, gerade hier in Innsbruck, alle Häuser wirken auf mich wie schöne Kulissen. Aus Kanada kenne ich das nicht, bei uns ist alles ein bisschen „wilder“. Ich mag auch die Leute, jeder ist Nett und korrekt.

Zu deinen Projekten, Do girls really Ski?

Auf jeden Fall, was für eine Frage!

Was bewegt dich dazu Camps nur für Frauen anzubieten?

Es ist schon über zehn Jahre her, um genau zu sein elf Jahre liegt mein erstes Frauencamp zurück. Ich wollte das mehr Frauen bei Wettbewerben teilnehmen, generell sollten sich die Mädels in der Szene wohl fühlen. Ich fühlte mich dazu berufen, eine Plattform zu schaffen von Frauen für Frauen. Ich finde es toll, wenn meine Teilnehmerinnen, ein Teil der Gemeinschaft werden und auch über die Camps hinaus Freundinnen zum Freeriden finden.

Was genau erwartet die Teilnehmer bei deinen Camps?

Das kommt ganz auf deine Skills an. Wir bieten alles an, von Technikfahrten auf der Piste bis zu einem Freerideguiding in Backcountry. Eins steht aber fest, es geht allen darum so schnell wie möglich ins Gelände zu finden. Bei Frauen ist das Angenehme, sie überschätzen sich nicht, heißt ich kann mich darauf verlassen, wie die Mädels fahren und darauf ein spezielles Programm abstimmen.

Worin liegt der große Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Crews, wäre nicht eine Kombination am besten?

Wenn Frauen miteinander am Berg Spaß haben, ist der Lernfortschritt viel größer. Wenn man ein anderes Mädel sieht, die eine heftige Line gefahren ist, dann pusht das einen. Fährt hingegen ein Mann dieselbe Line, verunsichert das meistens und wirkt sich nicht progressiv auf die Gruppe und den Lernfortschritt aus. Als Frau musst du in einer männlichen Gruppe viel Selbstbewusstsein mitbringen. Bei meinen Camps ist diese Distanz geringer und die Angst vor dem Unbekannten verfliegt schneller.

Zurück zu deinem neuen Film, Treeline von Patagonia. Es geht um Nachhaltigkeit und um den Schutz der Wälder. Wie wichtig ist es für dich Nachhaltig zu leben?

Ich denke, es ist sehr wichtig für jeden von uns, dass man weiß, wie man sich in der Welt positioniert. Wenn man seinen Platz gefunden hat wird man merken, dass wir nicht nur von der Natur nehmen können, sondern auch etwas zurückgeben müssen. Mit Patagonia habe ich einen Namenhaften Partner gefunden und es macht mich stolz, die Patagonia Crew meine Freunde zu nennen und für eine gute Sache einzustehen. Für mich selbst, ist eine nachhaltige Lebensweise sehr wichtig. Ich möchte durch meine Projekte und meine Art, einen positiven Fußabdruck auf der Erde hinterlassen. Was ich schön fände, wenn sich mehr Leute mit der Natur und unserer Rolle in Ihr beschäftigen würden.

Skifahren hat nicht gerade den Ruf, besonders umweltschonend zu sein, sollte es deiner Meinung nach diesbezüglich ein Umdenken geben?

Für mich war es schon immer wichtig draußen zu sein und die Schönheit der Natur zu erleben. Es ist wichtig eine Verbindung mit der Natur in der wir leben herzustellen. Speziell beim Tourengehen kann man Eins mit seiner Umgebung werden. Es ist klar, dass man für eine gute Technik gewalzte Pisten braucht. Trotzdem finde ich das neue Konzepte immer wichtiger werden. Beispielsweise bei mir in British Columbia, Smithers. Das ist ein kleines Gebiet, in dem es keine Lifte mehr gibt, aber viele verschiedene Abfahrten, rein für Tourengeher. Ich finde in der Community braucht es mehr solcher visionären Ideen.

Die letzten Jahre waren bei dir gespickt mit Expeditionen in ferne Länder, sind auch in Zukunft gemeinsame Projekte mit Patagonia von dir zu erwarten?

Ich hoffe doch, Ich hatte mit der Treeline Crew eine meiner besten Tage in den Bergen, wir sind wunderschöne Pillows gefahren und konnten unseren geliebten Sport richtig genießen, das Filmen ging bei solchen Bedingungen beinahe wie von selbst.

Du warst schon in vielen Ecken dieser Welt, bist du lieber unterwegs, oder genießt du die Ruhe zu Hause?

Puh, schwierige Frage. Der Vorteil zu Hause ist die Vertrautheit, man kennt die besten Spots und freut sich, wenn man etwas Neues entdeckt oder eine neue fette Line geschafft hat. Wenn man unterwegs ist, weiß man nie was einen erwartet. Ich habe gelernt, den unterschiedlichsten Bedingungen etwas Gutes abzugewinnen. Beispielsweise In Japan, der Schnee dort ist der Wahnsinn und du musst technisch nicht unbedingt perfekt fahren, im Gegensatz zu Europa, hier sind viele Abfahrten hochalpin und ohne eine gewisse Technik tut man sich schwer. Kanada dagegen verbindet ein bisschen von beidem. Es ist schwer zu sagen, ich lerne unglaublich viel von anderen Ridern und Ländern, doch zu Hause bin ich auch immer wieder gern.

Dein Traumtag auf Ski?

Ich liebe es Pillows zu fahren, ich weiß nicht ob ihr hier in den Alpen in den Genuss kommt, aber das ist für mich der absolute Wahnsinn, zum Glück hatten wir für Treeline die besten Bedingungen!

Was würdest du jedem auf Ski mitgeben, was motiviert dich selbst?

3.2.1 having Fun!, das ist für mich nicht nur eine Floskel, sondern eine Einstellung. Ohne Spaß wirst du dich nicht verbessern. Natürlich sollte man auf sich achten und nichts übertreiben. Wenn du Spaß mit ein wenig Disziplin vereinst, wirst du eine gute Fahrerin oder Fahrer. Verbissenheit ist in den meisten Fällen kontraproduktiv, lass die Dinge auch mal laufen.


Kurzschwung oder Schuss

Ganz klar, straight Line!

Burger oder Schweinsbraten?

Da ich noch nie einen Schweinsbraten probiert habe, bin ich für die kanadische Variante.

Früh raus, oder spät heim?

Kommt darauf an, ich denke ein Mittelweg ist optimal.

Home-Spot oder die Welt entdecken?

Wenn ich mich entscheiden müsste... Homespot.

Ein Letztes, Kino oder Fernsehen?

Einfach, Kino!

 

Vielen Dank Leah, genieß deine Saison.

Kann ich nur zurückgeben, viel Spaß in den Alpen, vielleicht sieht man sich mal in Kanada.

 

https://www.girlsdoski.com/events/ 

https://www.instagram.com/evans_leah/

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