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Donnerstag, 17 Dezember 2020 12:48

Tyrolia: Nachhaltige Verpackungen für Skibindungen

Ab sofort kommen alle von Tyrolia gefertigten Skibindungen in neuen umweltverträglichen Kartonverpackungen, die zu knapp 80% bereits aus recyceltem Material bestehen, in den Handel. Die Verpackungen des Weltmarktführers in Sachen Skibindungen wiegen insgesamt nur mehr 300 Gramm, enthalten keinen Kunststoff mehr, sind ausschließlich mit wasserlöslichen Farben einfärbig bedruckt und auch die Papier-Montageanleitungen wurden eingespart: sie sind nun unkompliziert per QR-Code abrufbar.

Rund 1 Mio. Bindungsgarnituren verlassen jährlich das Tyrolia-Werk in Schwechat: Als „Original Equipment Manufacturer“ OWM produziert Tyrolia auch für viele Skimarken wie Head, Fischer, Elan, Kästle, Liberty oder Amplid. Jede einzelne Bindung ist separat und sicher verpackt. So fallen jedes Jahr rund 28 Tonnen (!!!) Rohmaterial für Verpackungen an – ganz schön viel Holz, das für die ganzen Kartons verbraucht wird…

Genau hier setzt Tyrolia an: Mit einem komplett neuen umweltfreundlichen Verpackungsdesign für alle Bindungen und Bohrlehren startet der Weltmarktführer jetzt durch. „Reduziertes Design, Nachhaltigkeit bei Material und Wertschöpfung und universelle Einsetzbarkeit waren das Ziel des Verpackungs-Re-Launches“, sagt Robert Stanzl, Director Marketing und Sales bei Tyrolia. Und selbstverständlich die 100%ige Rückführung in den Recyclingkreislauf.

Die neue ungefärbte Karton-Verpackung ersetzt die bisherigen, aufwändig bedruckten und folierten Boxen und ist darüber hinaus genau wie die Skibindungen „100% Made in Austria“. Bisher stammten bereits 77% der Kartonverpackungen aus Recyclingmaterial, dieser Anteil wird jetzt auf 80% steigen. Zusätzlich wird auf das umweltbelastende Bleichen des Kartons und den Offset-Druck verzichtet, sondern nur mehr mit wasserlöslicher Farbe einfärbig bedruckt. Plastik wird es in den neuen Verpackungen genau gar keines mehr geben, und: Die umfangreiche Montageanleitung liegt nicht mehr in gedruckter Form bei sondern ist einfach per QR-Code abrufbar.

„Mit der Entwicklung und Umstellung auf die neue Verpackung sind wir den Ansprüchen unseres ambitionierten CSR-Programms in Sachen umweltverträglicher und sparsamer Einsatz von Ressourcen um ein Stück nähergekommen“, so Stanzl.

Publiziert in News

Die Duke PT ist das neue Flaggschiff von Markers Royal Family. Warum es diese "Hardcore Hybrid Freeride Bindung" braucht und was sie kann, hat uns Product Coordinator Max Schmid im Interview erzählt.

Servus Max! Danke, dass Du Dir Zeit für uns nimmst. Gehen wir es an: Warum braucht es die Duke PT als Ergänzung der Royal Family?
Also zuerst mal braucht es eine Duke bzw. eine tatsächlich gehfähige Freeride Bindung innerhalb der Royal Family, das waren bis jetzt unsere Duke & Baron auf Rahmenbindungs Basis.

Die Richtung bzw. Tendenz am Markt ist aber klar: Alles geht in Richtung Pinbindung. Es wurde erkannt, dass früher oder später die Duke bzw. Rahmenbindungen allgemein an Attraktivität verlieren werden und die Besonderheit der bisherigen Duke verloren geht oder nicht mehr zeitgemäß sein wird.

Daher haben wir uns entschlossen, die bekannte Duke neu aufzulegen, mit einem neuen innovativen Konzept, das Pin-Touren- und Alpin-Bindung vereint. Die Duke sollte weiterhin das Flaggschiff der Royal Family bleiben, gleichzeitig aber die neue Benchmark für Hybrid Freeride Bindungen am Markt sein und nicht zuletzt als Technologie-Ausrufezeichen für die Firma Marker als Innovationsführer im Ski-Bindungsbereich dienen.

Große Fußstapfen, in die die Duke PT da treten soll. Apropos groß: Ein paar große Namen waren ja entscheidend an der Entwicklung beteiligt, oder?
Für die Entwicklung der Duke PT haben wir mit drei Kernathleten eng zusammen gearbeitet: Sam Smoothy, Kye Petersen und Markus Eder. Es war sehr hilfreich für uns, das Feedback der Athleten in unsere Prototyp Runden mit einfließen zu lassen, um so das Produkt entstehen zu lassen, das Ihr nun vor Euch seht. Ich denke die Namen sprechen für sich und wofür die neue Duke Bindung gedacht und gemacht ist.

Passenderweise gibt Marker als Einsatzbereich „Ride & Hike Hardcore Freeride“ an. Wozu dann überhaupt eine 12er Version?
Mit der PT16 decken wir die alleranspruchsvollsten Athleten der Szene ab - und solche die sich dafür halten... ;-) Mit der Jester Ferse, die der Markt kennt und schätzt, kommen keine Zweifel an der Robustheit und am Einsatzzweck der Duke PT16 auf – sie ist die Hardcore Freeride Bindung für anspruchsvolle Fahrer.

Aber wenn wir ehrlich sind, reicht ein DIN Wert Bereich von 4 bis 12 wohl für drei Viertel aller User. Wir möchten mit der 12er den kommerzielleren Bereich abdecken und einfach das volle Potential des neu entwickelten Vorderbackens und der Bremse ausschöpfen. Ein Riesenvorteil an diesem Konzept besteht ja darin, dass wir schon bestehende Serienfersen für Duke PT 12 (Squire Ferse) und Duke PT 16 (Jester Ferse), verwenden können – beide in neuester Generation mit verbessertem Einstieg.

Alles geht in Richtung Pinbindung - wer greift denn da noch weiterhin zu den bekannten Modellen Tour oder Baron?
Wir haben uns entschlossen die Baron weiterhin im Programm zu behalten. Diese wurde für 2020-21 auch komplett erneuert mit neuem Vorderbacken und neuer Ferse, weil es nach wie vor Kunden gibt, die Fans von Rahmenbindungen sind und die Robustheit sowie Einfachheit in der Bedienung schätzen, gleiches gilt für unsere Tour F10 und F12 Rahmen-Tourenbindungen. Nicht zuletzt, da diese für Einsteiger preislich gesehen erschwinglicher sind als zB eine Kingpin und man keinen Boot mit Tec inserts benötigt.

Es wird sich zeigen, wie lange sich die Rahmenbindungen noch halten werden, das Konzept Rahmenbindung ist seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast, so viel ist klar. Die Verwendung der Kingpin Bindungen, wie auch der MWerks, macht natürlich nach wie vor sehr viel Sinn, es kommt letztendlich immer darauf an, was Du mit dem Setup am meisten machen wirst. Wir sehen die Kingpin als unsere abfahrtsorientierte Tourenbindung, mit starker Kraftübertragung und attraktivem Gewicht. Jemand, der 80% der Schneetage touren geht und 20 im Resort fährt, ist mit einer Kingpin besser beraten als mit der Duke.

Für die Duke gesprochen wäre es dann genau anders rum: 80% Resort / 20% Touring – nur als Beispiel. Jede aufstiegsfähige Bindung in unserer Kollektion erfüllt einen gewissen Einsatzzweck, und der Kunde wird sicher bei Marker fündig, wenn er weiß was er machen möchte - und ausgeben natürlich ;-).

Deine Top-3-Kaufargumente für die Duke PT?
Erstens: Der absolute Alleskönner: Du hast eine kompromisslose Alpinbindung, beide Auslöserichtungen sind voll einstellbar für die Abfahrt, bei einem Gewicht und einer Standhöhe, die absolut vergleichbar ist mit normalen Alpinbindungen. PLUS die Walk Funktion mit Pins für den Uphill - nicht nur der Hardcore Freerider sondern auch der Rundum Sorglos Paket Typ wird damit bestens versorgt!

Zweitens: Die Jester Ferse als robusteste Freeride Ferse auf dem Markt, für beste Performance und Kraftübertragung.

Drittens: Technischer State of the Art an Bindung - der Alpin Teil des Vorderbackens kann zum Bergaufgehen abgenommen werden, so werden 300 Gramm pro Bindungsstück (und Fuß) gespart!

Und zu guter Letzt: Die Duke PT wird am besten auf diesem/n Ski montiert:
Tendenziell auf breiteren Skiern, klassische Freerider, für 2020-21 eignen sich die neuen Völkl Blaze Ski zB hervorragend. Das Freeride Ski Segment allgemein ist so breit und beliebt geworden in den letzten Saisons, dass es viele sinnvolle Ski-Kombinationen zur Duke PT gibt, das ist ja das tolle! Man schränkt sich durch die Wahl der Duke PT überhaupt nicht ein was das Setup angeht, im Gegenteil, man hält sich immer alle Optionen offen!

Max, vielen Dank für Deine Zeit und das interessante Gespräch!

Hardfacts:
Duke PT 16
Gewicht Uphill 1050 g / downhill: 1350 g
Z-Wert 6.0 - 16.0
Empfohlenes Fahrergewicht 60+ kg
Fersenautomat Inter Pivot 3
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm

Duke PT 12
Gewicht Uphill 850 g / downhill: 1150 g
Z-Wert 4.0 - 12.0
Empfohlenes Fahrergewicht <120kg
Fersenautomat Hollow Linkage 2
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm



Publiziert in Reports
Donnerstag, 17 Dezember 2020 11:30

Im Test: UYN Fusyon Merino Baselayer

UYN, die italienische Spezialschmiede für Sporttextilien aus Asola, kennen viele Skifahrer mittlerweile durch ihr Engagement in diversen FIS Nationalteams. Die Marke, die zu Trerè Innovation s.r.l. gehört, setzt auf fortschrittliche Technologien, Materialforschung und -entwicklung sowie hochfunktionelle Detaillösungen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass klassische Pistenfahrer oder Racer andere Anforderungen an ihr Baselayer haben als Freerider und Freetourer, die zwischendrin auch mal hiken oder auffellen. Während die einen vor allem eine gute Wärmeleistung benötigen sowie zweitere ein sehr enges Zeitfenster an hoher Aktivität abdecken müssen, geht’s bei uns ja doch darum: Bergauf muss Schweiß weg von der Haut, damit man bergab nicht auskühlt – und wenn man nicht nur einmal am Tag aufsteigt, dann kann man sich auch nicht jedes Mal umziehen, so viele Klamotten passen in keinen Rucksack.

Perfekt geeignet für diesen Einsatzzweck scheint die Fusyon Linie der Italiener: Feinste Merinowolle mit extraweichem Touch und effizienter Wärmeisolation trifft innovative Materialien und hochfunktionelles Produktdesign. Wir hatten das Fusyon Merino Unterhemd mit Rollkragen und die passende mittellange Hose, jeweils Frauen- und Herrenmodell, im Test.

Zuerst zur Technologie: Die aus einem einzigen Teil und nahtlos gefertigten Baselayer zeigen schon alleine optisch, dass jedes Kleidungsstück unterschiedliche Funktionszonen miteinander kombiniert. In der Kniekehle und an allen anderen Stellen, wo sich Schweiß sammelt, wird die Körperfeuchtigkeit durch die Drylight-Technologie dank einer durchlässigeren, äußerst saugfähigen Stricktechnik nach außen transportiert, exponierte Stellen wie Ellbogen und Knie sind besonders strapazierfähig und wärmeisolierend ausgeführt. Verbunden werden diese unterschiedlichen Funktionszonen nahtlos mit dynamischen Konturlinien für noch höheren Tragekomfort und mehr Bewegungsfreiheit.

Die Merinoqualität sorgt für extraweichen Tragekomfort, ob man seinen Tag sportlich oder gemütlicher angeht. Bei UYN wird diese besonders feine Wolle mit einer speziellen Herstellungstechnologie optimiert, nämlich mit Fibresist kombiniert, damit das Material noch weicher und schnelltrocknender wird. Die von vielen Kanälen durchzogene Coolvent-Innenoberfläche ermöglicht einen konstanten, komfortoptimierenden Luftstrom. Sie absorbiert Schweiß schnell, kühlt bei Bewegung und sorgt dank atmungsaktiver Eigenschaften für ein angenehm trockenes Hautklima. Die Luftkammern im Gewebe isolieren und schützen so vor Auskühlung.

Soweit zu den Herstellerangaben. Beim Auspacken der Baselayer-Teile fällt der weiche Griff positiv auf. Vor dem ersten Tragen haben wir der Unterwäsche allerdings eine Maschinenwäsche gegönnt, denn den Fabriksgeruch wollten wir nicht in der Nase haben. Außerdem haben wir die Waschanleitungen rausgetrennt, damit keine Fresszettel reiben und nerven.

Auf geht’s zur Testtour, also nix wie rein in die neue Unterwäsche! Der Schnitt kann definitiv als „körperbetont“ bezeichnet werden, sowohl Ober- als auch Unterteil sitzen richtig eng. Außerdem verursacht der Rollkragen beinahe Schwierigkeiten: Wie zur Hölle soll mein Kopf durch diese winzige Öffnung passen? Einmal drin, wird’s aber besser, trotzdem legt sich der Eindruck nicht vollständig, dass einen der Kragen stören wird.

Für die Praxis kann vorausgeschickt werden, dass sich diese Befürchtung nicht bestätigt hat: Der überlappende Kragen stört und behindert nicht, im Gegenteil schließt er schön ab, so erwischt man garantiert keinen kalten Luftzug. Ebenfalls ausgesprochen positiv fällt auf, dass es keinerlei störende Nähte oder reibende Stellen gibt – das Design mit unterschiedlichen Funktionszonen bewährt sich in Sachen Tragekomfort zu 100%.

Nach erfolgtem Aufstieg die Stunde der Wahrheit: Die Haut fühlt sich vollkommen trocken und warm an, ebenso die Fusyon Unterwäsche. Ganz im Gegensatz zu der Bekleidungsschicht, die über dem Baselayer getragen wurde. Tja, wir haben nicht optimal gelayert… Daher klare Empfehlung: Unbedingt darauf achten, dass der (im Fall der Frauen) darunter getragene Sport-BH bzw. eine über dem Baselayer getragene Weste oder Jacke ebenso gut schweißtransportierend ist wie die Unterwäsche selbst, denn sonst sind die nach der Anstrengung waschelnass.

Das Fusyon Merino Baselayer punktet also mit hervorragendem Feuchtigkeitstransport und guter Wärmeleistung. Selbst bei mehrmaligem Aufstieg bleibt das so – demnach supergut für sportliche Freeride- und Tourentage. Es ist nur darauf zu achten, nicht zu viel wärmende Kleidung darüber zu tragen.

Eines bleibt uns allerdings noch: Über Style lässt sich bekanntlich streiten, unter unseren Tester/innen gewinnt UYN aber keinen Designpreis. Insgesamt wirkt die Kollektion sehr FIS-lastig. Und „die weiße Farbe ist echt schwierig: Erstens ist es nicht reinweiß, sondern irgendwie gedeckt und sieht schmutzig aus. Zweitens ist die Unterwäsche in dieser Farbkombination ganz sicher nicht für Hüttenabende geeignet, weil durchsichtig. Und jetzt echt, wer hat sich das ausgedacht: Ein graues Dreieck direkt am Schambereich? Muss das sein?“ Von daher: Besser zu anderen Farbvarianten greifen…

In einem Satz zusammengefasst: Funktion spitze, Style schwierig. Wir würden jedenfalls empfehlen, die einzelnen Funktionszonen etwas dezenter kenntlich zu machen, als ein an Steven Tyler’s südwärts zeigenden „Get a grip“-Pfeil erinnerndes Dreieck einzusetzen. Jedoch keinerlei Punktabzug in Sachen Komfort und Funktionalität! Wer tendenziell angezogen bleibt, der kann bedenkenlos zugreifen und bekommt hochfunktionale Baselayer mit hohem Tragekomfort.

Publiziert in Produkttests
Montag, 14 Dezember 2020 13:32

Test: Marker DUKE PT Hybrid-Freeride-Bindung

Marker selbst bezeichnet den Neuzugang in der Royal Family als Hybrid-Freeride-Bindung. Was soll das denn sein? „Die kompromisslose Abfahrtsperformance der Jester trifft auf den Aufstiegskomfort einer Pin-Bindung“, erklärt Produktmanager Max Schmid.

Und weiter: „Um das volle Potential des neu entwickelten Vorderbackens und der Bremse ausschöpfen zu können kommt die Duke PT in zwei Stärken: Als 16er Version mit DIN Auslösewerten zwischen 6 und 16, sowie als leichtere 12er mit einstellbaren Z-Werten zwischen 4 und 12. So bekommen die alleranspruchsvollsten Athleten eine Hardcore Freeride Bindung, diejenigen, die ein 16er Z-Wert abschreckt, bekommen mit der Duke PT 12 dieselbe Technologie aber mit angepasster Performance.“

Um in den Abfahrtsmodus der Bindung zu gelangen, wird das Vorderbackenteil zurück auf die Grundplatte geklappt bzw. wieder aufgesetzt. Dieses verriegelt sich dank der „Auto Quad Lock“-Technologie beim Einstieg in die Bindung anschließend ohne Zutun des Skisportlers vierfach von selbst.

Beide Duke PTs gewährleisten eine nach DIN ISO zertifizierte Auslösung sowohl im Vorder-, als auch im Hinterbacken. Im Ride-Mode sorgt die schwenkbare AFD-Gleitplatte (AFD hat nix mit der Partie zu tun, sondern steht für „Anti Friction Device“) für die seitliche Auslösung im Fall eines Sturzes. Danke Sole.ID – bekannt aus den länger gedienten Royal Family-Modellen – ist auch die Duke PT mit sämtlichen am Markt erhältlichen Sohlen kompatibel.

Beim Fersenbacken unterscheiden sich Duke PT 16 und 12: Kommt in der „großen“ Version der Interpivot-Fersenbacken wie bei Jester oder Duke zu Einsatz, so setzt Marker für die Duke PT 12 auf die Hollow Linkage Ferse der Squire. Die Lock & Walk Bremse vereint Stopper, Bremsverriegelung und eine 10° Steighilfe in nur einem Bauteil.

In der Praxis erweist sich das Umstellen von Abfahrts- auf Gehmodus und umgekehrt als völlig problemlos und friktionsfrei: „Zuerst war ich schon skeptisch, ob sich das unkompliziert bewerkstelligen lässt oder ob das eine Frickelei wird. Funktioniert aber völlig einfach und selbsterklärend“, gab einer unserer Tester zu Protokoll. Auch die Stopper lassen sich mit einem Griff fixieren.

Klar, die Duke PTs mit ihren 1.350 (16) bzw. 1.150 (12) Gramm inklusive Vorderbacken „hängen“ schon am Fuß und sind in Sachen Gewichtsreduktion keinesfalls mit klassischen Tourenbindungen zu vergleichen. Zur Verdeutlichung: Die Marker F12 Tour EPF – eine Rahmen-Tourenbindung – wiegt in Größe L 1.110 Gramm, die KingPin 13 690 Gramm, die Alpinist überhaupt nur 335 Gramm mit Stopper. Die Konkurrenz schlägt mit 1.770 Gramm (Shift MNC 13) bzw. 1.100 Gramm (Fritschi Tecton) zu Buche – pro Paar, nicht pro Fuß!

Allerdings greift nur zur Duke PT, wer kompromisslose Abfahrtsperformance ohne jegliche Abstriche sucht und von vornherein nur kurze Aufstiege geplant hat. Und diese Aufgabe erfüllt die Duke PT perfekt und ohne den kleinsten Punktabzug: Diese Bindung kann genauso schnell und hart gefahren werden wie jede klassische Alpinbindung. Auch vor richtig hohen Cliffs braucht man hier wegen der Bindungsperformance nicht zurückschrecken – die Duke PT hält sicher. Optimale Kraftübertragung garantiert auch die geringe Standhöhe von nur 24 mm (Shift MNC 30 mm).

Fazit: Wer die Power braucht (oder einfach nur haben will), der bekommt mit der Duke PT eine reinrassige Freeride-Bindung, mit der sich auch kürzere Aufstiege problemlos und einfach bewerkstelligen lassen. Die Stärke der Marker und ihr großes Plus ist aber sicher die Abfahrtsperformance einer Alpinbindung. Die perfekte Bindung für Markus Eder und alle, die ihm nacheifern wollen.

Duke PT 16
Gewicht Uphill 1050 g / downhill: 1350 g
Z-Wert 6.0 - 16.0
Empfohlenes Fahrergewicht 60+ kg
Fersenautomat Inter Pivot 3
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm

Duke PT 12
Gewicht Uphill 850 g / downhill: 1150 g
Z-Wert 4.0 - 12.0
Empfohlenes Fahrergewicht <120kg
Fersenautomat Hollow Linkage 2
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm



Publiziert in Produkttests

***UPDATE*** Aufgrund der abermals veränderten Covid-beschränkungen startet der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn voraussichtlich am 25.12.2020 in den Winterbetrieb. Alle aktuellen infos gibt es hier: https://www.saalbach.com/de/winter/skigebiet/aktueller-skibetrieb

Am 24. Dezember 2020 – rechtzeitig zu den Weihnachtsferien – dürfen die Skigebiete in Österreich laut der aktuellen Verordnung der Bundesregierung wieder öffnen. So geht auch der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn pünktlich zu Heiligabend in Betrieb – alle Skiverbindungen werden geöffnet!

Auch wenn bis 7. Jänner 2021 Beherbergungsbetriebe und Gastronomie noch nicht geöffnet sind, bieten 270 Pistenkilometer und 1.000 Hektar Fläche wahrlich genug Platz, um sich unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen während der Weihnachtsferien an der frischen Luft zu bewegen. Mit etwas Wohlwollen von Fau Holle sollten auch bei Tiefschneefans keine Wünsche offen bleiben…

Der Saisonkartenvorverkauf wurde übrigens bis 31. Dezember 2020 verlängert.

Folgende Lifte sind ab 24. Dezember 2020 in Betrieb:

Saalbach
A1+A2 Schattberg X-press
A5 Limberg 4er
A6 Schattberg Sprinter
D5 Sunliner 4er
D6 Reiter-Ost 6er
G1 Bernkogelbahn
G2 Bernkogel 6er
G3 Wetterkreuz 6er
I1+I2 Schönleitenbahn
I4 Polten 8er

Hinterglemm
A3+A4 Westgipfelbahn
A7 Oberschwarzachlift
B1+B2 12er KOGEL
B3 12er Express
B4 Zwölfer-Nordbahn
C1 Hochalmbahn
C3 Hochalm 6er
D1 Reiterkogelbahn
D2 Hasenauer 8er
D3 Rosswald 6er

Leogang
L1+L2 Asitzbahn
L3+L4 Steinbergbahn
L5 Asitzgipfelbahn 8er
L6 Muldenbahn 8er
L7 Sportbahn 6er
L9 Übungslift Asitz
L12 Schanteilift

Fieberbrunn
F3 Doischberg
F4 Lärchfilzen 4er
F5 Obingleitnlift
F8 Maiskopflift
E1+E2 Reckmoos Nord
E4 Reckmoos Süd
E5+E6 TirolS

Aktuelle Informationen gibts immer HIER.

Publiziert in News

Die Freeride Nights Innsbruck befinden sich mitten in ihrem 5. Jahr und haben sich in diesem Winter - zwangsweise - neu erfunden: Anstatt Live-Event mit Party-Charakter Livestream auf Dachsbau.tv. Wie die Freeride Nights 2020/21 laufen, wer mitmachen kann und was beibehalten wurde erzählte uns Organisator Christoph "Schöffi" Schöfegger im interview.

Hi Schöffi! Was macht der Freerider in Innsbruck gerade? Schnee ist ja eher Mangelware, von Ausgangsbeschränkungen gar nicht zu reden…

Hi Julia, ja leider waren die letzten Wochen recht trocken und auch die Lifte geschlossen, was die Sache natürlich nicht einfacher gemacht hat. Nun sieht es allerdings wieder nach Schnee aus und wir können hoffentlich wieder viel Touren gehen

Ich persönlich habe gerade noch einige Zeit am Bike sowie beim Paragleiten verbracht, mein Freeride Night Kollege Christian hat es da einfacher, denn der ist zumindest unter der Woche mit seinem neuen Job gut beschäftigt ? Wir sind aber positiv gestimmt das auch die Saison 2020/21 noch super wird!

Mit den Freeride Nights habt Ihr ein spannendes Event für die Freeride-Community in Innsbruck auf die Füße gestellt. Für alle, die Euch noch nicht kennen: Wie funktioniert das bei den Freeride Nights?

Ja mittlerweile gibt es uns jetzt auch schon 5 Jahre - echt verrückt wie die Zeit vergeht. Das Konzept ist immer noch dasselbe wie am Anfang, wir wollten eine Art Stammtisch schaffen, auf der sich die Freeride Community in Innsbruck regelmäßig trifft, austauscht und gemeinsam durch die Videos die vergangenen Wochen nochmals Revue passieren lässt.

Dabei kann jeder sein Video bei uns einreichen, egal wie professionell! Diese werden dann an den jeweiligen Event Terminen von uns im Moustache auf der Leinwand gezeigt. Das Publikum bestimmt im Anschluss über ein Voting die Sieger des Abends, welche sich über Preisgeld freuen dürfen sowie sich für das große Finale im April qualifizieren. Bei dem Finale heißt es dann „Winner takes it all“ und somit gewinnt man nicht nur 500€ Cash sondern auch einen Filmslot auf der Freeride Filmbase im Herbst, wo man dann seinen Film vor knapp 500 Zusehern präsentieren kann. Diese Möglichkeit hat schon dem ein oder anderen jungen Freeride Filmer als Sprungbrett gedient, worauf wir natürlich sehr stolz sind, denn unsere Events sollen ja auch als eine Art Bühne für die Newcomer dienen.

Natürlich haben aber auch alle Besucher die Möglichkeit etwas zu gewinnen! Jeder der seine Stimme im Voting abgibt nimmt automatisch an unserer gratis Tombola mit vielen tollen Sachpreisen unserer Partner teil! Achja und natürlich kennen wir auch die gängigen Skibum Probleme, deshalb ist unser gesamtes Event gratis, vom Eintritt bis zur Tombola - lediglich seine Drinks muss man selbst bezahlen...

Der Live-Event-Charakter hat da viel ausgemacht. Freeride Nights und Lockdown – wie geht das jetzt zusammen?

Natürlich lebt unser gesamtes Event von unserer grandiosen Stammtisch Atmosphäre. Auf welchem Event sonst stehen über 200 Freeride Begeisterte, vom Neueinsteiger bis zu Weltmeistern und FWT Athleten, Schulter an Schulter auf engstem Raum zusammen, schauen tolle Videos, trinken Bier und sprechen über die gemeinsame Leidenschaft.

Aber dann kam Corona… Im ersten Moment hatten wir ehrlich gesagt überhaupt keinen Plan B… Ein Event vor nur 30 Leuten, undenkbar. Zugewiesene Sitzplätze ohne Ausschank, undenkbar. Somit spielten wir im Herbst bereits mit verschiedenen Gedanken, denn eine Absage kam für uns eigentlich nie in Frage, dafür war die Nachfrage nach dem Event in Innsbruck viel zu groß.

Tja und nachdem ein Outdoor Event aufgrund logistischer Gründe ebenfalls ausgeschlossen wurde kam plötzlich der Fred vom Dachsbau Club zu uns und meinte, warum wir es nicht streamen. Und here we are, am Weg zur 2. Freeride Night TV Show presented by Dachsbau.tv!

Mit dem Livestream öffnet Ihr die Freeride Nights für ein größeres Publikum. Was muss mein Film trotzdem drin haben, damit er bei Euch läuft?

Genau, eingeladen mitzumachen ist wirklich jeder Freerider, egal ob professionell, Amateur oder Anfänger. Wir machen da keinen Unterschied, denn überzeugen muss man das Publikum und das kann jeder!

Die wichtigste Regel ist eigentlich nur eine Länge zwischen 1,5 und 5 Minuten sowie Only Offpiste! Wenn jemand mal den ein oder anderen Pistenturn drinnen hat oder vom Skiweg einen Trick in den Powder springt: kein Problem. Aber reine Freestyle Park Videos sind verboten.

Einen Tipp kann ich aber an alle geben die planen das erste Mal mitzumachen. Es entscheidet das Publikum, keine Jury! Es geht daher nicht darum die perfekten Shots, die verrückteste Action oder das allerbeste Editing zu haben sondern lediglich das Publikum zu überzeugen. Seid also kreativ und traut euch, wie bereits erwähnt: bei den Freeride Nights kann man nur gewinnen!

Euer erster Livestream ist Anfang November gelaufen – wie wars?

Super! Wir sind immer noch total überrascht wie gut der Stream ankam und wie gut alles ablief damit hätten wir niemals gerechnet! Wer uns kennt weiß, dass wir durchaus schon die einfachsten technischen Probleme auf unseren Events hatten. Als wir dann plötzlich 4 Kameras, 1 Telepromter, 2 Livebildschirme für uns sowie Fred mit seinem Produktionsstudio hatten, und natürlich nicht alles von Anfang funktionierte, wurden wir kurzzeitig sehr nervös. Außerdem hatten wir irgendwie ein Kommunikationsproblem mit unserem Gast Tao Kreibich der deshalb erst 2 Minuten vor der Liveschaltung eintraf, das machte es natürlich nicht besser.

Aber Ende gut alles gut! Wir sind begeistert und das Publikum war es auch deshalb gibt es auch jetzt im Dezember noch ein spontanes Spezial Event!

Am 22. Dezember folgt Auflage Nummer 2. Wie lange nehmt Ihr noch Filme an? Und wie siehts aus?

Genau am 22.12 ab 20:30 auf dachsbau.tv gibt es unsere 2. TV Show! Filme kann JEDER noch bis zum 20.12 bei uns einreichen. Am einfachsten per Downloadlink an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !

Wir werden auch wieder 2 interessante Gäste vor Ort haben welche uns Rede und Antwort stehen werden, einen Ausblick auf die Wintersaison wagen und auch sonst die wichtigsten Infos rund um Freeriden & Corona in den Stream packen. Wie gewohnt gibt es auch wieder die gratis Tombola und hoffentlich jeder Menge toller Freeride Videos!

Wir freuen uns schon sehr darauf und hoffen das wir viele zum mitmachen anregen konnten!

Dann freu ich mich schon auf den Livestream aus dem Dachsbau! Danke, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast und viel Erfolg noch bei der Filmauswahl!

Danke! 22.12 @Dachsbau.tv und ansonsten gibt es natürlich alle Infos auf https://www.facebook.com/freeridenightsinnsbruck. Wir freuen uns!

Publiziert in People
Mittwoch, 25 November 2020 13:42

Interview: Eva Walkner & Manu Mandl

Die beiden Freeride-Champions Eva Walkner (FWT Siegerin 2015 und 2016) und Manuela Mandl (FWT Siegerin 2018) haben gemeinsam und zusammen mit ihrem Goggle-Sponsor Julbo den neuesten Zugang zur „Family Series“ des französischen Herstellers entwickelt und designt. Die „Shadow One Line“ ist eine limitierte Auflage der Shadow, die speziell für kleine und mittelgroße Gesichter konzipiert wurde und mit einem ultragroßen Sichtfeld, erstklassigem Tragekomfort und hervorragender Performance aufwartet.

Ausgestattet ist die Shadow One Line mit photochromer Reactiv-Scheibe, die sich dank ihrer leicht roten Tönung hervorragend für alle Witterungsbedingungen eignet: Sie verstärkt die Reliefwahrnehmung und überzeugt damit bei schwierigen Sichtverhältnissen genauso wie bei strahlendem Sonnenschein. Eine Goggle für jeden Tag und alle Bedingungen also. Auf einen vielseitigen Einsatzbereich bzw. darauf, dass es keine „Frauengoggle“ wird, haben Eva und Manu besonderen Wert gelegt. Doch lest selbst…

Wer seid ihr eigentlich? Zwei Mädels aus den verschneiten Bergen?
Eva: Manuela ist in Wien aufgewachsen und ich in Salzburg. Als ich Manuela zum ersten Mal getroffen habe, dachte ich: Oh! Die kommt ja aus Wien (lacht). Wir waren am Dachstein und ich erwartete eigentlich einen „einfachen“ Freeride-Tag, weil ein Mädel aus Wien ja normalerweise nicht allzu viel Ahnung vom Snowboarden haben sollte.
Manuela: Ja klar, bei uns in Österreich besteht schon eine gewisse Rivalität zwischen der Hauptstadt und ... ähm... dem ländlichen Teil von Österreich. Die Leute aus Wien sind und bleiben für uns Touristen! Und da gibt es auch den schönen Witz: Was ist das schönste Autokennzeichen in Österreich? Das „M“, denn es bedeutet, dass ein Wiener auf dem Dach liegt!

Was steckt an traditionell Österreichischem in Euch?
Manuela: Ich kann Walzer tanzen. Und ich ziehe gern Dirndl an, in denen man sich sofort wie eine Prinzessin fühlt, ohne irgendwas dazu tun zu müssen. Ich esse für mein Leben gern Germknödel! Und Schinkenspeck!
Eva: Wir sind echte Schnitzel! Aber bitte, niemals Wiener Schnitzel mit Ketchup essen!
Manuela (etwas ernster): Ich glaube, dass Österreich trotz seiner kleinen Größe dennoch international Gewicht hat, weil es in Europa so zentral gelegen ist, dass es schon immer viel Austausch gegeben hat.

Auf dem Kopfband der „One Line“ ist der Berg zu sehen, an dem alles begann...
Eva: Ja, am Hohen Göll bin ich aufgewachsen. Die nach Salzburg zeigende Nordostwand ist super zum Skifahren... Dort geht es „bäääm“ runter (ihre Hand schnellt nach unten) Und ich wollte auch unbedingt die Gondeln von La Grave unterbringen, weil manchmal verliebst du dich einfach in einen Ort, ohne dass du so ganz genau weißt warum. Für mich hat dieser Ort eine echte Seele, dort kann man gut Ski fahren, eine gute Zeit verbringen, die Leute sind nett... Das ist einfach mein „Happy Place“.

Auch die Natur spielt bei der grafischen Gestaltung eine wichtige Rolle.
Eva: Ja, wir haben da eine kleine Biene drauf gesetzt! Denn die Biene ist eine Art Symbol für alles was wir haben, für die Natur, in der wir leben, für die Glücksmomente die diese uns bringt. Und dafür, dass wir mit unserer Natur und den Bergen sorgsam umgehen müssen!
Manuela: Wir lieben Bienen. Die sind lustig, sie fliegen herum, sie sind niedlich und sie sind total frei.
Eva: Das Design besteht aus einer einzigen Linie, die von links nach rechts verläuft und bei der sich Berge und Bäume abwechseln. Durch bewaldete Gebiete fahren, macht super Spaß, man ist mitten in der Natur!
Manuela: Wir wollen entlang dieser Linie zeigen, was uns am wichtigsten ist, nämlich die Natur und der Wald.

Wie zeigt sich bei euch Athleten euer Umweltbewusstsein?
Eva: Für mich sind die interessantesten Projekte diejenigen, bei denen ich nicht mit dem Heli irgendwo abgesetzt werde. Ich mag lieber Wandern und Biwaken. Das finde ich besser als einen Haufen Kerosin zu verheizen.
Manuela: Jetzt, wo ich immer mehr Splitboard fahre, liebe ich es besonders, wenn ich um zwei Uhr in der Früh aufstehen muss, um irgendwo einen Berg hochzuklettern.

Wie seht ihr eure Welt heute?
Manuela: Das Gelb auf der Skibrille ist ein weicher Farbton, der ein bisschen an die Erde erinnern soll. Denn wir wollten das Thema „One World“ zum Ausdruck bringen. Das bedeutet, sich seiner Umwelt bewusst sein und wissen, dass wir nur ein klitzekleiner Punkt in einem großen Ganzen sind....
Eva: Wenn du beim Freeriden bist, um die Welt reist und überall nette Leute triffst, wird dir klar, dass wir alle eine große Gemeinschaft bilden und gemeinsam eine einzige Welt sind...

Das Freeriden ist seit langem eure „Familie“... ihr gehört zu den größten Talenten der World Tour!
Eva: Bei meinem allerersten FWT-Contest bin ich gleich Zweite geworden und war dann immer unter den Top 5.

Eva, Manuela, wer von euch beiden ist denn nur die Riderin Nummer 1?
Eva: Ich bin die Nummer 1 natürlich, gar kein Zweifel! Aber Nummer 1 von was eigentlich? Na ich würde sagen, die Snowboarder sind da ein bisschen eigen.
Manuela: Für die Snowboarder ist auf alle Fälle der Fun-Faktor wichtiger und sie haben auf alle Fälle im Tiefschnee den größeren Adrenalinkick als die Skifahrer!

Ist die auf der Skibrille abgebildete Linie Ausdruck Eurer Begeisterung für steile Abfahrten?
Manuela: Ja! Die Linie wird immer wilder und bildet immer steilere Berge als Zeichen für die Weiterentwicklung, die wir beide auf den Skiern und auf dem Snowboard genommen haben.
Eva: Je steiler umso besser! Je freier die Abfahrt, umso stärker fühle ich mich herausgefordert. Bei manchen extremen Steilwandfahrten machst du dir vorher fast in die Hose, denn du weißt, dass der kleinste Fehler dein Leben kosten kann!
Manuela: Ich bin ein „Straight Line Girl“, ich fahre am liebsten einfach volle Kanne, gerade runter (mit breitem Grinsen im Gesicht)!
Eva: Auch wenn du älter wirst, kannst du immer noch als Rider unterwegs sein, auch mit 60 noch!
Manuela: Eva und ich, wir sind starke Frauen!
Eva: Als wir uns über die Farbgebung unterhalten haben, wollten wir ein dunkles Grau, damit die Brille ein Unisex-Modell wird und auch die Jungs sie kaufen. Wir wollten keine Girly-Farben wie Rosa oder Rot.

Und wofür steht die Kaffeetasse?
Manuela: Ein warmer Kaffee nach einer Nacht im Gebirge, ist der höchste Genuss, den es gibt! Ein Kaffee steht aber auch für einen entspannten Moment mit netten Leuten, denn dann schmeckt er immer am besten.
Eva: Deshalb habe ich auch die FWT so geliebt! Das war einfach ein Haufen toller Leute, die an traumhafte Orte reisen, um die besten Schneebedingungen zu genießen und neue Berge zu entdecken...

Ist die „One Line“ eine nützliche Hilfe für Rider im Gebirge?
Manuela: Sie hat eine neue Scheibe mit leicht roter Tönung. Die Qualität der Reactiv Scheibe und die Geschwindigkeit mit der sie ihre Tönung anpasst, sind einfach unglaublich!
Eva: Du kannst sie bei schwachen Lichtverhältnissen nutzen und sobald die Sonne herauskommt, wird die Tönung dunkler...Ja, eine echt tolle Scheibe für den täglichen Einsatz.

Die „Linie“ scheint für eine Philosophie zu stehen, die ihr alle beide teilt...
Eva: Die Lebenslinie verläuft nicht immer nur geradlinig erfolgreich (fährt mit der Hand schräg nach oben), da geht es auch immer „schhhhh...“ (macht eine Zickzacklinie auf und ab mit der Hand) und man sollte immer daran denken, dass es auch langweilig wäre, wenn immer nur alles glatt läuft! Und so sind auch die Berge, erst geht es hoch und dann wieder runter, das mag ich. Wenn es das Unten nicht gäbe, wüsste man nicht wie das Oben ist!

Beim Freeriden kann das „Unten“ aber manchmal sehr schmerzhaft sein!
Manuela: Die Narben sind wahrscheinlich nicht gerade die besten Linien...
Eva: Sie erinnern dich daran, dass nicht immer alles so läuft wie wir es uns vorgestellt haben.
Manuela: Aber es gibt auch so etwas wie Knotenpunkte, wo alles zusammenläuft. Ich finde es toll zu denken, dass wir alle Teil eines riesigen Systems sind und ständig miteinander in Verbindung treten und uns austauschen. Die Linie erinnert einen auch daran wie einfach die Dinge sein können. Wenn du deine Leidenschaft auslebst, deine eigene Linie fährst, dann hast du ein schönes Leben, denn so funktioniert das! Das Dekor der Skibrille ist wie ein roter Faden, der sich durch unser Leben zieht. Eine Linie, eine Welt, eine Leidenschaft... Das zeigt uns, dass alles miteinander verbunden ist.

Und welche wichtigen Detailinformationen könnt ihr uns sonst noch übereinander ausplaudern?
Eva: Ich glaube, dass Manuelas Snowboard-Boots den schlimmsten Gestank verströmen, den es auf der Welt gibt! Das ist schon legendär. Und Manuela feiert gern. Sie ist eine richtige Party Queen.
Manuela: Eva kann sich für Dinge extrem begeistern, so sehr, dass sie dann komplett abdreht!

Und noch ein letzter Kommentar zu eurer „One Line“ Skibrille aus der Family Series?
Eva: Das ist die schönste Skibrille der Welt!

Das Interview mit Manuela Mandl und Eva Walkner führte Julbo.

Publiziert in People
Mittwoch, 25 November 2020 11:42

Aus der Branche: „mr.splitboards“ Simon Graf

Simon Graf von Splitboards Europe verfügt über einen Erfahrungsschatz von über 20 Jahren Vertrieb, Verkauf, Testangebot und Anleitung zum Splitboarden. Bereits 1999 stand er selbst auf Splitboards und trägt seitdem maßgeblich zu deren Verbreitung in Europa bei. U.a. leitet er als Skitourenführer im Namen des DAV die Ausbildungskurse Skibergsteigen mit dem Splitboard. Seit letzter Saison vertreibt er unter dem Namen „mr.splitboards“ auch drei selbstentwickelte Shapes, die ab dieser Saison in Deutschland produziert werden.

Herr Graf, es wird Corona-bedingt davon ausgegangen, dass das Skitourengehen im Vergleich zum alpinen Skifahren noch beliebter wird. Andererseits wurden bis dato vielleicht erst vorsichtig Investitionen in Wintersport-Ausrüstung getätigt. Wie sieht das bei Splitboards im Vergleich zum Vorjahr aus?
Seit ich Splitboards verkaufe, also über 20 Jahre, hatten wir immer von Saison zu Saison ein Wachstum, auch selber angetrieben durch eigene Testcamps. Wir haben also die gesamte Marktentwicklung begleitet und geprägt. Diese Saison war bis dato ungewohnt stark im Verkauf. Wir haben zu dem üblichen jährlichen Wachstum eine spürbare Steigerung, die sich eigentlich nur auf Corona zurückführen lässt. Seit jeher höre ich von vielen unserer Kunden, sie wollen mit dem Tourengehen beginnen, um den Massen im Skigebiet zu entfliehen. Das ist in dieser besonderen Situation noch stärker ausgeprägt, so meine Vermutung.

Als Hintergrund: Der Absatz von Wintersportgeräten und vor allem von Tourensportgeräten unterliegt immer einer saisonalen Schwankung. Man kann es grob in 3 Phasen einteilen:

Phase 1: Der Verkauf von August bis November. Da kaufen Kunden, die entweder zum Ende der letzten Saison nicht mehr das Passende gefunden haben oder die, die definitiv neues Material brauchen und Bestimmtes im Blick haben oder auch Einsteiger, die diesen Winter ihr erstes Set kaufen und aus der Bandbreite wählen wollen. Alle drei Gruppen verlassen sich drauf, dass es einen guten Winter geben wird.

Phase 2: November bis Januar ist trotz Weihnachten stark vom aktuellen Winterwetter bzw. Schneeangebot abhängig. Es zeichnet sich ungefähr ab, wie sich der Winter entwickeln könnte. Wenn es bis dato noch keinen Schnee gab, dann ist das bei den Verkäufen direkt spürbar.

Phase 3: Januar bis April kommt es auf den Winter an, ist der gut, haben wir stabile Verkäufe bis in den April. Ist der Winter aber schneearm, schaut das anders aus.

Ist eine bestimmte Sparte besonders gefragt gegenüber sonst?
Die marketingaktiven und folglich bekanntesten Hersteller wie Jones oder Burton profitieren noch etwas mehr als die kleineren Hersteller - das kann ich beobachten. Wer sich als Käufer mit dem Thema schon länger beschäftigt und gewissenhaft recherchiert, der findet aber ebenso individuell passende Produkte bei kleineren Herstellern. Gerade bei den Manufakturen sind Details manchmal besser gelöst oder die Produktion ist sozial- und umweltverträglicher gewählt. Darauf legen immer mehr Kunden Wert. So habe ich für meine Marke mr.splitboards die passende Produktion im Erzgebirge gefunden.

Übrigens haben wir für unsere Kunden eine Vorauswahl getroffen, denn wir testen seit 20 Jahren komplett alle Boards, Bindungen und Zubehör selber auf Funktion und Fahrspaß. Nur Produkte, die diesen Test mit einer Gesamtnote 2 oder besser bestehen, kommen in den Verkauf.

Ist der Beratungsbedarf gestiegen? Wie beraten Sie als reiner Online Händler?
Ja, wir haben deutlich mehr Anfragen, per Telefon oder Ticketsystem. Wir beraten normalerweise am Telefon einen Kunden, der bereits Basiswissen hat, ca. 25 Minuten für ein Splitboard-Set. Diese Saison dauert es oft 45 Minuten und länger.

Ist die Auswahl denn so groß?
Durchaus. Allein die von uns für gut befundenen Splitboards, die im Shop angeboten werden, belaufen sich auf 14 Splitboardmarken mit durchschnittlich je 4 Modellen. Hinzu kommen verschiedene Bindungssysteme, Felle und Zubehör. Normalerweise sind wir auch mit den Gästen von November bis April fast jede Woche am Berg bei Testcamps, wo direkt alle Fragen zu Aufstieg, Fahrverhalten und Material geklärt werden. Wir hoffen, dass dieser direkte Kontakt wieder ab Januar stattfinden kann.

Wie bekommt der Kunde aktuell praktische Informationen?
Wir sind kurzfristig im Oktober mit den 11 gefragtesten Splitboardmodellen zum Kaunertaler Gletscher gefahren, haben die Ride- und Aufstiegsqualitäten genauer unter die Füße genommen und das ganze auf Video professionell festgehalten, somit bieten wir den ersten Online Splitboard Test der Alpen, der kostenfrei für alle verfügbar ist auf unserem Youtube Kanal. Und natürlich weiterhin die persönliche Beratung am Telefon.

Publiziert in News
Full Movie! Der Film für alle, die gerade an Schnee-Entzugserscheinungen leiden und es nicht abwarten können, endlich wieder g'scheid zum Powdern zu gehen...
Publiziert in Media
Montag, 23 November 2020 16:43

Was Wolken über das Wetter verraten

Freerider brauchen Schnee. Und Schnee fällt aus Wolken. Kein Wunder, dass sich bei „heiteren“ Wetteraussichten bei uns in der Redaktion die Stimmung eintrübt, bei „wolkig“ allerdings fröhlich-eifrig sämtliche Wetterportale nach den örtlich größtmöglichen Niederschlagsmengen befragt werden. Was unterschiedliche Wolkenformen über das kommende Wetter sagen, hat uns Birgit Heck, Sprecherin der Unternehmenskommunikation von WetterOnline, erklärt. Und wir haben Cirrus, Stratocumulus und Co kurz und knapp verpackt, damit ihr bei der nächsten Wetterdiskussion so richtig glänzen könnt...

Cirrus (Federwolken)
Cirruswolken entstehen in einer Höhe von fünf bis 13 Kilometern über der Erde. Sie sehen häufig wie große dünne, faserige Federn aus, die am Himmel schweben. Cirruswolken bestehen ausschließlich aus Eiskristallen. Häufig kündigen sie eine Warmfront mit Regen an.

Cirrocumulus
Diese seltenen Wolken sehen aus wie dünne Felder oder Schichten, die aus sehr kleinen, körnig aussehenden Wolkenteilen bestehen. Meistens sind sie dabei recht regelmäßig angeordnet. Sie entstehen ebenfalls in einer Höhe von fünf bis 13 Kilometern, bestehen aus Eis und kündigen häufig kräftige Gewitter an.

Cirrostratus (Schleierwolken)
Cirrostratuswolken kündigen meistens Regen an. Sie entstehen, indem eine warme Luftschicht auf eine kältere aufgleitet. Meist sind die Wolken am Himmel so dünn, dass sie die Sonne noch gut durchscheinen lassen. Dann entstehen häufig bunte Ringe um die Sonne, sogenannte Halos. Cirrostratuswolken bilden sich in fünf bis 13 Kilometern Höhe.

Altocumulus (Schäfchenwolken)
Diese Wolken kommen in zwei bis sieben Kilometern Höhe vor und sind weiß oder grau. Manchmal sehen sie wie Wellen oder Schäfchen aus. Sie bestehen aus (unterkühlten) Wassertropfen und kündigen vor allem im Sommer nicht selten einen gewittrigen Tag an.

Altostratus
Wenn man diese bläulich bis grauen Wolken am Himmel sieht, dauert es meist nicht mehr lange, bis es regnet. Sie dehnen sich oft über einen großen Bereich aus und können so dicht werden, dass man die Sonne hinter ihnen nicht mehr sehen kann. Sie treten in einer Höhe von zwei bis sieben Kilometern auf.

Stratocumulus
Diese grauen oder weißen Wolken bestehen aus Regentröpfchen oder Schneekristallen und kommen in Höhen bis zu zwei Kilometern vor. Beim Stratocumulus handelt es sich um die am häufigsten vorkommende Wolkenart.

Stratus
Eine eintönige tiefhängende Schicht aus Wasserwolken ist typisch für diese Wolkenart. Sie kommt häufig im Herbst und Winter vor und bringt mitunter auch Sprühregen. Stratuswolken kommen in Höhen bis zu zwei Kilometern vor. Sie sind oft nur dünn und darüber scheint die Sonne.

Nimbostratus
Wer diese grauen Wolken am Himmel sieht, sollte nicht ohne Schirm aus dem Haus gehen. Sie bringen fast immer Regen oder Schnee und sind die klassischen „Schlechtwetterwolken“.
Anmerkung der Redaktion: Yeah!

Cumulus
Klar umrandet und meistens in einem leuchtenden, satten Weiß – das sind Cumuluswolken. Gerade im Sommer kündigen sie hin und wieder Blitz und Donner an. Eine einzige Cumuluswolke von etwa 100 Metern Breite und Höhe hat ein Gewicht von fünf bis zehn Tonnen. Das entspricht rund 5.000 bis 10.000 Litern Wasser.

Cumulonimbus
Diese Wolke ist die Königin der Wolken. Sie kann deutlich über zehn Kilometer hoch werden und reicht somit durch alle Wolkenstockwerke. Die charakteristischste Art ist dabei der „Cumulonimbus capillatus“, eine ambossförmige Gewitterwolke. Unter dieser mächtigen Wolke kommt es zu Starkregen und mitunter auch zu Hagel und Sturmböen.

Und übrigens: Bei Schneefall entspricht 1 mm Niederschlag ungefähr 1 bis 2 cm Neuschnee.

Publiziert in Know How
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