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Donnerstag, 04 Juni 2020 13:10

Re-Opening Snowpark Kaunertal Juni 2020

Der Snowpark Kaunertal hat wieder geöffnet! Unter dem Motto „Spring 2020- back on snow- back to freedom“ hat der Kaunertaler Gletscher den Liftbetrieb wieder gestartet. Die verpassten Spring Sessions können nun endlich nachgeholt werden!


Der Pop Up Park im Kaunertal ist wirklich gut gelungen und bietet einen coolen Run. Neben dem Liftausstieg befinden sich zwei Kicker, welche mit einem kurzen Hike erreichbar sind. Die Jumps sind gut gebaut und bieten ordentlich Airtime. Danach geht es mit einer kreativen Jib-Line weiter. Gesamt umfasst der Run sieben Obstacles, mehrere Tubes, eine große Rainbow Rail und eine Double Kinked Rail. Alle Rails sind gut eingebaut und werden täglich frisch geshaped. Der Parklift hat jeden Tag von 8 bis 13 Uhr geöffnet, danach kann noch gehiked werden. Slushy wird es meist schon gegen 9, also früh auf den Berg kommen lohnt sich!


Vergangenes Wochenende war der Ansturm natürlich groß und es kam zu langen Wartezeiten am Lift. Unter der Woche ist das aber kein Problem. Am Dienstag war das Wetter perfekt und die Wartezeiten trotzdem akzeptabel. Außerdem hat zusätzlich zum Park Lift der Nörderjoch Lift geöffnet. Also falls im Park mal zu viel los ist, kann man dort Piste cruisen und Side Hits fahren.


Bis zum 7. Juni ist das Park Setup noch mit Liftbetrieb geboten! Ab 8. Juni finden dann die Kaunertal D.I.Y Weeks statt, der Park wird dabei kreativ umgebaut und kann gehiked werden. Dies ist also die perfekte Möglichkeit für eine letzte Spring Session, um die Ski Saison 19/20 final zu beenden. Vielen Dank ans Kaunertal für diese coole Möglichkeit!


By the way, für alle Tirol Snow Card Besitzer gibt es gute Nachrichten! Die Snow Card wurde bis Anfang August verlängert und kann auch im Sommerbetrieb genutzt werden!



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Donnerstag, 16 April 2020 11:04

Skitourenausrüstung richtig einsommern

Immer wieder eines der heiß diskutierten Frühjahrsthemen: "Wie sommerst Du Deine Ski ein?" Für das Thema Tourenausrüstung haben wir einen ausgequetscht, der es wissen muss: Robert Schlemer, Dynafit Produktmanager Equipment. Also: Robert, wie sommerst Du Deine Tourenausrüstung ein?

Ski & Bindung
1. Tourenski und Bindung auf Funktion und Beschädigung prüfen.

Belag und Kanten in Ordnung?
Hat die Bindung Spiel? Falls ja, dann ab zum Fachmann.
Hat die Bindung Roststellen? Falls ja, dann einfach fetten.


2. Ski präparieren

Belag von Schmutz und Staub befreien
Ski wachsen – und über den Sommer eingewachst lassen, sprich das Wachs nicht abziehen. Unbedingt beachten: Der Ski muss vor dem Einwachsen zu 100% frei von Feuchtigkeit sein. So wird der Belag während der Lagerung geschützt. Vor der ersten Tour im nächsten Winter muss das Wachs natürlich abgezogen werden.


Tourenskischuhe
1. Innenschuhe aus der Schale nehmen und komplett trocknen lassen. Erst dann wieder einbauen
2. Schnallen schließen! Dabei empfiehlt sich eine lockere bis mittlere Position der Schnallen, damit der Schuh seine Form behält.


Steigfelle
1. Felle und Kleber überprüfen
2. Wenn die in gutem zustand sind, dann Steigfelle so zusammenkleben, dass gesamte Klebefläche bedeckt ist und nicht austrocknen kann.


Für das komplette Equipment gilt: Die Touren-Ausrüstung sollte trocken und hitzegeschützt gelagert werden. Damit alles in bestem Zustand im kommenden Winter zum Einsatz kommen kann.

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Montag, 06 April 2020 12:54

Dynafit: From The Road

Skitouren in der rauhen Wildnis Alaskas – der ehemalige Skiguide Eric Hernderson nimmt uns mit und zeigt uns seine persönliche Perspektive der Chugach Mountains. Ein einzigartiges Abenteuer ohne Motor- oder Liftunterstützung – es geht um Grenzen und Befreiung, und um einen neuerlichen Versuch am Meteor Peak…
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Sämtliche Mitarbeiter des Schweizer Gesundheitssystems können sich ab sofort und noch bis 15. Mai 2020 für eine kostenlose Urlaubswoche in Engelberg bewerben. Als Dank für ihren Einsatz während der aktuellen Corona-Krise werden 1.000 Ferienwochen unter den Bewerbern verlost. Einlösbar ist der Urlaub in Engelberg/Zentralschweiz bis 15. Dezember 2020.


Einheimische Hotels, Bergbahnen, Gewerbe, Restaurants, das Kloster Engelberg sowie weitere touristische Anbieter haben sich für diese Aktion zusammengeschlossen. „Die Solidarität während der Krise ist beispielslos“, sagt Alex Höchli. „Es freut mich besonders, dass alle Leistungsträger sofort bereit waren, sich an der Kampagne zu beteiligen. Es ist immer wieder beeindruckend, was man in kurzer Zeit erreichen kann, wenn alle am selben Strang ziehen,“ erklärte Gemeindepräsident Alex Höchli, der zusammen mit Abt Christian Meyer, dem Kloster Engelberg, Olympiasiegerin Dominique Gisin, Skirennfahrer und Engelberg-Botschafter Marco Odermatt, Nationalrätin Monika Rüegger sowie Andres Lietha, Direktor Engelberg-Titlis Tourismus, die Schirmherrschaft übernommen hat.


Dominique Gisin, Olympiasiegerin in Sotchi 2014, ergänzt: „Die Corona-Krise trifft uns alle mit voller Wucht, das Gesundheitssystem ist extrem gefordert. Wir möchten uns mit der Aktion bei allen bedanken, die zurzeit unglaubliche Leistungen für die ganze Bevölkerung erbringen. Und wer weiß: Vielleicht folgen ja noch andere Destinationen unserem Beispiel.“


Teilnehmen können medizinische Fachkräfte im Schweizer Gesundheitswesen, egal welcher Staatsbürgerschaft. Über die Gewinner der 1.000 Urlaubswochen inklusive sechs Übernachtungen mit Frühstück in einem Drei- oder Vier-Sterne-Hotel, einer Lodge oder dem Kloster Engelberg und freier Nutzung der Titlis- und Brunni-Bergbahnen entscheidet das Los.


Engelberg sagt danke!

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Dienstag, 31 März 2020 09:19

There's Something About McConkey (2000)

Wisst Ihr noch, damals? Wohl unter diesem Motto gibts bei Matchstick jetzt "There's Something About McConkey" aus dem Jahr 2000 gratis in voller Länge zu sehen! Und da gefühlt jeder gerade in seinen Ski-Erinnerungen kramt und die mit der Welt teilt, passt das ja auch ganz gut in diese verrückte Zeit...

Also: 45 Minuten Hero-Skiing mit "skiing’s GOAT and clown prince"! Alles was Ihr dafür tun müsst, ist Euch mit Emailadresse anzumelden. Viel Spaß!

matchstickpro.com

 

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Montag, 16 März 2020 13:26

Freeridecamp mit Roman und Felix

Es ist bereits Tradition. Schon zum fünften Mal war es soweit - das Freeridecamp mit Roman Rohrmoser und Felix Wiemers! Was das bedeutet? Drei Tage volle Action am und um den Berg. Die Nachfrage wächst von Jahr zu Jahr und so war es ein ausgewählter Kreis von 14 Teilnehmern, der ins winterliche Hochfügen anreisen durfte. Ganz nach dem Motto: Wer zuerst bucht, ist dabei!


Die Wettervorhersage war vielversprechend. Die eher mauen Neuschneemengen in diesem Winter haben nicht allzu viele Sahnetage produziert, doch für unsere Teilnehmer gab es nochmals ordentlich weißes Gold und damit beste Verhältnisse. Gepaart mit dem Terrain in Hochfügen und einer Unterkunft direkt am Lift war also alles serviert für drei perfekte Skitage. Lediglich der verletzungsbedingte Ausfall von Felix, der kurz vor dem Camp einen Crash im Schnee hinnehmen musste, trübte das Bild und ließ Roman gleich doppelt rotieren. Doch wer die Multitaskingfähigkeiten des Tirolers kennt, hatte auch da keine Sorge. Ungewohnt war für unsere Teilnehmer nur, dass eine der beiden Gruppen am Berg also ohne Pro Rider auskommen musste - durchschneiden kann selbst der Tiroler sich nicht ohne fatale Folgen. Dennoch war selbstverständlich niemand auf sich allein gestellt, da die beiden Bergführer Brandy und Rein stets zur Stelle waren und sich für die Sicherheit am Berg verantwortlich zeigten.


Der Anreisetag
Ankunft und Kennenlernen! Roman ließ wie immer seine lokalen Kontakte spielen und sorgte wieder einmal für ein kulinarisches Verwöhnprogramm. Außerdem findet an Tag 1 auch die bereits legendäre Materialausgabe statt: K2 Skis, BCA Equipment für die Sicherheit im Gelände und Helme sowie Brillen von Alpina durften ausgiebig von den Teilnehmern getestet werden. Dann wurde noch ein kleiner Plan für den nächsten Tag geschmiedet und nach dem Feierabendbier gings ab ins Bett.


Skitag 1
Der erste Tag am Berg. Der Neuschnee ließ noch etwas auf sich warten und auch die Sonne spielte nicht so ganz mit, doch Brandy und Reini fanden perfekte Verhätlnisse zum gemeinsamen Einfahren. Schnell zeigt sich das hohe Skifahrerische Level bei den Teilnehmern, und so machten die Gruppen ordentlich Meter. Nicht fehlen darf zu Beginn des Camps natürlich der Safety Workshop. Die Bergführer frischten das Wissen der Teilnehmer in Sachen Lawinenkunde auf – Verschüttetensuche und Einweisung in den Recco Safety Reflektor inklusive. „Wir wollten dem Safety-Wotkshop eine weitere Facette hinzufügen, da mittlerweile fast alle Skigebiete mit diesem System ausgerüstet sind.“


Skitag 2
Der Neuschnee ist da und die Verhältnisse werden besser! So suhlen sich unsere Teilnehmer den ganzen Tag im Gelände bis am Nachmittag die Kräfte beim Après-Ski wieder aufgetankt werden. Skitag 2 scheint sich inzwischen als klassischer Après-Skitag in unseren Camps etabliert zu haben…


Skitag 3
Die Sonne ist da und wir profitieren von besten Verhältnissen. Der Neuschnee kann geschlitzt werden und der Kater vom Vortag ist auch fast keinem mehr anzumerken. Da stört es auch nicht, dass gegen Nachmittag die Wolken zurückkommen - so fällt die Trennung und die Abreise aus dem Zillertal nicht allzu schwer..


Wer also die komplette Rundumbetreuung am Berg sucht, Tiefschnee shredden will und auch den Après-Ski gelegentlich nicht scheut, der sollte sich für 2021 anmelden. Der Termin wird der 11.-14. März sein - einfach über Instagram bei Roman oder Felix melden!

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Nachdem am ersten Märzwochenende in Fieberbrunn ein sensationelles und würdiges 10-Jahres-Jubiläum gefeiert werden konnte und es noch Donnerstag danach aussah, dass das Saisonfinale in Verbier stattfinden könnte, musste auch die Freeride World Tour aufgrund der extrem dynamischen Situation rund um COVID-19 am Samstag schließlich sämtliche verbleibenden Events 2020 absagen.


Im Tiroler Fieberbrunn sah am 8. März noch alles nach eitel Sonnenschein aus: Marion Haerty, Arianna Tricomi, Nils Mindnich und Craig Murray holten sich die Tagessiege, und nach dem „Final Cut“ waren es nur mehr vier Snowboarderinnen, jeweils sechs Skifahrerinnen und Snowboarder sowie 13 Skifahrer, die die Reise zum 25. Xtreme Verbier antraten. Von sämtlichen heimischen Vertretern war nur mehr Gigi Rüf in dieser illustren Truppe vertreten: Tao Kreibich lieferte zwar bei seinem Debut am Wildseeloder eine starke Vorstellung und landete auf Rang fünf, in der Gesamtwertung verpasste er mit Platz 16 die Qualifikation für Verbier allerdings knapp. Elias Elhardt, der in Fieberbrunn die Plätze acht und neun (die Snowboard Herren holten zusätzlich den abgesagten Bewerb aus Andorra nach) belegte, wurde in der Gesamtwertung siebter, rutschte also ebenfalls knapp an der Qualifikation fürs Saisonfinale vorbei.


In Verbier sah es zu Beginn noch nach einer Durchführung des Events aus – wenn auch ohne Publikumsbeteiligung vor Ort, nach der vom Schweizer Bundesrat verhängten neuen Maßnahmen rund um COVID-19 blieb der FWT dann allerdings keine Wahl mehr, als sämtliche noch ausstehenden Veranstaltungen ersatzlos zu streichen. Die Weltmeistertitel wurden entsprechend der letztgültigen Rangfolge ermittelt:


Snowboard Herren:
1. Nils Mindnich
2. Victor De Le Rue
3. Sammy Luebke


Snowboard Damen:
1. Marion Haerty
2. Michaela Davis-Meehan
3. Erika Vikander


Ski Herren:
1. Isaac Freeland
2. Kristoffer Turdell
3. Andrew Pollard


Ski Damen:
1. Arianna Tricomi
2. Hedvig Wessel
3. Jaclyn Paaso

2021 soll die Freeride World Tour wieder in altbekannter Form stattfinden.

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Dienstag, 03 März 2020 15:30

Crystal Awards 2020

Unter dem Dach der Alpin Urban Art fanden heuer zum zweiten Mal die Crystal Awards Innsbruck statt. „Alpin Urban Art ist eine Networking- und Präsentationsüplattform für alle Kreativen, die irgendwie in Verbindung mit der Boardsports-Kultur bzw. Wintersport stehen“, erklärt Organisator Christoph Schöfegger das Konzept. „Nach dem Erfolg des ersten Crystal Awards Fotobattle im Vorjahr haben wir uns für 2020 eine neue Herausforderung ausgedacht: Alle Teams haben vier Tage Zeit, nicht nur die besten Shots in den drei Kategorien Lifestyle, Action und Overall einzureichen, sondern gleichzeitig auch noch einen Kurzfilm zu produzieren.“


Gesagt – getan: Fünf Teams, bestehend aus je einem Filmer, einem Fotografen und drei Ridern, stellten sich der Challenge. Spannend wurde es dann erstmals am Freitagabend, als ich im Moustache auf meine beiden Mit-Juroren Simon Rainer und Fabian Künzel – beides Profifotografen – traf, um die Fotoausbeute zu sichten und die Sieger zu küren.


Ich stellte mich auf ebenso lange Beratungen und stundenlanges Abwägen ein, wie ich es aus dem Vorjahr schon kannte. Aber weit gefehlt: Die Jury zeigte sich ungewohnt einig und war nach gefühlt 30 Minuten bereits durch mit sämtlichen Fotoentscheidungen. Schöffi und Moderator Christian Gaderer entschieden sich kurzerhand zu einer spontanen „Die Jury kommentiert die Einreichungen“-Session, in der wir drei zu jedem der Bilder unseren Senf abgeben durften. Anschließend wurden die Awards direkt an die glücklichen Gewinner übergeben, die sich nun nicht nur „Crystal Award“ Sieger nennen dürfen, sondern auch noch Geldpreise einheimsen konnten.


„In jeder der drei Kategorien ist uns jeweils ein Bild sofort aufgefallen“, erklärten meine Kollegen dem zahlreich anwesenden Publikum. Und – wenig überraschend – waren es genau diese Bilder, die schlussendlich den Platz an der Sonne einheimsten. In der Lifestyle-Kategorie war das der von Hans Friedrich abgewandelte, klassische Innsbruck-Shot mit Oberförster Ben Kalra in der Hauptrolle. Kurz darauf jubelte das Team um Fotograf Klaus Flöry und Julian Überbacher – die Kategorie Action ging an sie. Zu guter Letzt und als Höhepunkt des Abends holte Mo Ablinger mit seinem Droneshot den Overall-Sieg. Simon und Fabian lobten in höchsten Tönen: „An diesem Foto sieht man sich einfach nicht satt! Tolle Kontraste, ein harmonischer Farbverlauf und der spannende Winkel mit dem Skifahrer und seinem Schatten, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen.“


Anschließend an den offiziellen Teil des Abends ging es gut gelaunt in die Moustache-Nacht – nicht nur einer wird erst ziemlich spät zuhause gewesen sein…


Am Samstagabend war es dann soweit., in der „jungen Talstation“ neben dem ehemaligen Rundgemälde in Innsbruck hieß es „Film Ab“. Nacheinander wurden dem vollen Haus die Filme der Teams gezeigt und auch die Jury sah dort die Filme zum aller ersten Mal.


Nach jedem Clip mussten die Teams dem Moderator Christian Gaderer Rede und Antwort stehen um der Jury genug Zeit zu geben sich zu beraten. Dabei durfte der ein oder andere Scherz auf Kosten mancher tollpatschiger Teilnehmer nicht fehlen und auch das ein oder andere interessante Detail aus den Dreharbeiten wurde verraten.


Die geplante Jury Beratungszeit am Ende der Filme von 20 Minuten wurde aufgrund einer sehr regen und langen Diskussion mehr als verdoppelt, was zum Glück dem Zeitplan und der Stimmung aber keinen Schaden zufügte da Quirin Müller in der Zwischenzeit ordentlich einheizte. Nach 45 Minuten Diskussion der Jury war es dann endlich soweit, Siegerehrung.


Bevor es aber ernst wurde durfte auch der Veranstalter Christoph Schöfegger noch ein paar Worte an die Teilnehmer und das Publikum richten bevor Flo Orley den Entscheidungsweg der Jury mit seinen Co-Juroren Joi Hoffmann & Tijl Bex erklären durfte. Durch zwei sehr unterschiedliche Ansätze in den Filmen war es für die Jury quasi nicht möglich einen Sieger zu küren, deshalb kamen sie zu der einstimmigen Entscheidung – Doppelsieg!


Team Chaos mit Fotograf Moritz Ablinger, Kameramann Semmy Düren, und den Ridern Tao Kreibich, Valentin Rainer & Sebastian Hiersche teilen sich den Sieg mit Team „Only Good Times“ bestehend aus Fotograf Matthias Kuchling, Kameramann Luigi Dellarole und den Ridern Julian Hauer, Kilian Echalier & Daniel Schemmel.


Zu guter Letzt, wie das auf jeder ordentlichen Freeride Veranstaltung der Fall ist, durfte auch die Afterparty nicht zu kurz kommen. Begleitet durch super Sound von den DJ’s Quirin Müller und Andy Brunner wurde noch bis in die Morgenstunden getanzt und gefeiert.


Somit endete der erste Crystal Awards Filmwettbewerb gleich mit 2 Siegern und jeder Menge gute Laune! „Ich hoffe, dass im kommenden Winter die Alpin Urban Art ihre Fortsetzung findet. Besonders bedanken möchte ich mich noch bei der Stadt Innsbruck, die es ermöglichte, die Bilder des Vorjahres in der Maria Theresien Straße zu zeigen – und so den Fotografen und Ridern einen angemessenen Rahmen zu bieten“, schloss Veranstalter Christoph Schöfegger positiv ab.

Publiziert in Freeride City Innsbruck
Donnerstag, 20 Februar 2020 13:59

Geschichte-Nachhilfe: Das FreerideTestival

X-Over Ride 2006: In einem überdimensionierten Zelt sowie zwei kleineren rundherum stehen Menschen in bunten, ebenfalls überdimensionierten Skiklamotten und den breitesten – knallbunten – Skiern, die damals zu haben waren. Ein Jahr darauf steht schon ein kleines Zeltdorf hier. Zwölf Jahre später gibts um zehn Uhr morgens beim Anmeldezelt keine Goodie-Bags mehr. Und bei den Ausstellern kein Leihmaterial, denn das ist bereits weg. Auf dem Parkplatz der Jägeralpe wird stattdessen Fußball gespielt. "Die Afterhour wurde an diesem Tag etwas früher als gewöhnlich eingeläutet. Am Nachmittag mussten wir dann echt noch zwei Autos losschicken, um irgendwo Biernachschub zu besorgen“, erinnert sich Organisator Ralf Jirgens.

Im siebten Jahr hat sich das FreerideTestival als Fixpunkt im Kalender etabliert. „Wir organisieren ein Event von Freeridern für Freerider. Und wir wollen den Sport, den wir mit Leidenschaft betreiben, auch für diejenigen erlebbar machen, die sich bisher nicht rangetraut haben“, erklärt Heiko Joos, der zweite im Bunde. „Genau deshalb ist unser Slogan ‚Erlebe Freeriden!‘ nicht nur eine Worthülse – er beinhaltet alles, was wir auf dem FreerideTestival anbieten.“

Was das FreerideTestival ausmacht

Kern des Events ist der kostenlose Equipment-Test. Jede und jeder kann sich kostenfrei registrieren und dann ein ganzes Wochenende lang Material ausprobieren, bis die Skisocken qualmen.Und zwar nicht das aktuelle, sonder das kommende Material der nächsten Saison. „An den drei Wochenenden im März zeigt die Skiindustrie ihre ISPO-Highlights der kommenden Saison erstmals den Kunden. Es gilt, seinen Lieblingsski für die kommende Saison zu finden“, so Heiko weiter. Klar gibts auch jede Menge Material rundherum zum Ausprobieren: Helme, Skischuhe, Snowboards, Safety-Equipment und sogar Skibekleidung.Das rahmenprogramm aus Kursen, Workshops, Guiding und vielem mehr deckt nicht nur Safety und Fahrtechnik ab, sondern soll den TeilnehmerInnen auch einfach Spaß machen. Runs mit Bergführer und/oder Profi inklusive. Der Spaß und die Freeride-Community stehen denn auch bei der Afterhour im Eventgelände im Fokus.

So logisch, wie sie sich anhört, war die Entwicklung allerdings nicht. Für den ersten Skitest hat Heiko noch selbst die Firmen mit seinem Privatauto abgeklappert, um Testmaterial zu bekommen. Um 2010 treffen sich er, der damals das Szeneportal freeskiers.net betreibt und Ralf, Herausgeber des Bergstolz Ski & Bike Magazins, sich immer wieder bei Veranstaltungen und Presseevents. Der Kontakt passt schnell, und so findet 2011 der erste gemeinsame Freeride Skitest statt. Die Industrie findets super und drängt auf ein Endverbraucher-Event. 2014 ist es dann soweit: Das erste FreerideTestival am Kaunertaler Gletscher findet statt!

Als Partner konnte Jeep gewonnen werden: „Es ging schon über Monate hin und her, bis ich beim Weltcup-Opening in Sölden Ende Oktober mit den Jeep-Chefs für Österreich und Deutschland im Lift sitze. Bis zur Mittelstation hatte ich den Österreich-Chef soweit, dass er den Deutschen, der eigentlich verantwortlich war, zu überreden begann, das Sponsoring des FreerideTestival zuzusagen. Und an der Bergstation hatte ich eine Zusage“, lacht Ralf noch heute. Die Kooperation mit Jeep blieb allerdings eine einmalige Sache, vielleicht auch deswegen: „Es ist März – strahlend blauer Himmel über dem Kaunertaler Gletscher aber saukalt. Ralf und ich klappern sämtliche Aussteller ab und fragen nach übrigen Mützen, Sonnenbrillen, Jacken, Handschuhen und warmen Schuhen. Nicht für uns! Sondern für die Shuttle-Fahrer: Die sind genauso gekleidet angekommen, wie sie sonst ihren Dienst versehen, nämlich in Lederschuhen und schwarzem Anzug – und ihnen war ein kleines Bisschen zu kalt," erzählt Heiko aus dem Nähkästchen.

Unverhofft kommt oft

Ab 2016 expandiert das FreerideTestival mit neuem Partner BMW Mountains, zuerst gibt es einen zweiten Tourstopp in Warth-Schröcken am Arlberg. Der übertrifft alle Erwartungen: „Schnee ohne Ende! Samstag früh kommen wir zum Aufbauen an die Steffisalp, da fährt auf der Restaurantterrasse schon die Schneefräse. Plötzlich macht es einen riesen Schlag und ein Skistock fliegt im hohen Bogen - also in Einzelteilen – aus der Fräse raus. Und der Typ, der die Schneefräse fährt: „Ah herrgottzack na, schon wieder einer seinen Skistock vergessen.“ Er fährt weiter, dann macht es noch ein viel krasseres Geräusch: Ein Paar Ski steckt in der Fräse drin. Wir haben dann zu viert versucht, die blockierenden Skier da rauszubekommen.“ Das SAAC-Fahrzeug konnte dann Sonntag Nachmittag überhaupt nur mehr mit vereinten Kräften und rallyepilot Günter aus den Schneemassen befreit werden.

Ein Jahr später kommt dann auch Saalbach dazu: "Gin-Party bei Black Forest inklusive!" Und bei diesen drei Stopps ist es bisher geblieben: "Wir haben in den vergangenen Jahren versucht, auf Qualität statt reiner Quantität zu setzen. Also noch bessere, spannendere Tourstopps mit umfangreicherem Programm, anstatt die Anzahl der Events zu erhöhen", erklären die beiden. Stillstand? Fehlanzeige!

Wie solls weiter gehen?

2020 findet die Eventserie das siebte Mal statt, der erste runde Geburtstag ist nicht mehr allzu weit entfernt. „In diesem Jahr wird das FreerideTestival erstmals als Tour stattfinden. Die Stopps finden allesamt im März an aufeinanderfolgenden Wochenenden statt, wir sind schon sehr gespannt, wie das ankommt“, erklärt Ralf. An Ideen für die Zukunft mangelt es jedenfalls nicht: „Vielleicht wird es eine Kooperation mit anderen Freeride-Events geben, die das Testival nochmal pushen. Vielleicht werden wir auch international. Oder uns fällt noch was viel Besseres für unsere Veranstaltung ein, wer weiß.“ Und lacht. „Die kommenden Jahre werden für uns sicher anspruchsvoll. Wir haben uns zwar einen Namen gemacht, aber darauf können wir uns nicht ausruhen. Wir sind gerade mitten drin, das Event als Fixpunkt im Freeride-Kalender zu etablieren. Und zwar nicht nur für die Szene, sondern auch für all diejenigen, die einfach auch gerne einmal Freeriden erleben wollen,“ blickt zum Abschluss Heiko noch in die Zukunft. Ein Ende ist jedenfalls nicht abzusehen...

FreerideTestival 2020 - Hardfacts:

3 Tourstopps:
Warth-Schröcken am Arlberg 07.+08.03.2020
Saalbach 14.+15.03.2020
Kaunertal 21.+22.03.2020

Kostenloser Equipment-Test:
Bei allen drei Tourstopps steht die Ausrüstung der kommenden Saison kostenlos zum Testen für die Besucher bereit – Ski, Snowboards, Helme, Safety-Equipment und vieles mehr.

Kurse und Workshops:
Bei jedem Tourstopp gibt es ein breites Angebot an Kursen und Workshops zu den Themen Sicherheit, Fahrtechnik, Skitouren und mehr.

Guiding:
Die Guidings und geführten Touren werden von lokalen Ski- und Bergschulen bzw. erfahrenen Bergführern durchgeführt. Das garantiert nicht nur unberührten Powder sondern auch jede Menge Technik- und Safety-Tipps im Gelände – ideal auch für Freeride-Einsteiger.

Gratis BMW xDrive Shuttle:
Der BMW xDrive Shuttle bringt die Testival-Teilnehmer vom Ende der besten Runs zurück zum Lift.

Afterhour mit Freigetränken:
Mitten im Eventgelände gibt’s am Ende des Freeride-Tages die Möglichkeit, bei Freigetränken und Musik die besten Runs zu diskutieren oder sich von den Pros noch den einen oder anderen Tipp zu holen.

 

Anmerkung der Redaktion: Beim Tourstopp in Saalbach 2020 feiern wir mit einem Early Bird Community Shred 20 Jahre freeskiers.net! Alle Infos gibts HIER!

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Dienstag, 18 Februar 2020 16:16

Best of ISPO 2020

Eines vorab, dem Nachrichtenthema der vergangenen Wochen geschuldet: Die gesamte Redaktion ist Corona-frei aus der ISPO gekommen. Was wir aber mitgenommen haben, ist ein neu entflammter Enthusiasmus in Sachen Materialtests. Eine wahre Revolution ist uns zwar nicht untergekommen, aber doch ein paar massive Trends.


1. Nachhaltigkeit
Überraschung! Abgesehen von den Industrie-Vorreitern setzt gefühlt der komplette Textilbereich auf zumindest nachhaltigere Materialien. Picture Organic Clothing präsentierten nicht nur wieder einmal einen der fantasievollsten Messestände, sondern auch eine komplett neue, PFC- und Lösungsmittelfreie Membran. Xpore von BenQ Materials besteht aus einer ultradünnen Membran mit Nanoporen, die 20.000 Mal kleiner als Wassertropfen sind. So wird Wasserdichtigkeit garantiert, wobei gleichzeitig die Atmungsaktivität erhalten bleibt. Akutell laufen gerade die Zertifizierungsprozesse für Bluesign oder Öko-Tex. Das spanische Brand Ternua entwickelt Skitourenbekleidung aus recycelten Fischernetzen. Die unter bestimmten Bedingungen biologisch vollkommen abbaubare Primaloft Bio-Isolierung kommt bei verschiedenen Brands zum Einsatz (z.B: in der neuen Eco.Series bei Roeckl).


Maloja setzt verstärkt auf natürliche Materialien: Wolle, recycelte Daune und vor allem unterschiedlichste Hanfstoffe kommen (sehr stylish) dort zum Einsatz, wo funktional gesehen sinnvoll. Marmot hingegen erweitert seine Isolations-Produktpalette um das mit einem ISPO Gold Award ausgezeichnete WarmCube™Featherless Hoody. Ziel war eine optimale Wärmeleistung bei möglichst nachhaltigem Ressourceneinsatz. So wärmt 3M® Featherless recycled Daune auf der Innenseite, während die Hülle aus 100% recyceltem Pertex® Quantum Ripstop Nylon besteht. Helly Hansen zeigte mit lifa infinity pro eine wasserdichte und atmungsaktive Membran, die – im Gegensatz zu den meisten PFC-freien Membranen – trotzdem keine DWR-Beschichtung benötigt: Die Materialeigenschaften basieren direkt auf den Fasern, so wäscht sich nichts aus und das Produkt bleibt dauerhaft wasserdicht und atmungsaktiv. Zum Einsatz kommt die neue Membran 2020/21 leider erst einmal nur in den beiden Highend-Jacken der Ullr- und Odin-Kollektion.


Spannend auch das nagelneue Protektoren-Konzept von Alpina: Der vollständig aus Wolle – die übrigens ausschließlich aus Europa stammt – hergestellte Protektor Prolan wurde zusammen mit der bayerischen Wollproduktion lavalan entwickelt. Selbstverständlich erfüllt er sämtliche TÜV-Normen, und sorgt dank des natürlichen Materials für ein hervorragendes Tragegefühl.


Die Skibranche sucht zunehmend ebenfalls Ansätze, um die Produktion des per se wenig nachhaltigen Sportgeräts (warum das so ist, wurde uns beim Besuch in Blizzards Skifabrik in Mittersill erklärt --> HIER weiterlesen) umweltschonender zu gestalten. Am weitesten in diesen Bemühungen ist aktuell Rossignol: Das neue Respect-Programm vereint alle Verpflichtungen und Initiativen der Groupe Rossignol in Bezug auf die soziale und ökologische Verantwortung. Das bedeutet, dass der CO2-Fußabdruck bis 2030 um 30 Prozent gesenkt werden und die Abfälle bis 2025 um 40 Prozent reduziert werden sollen. Die gesamte Black Ops Serie wurde unter diesen Voraussetzungen aufgesetzt: Jeder Ski ist entweder FSC oder PEFC-zertifiziert, für Topsheet, Base und Kanten werden nach Möglichkeit recycelte Materialien eingesetzt. Zudem wird der Produktionsprozess selbst entsprechend umweltbewusst gesteuert.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Branche durchaus bemüht ist, dem Thema Nachhaltigkeit – sicherlich auch aufgrund verstärkten Marktdrucks – Rechnung zu tragen. Schließlich sagen 70% der Bevölkerung in Umfragen, dass sie bei Kaufentscheidungen Wert auf die Nachhaltigkeit von Produkten und Unternehmen legen. Das Thema wird Bestand haben, welche Lösungen die Industrie dafür anbieten wird, bleibt spannend. Eines scheint jedenfalls klar: Alle Hersteller wollen das Sustainability-Label für sich haben, Greenwashing von effizienten Maßnahmen zu unterscheiden wird eine immer anspruchsvollere Aufgabe für die Konsumenten werden.


2. Skitouren
Seit etlichen Jahren nicht mehr wegzudiskutieren (und diesen Winter gefühlt nochmal sprunghaft angestiegen) ist der Trend hin zum Skitourengehen. Klar, dass sämtlichen Skiherstellern das sehr gelegen kommt und sie jede Menge neuen Stuff in dieser Richtung gezeigt haben.


Marker Dalbello Völkl präsentierte gleich ein komplettes, neues Rundumpaket. Highlight ist hier sicherlich die neue Dalbello Quantum Linie mit ihrer innovativen Bonded Shell Konstruktion: Dabei wird die untere Außenschale des Schuhs in zwei Teilen produziert und anschließend verschmolzen. Der Dual Link Cuff besteht aus zwei Elementen, die sich am Schaft nicht überlappen und von einem besonders reißfesten Dyneema-Seil zusammengehalten werden. Leicht und steif fühlt sich der Quantum beim Reinschlüpfen beinahe wie ein Sneaker an. Ob er uns auch mit seiner Abfahrtsperformance überzeugen konnte, lest Ihr bald in unserem Testbericht auf freeskiers.net.


Dazu kommt die nagelneue Blaze-Skilinie, die aufgrund ihres niedrigen Gewichts hervorragend zum Freetouren geeignet sein dürfte. Ansprechen will man hier besonders Freerider, die einen agilen, leichten und wenigen Ski bevorzugen (Übrigens wird es die neuen Blaze-Modelle beim FreerideTestival in Warth und im Kaunertal schon zum Testen geben!) Die Marker Duke PT wird man auf diesen Ski vermutlich selten finden, dafür umso öfter auf einem der neuen Revolts. Zum Revolt 121 gesellt sich 2020/21 der Revolt 104, das Built Together Konzept wurde fortgeführt. So zeichnen Athleten wie Paddy Graham für die inneren Werte des 104er verantwortlich, während sich Künstler Ben Brough um die hübsche Hülle, also das Topsheet und die Base, kümmerte. Seine Designs zieren die gesamte 2020/21er Revolt-Kollektion: Weg von dezent und grafisch reduziert, hin zu wilden Mustern und bunten Fabelwesen!


Eine weitere Künstlerkooperation sah man bei K2: Den Wayback 96 wird es kommende Saison in einer Sonderedition geben: „Don’t Follow me – I don’t know my Wayback“. Die Mindbender-Reihe macht ihrem Namen alle Ehre und kommt 2020/21 mit jeder Menge Knallfarben und psychedelischer Muster. Dazu passend gibt es den Boot jetzt auch in unzähligen Farbkombis – man wundert sich eigentlich, dass nicht schon früher jemand auf die Idee kam.


Sehr clean hingegen sieht die überarbeitete Movement-Kollektion aus, aber das sind halt Schweizer. Understatement pur auch bei DPS: Die neue Pagoda-Tourenlinie glänzt – im wahrsten Sinn des Wortes – in edlem Silber. Das geilste Extra liefert aber Kästle: Die gesamte Skitourenkollektion der kommenden Saison wird leuchtende Hollowtech-Schaufeln haben. Braucht kein Mensch (zumindest bisher), schaut aber auf Nachtskitour sensationell aus!


Auch in puncto Bekleidung lässt sich der Skitourentrend nicht leugnen: Schöffel zeigte eine durchaus überzeugende Allmountain- (Bildergalerie unten) und Skitourenkollektion. Wer die Schwabmünchener bisher als - zugegeben ausgesprochen funktionellen - Inbegriff mitteleuropäischer Skiclubbekleidung am Schirm hatte, wird überrascht sein: Cleane Styles in zeitlosen Farbkombis, nicht übertrieben fancy, dafür aber über viele Jahre tragbar. Davon, dass die Funktion bei der Aktualisierung der Skilinie nicht ins Hintertreffen gerät, überzeugt sich die gesamte Saison über schon das neue Freeride-Testimonial Roman Rohrmoser  – auf dem Messestand überlebensgroß in Szene gesetzt. Wer es technischer mag, der schaut in Zukunft bei Rab vorbei: Mit der neuen Khroma-Linie wollen die Briten technisch anspruchsvolle Skitourengeher und -bergsteiger ausrüsten. Zum Einsatz kommt in der farbenfrohen, aber sehr cleanen Kollektion unter anderem das äußerst widerstandfähige Gore-Tex Pro Shellmaterial. Auch zu Khroma werdet Ihr in einiger Zeit einen Testbericht auf unserer Website finden. Gore-Tex Pro wird man 2020/21 in recht vielen Highend-Kollektionen finden, wir sind gespannt, ob das Material auch hält, was es auf den ersten Griff verspricht.


Ebenfalls sehr reduziert, dabei aber auf gedecktere Farben setzend, präsentiert sich die erste Skitourenkollektion der Schweden von Klättermusen: Hochwertigste Materialien, top Funktionalität, gedankenvoller Umgang mit Ressourcen. Und um gleich bei den Skandinaviern zu bleiben: Das neue, extrem atmungsaktive Mono Air Material von Houdini verspricht allerhöchsten Komfort. Wenig überraschend beschränken sich auch diese Schweden auf eine sehr übersichtliche Farbpalette – unter anderem Hellrosa, definitiv eine der Trendfarben der Saison (wurde auch bei Kari Traa oder Maloja gesichtet).


Sehr viel Neues gibt es bei den Rucksäcken, wobei ABS mit einem kompletten Relaunch der Marke – inklusive neuem Logo – wohl das umfangreichste Programm fuhr. Die Rucksackkonstruktion der Lawinenairbags wurde mit einem Hardtop ähnlich wie bei einem Reiskoffer neu gedacht. Clever auch das kombinierte Schaufel/Sonde-System Assure, das sich unkompliziert und ohne den Rucksack abnehmen zu müssen aus dem Spezialfach nehmen lässt.


Weniger auffällig auf den ersten Blick wurde der altbekannte Deuter Freerider Pro überarbeitet und bietet jetzt zusätzlichen Stauraum dank eines Rolltops. Osprey, Big Player von der Insel, hat jetzt auch einen Lawinenrucksack mit Alpride-System im Sortiment. Man darf gespannt sein, ob die Rucksackspezialisten für den Sicherheitsaspekt andere Teilaspekte ausgeben mussten, oder ob sie ihre perfekte Passform beibehalten konnten – auszuprobieren beim FreerideTestival im Kaunertal! Ortovox hat sich für 2020/21 übrigens von ihren monströsen Hüftgurten verabschiedet – ebenfalls ein Upgrade aus unserer Sicht.


Hardwaremäßig gibt’s bei Lange einen neuen XT mit 140er Flex sowie bei Komplettausstatter Scott mit dem Freeguide einen neuen Boot im erweiterten Tourensegment. Überhaupt Scott: Das Mutterunternehmen in der Schweiz hat Bach Backpacks gekauft, so kann man hausintern jetzt auch noch auf geballte Schweizer Rucksack- und Taschenkompetenz zurückgreifen. Der Einlegesohlen-Spezialist Superfeet kollaboriert seit Neuestem mit HP. Ergebnis: Maßangefertigte Einlegesohlen aus dem 3D-Drucker. Der Oscar für den heißesten Scheiß am Bindungsmarkt geht wieder mal nach Italien und zwar an ATK für die neue, verbesserte FR14 mit Stopper am Hinterbacken und – eh klar - Sicherheitsauslösung. 360 Gramm inklusive Stopper, schneedichter Vorderbacken und ein einstellbarer Z-Wert von 8 bis 14, sowie der Freeride-Spacer für eine verbesserte Kraftübertragung lassen Freerider-Herzen höher schlagen.


Der andere große Komplettausstatter des Segments, Black Diamond, meldet sich dafür mit vollständig überarbeiteter Produktpalette zurück: Neue Ski, neue Bekleidungslinie, neue Safety-App für Pieps, und gefühlt endlich auch mal größeres Interesse an der iProbe, die nach wie vor einzigartig ist.


3. Make Groomers Great Again!
Glaubt man der Ski-Industrie, so sind „zu schmal“ geratene Freerideski um die 85 mm mit einer ordentlichen Portion Racegenen der aufgehende Stern am Ski-Himmel. Blizzard schenkt seinem Brahma 88 und dem Black Pearl 88 den hochkomplex aufgebauten TrueBlend Woodcore. Der kleinteilig aus verschiedenen Holzarten zusammengesetzte Kern sorgt für erhöhte Steifigkeit unter der Bindung sowie ein harmonisches, dynamisches Fahrverhalten. K2 hat mit dem Disruption Cup in Garmisch die Einführung der Disruption Linie gefeiert: Freeride-Attitüde auf die Piste gebracht – also mehr Marcus Caston als Henrik Kristoffersen. Völkls Deacon Serie kennt man ja schon, bei Fischer geht man von der anderen Seite aus an die Sache ran: Der Fischer GT ist ein zu breit geratener RC4, also „All Mountain High Performance“, spielt aber in derselben Liga. DAS Skihighlight aus Ried im Innkreis ist aber definitiv der nagelneue FR 102: Die Konstruktion ist etwas weicher geworden zum Vorgänger, der Ski somit spielerischer. Zu haben ist er in 2 Farben: Neonpink oder knallblau, der Ski selbst ist aber identisch. Wenn man einen Händler findet, der mitspielt, dann kann man sich also auch ein zweifarbiges Paar Ski zusammenstellen (oder man kauft halt zusammen mit einem Freund jeweils ein Paar in jeder Farbe und tauscht dann untereinander).

4. Retro
Neonpink bringt uns auch gleich zum nächsten Trend: Retro – die 80er und 90er sind zurück! Für diejenigen, die diese lange zurückliegenden Zeiten selbst und schon bei Bewusstsein miterlebt haben, ist es beinahe nicht zu glauben, aber: Auch die berüchtigten schwarz-türkis-pinken Farbkombis sind zurück (Oakley), ebenso Schlupfanoraks (O’Neill, Spyder), Pornobalken mit passender Sonnenbrille (angelehnt an Oakleys ikonische Razor Blades) oder Heckeinsteiger (Nordica) – alles aber natürlich mit modernster Technik ausgestattet! Die Retro-Top-3 der ISPO? Elan mit seinem 75-Years-Jubiläumsmodell, Look mit der lila-gelben „Ride-the-Lightning“-Edition und der Kästle-Figl im Retro-Design.


Zum Schluss noch ein Tipp für die Style-Fraktion (die vor allem an der Après-Ski-Bar gut aussehen will): Abgesehen vom unvermeidlichen Back-to-the-80s gibt es stylemäßig (besonders für die Damenwelt) zwei Farbtendenzen, denen frau sich 2020/21 auf den Pisten und im Gelände kaum entziehen können wird. Die eine ist das bereits erwähnte hellrosa, die andere ist – Blondinen mit heller Haut werden begeistert aufschreiben – orange. Von Safety Orange (Mammut, Helly Hansen, Fire + Ice) über knallorange (Kari Traa) bis hin zu „natürlicheren Farbschattierungen“ wie „Dark Tiger“ bei Maloja ist alles dabei, teilweise werden die beiden auch noch kombiniert – was dann wirklich nicht mehr jeder/m steht.


Und weil wir schon beim Après-Ski sind: Auch für die Party-Fraktion gabs auf dieser ISPO (trotz Corona) mehr als genug: Von der 80er-Party bei Alpina (inklusive Neonstirnbändern) über eine legendäre Fischerparty mit stagedivenden Bäumen und der obligatorisch ausufernden K2 Party bis hin zu gediegener Musikunterhaltung bei Julbo mit den Freeride Weltmeisterinnen Manuela Mandl und Eva Walkner oder Oberalp – Plausch mit Hoji und Fritz Bartel inklusive. Drei Tage wach ist sich dann für uns doch nicht ausgegangen, aber schließlich mussten wir uns ja noch um Eure Lieblingsprodukte der kommenden Saison kümmern.

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