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Mittwoch, 18 März 2026 11:06

Freeriden & Alternativprogramm im Val di Fassa

Val di Fassa ist eine Region nahe Bozen, die vor allem durch den Begriff Dolomiten vielen ein Begriff sein dürfte. Das UNESCO-Welterbe erhebt sich majestätisch vor uns, als wir uns Kurve um Kurve den Pass hinaufschlängeln. Schon die Anreise ist hier Teil des Erlebnisses: Es lohnt sich, auf dem Hinweg über St. Ulrich zu fahren und auf dem Rückweg Richtung Cavalese – so bekommt man das Panorama gleich aus zwei Perspektiven.

Val di Fassa 1

Unser Ziel: Canazei, eingebettet zwischen der Sellagruppe, dem Marmolada-Massiv und der steilen Wand des Gran Vernel. Historisch war das Dorf ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen den ladinischen Tälern, über das Sellajoch und Pordoijoch ins Grödnertal und Gadertal, nach Buchenstein oder über das Fedaiajoch weiter Richtung Süden.

Unser Abenteuer beginnt allerdings schon früher – genau in dem Moment, in dem man die Autobahn verlässt und die Dolomiten plötzlich vor einem auftauchen.

Unsere Unterkunft für diese Reise ist das Locanda degli Artisti Art Hotel – ein Haus, das seinem Namen alle Ehre macht. Schon beim Betreten fällt die kunstvolle Inszenierung auf. Jedes Zimmer ist einem lokalen Künstler gewidmet und entsprechend gestaltet.

Unser Zimmer trägt den Namen Othmar Winkler. Der Bildhauer prägte mit seinen Arbeiten aus Holz und Bronze die Kunstszene der Region in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich. Winkler galt als streitbarer, oft unbequemer Künstler mit stark sozialkritischer Haltung – seine expressiven Skulpturen und grafischen Arbeiten sind bis heute prägend.

Val di Fassa 2

Nach der Ankunft starten wir ganz im Dolce-Vita-Modus: erst ein Aperitivo, dann ein kleiner Spaziergang durch Canazei.

Eigentlich sind wir zum Freeriden hier. Doch die Realität des Winters 2026 zwingt uns zum Umdenken. Das starke Altschneeproblem und Lawinenwarnstufe 4 lassen wenig Spielraum.

Wie mir kürzlich Gerhard Mössmer vom ÖAV sagte:
„Selbst ich als Profi gehe bei diesem Altschneeproblem und Lawinenwarnstufe 4 nicht ins Gelände, sondern suche mir Alternativprogramm.“

Also machen wir genau das. Und wo lässt sich ein Alternativprogramm besser verbringen als in Südtirol, wo Gastfreundschaft praktisch zur DNA gehört?

Am Abend erwartet uns eine besonders außergewöhnliche Dinner-Location. Das Restaurant erreicht man nämlich nicht mit dem Auto.

Val di Fassa 3

Stattdessen werden wir mit einer Snowcat abgeholt – unter Sternenhimmel, tief im Wald, wo die Bäume fast bedrohlich über uns ragen. Allein die Fahrt ist schon ein Erlebnis. Das Essen selbst? Typisch Südtirol: hochwertige Zutaten, bodenständig interpretiert und einfach hervorragend. Ein perfekter Abend und gleichzeitig die ideale Stärkung für den nächsten Skitag.

Am nächsten Morgen starten wir bei der Belvedere-Seilbahn in Canazei und erkunden das Skigebiet Belvedere – Col Rodella.

Val di Fassa 4

Hier reiht sich Panorama an Panorama. Ob vom Col Rodella (2.485 m) oberhalb von Campitello oder vom Belvedere-Col dei Rossi (2.423 m) – erreichbar von Canazei, Pecol, Pian Frataces oder Alba di Canazei – die Dolomiten wirken wie eine gigantische Naturbühne.

Die überwiegend roten Pisten wechseln zwischen breiten, sonnigen Abfahrten und technisch anspruchsvolleren Passagen. Perfekt für alle, die Geschwindigkeit und Rhythmuswechsel mögen.

Must-Runs:

  • die schwarze Diego-Piste am Belvedere
  • die legendäre 3-Tre, eine 3.300 Meter lange Abfahrt vom Col Rodella bis nach Pian de Frataces (Lupo Bianco)

Wer mittags einkehren möchte, sollte unbedingt im Rifugio Salei stoppen.

Val di Fassa 5

Das Haus verbindet hervorragende Gastfreundschaft mit erstklassiger Küche. Wer nur kurz Halt machen möchte, nutzt den Selbstbedienungsbereich oder die Pizzeria. Für ein längeres Mittagessen empfiehlt sich das À-la-carte-Restaurant mit Terrasse.

Dazu kommen Snacks an der Bar, Aperitifs in den Lounges und später Après-Ski mit Live-Musik.

Am nächsten Tag fahren wir weiter zum Passo San Pellegrino, wo die Ski-Weltmeisterschaft der Frauen 2026 ausgetragen wurde. Schon das Ansehen der Strecke vermittelt echte Rennsport-Atmosphäre.

Unser kulinarischer Stopp hier: InAlto.

Val di Fassa 6

Der Name ist Programm. Das Restaurant verbindet alpine Produkte mit moderner Sterneküche. Seit Dezember 2023 hat Sternekoch Alfio Ghezzi hier sein zweites Zuhause gefunden und bringt seine Interpretation der Bergküche auf den Teller.

Nach ein paar intensiven Tagen geht es schließlich wieder Richtung Heimat, aber eines ist sicher: Wir kommen wieder.

Freeride-Tipps für das Val di Fassa

Wenn die Bedingungen passen, gehört die Region zu den spannendsten Freeride-Spots der Dolomiten. Rund um Sella und Marmolada warten anspruchsvolle Lines, während ruhigere Nebentäler auch für weniger erfahrene Rider Optionen bieten.

Ein Klassiker ist die Abfahrt vom Sass Pordoi durch das Mittagstal nach Kolfuschg – rund 1.300 Höhenmeter, anspruchsvoll und landschaftlich beeindruckend. Ebenfalls lohnend: Varianten durch das Val Lastìes oder wiederholbare Lines an der Pordoischarte.

An der Marmolada locken steile Nordhänge wie an der Punta Penìa – allerdings nur mit lokalem Guide zu empfehlen. Am Passo San Pellegrino befindet sich zudem ein offiziell ausgewiesener Freeride-Bereich, erreichbar über die Col Margherita Seilbahn.

Egal ob auf der Piste oder im Gelände: Das Val di Fassa bietet eine beeindruckende Spielwiese – und genug Gründe, immer wieder zurückzukommen.

Mehr Infos:
www.fassa.com

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Dienstag, 25 November 2025 23:52

Val di Fassa Winter Highlights

Val di Fassa startet mit einer der modernsten Bergbahnen Italiens, internationalen Weltcup Rennen und starken Athletenbotschaftern des Deutschen Skiverbands in die Wintersaison 2025/26.

Neue Infrastruktur, spektakuläre Sportevents und die besondere Mischung aus ladinischer Kultur und alpinem Flair machen das Tal zu einem spannenden Winterziel der Dolomiten. Die Saison wird am Samstag, 29. November, im Skigebiet San Pellegrino eröffnet. Ab Samstag, 06. Dezember, ist dann in allen Skigebieten Wintersport möglich.

3S-Technologie setzt neue Maßstäbe

Val di Fassa startet in die Wintersaison 2025/26 mit einem wegweisenden Infrastrukturprojekt: der neuen 3S-Kabinenbahn Campitello-Col Rodella. Die hochmoderne Anlage eröffnet am Freitag, 19. Dezember, ersetzt die historische Bahn von 1986 und gehört zu den innovativsten des Landes. Mit 16 Kabinen für je 30 Personen, beheizten Sitzen und großzügigen Panoramafenstern steigert sie die Beförderungskapazität von bisher 1.000 auf 2.177 Personen pro Stunde. Damit verbessert sich nicht nur der Komfort erheblich, sondern auch die Mobilität im gesamten Tal. Die Bahn erleichtert den schnellen Einstieg in das Skigebiet Val di Fassa – Carezza und stärkt die direkte Anbindung an die Sellaronda.

Auch in anderen Teilgebieten wurde investiert. Neue Anlagen wie die Gondelbahn Lezuo im Belvedere, die Franzin-Bahn in Carezza und der modernisierte Sessellift Cima Uomo im San-Pellegrino-Gebiet sorgen für schnellere Aufstiege und deutlich kürzere Wartezeiten. So präsentiert sich das Tal bestens gerüstet für eine effiziente und komfortable Skisaison.

Lift- und Pistenöffnungen

Die Wintersaison in Val di Fassa beginnt gestaffelt: Am Samstag, 29. November, öffnet das Skigebiet San Pellegrino mit der Col Margherita Bahn, der Piste La VolatA, dem Lago-Cavia-Sessellift, der Passo-Anlage und dem Restaurant InAlto. Am Donnerstag, 04. Dezember, nehmen die Skigebiete Belvedere-Col Rodella sowie Buffaure-Ciampac den Betrieb auf, gefolgt von den Skigebieten Catinaccio und Alpe Lusia tags darauf. Am Samstag, 06. Dezember, startet auch Carezza in die Saison. Von da an ist Skifahren in allen Verbünden, Val di Fassa – Carezza sowie Alpe Lusia – San Pellegrino möglich. Neuschnee sorgt aktuell für ein winterliches Landschaftsbild bis ins Tal.

Weltcup-Rückkehr im Olympiajahr

Im Olympiajahr 2026 rückt Val di Fassa erneut in den Fokus des internationalen Skisports. Am Wochenende 07./08. März findet die Rückkehr des Alpinen Ski-Weltcups der Damen statt – mit einer Abfahrt am Samstag und einem Super-G am Sonntag. Austragungsort ist die spektakuläre La VolatA am Col Margherita, eine 2,4 Kilometer lange Speed-Strecke, die zu den anspruchsvollsten der Dolomiten zählt. Steile Passagen, technische Übergänge und kurze Reaktionszeiten verlangen von den Athletinnen höchste Präzision. Optimierte Sicherheitszonen und ein erweiterter Zielbereich sorgen für ideale Rahmenbedingungen.

Bereits am Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar, ist der Park Monzoni Schauplatz des Ski Cross-Weltcups. Die technisch anspruchsvolle Strecke mit schnellen Kurven, steilen Passagen und Sprüngen bis zu 30 Metern gilt als letzter großer Test vor den Olympischen Winterspielen.

Starke Testimonials: Linus Straßer und Emma Aicher

Das Projekt Ambassador Pro unterstreicht die enge Verbindung des Fassatals zum Spitzensport. Mit Linus Straßer, der seit vier Saisonen als Botschafter des Tals aktiv ist, und Emma Aicher, die ab dieser Saison neu zum Team stößt, repräsentieren zwei herausragende DSV-Athleten die Werte der Region. Beide stehen für sportliche Exzellenz, Leidenschaft sowie Authentizität und stärken das internationale Profil des Tals als Trainings- und Wettkampfort.

Mit modernster Infrastruktur, hochklassigen Sportevents und der besonderen Mischung aus ladinischer Kultur, Gastfreundschaft und alpiner Erlebnisvielfalt startet Val di Fassa in eine Wintersaison, die in Erinnerung bleiben wird. Das Tal zeigt einmal mehr, wie Tradition, Innovation und sportliche Energie zu einem außergewöhnlichen Wintererlebnis verschmelzen.

Publiziert in News
Donnerstag, 23 Januar 2020 16:18

Italenische Skitage im Val di Fassa

Veranstaltungen in den Skigebieten ums Val di Fassa

Die sieben Skigebiete im Val di Fassa Alpe Lusia, Belvedere Col Rodella, Buffaure Ciampac, Carezza, Catinaccio und San Pellegrino Falcade haben sich für Wintersportler einige coole Veranstaltungen einfallen lassen, um das Skifahren noch schöner zu machen.

Für Frühaufsteher gibt es am

  • 25. Januar in Ciampedie,
  • 5. Februar in Campitello,
  • 14. und 29. Februar in Moena,
  • 6. März im Gebiet von Buffaure und
  • 11. März in Canazei

die Möglichkeit, den Sonnenaufgang auf dem Berg zu genießen und anschließend dort zu frühstücken, anschließend geht es die Piste oder auch off-Piste den Berg wieder runter. Am 12. Februar kann man bei einem Aperitif, warmen Getränken und Snacks den Sonnenuntergang auf 3.000 Metern Höhe bewundern.

Wer Käse mag, den freut bestimmt das Event Happy Cheese on the Snow, wo von Januar bis März auf Hütten und im Tal regionale Käsesorten verkostet werden.

Wer auf Hüttengaudi steht, den interessiert vielleicht das „Val di Fassa Panorama Music Festival“ Anfang April, wo auf mehreren Skihütten Coutry Musik den Besuchern einheizt.

Das Tal ist außerdem bekannt für seine Skitouren Routen Sella Ronda oder die Gebirgsjägerrunde, die ein großes Naturhighlight ist. Wer nach einer Skitour oder einem Skitag noch Energie hat, dem bieten sich noch 50 Kilometer Langlaufloipen oder ein Besuch in den Thermen vor Ort an.

Eins der großen Highlights sind die Skimarathon Sellaronda am 27. März und Pizolada delle Dolomiti am 5. April, wo zahlreiche Teilnehmer um den Sieg fahren.

Weitere Informationen unter: Val di Fassa

Publiziert in News
Sonntag, 17 März 2019 11:43

Freeriden im Val di Fassa mit Mattia Felicetti

Das Tal im nordöstlichen Trentino grenzt im Osten an Venetien, im Norden und Westen an Südtirol. Hauptattraktion des Fassatals sind – natürlich – die Dolomiten: 2009 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt, begeistert die einzigartige Schönheit der bleichen Berge Touristen und Einheimische gleichermaßen. Niemand, der sein erstes Alpenglühen jemals vergessen könnte! Unangefochtene Königin der Dolomiten ist die Marmolada, die mit ihrer 3.343 Meter hohen Punta Penia das Panorama beherrscht – zu ihren Füßen das gefrorene Meer, der größte Gletscher der Dolomiten.

Die Skigebiete südlich des Alpenhauptkammes erfreuen sich bei Wintersportlern ungetrübter Beliebtheit: Wer kann der Kombination aus Sonnenskilauf und italienischem Dolce Vita schon widerstehen? So lockt es besonders im Spätwinter und Frühjahr wieder Skifahrer nach Südtirol und ins Trentino. Was jenseits perfekt präparierter Pisten allerdings nicht unterschätzt werden sollte, sind die Freeride- und Tourenmöglichkeiten im Gebiet. Eigentlich keine Überraschung – Dolomiten, schon vergessen?!

Unzählige spektakuläre Routen führen durch das Val di Fassa: Erfahrene Tourengeher und Freerider nehmen sich Sella und Marmolada vor, Einsteiger bleiben bei sicheren Verhältnissen mit Skiführer näher am Skigebiet. Die unberührten Schneelandschaften in Kombination mit dem weiten Panorama lassen auch Skitouren-Anfänger sofort dem Reiz der Sportart erliegen, schwer vorstellbar ist es, an einem schöneren Ort damit zu beginnen. Die Abfahrten im glitzernden Pulver, ja nach gewählter Route mehr oder weniger abgelegen, sorgen für eine neue Qualität an Dolomiten-Erlebnis.

„Mein perfekter Tag im Fassatal ist es, früh am Morgen aufzuwachen und aus dem Fenster auf meine Berge zu schauen, die mir Kraft geben. In Tagen mit viel Neuschnee genieße ich es, die Skilifte von Beginn bis zur Schließung zu nutzen! Im Herbst und Frühling oder bei nicht sehr schneereichem Winter, besteige ich gerne ein paar Gipfel und suche die besten Lines mit dem besten Schnee oder dem schönsten Panorama - am besten sind die bei Sonnenuntergang!“, erzählt Mattia Felicetti, Local im Fassatal. „Nach einem langen Tag gönne ich mir ein Bier mit Freunden, dann geht es ab nach Hause um meiner Tochter meine Erlebnisse des Tages zu erzählen und dann früh zu schlafen um am nächsten Tag erholt aufzuwachen.“

Für Offpiste-Einsteiger organisieren Bergführer und die Skischulen des Tales Kurse und Ausflüge. „Im Fassatal gibt es viele Bergführer und Skilehrer, die auf Freeriden spezialisiert sind. Um sie zu finden, einfach in den Büros der Skischulen oder Bergführer nach Informationen fragen“, empfiehlt Mattia. Die leichten Touren führen unter Anleitung beispielsweise auf die Forcella del Pief mit einer Abfahrt durch das idyllische Val Monzoni oder vom Rifugio Flora Alpina am San Pellegrino Pass zur Forca Rossa.

Val Lasties, Val Mezdi, Forcella Pordoi und Marmolada schließlich lassen das Freeriderherz höher schlagen: Sie sind die bekanntesten Strecken abseits gesicherter Pisten im Val di Fassa. Die besten Abfahrten im Frühjahr finden sich an den Nordwänden: „Generell gibt es viele schöne Abfahrten im Fassatal, die berühmtesten sind auf dem Pordoi und der Marmolada, die zu den Klassikern gehören und immer wieder große Emotionen hervorrufen“, schwärmt auch Local Mattia Felicetti. Wer nicht auf komplett eigene Faust ins Gelände möchte, der unternimmt seine Ausflüge mit Bergführer. Die Klassiker selbst sind gut beschrieben:

Pordoijoch – Freeride Val Lasties
Vom Pordoijoch (Canazei) erreicht man mit der Seilbahn den Sass Pordoi. In der Nähe der Bergstation fährt man links in das Vallon del Fos ab und gelangt anschließend in das breite Val Lasties, mit abwechselnd steilen und flacheren Strecken. Ankunft in Pian Frataces (Lupo Bianco).

Pordoijoch – Freeride Val Mezdi
Vom Pordoijoch gelangt man mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi. Von der Bergstation geht es in Richtung Pordoischarte und weiter zur Schutzhütte Boè, wo die lange Talfahrt durch das Val Mezdi, dem „Canyon“ inmitten der emporragenden Felsstürme des Sella, beginnt. Ankunft in Kolfuschg.

Freeride Pordoischarte
Eine der bekanntesten Tiefschnee-Strecken im Val di Fassa und Rinnen überhaupt. Die Pordoischarte steht, das wagen wir zu behaupten, auf der Bucket List von 99% aller Freerider. Vom Pordoijoch (Canazei) erreicht man mit der Seilbahn den Sass Pordoi. Die Talabfahrt beginnt bei der Pordoischarte (Forcella Pordoi): Nach dem ersten und steilen Abschnitt, wird der Kanal immer breiter, bis zur Ankunft in den verschneiten Wiesen des Pordoijochs.

Marmolada – Freeride am Gletscher
Von Fiacconi (Kabinenbahn ab Fedaiapass) steigt man mit den Tourenskiern bis Punta Penia, der höchsten Spitze der Dolomiten, auf. Die Abfahrt auf dem Nordhang, in Richtung Stausee, erfordert aufgrund von Eisplatten und ausgesetzten Stellen eine besonders gute Vorbereitung, sowie allerhöchste Vorsicht und eine erfahrene Begleitung.

Eine Besonderheit im Val die Fassa stellt der Col Margherita Freeride Park dar: Am San Pellegrino Pass oberhalb von Moena gibt es das erste offiziell zugelassene Freeride-Gebiet in Trentino, das man bequem mit der Col Margherita Seilbahn erreichen kann. Ein Freeride-Skigebiet! Das bedeutet klare Pistenabgrenzung, besondere Beschilderung und regelmäßige Kontrollen. „Der Margherita Freeride Park ist ein echter Spielplatz - eine Piste von 600 Höhenmetern mit sehr steilen Hängen, die sehr leicht zu erreichen ist. Du steigst einfach aus dem Lift aus, ziehst deine Ski an und schon geht es los“, erklärt Mattia. Seine Empfehlung: „Skifahrer mit Erfahrung und guter Kontrolle beim Skifahren abseits der Piste! Das erste Stück kann bei wenig Schnee gefährlich sein.“ Warum der Margherita Freeride Park besonders und wichtig ist: Variantenfahren und Freeriden ohne Bergführer werden in Italien in vielen Skigebieten sehr kritisch gesehen.

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