X Over Ride Big Mountain 2022

X Over Ride Big Mountain 2022

Von JuliaS am 13.Apr. 2022

Das Comeback des österreichischen 3* FWQ Klassikers am Kitzsteinhorn in Zell am See/Kaprun war bei perfekten Frühlingsbedingungen und Top Leistungen ein voller Erfolg. Der X Over Ride am Kitzsteinhorn steht bekanntlich seit Jahren für den großen Saisonabschluss der österreichischen und internationalen Freerideszene. Die Wiedersehensfreude war nach zwei Jahren Zwangspause größer denn je und ebenso die sportlichen Leistungen bei frühlingshaften „slushy“ Bedingungen. In allen Kategorien wurde gesendet, was das Zeug hält: 3er, backflips und die mittlerweile berühmten „moss rides“ auf der Lakarschneid waren zu sehen. Aber der Reihe nach…

Früh am Morgen waren sich die ein oder anderen RiderInnen noch unsicher, wie denn die Bedingungen nun wirklich sind. So hart die nächtliche Kälte die Schneedecke noch gemacht hat, so schnell wurde sie mit der Morgensonne gut aufgeweicht. Die Entscheidung des Head of Safety, Markus Kogler, pünktlich um 09:30 Uhr zu starten, hat sich als sehr gut herausgestellt: Die Bedingungen waren zwar weich, aber fair und gleichbleibend. Es war also angerichtet für die große Freeride Show am Kitzsteinhorn.

Snowboard Frauen
Olivia Riedel konnte heuer bereits mit einer Wildcard ihren ersten 1* Contest gewinnen. Das Starterfeld beim X Over Ride erreichte sie mit dem Gewinn des Ride & Shine Online Contests bei dem per eingesendeten Videos drei Wildcards und ein Mentorship vergeben wurden. Olivias Mentor war kein geringerer als Timmy Schröder, der sie offensichtlich perfekt auf die Lakarschneid vorbereitet hat. Mit einem soliden Run und vielen kleineren, aber sicher gestandenen Drops, setzte sie sich knapp gegen die World Tour erprobte Mikaela Hollstein aus Finnland durch, die zwar eine Line in der sehr steilen Schlussrinne fuhr, aber diesmal nicht ganz fehlerlos blieb. Auf dem dritten Rang platzierte sich die Deutsche Pilar Bergevoet.

Snowboard Männer
Stefan Gartmann aus der Schweiz setzte sich mit einer außergewöhnlichen Linie und späten Startnummer durch. Er wählte als einziger an diesem Tag die sehr steile „Riders left“ Rinne und überzeugte mit einem flüssigen Run und ebendieser Linienwahl die Judges. Auf dem zweiten Platz landete der Österreicher Florian Handschuh, der eine ähnliche Linie wie der Sieger fuhr, aber nicht ganz fehlerfrei blieb. Der Spanier Dani Sanchez Ballestero überzeugte mit etlichen Tricks über das gesamte Face verteilt und landete auf dem dritten Rang.

Ski Männer
Der 4*-Contest-erprobte Andi Jenewein war diesmal eine Klasse für sich. Gleich am Start zeigte er einen Backflip, gefolgt von einer außerordentlich flüssigen und schnellen Fahrt im Mittelteil und einem 3er. In der steilen unteren Rinne überzeugte er als einziger an dieser Stelle mit einem weiteren 360 die Judges. Mit 88 Punkten holte sich Andreas Jennewein seinen ersten Sieg beim X Over Ride. Mit einem ähnlichen Run platzierte sich der Slowene Maj Stirn mit nur 3 Punkten Rückstand auf Rang zwei. Rang drei erreichte mit Jakob Ernst ein weiterer Österreicher: Im unteren steilen Rinnenbereich der Lakarschneid gibt es eine Linie, die nur durch Befahren von meist offenliegenden Moosflächen und direktem Cliff Sprung über mehrere Meter zu bewältigen ist. Eine sensationelle Line, die Jakob Ernst an diesem Tag optimal erwischt hat.

Ski Damen
Es war erst ihr zweiter Contest und sie setzte sich mit einer spannenden Linie und viel Speed gleich bei ihrem ersten 3* FWQ durch. Auf Platz zwei landete die Tschechin Monika Novakova mit vielen kleineren Drops und einer Linienführung in die untere, sehr steile Schlussrinne. Dritte wurde mit Claudia Klobasa eine weitere Österreicherin, die im unteren steilen Bereich ein hohes Cliff gesprungen ist und eine bessere Platzierung nur durch eine leicht unsichere Landung verspielte.
 

Medien

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