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Mittwoch, 27 Januar 2021 12:51

Spotreport: Arlberg

Weitläufiges und leicht erreichbares Freeridegelände und dazu überdurchschnittlich oft frischen Tiefschnee - das macht den Arlberg zur Traumdestination vieler Powderfreaks. Damit ist er alles andere als ein Geheimtipp. First Lines gibt’s normalerweise nur für Frühaufsteher.

Nicht so diesen Winter. Teilen muss man den Berg in Coronazeiten nur mit einer Handvoll Locals. Annica und ich, die normalerweise in Lech als Skilehrer arbeiten, nutzten Mitte Jänner diese einmalige Gelegenheit. Direkt unter dem Lift gab es unverspurte Lines – und das den ganzen Tag lang. „Für keines der Fotos mussten wir auch nur einen Meter gehen.“ So lässt sich der Lockdown aushalten.

Wer lieber gemeinsam einsam unterwegs ist, der kann meinen Bruder Stefan und mich übrigens auch als Skiführer auf skiguidelech.at oder guideandride.at buchen.


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Mittwoch, 27 Januar 2021 12:03

Patrol Halsschlauch mit FFP2-Filtersystem

Das von Patrol entwickelte waschbare Schlauchtuch mit auswechselbarem FFP2-Filtersystem ist ab sofort in Europa erhältlich. Es entspricht den Anforderungen der Schweizer COVID-19 Taskforce, den in Österreich und Deutschland geltenden Anforderungen für FFP2-Masken und ist geprüft durch TESTEX (177283), Nelson Lab USA und OEKO-TEX Standard 100.

Aufgrund der ergonomischen Passform und der guten Atmungsaktivität des Materials ist es optimal geeignet für Wintersport und alle Arten von Outdoor-Aktivitäten sowie für Motorradfahrer, Pendler oder Mitarbeitende von Rettungs- und Sicherheitsdiensten. Der Halsschlauch selbst kann bis zu 200 Tage getragen und bis zu 20 Mal bei 60° gewaschen werden.

Für optimalen Tragekomfort wurde das Schlauchtuch am Halsteil dicht für einen engen Sitz gestrickt, im oberen vorderen Teil jedoch für reduzierten Atemwiderstand locker. Atmungsaktive Streifen sorgen für vereinfachte Luftzirkulation und Feuchtigkeitsregulierung.

Der Clou am Patrol Halsschlauch ist jedoch das austauschbare FFP2-Filtersystem. Jede Maske wird mit drei wechselbaren FFP2-Filtern geliefert, außerdem sind Ersatzfilter auch separat erhältlich. Bekanntlich bieten FFP2-Filter durch eine vorgegebene Filterleistung von mehr als 95% einen höheren Schutz vor einer Tröpfcheninfektion – sowohl des Trägers als auch dessen Umwelt - als ein „herkömmlicher“ Mund-Nasen-Schutz. Aus diesem Grund haben Gesetzgeber ein Tragen von FFP2-Schutzmasken in großen Teilen des öffentlichen Lebens – unter anderem bei Benützung von Skiliften – vorgeschrieben.

Der Patrol Halsschlauch genügt höchsten internationalen Schutzstandards und erfüllt dank seiner eingelegten, wechselbaren Filter die internationalen Anforderungen an Widerstandsfähigkeit gegen Flüssigkeitsspritzer, Partikelrückhaltevermögen und Atemwiderstand. Die luftdurchlässige, mit geringem Atemwiderstand entwickelte 3-Lagen-Maske im Patrol Halsschlauch erzielt eine Filterleistung von >95% (getestet von TESTEX AG Schweiz und Nelson Labs USA): Die äußere Schicht dient als Tropfen- und Windschutz, ist hoch atmungsaktiv und trägt Feuchtigkeit nach außen. Der austauschbare Filter besteht aus einem technologischen, mechanischen Filtersystem und weist eine mehr als 95-prozentige PFE (Partikelfiltrationseffizienz) bei 0,1 nm (Mikron) auf. Die Innenschicht schließlich beinhaltet das äußerst atmungsaktive Filterwechselsystem, das seitlich zum Einsatzen und Entnehmen des FFP2-Filters geöffnet werden kann.

Erhältlich ist der Patrol Halsschlauch für 29,90 EUR bzw. 29,90 CHF in zwei unterschiedlichen Größen (S/M = 40-45cm; L/XL = 45-50cm). Ein 5er-Set FFP2-Ersatzfilter kostet 9,90 EUR bzw. 9,90 CHF.

Einen Produkttest des Patrol Halsschlauchs mit wechselbarem FFP2-Filtersystem liefern wir übrigens noch nach.

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Montag, 11 Januar 2021 15:20

K2 X Geoff McFetridge

Der renommierte Künstler Geoff McFetridge, der bereits Projekte für Patagonia, Salomon, Mini, Oreo oder auch Apple realisiert hat, hat für K2 eine streng limitierte Kollektion entworfen.

Nur bei ausgewählten Händlern wird es die von Geoff gestalteten Reckoner 112, Wayback 96 und LockJaw Poles geben. Bei K2 zeigt man sich begeistert: „Seine malerischen Werke befinden sich an der Schnittstelle zwischen figurativer und abstrakter Darstellung, liegen in ihrer Minimalität zwischen Sprache und Bild, und erinnern mit ihrer mutmaßlichen Simplizität an Piktogramme.“

Steckbrief Geoff McFetridge
Illustrationen, Grafik & (Trick)Film
Geboren 1971 in Alberta (CAN), in Los Angeles lebend
Studium am Alberta College of Art
MFA in Graphikdesign am California Institute of Arts

K2 X Geoff McFetridge

Reckoner 112
Mensch oder Tier? Beides! Das Design der auf 400 Stück weltweit limitierten Version des Reckoner 112 zeigt die Wildnis in jedem von uns…

Wayback 96
Beim Skitouren geht es doch darum: Entlang des Weges immer neue Dinge zu entdecken. Manches mal weicht man dabei soweit vom bekannten Weg ab, dass der Rückweg in die Zivilisation nur schwierig zu finden ist… Der Wayback 96 in der Geoff McFetridge Edition ist auf 200 Stück weltweit limitiert.

LockJaw
Um die Limited Edition des Künstlers abzurunden, gibt’s außerdem den Geoff McFetridge LockJaw Pole: Stabil und variabel ist das Design von den tagen inspiriert, als wir alle noch mit zusammengeklaubten Rental-Stöcken vom lokalen Händler unterwegs waren.

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Montag, 11 Januar 2021 13:00

Dynastar Hunt Your Line Touring Camp

Skifahren mit professionellem Guide ist etwas für Anfänger? Ein weit verbreitetes Vorurteil. Die Vollblut-Freerider Toni und Guido von der Alpinschule Rock’n’Roll beweisen, dass gerade für leidenschaftliche Skifahrer ein Wochenende mit einem professionellen Skiführer eine neue und einmalige Erfahrung sein kann.

„Hunt Your Line ist, wie der Name sagt, die Möglichkeit deine persönliche Spur in den Hang zu ziehen. Ein Abenteuer der Extraklasse für leidenschaftliche Skifahrer, so wie wir es sind.“ - Reine Barkered (Freeride World Tour Routinier)

Am 23./24. Jänner und am 30./31. Jänner 2021 erkundest du beim Dynastar Hunt Your Line Touring Camp die Secret Spots des Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Das Beste dabei: Exklusive Abfahrten, vom Skigebiet erreichbar und das Ganze in einmaliger Kulisse. Sei auch du dabei und sicher dir einen der wenigen Plätze. Gestartet wird am Samstagmorgen in Fieberbrunn. Von dort aus wählen die Guides nach der Testskiausgabe die individuell für diesen Tag perfekten Touren und Abfahrten. Übernachtet wird nicht in einer klassischen Hütte, sondern in einem Winterlager. Authentisch, echt, ohne Luxus – das perfekte Abenteuer.

 

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Montag, 11 Januar 2021 10:54

Kommentar: Lockdown 1,2 und 3

Wir erinnern uns, März 2020, herrliche Pisten, wunderbares Wetter für alle Aktivitäten im Freien, besonders natürlich fürs Schifahren und dann......... Lockdown..... nichts geht mehr, die Corona Pandemie hat uns voll erwischt.

Die Maßnahmen unserer Regierung waren verständlich und wurden auch akzeptiert, was dazu führte, dass die Infektionszahlen zurückgingen und der Lockdown aufgehoben werden konnte. Allerdings lebten im Sommer viele in Österreich so, als ob Corona nur eine Biermarke wäre und es nie eine Pandemie gegeben und auch kein Lockdown stattgefunden hätte. So war eine weitere Corona Welle im Herbst/Winter zu erwarten bzw. zu befürchten.

Als die Infektionszahlen dann aber nicht sonderlich anstiegen, haben die ersten Gletscher Skigebiete den Betrieb aufgenommen, allerdings mit der Auflage, Abstand zu halten und Masken zu tragen um Corona in Schach zu halten. Wir alle freuten uns und hofften auf eine (halbwegs) normale Herbst/Wintersaison 2020/2021.

So packte auch ich bereits im Oktober meine Ski ins Auto und fuhr auf den Gletscher um den ersten Schnee zu testen. Voller Vorfreude kaufte ich auch gleich die Saisonkarte und freute mich über richtig gute Bedingungen am Berg. Gut war allerdings nur der Schnee und das Schifahren, was sich an den Liften und in den Restaurants abspielte war, glaube ich, nicht im Sinne der Erfinder der Corona Regeln. Vom Einhalten der vorgegebenen Maßnahmen war kaum etwas zu erkennen – kein Abstand (Babyelefanten hätten kaum wo durchgepasst) und auch die Masken wurden nicht von allen getragen.

Auch in meinem Alltag als Lehrerin an einem Gymnasium musste man an manchen Regeln zweifeln. So galten in der Schule strenge Corona Regeln, aber auf Sportwoche nach Kärnten durften wir, wie die Jahre davor fahren. Dort waren in unserer Unterkunft zwar überall Desinfektionsmittel verteilt, sonst erinnerte allerdings nichts an Covid. Laut Corona Gesetzen galt die Klasse in der Unterkunft als „Lebensgemeinschaft“, weshalb auf Abstand und Maske verzichtet werden konnte! Eine Woche später saßen wir wieder alle mit Masken und Abstand in der Schule und eine weitere Woche später waren wir im Lockdown Nummer 2 und wieder online am Unterrichten. Auch der Skibetrieb wurde im November wieder eingestellt. Die Zahl der täglich neu Erkrankten war mittlerweile einfach zu hoch. (Höchststand: 9585 Infektionen am 13. November 2020)

Wir hofften noch immer, dass der Lockdown Nummer 2 einen normalen Start in die Wintersaison ermöglichen würde. Am 24. Dezember sollten endlich die Lifte in Betrieb gehen.

Trotz der vielen Vorsichtsmaßnahmen gingen die hohen, täglichen Infektionszahlen nicht wirklich zurück und so kündigte die österreichische Regierung für Ende Dezember den dritten, harten Lockdown an. Ob das bedeuten würde, dass auch die Lifte nicht aufsperren dürfen, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Es kam, wie nicht anders zu erwarten war, zu vielen Meinungen und Diskussionen ob die Lifte öffnen sollten oder nicht.

Da bekannterweise in Österreich nicht in allen Bundesländern der Wintertourismus den gleichen Stellenwert besitzt, hat die Bundesregierung (offensichtlich deshalb) beschlossen, diese Entscheidung an die Landeshauptleute zu delegieren, mit dem Ergebnis, dass die Seilbahnen und Lifte am 24.12.2020 den Betrieb wieder aufnehmen durften.

Die bestehenden Reisewarnungen und dadurch ausbleibenden Gäste (besonders aus dem Ausland), sind der Grund warum einige Seilbahnen erst nach Ende des Lockdowns, am 18.1. öffnen wollen.

Die aktuelle Situation sieht in Österreich also wie folgt aus:

Wir befinden uns in Lockdown Nummer 3. Das bedeutet, es gilt eine Ausgangsperre von 0-24 Uhr.

Wichtige Ausnahmen dieser Ausgangssperre:
  • Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Betreuung und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Erfüllung familiärer Verpflichtungen
  • Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens
  • Berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke
  • Physische und psychische Erholung (z. B. Individualsport, Spaziergänge)
  • Unaufschiebbare behördliche und gerichtliche Termine

(https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Aktuelle-Maßnahmen.html)

Das heißt in anderen Worten, eigentlich sollte man das Haus nicht verlassen und sich auch nicht mit anderen treffen ABER Skifahren ist erlaubt! JUHUU!

Und weil Hotels und Gastronomie geschlossen sind, fahren zur Zeit auch wirklich alle Ski! Das wirkt sich bei manchen Liften mit Wartezeiten bis zu 40 Minuten aus! Abstand? Keiner! Masken haben immer noch nicht alle.

Deshalb mein Appell an unsere Regierung: Bitte sperren Sie die Hütten und Hotels wieder auf und ermöglichen Sie damit auch den Gästen, die nicht den ganzen Tag auf den Pisten verbringen möchten, einen erholsamen Urlaub.

 

Anmerkung der Redaktion: Ihr habt dem was hinzuzufügen, zu ergänzen oder wollt widersprechen? Schickt uns eine Mail an die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

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Donnerstag, 17 Dezember 2020 12:48

Tyrolia: Nachhaltige Verpackungen für Skibindungen

Ab sofort kommen alle von Tyrolia gefertigten Skibindungen in neuen umweltverträglichen Kartonverpackungen, die zu knapp 80% bereits aus recyceltem Material bestehen, in den Handel. Die Verpackungen des Weltmarktführers in Sachen Skibindungen wiegen insgesamt nur mehr 300 Gramm, enthalten keinen Kunststoff mehr, sind ausschließlich mit wasserlöslichen Farben einfärbig bedruckt und auch die Papier-Montageanleitungen wurden eingespart: sie sind nun unkompliziert per QR-Code abrufbar.

Rund 1 Mio. Bindungsgarnituren verlassen jährlich das Tyrolia-Werk in Schwechat: Als „Original Equipment Manufacturer“ OWM produziert Tyrolia auch für viele Skimarken wie Head, Fischer, Elan, Kästle, Liberty oder Amplid. Jede einzelne Bindung ist separat und sicher verpackt. So fallen jedes Jahr rund 28 Tonnen (!!!) Rohmaterial für Verpackungen an – ganz schön viel Holz, das für die ganzen Kartons verbraucht wird…

Genau hier setzt Tyrolia an: Mit einem komplett neuen umweltfreundlichen Verpackungsdesign für alle Bindungen und Bohrlehren startet der Weltmarktführer jetzt durch. „Reduziertes Design, Nachhaltigkeit bei Material und Wertschöpfung und universelle Einsetzbarkeit waren das Ziel des Verpackungs-Re-Launches“, sagt Robert Stanzl, Director Marketing und Sales bei Tyrolia. Und selbstverständlich die 100%ige Rückführung in den Recyclingkreislauf.

Die neue ungefärbte Karton-Verpackung ersetzt die bisherigen, aufwändig bedruckten und folierten Boxen und ist darüber hinaus genau wie die Skibindungen „100% Made in Austria“. Bisher stammten bereits 77% der Kartonverpackungen aus Recyclingmaterial, dieser Anteil wird jetzt auf 80% steigen. Zusätzlich wird auf das umweltbelastende Bleichen des Kartons und den Offset-Druck verzichtet, sondern nur mehr mit wasserlöslicher Farbe einfärbig bedruckt. Plastik wird es in den neuen Verpackungen genau gar keines mehr geben, und: Die umfangreiche Montageanleitung liegt nicht mehr in gedruckter Form bei sondern ist einfach per QR-Code abrufbar.

„Mit der Entwicklung und Umstellung auf die neue Verpackung sind wir den Ansprüchen unseres ambitionierten CSR-Programms in Sachen umweltverträglicher und sparsamer Einsatz von Ressourcen um ein Stück nähergekommen“, so Stanzl.

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Die Duke PT ist das neue Flaggschiff von Markers Royal Family. Warum es diese "Hardcore Hybrid Freeride Bindung" braucht und was sie kann, hat uns Product Coordinator Max Schmid im Interview erzählt.

Servus Max! Danke, dass Du Dir Zeit für uns nimmst. Gehen wir es an: Warum braucht es die Duke PT als Ergänzung der Royal Family?
Also zuerst mal braucht es eine Duke bzw. eine tatsächlich gehfähige Freeride Bindung innerhalb der Royal Family, das waren bis jetzt unsere Duke & Baron auf Rahmenbindungs Basis.

Die Richtung bzw. Tendenz am Markt ist aber klar: Alles geht in Richtung Pinbindung. Es wurde erkannt, dass früher oder später die Duke bzw. Rahmenbindungen allgemein an Attraktivität verlieren werden und die Besonderheit der bisherigen Duke verloren geht oder nicht mehr zeitgemäß sein wird.

Daher haben wir uns entschlossen, die bekannte Duke neu aufzulegen, mit einem neuen innovativen Konzept, das Pin-Touren- und Alpin-Bindung vereint. Die Duke sollte weiterhin das Flaggschiff der Royal Family bleiben, gleichzeitig aber die neue Benchmark für Hybrid Freeride Bindungen am Markt sein und nicht zuletzt als Technologie-Ausrufezeichen für die Firma Marker als Innovationsführer im Ski-Bindungsbereich dienen.

Große Fußstapfen, in die die Duke PT da treten soll. Apropos groß: Ein paar große Namen waren ja entscheidend an der Entwicklung beteiligt, oder?
Für die Entwicklung der Duke PT haben wir mit drei Kernathleten eng zusammen gearbeitet: Sam Smoothy, Kye Petersen und Markus Eder. Es war sehr hilfreich für uns, das Feedback der Athleten in unsere Prototyp Runden mit einfließen zu lassen, um so das Produkt entstehen zu lassen, das Ihr nun vor Euch seht. Ich denke die Namen sprechen für sich und wofür die neue Duke Bindung gedacht und gemacht ist.

Passenderweise gibt Marker als Einsatzbereich „Ride & Hike Hardcore Freeride“ an. Wozu dann überhaupt eine 12er Version?
Mit der PT16 decken wir die alleranspruchsvollsten Athleten der Szene ab - und solche die sich dafür halten... ;-) Mit der Jester Ferse, die der Markt kennt und schätzt, kommen keine Zweifel an der Robustheit und am Einsatzzweck der Duke PT16 auf – sie ist die Hardcore Freeride Bindung für anspruchsvolle Fahrer.

Aber wenn wir ehrlich sind, reicht ein DIN Wert Bereich von 4 bis 12 wohl für drei Viertel aller User. Wir möchten mit der 12er den kommerzielleren Bereich abdecken und einfach das volle Potential des neu entwickelten Vorderbackens und der Bremse ausschöpfen. Ein Riesenvorteil an diesem Konzept besteht ja darin, dass wir schon bestehende Serienfersen für Duke PT 12 (Squire Ferse) und Duke PT 16 (Jester Ferse), verwenden können – beide in neuester Generation mit verbessertem Einstieg.

Alles geht in Richtung Pinbindung - wer greift denn da noch weiterhin zu den bekannten Modellen Tour oder Baron?
Wir haben uns entschlossen die Baron weiterhin im Programm zu behalten. Diese wurde für 2020-21 auch komplett erneuert mit neuem Vorderbacken und neuer Ferse, weil es nach wie vor Kunden gibt, die Fans von Rahmenbindungen sind und die Robustheit sowie Einfachheit in der Bedienung schätzen, gleiches gilt für unsere Tour F10 und F12 Rahmen-Tourenbindungen. Nicht zuletzt, da diese für Einsteiger preislich gesehen erschwinglicher sind als zB eine Kingpin und man keinen Boot mit Tec inserts benötigt.

Es wird sich zeigen, wie lange sich die Rahmenbindungen noch halten werden, das Konzept Rahmenbindung ist seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast, so viel ist klar. Die Verwendung der Kingpin Bindungen, wie auch der MWerks, macht natürlich nach wie vor sehr viel Sinn, es kommt letztendlich immer darauf an, was Du mit dem Setup am meisten machen wirst. Wir sehen die Kingpin als unsere abfahrtsorientierte Tourenbindung, mit starker Kraftübertragung und attraktivem Gewicht. Jemand, der 80% der Schneetage touren geht und 20 im Resort fährt, ist mit einer Kingpin besser beraten als mit der Duke.

Für die Duke gesprochen wäre es dann genau anders rum: 80% Resort / 20% Touring – nur als Beispiel. Jede aufstiegsfähige Bindung in unserer Kollektion erfüllt einen gewissen Einsatzzweck, und der Kunde wird sicher bei Marker fündig, wenn er weiß was er machen möchte - und ausgeben natürlich ;-).

Deine Top-3-Kaufargumente für die Duke PT?
Erstens: Der absolute Alleskönner: Du hast eine kompromisslose Alpinbindung, beide Auslöserichtungen sind voll einstellbar für die Abfahrt, bei einem Gewicht und einer Standhöhe, die absolut vergleichbar ist mit normalen Alpinbindungen. PLUS die Walk Funktion mit Pins für den Uphill - nicht nur der Hardcore Freerider sondern auch der Rundum Sorglos Paket Typ wird damit bestens versorgt!

Zweitens: Die Jester Ferse als robusteste Freeride Ferse auf dem Markt, für beste Performance und Kraftübertragung.

Drittens: Technischer State of the Art an Bindung - der Alpin Teil des Vorderbackens kann zum Bergaufgehen abgenommen werden, so werden 300 Gramm pro Bindungsstück (und Fuß) gespart!

Und zu guter Letzt: Die Duke PT wird am besten auf diesem/n Ski montiert:
Tendenziell auf breiteren Skiern, klassische Freerider, für 2020-21 eignen sich die neuen Völkl Blaze Ski zB hervorragend. Das Freeride Ski Segment allgemein ist so breit und beliebt geworden in den letzten Saisons, dass es viele sinnvolle Ski-Kombinationen zur Duke PT gibt, das ist ja das tolle! Man schränkt sich durch die Wahl der Duke PT überhaupt nicht ein was das Setup angeht, im Gegenteil, man hält sich immer alle Optionen offen!

Max, vielen Dank für Deine Zeit und das interessante Gespräch!

Hardfacts:
Duke PT 16
Gewicht Uphill 1050 g / downhill: 1350 g
Z-Wert 6.0 - 16.0
Empfohlenes Fahrergewicht 60+ kg
Fersenautomat Inter Pivot 3
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm

Duke PT 12
Gewicht Uphill 850 g / downhill: 1150 g
Z-Wert 4.0 - 12.0
Empfohlenes Fahrergewicht <120kg
Fersenautomat Hollow Linkage 2
Bremsenbreite 100 mm / 125 mm



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Donnerstag, 17 Dezember 2020 11:30

Im Test: UYN Fusyon Merino Baselayer

UYN, die italienische Spezialschmiede für Sporttextilien aus Asola, kennen viele Skifahrer mittlerweile durch ihr Engagement in diversen FIS Nationalteams. Die Marke, die zu Trerè Innovation s.r.l. gehört, setzt auf fortschrittliche Technologien, Materialforschung und -entwicklung sowie hochfunktionelle Detaillösungen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass klassische Pistenfahrer oder Racer andere Anforderungen an ihr Baselayer haben als Freerider und Freetourer, die zwischendrin auch mal hiken oder auffellen. Während die einen vor allem eine gute Wärmeleistung benötigen sowie zweitere ein sehr enges Zeitfenster an hoher Aktivität abdecken müssen, geht’s bei uns ja doch darum: Bergauf muss Schweiß weg von der Haut, damit man bergab nicht auskühlt – und wenn man nicht nur einmal am Tag aufsteigt, dann kann man sich auch nicht jedes Mal umziehen, so viele Klamotten passen in keinen Rucksack.

Perfekt geeignet für diesen Einsatzzweck scheint die Fusyon Linie der Italiener: Feinste Merinowolle mit extraweichem Touch und effizienter Wärmeisolation trifft innovative Materialien und hochfunktionelles Produktdesign. Wir hatten das Fusyon Merino Unterhemd mit Rollkragen und die passende mittellange Hose, jeweils Frauen- und Herrenmodell, im Test.

Zuerst zur Technologie: Die aus einem einzigen Teil und nahtlos gefertigten Baselayer zeigen schon alleine optisch, dass jedes Kleidungsstück unterschiedliche Funktionszonen miteinander kombiniert. In der Kniekehle und an allen anderen Stellen, wo sich Schweiß sammelt, wird die Körperfeuchtigkeit durch die Drylight-Technologie dank einer durchlässigeren, äußerst saugfähigen Stricktechnik nach außen transportiert, exponierte Stellen wie Ellbogen und Knie sind besonders strapazierfähig und wärmeisolierend ausgeführt. Verbunden werden diese unterschiedlichen Funktionszonen nahtlos mit dynamischen Konturlinien für noch höheren Tragekomfort und mehr Bewegungsfreiheit.

Die Merinoqualität sorgt für extraweichen Tragekomfort, ob man seinen Tag sportlich oder gemütlicher angeht. Bei UYN wird diese besonders feine Wolle mit einer speziellen Herstellungstechnologie optimiert, nämlich mit Fibresist kombiniert, damit das Material noch weicher und schnelltrocknender wird. Die von vielen Kanälen durchzogene Coolvent-Innenoberfläche ermöglicht einen konstanten, komfortoptimierenden Luftstrom. Sie absorbiert Schweiß schnell, kühlt bei Bewegung und sorgt dank atmungsaktiver Eigenschaften für ein angenehm trockenes Hautklima. Die Luftkammern im Gewebe isolieren und schützen so vor Auskühlung.

Soweit zu den Herstellerangaben. Beim Auspacken der Baselayer-Teile fällt der weiche Griff positiv auf. Vor dem ersten Tragen haben wir der Unterwäsche allerdings eine Maschinenwäsche gegönnt, denn den Fabriksgeruch wollten wir nicht in der Nase haben. Außerdem haben wir die Waschanleitungen rausgetrennt, damit keine Fresszettel reiben und nerven.

Auf geht’s zur Testtour, also nix wie rein in die neue Unterwäsche! Der Schnitt kann definitiv als „körperbetont“ bezeichnet werden, sowohl Ober- als auch Unterteil sitzen richtig eng. Außerdem verursacht der Rollkragen beinahe Schwierigkeiten: Wie zur Hölle soll mein Kopf durch diese winzige Öffnung passen? Einmal drin, wird’s aber besser, trotzdem legt sich der Eindruck nicht vollständig, dass einen der Kragen stören wird.

Für die Praxis kann vorausgeschickt werden, dass sich diese Befürchtung nicht bestätigt hat: Der überlappende Kragen stört und behindert nicht, im Gegenteil schließt er schön ab, so erwischt man garantiert keinen kalten Luftzug. Ebenfalls ausgesprochen positiv fällt auf, dass es keinerlei störende Nähte oder reibende Stellen gibt – das Design mit unterschiedlichen Funktionszonen bewährt sich in Sachen Tragekomfort zu 100%.

Nach erfolgtem Aufstieg die Stunde der Wahrheit: Die Haut fühlt sich vollkommen trocken und warm an, ebenso die Fusyon Unterwäsche. Ganz im Gegensatz zu der Bekleidungsschicht, die über dem Baselayer getragen wurde. Tja, wir haben nicht optimal gelayert… Daher klare Empfehlung: Unbedingt darauf achten, dass der (im Fall der Frauen) darunter getragene Sport-BH bzw. eine über dem Baselayer getragene Weste oder Jacke ebenso gut schweißtransportierend ist wie die Unterwäsche selbst, denn sonst sind die nach der Anstrengung waschelnass.

Das Fusyon Merino Baselayer punktet also mit hervorragendem Feuchtigkeitstransport und guter Wärmeleistung. Selbst bei mehrmaligem Aufstieg bleibt das so – demnach supergut für sportliche Freeride- und Tourentage. Es ist nur darauf zu achten, nicht zu viel wärmende Kleidung darüber zu tragen.

Eines bleibt uns allerdings noch: Über Style lässt sich bekanntlich streiten, unter unseren Tester/innen gewinnt UYN aber keinen Designpreis. Insgesamt wirkt die Kollektion sehr FIS-lastig. Und „die weiße Farbe ist echt schwierig: Erstens ist es nicht reinweiß, sondern irgendwie gedeckt und sieht schmutzig aus. Zweitens ist die Unterwäsche in dieser Farbkombination ganz sicher nicht für Hüttenabende geeignet, weil durchsichtig. Und jetzt echt, wer hat sich das ausgedacht: Ein graues Dreieck direkt am Schambereich? Muss das sein?“ Von daher: Besser zu anderen Farbvarianten greifen…

In einem Satz zusammengefasst: Funktion spitze, Style schwierig. Wir würden jedenfalls empfehlen, die einzelnen Funktionszonen etwas dezenter kenntlich zu machen, als ein an Steven Tyler’s südwärts zeigenden „Get a grip“-Pfeil erinnerndes Dreieck einzusetzen. Jedoch keinerlei Punktabzug in Sachen Komfort und Funktionalität! Wer tendenziell angezogen bleibt, der kann bedenkenlos zugreifen und bekommt hochfunktionale Baselayer mit hohem Tragekomfort.

Publiziert in Produkttests
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