DYNAFIT Blacklight Carbon Pro Bindung
Carbon im Skitourenbereich? Bekannt – aber Carbon in der Bindung selbst? Das ist neu. Mit der Blacklight Carbon Pro bringt DYNAFIT als erster Hersteller laminiertes Carbon in den Bindungsbau. Und das eröffnet Perspektiven, die weit über klassisches Speed-Touring hinausgehen.
Doch wie kam es überhaupt zur Idee, Carbon in einer Skitourenbindung einzusetzen? Wir haben bei Manuel Aumann (Operations & R&D Director Bindungen) nachgefragt.
„Die Inspiration kam tatsächlich aus dem Bike-Bereich. Dort hat der Umstieg von Aluminium auf Carbon ja bereits vor über 20 Jahren stattgefunden. Wir haben bei unseren Bindungen Gewicht und Bauraum so weit optimiert, dass wir langsam aber sicher an eine Grenze gestoßen sind. Die Frage war: Wie kann man Performance und Gewicht noch weiter verbessern? Und da lag Carbon nahe – ein Material, das hohe Reaktivität und direkte Kraftübertragung ermöglicht.“
Der Vorteil des laminierten Carbons liegt nicht primär im Gewicht, sondern in der Zugfestigkeit und Steifigkeit. Carbon hat eine 5- bis 7-fach höhere Zugfestigkeit und eine bis zu 5-mal höhere Steifigkeit als Aluminium. Und genau das ermöglicht eine direkte Kraftübertragung, welche sich vor allem bei technischen Abfahren bemerkbar macht.
Für die Entwicklung musste DYNAFIT komplett neu denken: Der Bauraum einer Pinbindung ist klein, gleichzeitig müssen bis zu 50 Einzelteile ihren Platz finden. Manuel erklärt: „Die Herausforderung war, die Schnittstellen präzise zu gestalten, sodass die Kräfte sauber übertragen werden – trotz des filigranen Bauraums.“ Kälte macht dem laminierten Carbon nichts aus, Korrosion ebenso wenig. Es ist in vielerlei Hinsicht sogar robuster als Aluminium.
Dazu kommen spannende Features: verlängerter Exzenter, einfacher Einstieg, zuverlässige Auslösung (DIN 6–12), durchdachte Steighilfen, elastischer Längenausgleich und das modulare Bremsen-System. Mit nur 282 g bleibt die Bindung ultraleicht, aber nicht filigran.
Hier findest du alle Features im Detail:
DURCHDACHTE STEIGHILFEN - Die Bindung ermöglich zwei unterschiedliche Gehmodi, die auf dem Feedback von erfahrenen Bergführern basieren. So ist das komplett flache Gehen ebenso möglich wie der Einsatz einer zusätzlichen Steighilfe für steilere Passagen.
EINFACHER EINSTIEG UND VERLÄNGERTER EXZENTER - Die extra breite Trittfläche und die Step-in Side Towers des Vollaluminium-Vorderbackens versprechen einen einfachen Einstieg. Die bewährten Eisbrecher-Pins verdrängen Schnee und Eis aus den Inserts. Zudem besitzt die Spangabel unten einen Keil, der festgefrorenen Schnee oder kleine Eisklumpen aus der Bindung befördert. So ist beim Einstieg nichts im Weg und die Bindung schließt sicher. Ein verlängerter Exzenter, inspiriert von der Skimo-Rennserie, sorgt für ein ergonomisch optimiertes Öffnen und Verschließen des Vorderbackens, egal ob mit der Hand oder dem Stock.
ELASTISCHER LÄNGENAUSGLEICH - von 11 mm im Hinterbacken sorg dafür, dass die Auslösewerte der Bindung bei jeder noch so intensiven und aggressiven Abfahrt extrem sicher und präzise bleiben. Früh- oder Fehlauslösungen werden so effektiv verhindert.
Modulare Bremsen-System - (in der Version Blacklight Pro+ bereits enthalten) wird über einen leicht verständlichen Mechanismus ver- bzw. entriegelt. Für den Aufstieg wird ein leichtgängiger Hebel umgeklappt und der Stopper verriegelt beim ersten Tritt in die Bindung. Am Gipfel angekommen kann der Mechanismus mit dem Stock entriegelt werden und der Stopper ist bereit für die Abfahrt.
Harscheisen kompatibel - Für harte und eisige Bedingungen kann die Blacklight Pro Bindung mit den neuen Harscheisen mit Quick-In Achse genutzt werden. Die Harscheisen können sowohl seitlich als auch direkt mühelos von oben angebracht werden. Vor allem in anspruchsvollem Gelände funktioniert das Einschieben von oben schneller und einfacher.
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