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Mittwoch, 18 März 2026 08:57

DIE GÖLL-OST

Auf 2400 Meter, im knapp 50 Grad steilen Teil der Göll-Ostwand, liegt die letzte Engstelle. Heute ist diese Passage vereist, also nehme ich meinen Rucksack samt Ski ab, lege ihn vor meine Beine und greife meinen Pickel. Der Blick hinauf ist erwartungsvoll, aber respekteinflößend. Mein Onkel „Hubsi“, wohlgemerkt ein 8.000er Bergsteiger, ist knapp beim Wandausstieg. Ich habe die letzten, aber steilsten 100 Höhenmeter der Ostwand noch vor mir. Die Wechte über der Kante ist mächtig – wie jedes Jahr. Sie baut sich über den Winter auf, und man sagt: Wenn sie einmal abgebrochen ist, dann ist es Zeit für die Ostwandbefahrung. Heute weiß ich: Wechten und Seracs sind unberechenbar und schwer einzuschätzen. Oft war ich in der Vergangenheit bei Aufstiegen diesen mächtigen, aus Eis und Schnee geformten stillen Gefahren ausgesetzt. Möglichst schnell werden diese Abschnitte passiert, um wieder aus der Schusslinie zu gelangen. Natürlich stellt sich immer wieder die Frage, wie viel Glück oder Pech es braucht, um genau an dem einen Ort, zu genau dem Zeitpunkt zu sein, wenn sich ein Teil löst.

Timeline ServusTV Eva

Noch ein tiefer Atemzug, ein erwartungsvoller Blick nach oben, und die letzten knackigen Höhenmeter starten. Dieser kurze, intuitive Blick in Falllinie zur Wechte lässt mich erstarren. War das ganz oben etwa eine Staubwolke? Ein Felsvorsprung verdeckt beinahe alles, was sich zwischen Wechte und mir abspielt. Adrenalin durchströmt meinen Körper. Wenn die Wechte bricht, bricht sie genau oberhalb der Aufstiegslinie in der ich mich gerade befinde. Plötzlich sehe ich Nassschneemassen auf mich zurauschen. Zeit zum Nachdenken habe ich nicht. „Renne! Renne zur Seite, so schnell du kannst“, sage ich mir. „Renne mit breiten Schritten, damit ich mit den Steigeisen nicht hängen bleibe.“ Mein Rucksack samt Ski und Stöcke wird mitgerissen und runtergespült. Die Göll-Wechte, ein Monster, das nie schläft und von Zeit zu Zeit demonstriert, dass wir doch nur kleine Spielfiguren in einer eindrucksvollen Bergwelt sind.

Also beende ich meine erste Göll-Ost-Erfahrung knapp unter dem Ausstieg der Steilwand und stapfe ohne Ski, Stöcke und Rucksack wieder talwärts. 200 Tiefenmeter später finde ich meine gesamte Ausrüstung wieder. Die Lawine endet erst unten, im Wilden Freithof, denn ein klassisches „Auslaufgelände“ gibt es hier nicht. Ein scheinbar kleiner Wechtenbruch verwandelt sich im Laufe der 700 Höhenmeter zu einem ordentlichen Nassschneemonster, dem man lieber nicht frontal die Stirn bietet. Das war vor über 15 Jahren, als mich Onkel Hubsi in die Welt des heimischen Steilwandskifahrens entführt hat.

GoellOst

Der Hohe Göll ist die letzte massive Erhebung, bevor die Landschaft in Richtung Norden immer flacher wird. Mit 2522 Metern ist er der höchste Gipfel im Göllmassiv und am Ostrand der Berchtesgadener Alpen beheimatet. Für uns ist es der „Gö“, die Berchtesgadener nennen ihn „Gei“, und für diejenigen, die von weiter herkommen, ist es einfach nur der Göll. Die Grenze zwischen Bayern und dem Salzburger Tennengau verläuft direkt am Gipfel. Die Ostwand bleibt auf österreichischem Boden.

Er ist eine Erscheinung, dessen Blick nie langweilig wird. Es sind nicht die Steilwände von Chamonix oder die Eiger-Westwand in Grindelwald, dennoch ist der Frühjahrsklassiker nicht minder beeindruckend. Von Gasteig aus, der österreichischen Seite, sind es 1.800 Höhenmeter bis auf den Gipfel. Für viele heimische Bergsteiger ist die Göll-Ost der „Spielplatz“ hinter dem Haus, für viele andere bleibt sie ein jahrelang gehegter Traum. Ein Ziel, auf das man hinarbeitet und das sich irgendwann erfüllt – vielleicht.

Timeline ServusTV HeliEva

Helmut Eichholzer ist so einer, der die Göll Ost wohl besser kennt als jeder andere. Wir sind beide in Kuchl aufgewachsen, den Blick immer auf unseren Hausberg gerichtet. Anders als Heli erwische ich die Wand selten in perfektem Zustand, schon gar nicht von ganz oben bis ganz unten. Vielleicht auch deshalb, weil ich meine Frühlinge mehr in Chamonix oder Alaska verbracht hatte als in meiner Heimat.
Die neue Realität ist, dass die Übergänge vom Winter ins Frühjahr immer kürzer werden und damit auch die Zeitfenster für gute Firn-Skitouren. Aber heute scheint ein guter Tag zu sein. Vielleicht sogar der perfekte Tag - so ein Tag auf den man Jahre warten muss? Es ist der 10. April, und es hat über Nacht geschneit, mehr als der Wetterbericht vorausgesagt hatte. Wir filmen mit dem Team von Timeline Production für Servus-TV „Bergwelten“, eine Dokumentation über den Göll im Winter. Wir starten um 5:00 Uhr in der Früh vom Schwalber Parkplatz in Gasteig. Der Tag beginnt wolkenlos, an den senkrechten Wänden klebt frischer Pulverschnee der von den ersten Sonnenstrahlen in ein leuchtendes orange gefärbt wird. Ein Hauch von Alaska.
Die ersten Höhenmeter tragen wir die Ski, dann arbeiten wir uns in Spitzkehren bis zum Wilden Freithof hinauf. Die Tageserwärmung setzt langsam ein, und das Schauspiel beginnt. Im Kessel potenziert sich das Grollen der frischen Schneemassen, die sich vom Fels lösen und der Schwerkraft ergeben. Bei so einer Frühjahrstour geht es vor allem um den Faktor Zeit. Wir müssen zügig durch die erste Steilstufe nach dem Wilden Freithof. Der Aufstieg befindet sich genau in Falllinie wo sich sämtliche „Rutscher“ ihren Weg nach unten bahnen. Noch bevor sich die Felsen von den Neuschneemengen trennen, sollten wir durch sein.

Die steile Querung, nach links kostet Zeit. Gerade mal 20 Zentimeter lockerer Pulverschnee überdecket reines, glattes Kalkgestein. Mit den Steigeisen abrutschen ist in diesem steilen Gelände definitiv keine Option. Bei wenig Schnee ist dieser Bereich apper und kann relativ einfach gequert werden, bei viel Schnee ist die Querung gar kein Problem mehr. Je weiter wir uns raufarbeiten, desto tiefer wird der Schnee, und Heli, unsere Spurmaschine, steckt bis zu den Knien in feinstem Pulverschnee. Etwa in der Mitte der Wand angekommen, blicken wir demütig und erwartungsvoll in Richtung Gipfel. Die senkrechte Wetterbockwand direkt vor uns. 2014 eröffnet Alexander Huber mit der „Wetterbock“ Route (8c) eine der schwierigsten Mehrseillängenroute der Welt. Auch für die „Huberbuam“ ist der Göll ein Heimspiel, sie wohnen drentn, auf der anderen Seite des Gölls.

Bevor wir weitergehen, graben wir ein Schneeprofil. Zwar ist der Schnee ohne Wind gefallen, aber wir überlegen, ob weitergehen eine sichere Entscheidung ist. Das Schneeprofil sieht gut aus und wir arbeiten uns weiter hinauf. Um die Abfahrt für die Filmaufnahmen jungfräulich zu halten, steigen wir eine alternative Variante, links der Abfahrtsroute auf. Aufgrund der zunehmenden Steilheit sind die Ski wieder auf dem Rucksack. Bis zur Hüfte stecken wir im kalten, glitzernden Pulver.

GoellOstAusblick2

Der Schnee wird immer tiefer und tiefer, die Vorfreude steigt exponentiel an. An berüchtigter Stelle, 100 Höhenmeter unter dem Ausstieg, stecken wir bis zum Bauchnabel im Schnee. Diese Stelle kenne ich nur zu gut. Der Blick instinktiv immer nach oben gerichtet. Kalter Pulver auf kaum einer Unterlage. Ein Vorankommen wird zunehmend mühsamer, und die Zeit läuft gegen uns. Die berühmt-berüchtigte Wechte thront über uns und scheint heute ruhig zu sein. Heli hat den gesamten Aufstieg gespurt, und mit einem Filmteam im Gepäck dauern die Höhenmeter natürlich länger. Drohne raus, Drohne rein, Stopp, Interviews, Weitergehen … Das kostet Zeit. Wir stehen also an derselben Stelle wie damals, als mir der Göll eindrucksvoll seine Stärke demonstriert hatte, und überlegen.

Im Team sollten Entscheidungen niemals reine „Ich-Entscheidungen“ sein. Das Ego kann allein handeln – in der Gemeinschaft sollte Raum für Verantwortung sein, nicht für Egoismus. Wir schauen uns an, diskutieren auf Augenhöhe, für und wider. Vielleicht wären wir, wenn wir ohne Kamera unterwegs gewesen wären und dadurch viel schneller durch die Wand hätten steigen können, ganz rauf gegangen. Wir wissen es nicht. Aber die Einfahrt wird voller zugedeckter, kleiner „Mienen“ sein, es war ein schneearmer Frühling, der obere Bereich ist immer abgeweht und sehr „sharky“. Es würde eher einem vorsichtigen Abrutschen und Queren als einem genussvollen Skifahren gleichen. Die Engstelle wird vielleicht für den Ersten und Zweiten gut passierbar sein, für die anderen ein mühsames Unterfangen. Auch der Faktor Zeit, es ist bereits später Vormittag, spricht in vielerlei Hinsicht für einen Umdrehen. Für uns geht es nicht um den Gipfel, sondern um kluge Entscheidungen, und Umdrehen gehört dazu. Im Team entscheiden wir uns also gegen den Gipfelerfolg und für unser Bauchgefühl.

Timeline ServusTV2 EvaAbfahrt2

Wer kennt das nicht: Unverspurte 1.000 Tiefenmeter, die auf einen warten. Tiefer, kalter Pulverschnee, der in der Sonne wie tausende Diamanten glitzert – und die erste Linie. Die bekommt natürlich Heli, der die Aufstiegsarbeit verrichtet hat.

Jeder tiefe Atemzug, jeder Schwung hinterlässt ein Gefühl, das man sonst kaum irgendwo findet: dieses unbändige Hoch, die pure Präsenz im Moment, Glücksgefühle, Freiheit – ein Durchströmen der Endorphine, die diese Göll-Ost-Befahrung in uns auslösen. Die Weite der Wand bietet Platz für mehr als nur eine erste Linie. Und so kommen wir alle in den Genuss des Unverspurten.

Bei diesen Premiumbedingungen bin ich diese Abfahrt noch nie gefahren, vielleicht werde ich die Göll-Ost auch nie wieder so gut erwischen. Wer weiß. Das Gefühl und die intensive Momente bleiben verankert, der nicht erreichte Gipfel ist schnell vergessen. Denn bei solchen Unternehmungen zählen der Weg nach oben, das Abenteuer mit Freunden und der unbeschreibliche Genuss der Abfahrt; der Gipfel selbst ist schließlich nur ein kurzer Augenblick.

Good to know:

Ideal ist die Göll Ost im Frühjahr bei Firnschnee. Zwischen April und bei guten Wintern bis Anfang Mai. Es braucht eine klare Nacht, damit die Schneedecke abstrahlen kann und die Bedingungen sicher sind.

Zustieg: Von Gasteig (Kuchl) aus. Hier gibt es am Ende der Straße einen Parkplatz. Oft, vorallem aber bei schneearmen Wintern oder im Frühjahr, muss der unterste Abschnitt zu Fuß bewältigt werden. Es gibt einen Jägersteig, der nicht einfach zu finden ist.

Vom Roßfeld aus führt ein Jägersteig in den Wilden Freithof. Bei Schnee ist der Steig mit viel Vorsicht zu genießen, da eine steile Grasmatte mit Südost-Exposition gequert werden muss. Es ist sicherlich nicht von Nachteil, sich den Verlauf oder den Einstieg des Jägersteigs im Vorfeld der Tour anzuschauen. Dieser ist nicht leicht zu finden.

Steigeisen und Pickel sollten immer dabei sein. Die Aufstiegsart kann stark variieren bei viel Schnee und guten Bedingungen kann der größte Teil sogar mit Ski und Fellen gemeistert werden.

In der Mittelpassage, unter der mächtigen Wetterbockwand, ist eine steile Querung nach Links, die bei wenig Schnee etwas tückisch sein kann, weil man auf Fels stößt.

Zeitplan im Auge behalten. Der beste Zeitpunkt für die Abfahrt vom Gipfel variiert natürlich. Im Frühjahr sollte man sehr früh aufbrechen.

Es gibt zwei mögliche Einfahrten in den Hang: Direkt oder von der Seite (siehe Foto). Bei der direkten Variante braucht es genügend Schnee, damit die Engstelle passierbar ist. Ich bin beide Varianten gefahren und beide Einfahrten sind zu empfehlen, wobei die direkte deutlich spannender und fordernder ist. Für sehr gute und erfahrene Skifahrer und bei sicheren Bedingungen sicher machbar. ACHTUNG: hier solltet ihr sicher sein, dass sich niemand in der Engstelle der Aufstiegsroute befindet, da der von euch gelöste Schnee genau dort runtergelassen wird. Die schräge Einfahrt startet sehr flach und rollt in den Hang bis er seine maximale Steilheit erreicht. Ein spezielles Gefühl da man oben nicht in die Wand rein sieht.

TV Tipp:

Unsere Göll-Ost Befahrung in beeindruckenden Bewegtbildern von Timeline Production könnt ihr auf SERVUS ON streamen. Bergwelten:  „Der Hohe Göll im Winter“
Wie so ein Göll-Ost Wechtenbruch enden kann, erzählt mein Bergrettungs-Kollege in Bergauf-Bergab im BR: „Göll-Ostwand - Ein Leben nach dem Unglück“.

Persönliche Reflexion:

Auch wenn die Göll-Ost nicht wie in den Westalpen von 3.000ern und 4.000ern umzingelt ist und „nur“ zu den nördlichen Ausläufern der Alpen gehört, sie ist nicht minder anspruchsvoll. Eine gute und bedachte Tourenplanung ist auch hier essenziell.

Bei unserer Abfahrt treffen wir eine Zweiermannschaft die sich noch im Aufstieg befindet. Sie sind an diesem warmen Apriltag erst um 10 Uhr von Gasteig gestartet und auch wenn sie überzeugt waren, zu wissen was sie tun, sie wussten es nicht. Die Göll-Ost gehört zu unserem Einsatzgebiet der Bergrettung Hallein und ich weiß, viele Unfälle, auch Todesfälle sind dem Göllmassiv zuzuschreiben. Mich hätte es schließlich auch um ein Haar erwischt. Egal ob Vollprofi oder Hobby-Skibergsteiger -  es ist ratsam, den Göll mit viel Achtsamkeit zu planen und befahren. Dann wird er ein einmaliges Erlebnis bieten. Umdrehen darf am Berg nicht als Schwäche angesehen werden, im Gegenteil, die bewusste Entscheidung des Abbruchs ist eine Stärke. Es braucht Mut und die ehrliche Reflexion des eigenen Handelns, der Entscheidungen und der Motivation dahinter. Wir alle machen Fehler, wichtig ist nur, dass wir ihnen nicht mit Arroganz begegnen, sondern aus ihnen lernen. So wie ich damals, vor 15 Jahren.

Mehr Infos zu Eva Walkner: rab.equipment/eu-de/athletes/eva-walkner

Fotos by Timeline Production / ServusTV

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Mit der neuen Team Mountain People YouTube Serie rückt Rab nicht nur Athleten, sondern vor allem ihre Geschichten in den Fokus. Die aktuelle Episode begleitet die kanadische Splitboarderin Christine Bérubé-Martin und erzählt einen Weg, der weit über den Sport hinausgeht.

Christines Verbindung zur Natur begann früh. Als Kind war sie am liebsten draußen, schlief im Zelt und verbrachte jede freie Minute unter freiem Himmel. Doch nach dem Verlust ihrer Mutter im Alter von zehn Jahren veränderte sich alles. Was folgte, waren Jahre geprägt von Orientierungslosigkeit, Rebellion und Sucht, ein Bruch mit dem Leben, das sie einst kannte.

Erst viele Jahre später findet sie ihren Weg zurück. Heute steht sie auf dem Splitboard, unterwegs in den abgelegenen Bergen der Monashees in British Columbia und hat sich die Natur als Kraftquelle neu erschlossen. Nebenbei arbeitet sie als Krankenschwester im Yukon und bewegt sich täglich zwischen intensiven Schichten und der Stille der Berge.

Bild unten

Foto by Pilchard Productions / Ben Howells

Die Episode begleitet Christine zur Wintersonnenwende in der Sol Mountain Lodge. In dieser ruhigen, abgeschiedenen Umgebung reflektiert sie über das, was sie heute trägt: die Fähigkeit, mit sich selbst im Reinen zu sein, Herausforderungen anzunehmen und Kraft aus der Natur zu schöpfen.

Dabei wird deutlich, dass es für sie nicht um Leistung oder Perfektion geht. Vielmehr darum, präsent zu sein – im Moment, im Gelände und im eigenen Leben. Ihre Geschichte zeigt, wie Outdoor-Erlebnisse zu einem Anker werden können, gerade in einem emotional fordernden Beruf.

Und sie macht deutlich, wie wichtig die richtigen Menschen sind – im Krankenhaus genauso wie im Backcountry.

Mehr Infos: rab.equipment

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Rab hat kürzlich seine neue Team Mountain People YouTube Serie gestartet – eine Reihe inspiriereder Kurzfilme, die Rab‑Athletinnen und -Athleten auf ihren prägendsten Bergabenteuern begleiten. Statt klassischer Athletenprofile rückt die Serie die emotionale Dimension hinter der Leistung in den Mittelpunkt: Motivation, Zweifel, Herausforderung und die Momente, die Menschen prägen.

Die Auftaktepisode erzählt die außergewöhnliche Geschichte von US-Freeriderin und Bergsportlerin Anna DeMonte. Ihre Leidenschaft für den Bergsport begann an einem unerwarteten Ort: dem Schwimmbecken. Jahre intensiven Wettkampfs lehrten sie Präzision, Fokus und Disziplin – doch nach vier harten College-Jahren und olympischen Qualifikationen folgte der Burnout. Der Wechsel vom flachen Mittleren Westen in die mächtigen Rockies veränderte alles: Beim Klettern und Skifahren fand Anna neue Freiheit und ihr wahres Zuhause in den Bergen.

Im Film begleitet Team Mountain People Anna auf ihrem Weg zu einem ambitionierten FKT‑Versuch am Denali – während sie gleichzeitig mit beruflichem Druck, familiären Erwartungen und zentralen Fragen zu Identität und Selbstwert ringt. Ihr Weg zeigt eindrücklich, dass Erfolg in den Bergen weit mehr erfordert als Fitness und Vorbereitung.

In den nächsten Folgen beleuchtet die Team Mountain People Serie unter anderem Solo-Winterbegehung und weitere Ski-Abenteuer in Finnland, Kanada und rund um den Globus. Jede Episode verbindet starke Bilder mit authentischen Einblicken in das Leben der Athletinnen und Athleten, monatliche Veröffentlichungen sorgen für kontinuierliche Spannung.

Mehr zu Rab gibt es auf https://rab.equipment

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Dienstag, 13 Januar 2026 16:50

Rab Khroma Latok GTX Kombi

Mit der Khroma Latok GTX Kombi richtet sich Rab klar an alle, die im alpinen Gelände unterwegs sind und sich auf ihr Material zu 100 % verlassen müssen. Entwickelt für steile, abgelegene Lines und lange Tage im Backcountry, verspricht Rab maximalen Wetterschutz, hohe Atmungsaktivität und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, auch bei technisch anspruchsvollen Aufstiegen. Wir hatten die Möglichkeit, Jacke und Hose ausführlich zu testen und wollten wissen, ob die Kombi diesem Anspruch gerecht wird.

Erster Eindruck & Passform

Als ich die Kombi das erste Mal in der Hand hatte, war ich direkt begeistert. Allein die Haptik ist außergewöhnlich: Viele Shelljacken fühlen sich sehr steif und „gstarrad“ an, wie man in Oberbayern sagen würde – die Khroma Latok Kombi hingegen ist angenehm weich, lässt sich problemlos zusammenlegen und bei Bedarf auch klein verstauen.

Getestet habe ich Jacke und Hose in Größe S. Ich bin 160 cm groß, wiege 53 kg und trage oben wie unten normalerweise S – die Passform hat hier perfekt gepasst. Der Schnitt ist modern und bewusst etwas großzügiger gehalten. Die Jacke geht relativ weit nach unten und ist leicht oversized geschnitten, ohne dabei unförmig zu wirken. Die Hose sitzt locker, bietet aber durch das Latzdesign und die fixierten Träger perfekten Schutz vor Schnee, egal ob an Deep Days, bei starkem Schneefall oder sogar Regen.

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Bewegungsfreiheit & Tragekomfort

Was sofort auffällt: Die Kombi macht jede Bewegung mit. Dank der vorgeformten Ärmel an der Jacke und der vorgeformten Kniepartie an der Hose ist man weder beim Aufstieg mit Fellen noch beim Bootpacking eingeschränkt. Die körperzonengerechte Materialaufteilung mit zwei verschiedenen GORE-TEX-PRO-Gewichten sorgt dafür, dass stark beanspruchte Stellen besonders robust sind, während Bereiche mit hoher Wärmeentwicklung optimal atmen können.

Auch beim Layering überzeugt die Jacke voll. Ich hatte eine dünne Daunenjacke darunter und war in keiner Weise eingeschränkt – im Gegenteil: Die Bewegungsfreiheit blieb vollständig erhalten und die Jacke trug dabei kaum auf. Gerade an kalten Tagen ein riesiger Pluspunkt.

Taschen & durchdachte Details

Die Taschenanordnung ist praxisnah und sinnvoll gelöst. Die Jacke verfügt über zwei große Fronttaschen, in denen problemlos Sonnencreme, Mütze für den Einkehrschwung oder ein Snack Platz finden. Zusätzlich gibt es eine Brusttasche und eine Ärmeltasche für das Skiticket sowie eine kleine Reißverschluss-Innentasche für Wertsachen wie EC-Karte oder Bargeld.

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Auch bei der Hose hat Rab mitgedacht: Zwei Fronttaschen bieten ausreichend Platz, bei mir hatte dort meist das Handy seinen festen Platz. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Drop-Seat-Funktion. Gerade für uns Frauen ist das Thema „Toilettenpause mit Latzhose“ oft alles andere als praktisch – Rab löst das Problem mit einem großen Reißverschluss an der linken Seite. Einfach öffnen und fertig. Keine Jacke ausziehen, kein komplettes Ausfädeln aus der Hose.

Wetterschutz & Sicherheit

Sowohl Jacke als auch Hose sind absolut wind- und wasserdicht. Selbst bei widrigsten Bedingungen mit starkem Schneefall oder Regen bin ich nie nass geworden oder ausgekühlt. Gleichzeitig staut sich keine Wärme – die Membran arbeitet extrem zuverlässig, auch bei anstrengenden Aufstiegen. Zusätzliche Belüftung bieten die Zwei-Wege-Reißverschlüsse unter den Armen sowie die Oberschenkelbelüftungen an der Hose.

Ein weiteres Sicherheitsfeature ist der integrierte RECCO®-Reflektor in beiden Teilen, der im Lawinenfall die Ortung durch Bergungsteams erleichtert. Die helmkompatible Kapuze der Jacke lässt sich einhändig verstellen und schützt zuverlässig vor Wind, Schnee und Gischt.

Pflege & Waschen – einfacher als gedacht

Ein Thema, das viele abschreckt, ist das Waschen von Shellbekleidung. Dabei ist es eigentlich ganz einfach und extrem wichtig für die Lebensdauer. Schweiß, Schmutz und Sonnencreme setzen sich mit der Zeit im Material fest und beeinträchtigen die Atmungsaktivität. Auch die DWR-Beschichtung nutzt sich ab, sodass Wasser nicht mehr abperlt.

Rab Khroma Latok GTX Bild ganz unten

© Thomas Mandl

Rab empfiehlt, wasserdichte Jacken und Hosen regelmäßig zu waschen, spätestens, wenn sie sichtbar schmutzig sind oder die wasserabweisende Wirkung nachlässt. Wichtig dabei:

  • Waschmaschine vorher ausspülen, um Waschmittel- und Weichspülerrückstände zu entfernen
  • Alle Reißverschlüsse schließen und Taschen leeren
  • Ein enzymfreies Waschmittel oder spezielles Funktionswaschmittel verwenden
  • Schonwaschgang bei maximal 30 °C
  • Niedrige Schleuderzahl (ca. 400 U/min)
  • Anschließend an der Luft trocknen oder – wenn erlaubt – kurz bei niedriger Temperatur in den Trockner, um die Imprägnierung zu aktivieren

Wer möchte, kann die Teile auch direkt beim Waschen nachimprägnieren. Alternativ bietet Rab sogar einen eigenen Wasch- und Pflegeservice an – perfekt für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen.

Fazit

Die Rab Khroma Latok GTX Kombi hat mich im Test auf ganzer Linie überzeugt. Sie bietet kompromisslosen Wetterschutz, enorme Bewegungsfreiheit und viele durchdachte Details, die man draußen wirklich zu schätzen lernt. Der moderne Schnitt, die hohe Funktionalität und die robuste Verarbeitung machen sie zur idealen Wahl für anspruchsvolle Skitouren, Freeride-Tage und alpine Abenteuer.

Für mich ist klar: Diese Kombi ist ein zuverlässiger Partner für alle, die im Backcountry unterwegs sind und dabei keine Kompromisse eingehen wollen und eine klare Empfehlung für jede Freundin, die eine hochwertige, langlebige und funktionelle Skikombi sucht.

rab.equipment

Publiziert in Produkttests
Dienstag, 18 November 2025 19:18

freeskiers.net Weihnachtsgewinnspiel 2025 - Tag 16

Heute gibt es zu gewinnen:

Rab Expedition Kit Bag 120l

- im Wert von 150 Euro UVP.


Dieses robuste, geräumige Kitbag hält den Strapazen von ausgedehnten Skitrips oder materialintensiven Outdoorprojekten mit Leichtigkeit stand. Alles, was du für Reisen in entlegene Winkel der Welt brauchst, lässt sich darin verstauen. Sein robustes, wasserabweisendes Material, die dreifach verstärkten Nähte und der doppelte Boden überstehen auch die rauesten Bedingungen mühelos.


Über die große Hauptöffnung und die Innentasche im Deckelfach, in denen du Kleinigkeiten verstauen kannst, hast du schnell und einfach Zugriff auf deine Ausrüstung. Dank der Funktionsleiste mit Zurrpunkten kannst du deine Ausrüstung außen an der Tasche befestigen; der abschließbare Gepäckreißverschluss gibt dir die Gewissheit, dass unterwegs alles sicher aufbewahrt ist. Abnehmbare Schulterriemen, zwei in der Mitte angebrachte Griffe und zwei Haltegriffe an den Enden verleihen der Tasche flexible Transportmöglichkeiten in jedem Gelände.


Hier kannst du dir die Tasche noch genauer anschauen: rab.equipment/eu


Viel Erfolg!

Teilnehmen können alle registrierten User von freeskiers.net. Jeder User kann nur einmal teilnehmen, weitere Einsendungen werden automatisch gelöscht. Barauszahlung der Gewinne nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Weitere Gewinnspiel-Bedingungen findest Du auf der Startseite des Weihnachtsgewinnspiels.

Donnerstag, 13 Februar 2025 11:44

RAB Khroma Converge Kombi

Wenn es um anspruchsvolle Skitouren und unberührte Lines geht, braucht es eine Ausrüstung, die in jeder Situation verlässlich ist. Die Khroma Converge-Kombination von RAB wurde speziell für Freerider und Tourengeher entwickelt, die keine Kompromisse bei Schutz, Funktionalität und Komfort eingehen wollen. Mit ihrer hochwertigen GORE-TEX-Verarbeitung, durchdachten Details und robusten Materialien bietet sie alles, was du für lange Tage im Backcountry benötigst – egal ob beim Aufstieg, auf dem Gipfel oder bei der Abfahrt im tiefsten Powder.

Die Jacke bietet alle erdenklichen Funktionen und zeichnet sich durch ein robusteres Tragegefühl sowie eine hochwertigere Verarbeitung aus. Die GORE-TEX-Skishell fühlt sich etwas schwerer und robuster an. Der „grobe“ Reißverschluss passt da sehr gut dazu! Beides vermittelt hohe Wertigkeit und Langlebigkeit. Mit zahlreichen Taschen, darunter vier Reißverschluss-Brusttaschen, bietet sie reichlich Stauraum für alle Utensilien, die man an einem Skitag braucht. Die Belüftungsöffnungen sind da, wo sie sein sollen und kühlen gut, wenn es trotz der schon sehr guten Atmungsaktivität der Jacke mal zu warm wird. Die gut anpassbare Kapuze, breite Handgelenkmanschette und der Schneefang runden das Paket diese Top Freeride Jacke ab.

Die Hose ist ebenso robust konstruiert und auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Khroma Converge-Hose besteht aus recyceltem Gewebe, einer innovativen fluorcarbonfreien Membran von GORE-TEX, die etwas „gefüttert“ ist. Die dünne „Beschichtung“ leitet Feuchtigkeit sehr gut ab und sorgt auch bei längeren Aufstiegen bei wärmeren Temperaturen, bei denen man auch mal auf die lange Unterhose verzichtet, dass sich die Haut trocken anfühlt. Die besonders großen Beinverschlüsse ermöglichen ein weites Öffnen, während die großzügigen Belüftungsöffnungen für eine hervorragende Luftzirkulation sorgen. Die Gamaschen sind mit strapazierfähigen Aufnähern versehen, die ein Einschneiden der Skier verhindern. Insgesamt steht die Hose der Jacke in nichts nach.

rab.equipment/eu-de

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Mit Rab-Athletin Jana Häusl & dem snow institute

Freeriden verspricht unvergessliche Abenteuer, verlangt aber auch eine gute Vorbereitung, um sicher unterwegs zu sein. Hier sind die wichtigsten Tipps und Infos zu Ausrüstung, Training und Know-how.

1. Ausrüstung: Deine Lebensversicherung im Gelände

Die richtige Ausrüstung rettet im Ernstfall Leben und macht deinen Freeride-Tag effizienter. Das snow institute empfiehlt folgende Essentials:

- LVS-Gerät, Sonde, Schaufel: Diese Notfallausrüstung gehört in jeden Rucksack. Das LVS sollte auf Funktionalität überprüft und die Batterien frisch sein. Deine Sonde und Schaufel müssen stabil und einsatzbereit sein. Mehr dazu findest du im Beitrag „Wie überprüfst du deine Notfallausrüstung?“.

- Notfallausrüstung erweitern: Der Airbag Rucksack wird zusätzlich empfohlen. Er sorgt dafür, dass du an der Oberfläche der Lawine bleibst, reduziert die Verschüttungstiefe und beschleunigt so die Rettung. Besonders bei Touren in lawinengefährdetem Gelände ist er eine essenzielle Notfallausrüstung, die andere Maßnahmen wie LVS, Sonde, Schaufel und Lawinenkunde ergänzt. Detaillierte Infos zu Ausrüstung Essentials gibt es hier.

-Kleidung: Setze auf atmungsaktive, wasser- und winddichte Layer. Achte auf gute Handschuhe und warme Socken, um den Komfort nicht zu vernachlässigen.

Auch wichtig: Teste deine Ausrüstung vor jeder Tour und achte darauf, dass alles griffbereit verstaut ist.

2. Physische Vorbereitung: Fit für den Tiefschnee

Eine gute Fitness ist essenziell, um auch in anspruchsvollem Gelände sicher unterwegs zu sein. Jana Häusl, Freeride-Juniorenweltmeisterin 2024, zeigt in ihren Reels, wie sie sich vorbereitet:

- Sommertraining: Übungen wie Bergsprints, Krafttraining und Balanceübungen stärken die Muskeln und fördern die Ausdauer. Diese Vorbereitung zahlt sich im Winter aus.

- Tricks im Park üben: Balance, Körperbeherrschung und Technik lassen sich im Sommer oder Herbst in Funparks trainieren. Diese Skills helfen dir später, auch schwierige Lines souverän zu meistern.

Jana: „Neben dem Krafttraining versuche ich permanent meine Freestyleskills zu verbessern. Flips und Spins in beide Richtungen versuchen ich überall zu machen. Dann gehts ab in den Bangerpark, um die neuen Skills in den Airbag zu landen. Im Herbst gehts ab in den Snowpark. Aber dann freue ich mich echt wieder weichen Schnee unter den Füssen zu haben und die Tricks in den Bergen zu testen. Aber, nur was ich im Sommer übe, kann ich im Winter zeigen ;-)

Und natürlich machen wir im November und Dezember immer unsere Safety-Trainings. Das ist sowas von klar!“

3. Know-how: Dein wichtigster Schutz

Das beste Equipment und die stärkste Kondition helfen wenig ohne das nötige Wissen. Zahlreiche Initiativen im Alpenraum bieten Kurse und Ausbildungen im alpinen Gelände an. Einen Überblick über die Initiativen findest du hier.

- Lawinenkunde: Lerne, wie du die Schneedecke einschätzt, Risiken minimierst und im Notfall richtig handelst.

- Trainings und Camps: Programme wie Lawinenkurse und Sicherheitsworkshops schärfen dein Bewusstsein und machen dich fit für den Ernstfall.

Mit der richtigen Ausrüstung, einem durchdachten Training und fundiertem Wissen kannst du sicher und mit voller Freude in dein nächstes Freeride-Abenteuer starten – inspiriert von Profis wie Jana Häusl und unterstützt durch die Tipps vom snow institute.

Jana Häusl

Jana Häusl, eine junge Athletin aus Strengen am Arlberg, ist ein aufstrebender Star in der Freeride-Szene. Im Januar 2024 wurde sie mit nur 15 Jahren zur Freeride-Juniorenweltmeisterin gekrönt und ist damit die jüngste Gewinnerin sowie die erste Österreicherin, die diesen Titel in der Kategorie Ski für Juniorinnen errungen hat. Mehr über Jana:
rab.equipment/athletes/jana-haeusl
Instagram: janahausl

snow institute

Ein Präventionsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Schnee, Eis & Lawinen. Ein Projekt der Arge Alp gemeinsam mit dem Land Tirol, dem Österreichischen Alpenverein und der Bergrettung Tirol.

www.snow.institute

Publiziert in Know How
Dienstag, 09 April 2024 09:17

Desire

Skiabenteuer an den Vulkanen Ecuadors

Die Wintersaison 2023/2024 in Utah verwöhnte uns mit historischen Schneefällen, es gab endlose Powder-Tage und wir hatten die Möglichkeit, einige der technischeren und selten befahrenen Linien im Wasatch-Gebirge zu erkunden. Es war aufregend und die perfekte Zeit, um Erfahrungen zu sammeln und starke Partnerschaften aufzubauen. Doch als die Wärme einsetzte, weckte die Sehnsucht nach Entdeckungen und Abenteuer den Hunger nach neuen Horizonten. Letztendlich waren es die vulkanischen Landschaften Ecuadors, die mich anzogen, und ich machte mich zusammen mit drei Freunden aus Utah im Dezember auf den Weg nach Quito. Unsere Ziele waren Cayambe (5790 m), Politecnica (5820 m) und Chimborazo (6263 m), und wir hatten vor, Bergsteigen mit Skifahren zu kombinieren, insbesondere an der selten befahrenen Nordwand des Chimborazo.

Die Faszination Ecuadors liegt in seinen imposanten Vulkanen, und im Gegensatz zu Bergsteigern sind Skifahrer an diesen Hängen eine seltene Erscheinung. Unser Ziel war es, jeden Gipfel zu besteigen und auf Skiern abzufahren, wobei mit jedem Berg die Höhe zunahm, um der Gruppe die Akklimatisierung für den Chimborazo zu ermöglichen. Die Nordwand des Chimborazo wurde erstmals 2019 befahren, und seitdem gab es nur wenige Wiederholungen. Die Navigation durch das mit Seracs und Gletscherspalten geschmückte Face erforderte Aufmerksamkeit und Respekt.

Nach erfolgreichem Abschluss unseres ersten Ziels, des Cayambe, konzentrierten wir uns auf das Gebiet um den Chimborazo, das sowohl höher als auch technischer ist. Der Aufstieg auf den Politecnica bot die Möglichkeit, die Nordseite des Chimborazo zu erkunden und das Face zu bewerten, welches wir später befahren wollten, aber Akklimatisierung und Krankheit am Aufstiegstag zwangen das Team, unterhalb des Gipfels umzukehren, nahe 5600 m. Wir hatten das Glück, von unserem Umkehrpunkt aus auf ein paar Zentimetern frischen Schnees abzufahren, was für eine recht malerische Abfahrt sorgte, die durch den Ausbruch des Cotopaxi am Horizont noch verstärkt wurde.

Wir nahmen uns zwei Tage Zeit zur Erholung und bestiegen dann den Chimborazo über die häufig genutzte Castillo-Linie von Westen aus. Diese unkomplizierte Aufstiegsroute ermöglichte es uns, uns auf den Skiaufstieg zu konzentrieren. Es gab eine Reihe von Bergsteigern, die ebenfalls um Mitternacht wie wir ihren Gipfelsturm begannen, aber unsere Gruppe war das einzige Skiteam. Wir erreichten den Gipfel bei Sonnenaufgang und wurden glücklich mit guter Sicht und Zeit für ein kurzes Feiern empfangen – dies war das erste Mal, dass wir einen 6000m Gipfel erreicht hatten! Wir blieben nur kurz, die Turns durch wechselnden Schnee waren so aufregend wie anstrengend.

Als wir an der Schneegrenze standen und auf unser letztes Abenteuer der Reise zurückblickten, überkam uns ein Gefühl der Abenteuerlust. Die Vulkane Ecuadors sind für ihre markante Erscheinung bekannt und bieten Skifahrern einzigartige Abenteuer, insbesondere die seltene Gelegenheit, auf vergletschertem Gelände in der Nähe des Äquators zu fahren. Bei der Abfahrt ragten unzählige andere Vulkane und Berge in der Ferne auf, was das Gefühl der Sehnsucht nach weiteren Entdeckungen, der eigentliche Antrieb unserer Reise, nur noch verstärkte.Formularbeginn

Instagram: @anna.demonster

rab.equipment

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Sonntag, 20 Februar 2022 23:39

Rab Rental

Die britische Outdoormarke Rab hat angekündigt, zum 4. März das Rab Rental Programm als Pilotprojekt in Großbritannien einzuführen. Rab setzt sich dafür ein, den Zugang zum Outdoor-Sport für möglichst viele Menschen zu ermöglichen, indem es einen unkomplizierten Mietservice anbietet, der den Preis für hochwertige Outdoor-Ausrüstung minimiert und gleichzeitig Single-Use-Käufe reduziert.

Das Pilotprojekt

Im Rahmen seiner globalen Nachhaltigkeitsziele arbeitet Rab intensiv an Möglichkeiten, die Lebensdauer von Ausrüstung zu maximieren und Abfall zu reduzieren. Durch das Mieten von zweckmäßiger Outdoor-Bekleidung für Expeditionen, Reisen oder Events verringern Wanderer, Kletterer und Bergsteiger die Nutzung von Ware, die Gefahr läuft, zu verstauben oder frühzeitig im Müll zu landen. Das Programm bietet Kunden zudem die Möglichkeit, Ausrüstung zu testen, bevor sie sich zum Kauf verpflichten. Bei Erfolg plant Rab, diesen Service auszuweiten, weitere Abgabestellen anzubieten und auf andere Gebiete, einschließlich der USA, auszudehnen.

Rab Rental ist über die Rab-Website erhältlich und bietet eine große Auswahl an Rab und Lowe Alpine Produkten, darunter Schlafsäcke für Expeditionen und Bergsteiger, Zelte und Bivis, Trekking- und Wanderrucksäcke, wasserdichte Shells und isolierte Jacken. Der äußerst flexible Service richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Nutzer und ermöglicht zahlreiche Outdoor-Aktivitäten; die Ausrüstung kann für 3 bis 21 Tage gemietet werden.

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Freitag, 11 Februar 2022 15:50

Rab - Guide Lite GTX

Im Test: RAB Guide Lite GTX

Rab steht für minimalistische Designs und herausragende Technik. Das Brand aus den schottischen Highlands kennt man bisher vor allem in Kletter- und Alpinismus-Kreisen. Besonders gut und demnach begehrt waren alle Equipment-Teile, die irgendwie isolieren sollten. Daher freuten wir uns sehr über ein Paket aus Schottland, welches unsere zierlichen „Schreiberling-Hände“ warm und geschützt durch den Winter bringen soll!

Beim Guide Lite GTX besteht die Außenseite aus einer Kombination aus Leder und einem synthetischen Material, während die Innenseite mit der wasserdichten und atmungsaktiven Gore-Tex-Membran und PrimaLoft gefüttert ist. Auf den ersten Blick ist der Guide Lite GTX sehr hochwertig produziert. Das weiche Leder umgibt den größten Teil der Hand, zusätzlich wird die Innenseite mit einer doppelten Lederschicht geschützt. Der untere Daumen besteht aus einem weicheren, angerauten Leder und dient als Nasentuch, oder um Regen von der Brille zu wischen.

Die Passform des Rab Handschuhs überzeugte beim ersten „Reinschlupfen“. Der Handschuh passt bei schmalen Fingern buchstäblich wie angegossen, auch auf die Größenangaben kann man getrost vertrauen. Die hochwertigen Materialien verbessern den Tagekomfort enorm. Das weiche Leder bleibt auch bei extremen Temperaturen geschmeidig und verhindert ein „Einfrieren“ des Handschuhs. Trotz des doch dickeren Aufbaus des Guide Lite, lässt sich alles Wichtige mit den Handschuhen bedienen. Egal ob grobes Bindungsverstellen, Reisverschlüsse an der Jacke oder filigrane Klappmechanismen an Teleskopstöcken, mit dem Rab Handschuh kein Problem. Zudem überzeugt der Handschuh durch seine Robustheit. Nach über 50 Skitouren weisen die Testhandschuhe keine großen Gebrauchspuren auf.

Insgesamt sind wir mit dem Rab Guide Lite GTX sehr zufrieden. Er lässt sich leicht anziehen und ist ein warmer und treuer Begleiter im Winter. Vor allem die Passform und das angenehme Innenfutter hat uns nachhaltig überzeugt.

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