Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: lvs

Dienstag, 19 April 2022 10:17

Sicherheitsaufruf! Pieps & Black Diamond LVS

Pieps und Black Diamond haben bei einer kleinen Anzahl von Geräten eine Fehlfunktion der Elektronik festgestellt. In diesem Fall schaltet das LVS möglicherweise nicht vom Sendemodus in den Suchmodus um. Alle Kunden, die im Besitz eines der unten genannten Geräte sind, werden daher gebeten, diese anhand der folgenden Anweisungen zu überprüfen oder den Kundendienst zu kontaktieren.

Betroffen sind
PIEPS Micro BT Button
PIEPS Micro BT Race
PIEPS Micro BT Sensor
PIEPS POWDER BT
PIEPS PRO BT
PIEPS DSP PRO / SPORT
BLACK DIAMOND RECON
BLACK DIAMOND GUIDE

Anhand der folgenden Anleitung kann überprüft werden, ob das LVS ordnungsgemäß funktioniert. Sollte sich herausstellen, dass das nicht zutrifft, DARF DAS LVS NICHT WEITER VERWENDET WERDEN! Die LVS müssen unverzüglich zum kostenlosen Service an Pieps bzw. Black Diamond eingeschickt werden.

Bei Fragen ersuchen Pieps und Black Diamond, den zuständigen Kundendienst zu kontaktieren: https://www.pieps.com/safety-check-mode-failure/?lang=de

Anleitung zur Modusüberprüfung

Micro BT Button / Race
1. Schalten Sie das Gerät ein. Warten Sie, bis die Softwareversion und das Ergebnis des Selbsttests angezeigt wurden und der Countdown für den Gruppencheck abgeschlossen ist.
2. Das Gerät befindet sich nun im SEND-Modus, das SEND-Symbol ("X") blinkt.
3. Drücken Sie die Taste SEND/SEARCH. Das Display zeigt eine blinkende Flagge und einen Countdown (3 Sekunden) an.
4. Bestätigen Sie den Wechsel in den SEARCH-Modus, indem Sie während des Countdowns die MARK-Taste einmal drücken (nicht gedrückt halten).
5. Wenn sich Ihr Gerät jetzt im Suchmodus befindet (Suchsymbol "--" wird angezeigt), müssen Sie das folgende Formular NICHT abschicken.
6. Wenn Ihr Gerät nicht in den Suchmodus geschaltet werden kann, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren.

Zusätzlich können Sie eine Geräteprüfung über die PIEPS App durchführen:
1. Um Bluetooth zu aktivieren, drücken Sie die MARK-Taste während des Einschaltens. Sobald das Bluetooth-Symbol auf dem Display angezeigt wird, kann die MARK-Taste losgelassen werden.
2. Stellen Sie sicher, dass Bluetooth auf Ihrem Mobiltelefon aktiviert ist. Öffnen Sie die PIEPS App auf Ihrem Mobiltelefon und klicken Sie auf "Bluetooth Gerät verbinden".
3. Wählen Sie Ihr Gerät aus.
4. Gehen Sie zu dem Menüpunkt Geräte-Check, drücken Sie auf Start und folgen Sie den Anweisungen auf ihrem Mobiltelefon.
5. Stellen Sie sicher, dass das Ergebnis des Geräte-Checks "OK" anzeigt
6. Wenn der Geräte-Check negativ ausfällt, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren

Micro BT Sensor
1. Schalten Sie das Gerät ein. Stellen Sie sicher, dass das Display des Geräts nach oben zeigt und der Abstandssensor nicht verdeckt ist.
2. Warten Sie, bis die Softwareversion und das Ergebnis des Selbsttests angezeigt werden und der Countdown für den Gruppencheck abgeschlossen ist. Das Gerät befindet sich nun im SEARCH-Modus (Suchsymbol "--" wird angezeigt). Achtung: Wenn sich das Gerät nach dem Einschalten im Bluetooth-Modus befindet, ohne dass die Markierungstaste gedrückt wurde, ist die Elektronik ebenfalls defekt!
3. Decken Sie den Sensor mit dem Daumen ab, bis der Countdown erscheint, und halten Sie ihn für die Dauer des Countdowns abgedeckt, damit das LVS in den SEND-Modus ("X"-Sendesymbol erscheint) wechselt. Um im SEND-Modus zu bleiben, halten Sie den Sensor bedeckt.
4. Nehmen Sie nun den Daumen vom Sensor weg, um in den SEARCH-Modus zu wechseln. Das Schloss-Symbol erscheint im Display. Der SEARCH-Modus ist nun gesperrt. Ein Umschalten in den SEND-Modus durch ein Bedecken des Sensors ist nun nicht mehr möglich.
5. Entsperren Sie den SEARCH-Modus, indem Sie die MARK-Taste 3 Sekunden lang gedrückt halten. Das Schloss-Symbol verschwindet auf dem Display
6. Wenn das Umschalten zwischen den Modi und das Entsperren des SEARCH-Modus erfolgreich war, müssen Sie das folgende Formular NICHT abschicken.
7. Wenn die Entsperrung des SEARCH-Modus nicht möglich ist, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren.

Zusätzlich können Sie eine Geräteprüfung über die PIEPS App durchführen:
1. Um Bluetooth zu aktivieren, drücken Sie die MARK-Taste während des Einschaltens. Sobald das Bluetooth-Symbol auf dem Display angezeigt wird, kann die MARK-Taste losgelassen werden.
2. Stellen Sie sicher, dass Bluetooth auf Ihrem Mobiltelefon aktiviert ist. Öffnen Sie die PIEPS App auf Ihrem Mobiltelefon und klicken Sie auf "Bluetooth Gerät verbinden".
3. Wählen Sie Ihr Gerät aus.
4. Gehen Sie zu dem Menüpunkt Geräte-Check, drücken Sie auf Start und folgen Sie den Anweisungen auf ihrem Mobiltelefon.
5. Stellen Sie sicher, dass das Ergebnis des Geräte-Checks "OK" anzeigt.
6. Wenn der Geräte-Check negativ ausfällt, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren.

PRO BT / Guide BT / POWDER BT / RECON BT
1. Schieben Sie den Verriegelungsknopf nach links und den Hauptschalter nach oben in die Position SEARCH. Warten Sie, bis die Softwareversion und das Ergebnis des Selbsttests angezeigt werden. Vergewissern Sie sich, dass nun das Symbol SEARCH (- -) auf dem Display erscheint.
2. Schieben Sie den Hauptschalter nach unten, bis er in der Position SEND einrastet. Vergewissern Sie sich, dass nun das SEND-Symbol (X) auf dem Display erscheint.
3. Schieben Sie den Verriegelungsknopf nach links und den Hauptschalter nach unten in die Position OFF. Vergewissern Sie sich, dass das LVS nun ausgeschaltet ist.
4. Wenn Sie alle Schritte erfolgreich durchführen konnten, müssen Sie das folgende Formular NICHT abschicken.
5. Wenn das Umschalten zwischen den Modi nicht möglich ist, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren.

Zusätzlich können Sie eine Geräteprüfung über die PIEPS App durchführen:
1. Um Bluetooth zu aktivieren, drücken Sie die MARK-Taste während des Einschaltens. Sobald das Bluetooth-Symbol auf dem Display angezeigt wird, kann die MARK-Taste losgelassen werden.
2. Stellen Sie sicher, dass Bluetooth auf Ihrem Mobiltelefon aktiviert ist. Öffnen Sie die PIEPS App auf Ihrem Mobiltelefon und klicken Sie auf "Bluetooth Gerät verbinden".
3. Wählen Sie Ihr Gerät aus.
4. Gehen Sie zu dem Menüpunkt Geräte-Check, drücken Sie auf Start und folgen Sie den Anweisungen auf ihrem Mobiltelefon.
5. Stellen Sie sicher, dass das Ergebnis des Geräte-Checks "OK" anzeigt.
6. Wenn der Geräte-Check negativ ausfällt, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren.

DSP Sport
1. Drücken Sie die Verriegelungstaste und schieben Sie den Hauptschalter nach oben in die Position SEARCH.
2. Warten Sie bis die Anzeige der Softwareversion und da Ergebnis des Selbsttests abgeschlossen ist. Das Gerät befindet sich nun im SEARCH-Modus. Vergewissern Sie sich, dass nun das Symbol SEARCH (- -) auf dem Display erscheint.
3. Bewegen Sie den Hauptschalter nach unten, bis er in der Position SEND einrastet. Vergewissern Sie sich, dass das SEND-Symbol (X) auf dem Display erscheint.
4. Drücken Sie die Verriegelungstaste und schieben Sie den Schieberegler nach unten in die Position OFF.
5. Vergewissern Sie sich, dass das LVS nun ausgeschaltet ist.
6. Wenn das Umschalten zwischen den Modi nicht möglich ist, geben Sie bitte im Kontaktformular Ihre Daten ein und wir werden Sie kontaktieren.

https://www.pieps.com/safety-check-mode-failure/?lang=de

Publiziert in Know How
Montag, 18 Oktober 2021 13:04

Neu auf dem LVS-Markt: Ortovox Diract Voice

Der Winter 2021/22 bringt einige Neuigkeiten in Sachen LVS. Neben anderen Herstellern (deren neue LVS wir hier natürlich ebenfalls noch vorstellen werden) bringt Ortovox mit dem Diract Voice das weltweit erste Lawinenverschüttetensuchgerät mit Sprachnavigation auf den Markt.

Der Gedanke dahinter: In der extremen Stresssituation bei einem Lawinenabgang reagiert der menschliche Körper mit einem Notfallprogramm. Die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert sich, gleichzeitig aber baut die kognitive Kapazität ab. Vereinfacht gesagt: Der Körper funktioniert besser als der Kopf. In solch einer Situation spielen Übung und die intuitive Bedienbarkeit der Notfallausrüstung, allen voran des LVS-Gerätes, eine entscheidende Rolle. Je einfacher und klarer das Gerät zu bedienen ist, desto weniger muss der Kopf in der Extremsituation arbeiten.

Das Diract Voice von Ortovox ist das weltweit erste LVS-Gerät mit Sprachnavigation und leitet den Suchenden mit klaren und deutlichen Sprachkommandos im Ernstfall zuverlässig schnell zum Verschütteten. Das Design ist besonders reduziert und logisch mit nur einer Bedientaste, einem extra großen Display und einem handlichen Kippschalter zum Wechsel zwischen Sende- und Suchmodus, damit das Gerät selbst mit Handschuhen einfach zu bedienen ist.

„Mit dem intuitiven Handling ist es wie mit dem Automatismus: Je weniger man denken muss, desto besser. Die Sprachnavigation bei einem LVS-Gerät ist deshalb eine große Hilfe, weil man die Augen auf die Situation richten kann und nicht auf das Gerät. Visuelle Informationen müssen wir erst einmal verarbeiten und in eine daraus resultierende Handlung übersetzen. Wenn uns das durch eine Stimme abgenommen wird und die Instruktion direkt erfolgt, dann sparen wir uns einen Schritt der Verarbeitung. Durch eine klare Ansage brauchen wir also weniger Gehirnkapazität, die in dieser Situation eben eingeschränkt ist“, erklärt die Neuropsychologin Sigrun Holzer.

Zusätzlich zum Diract Voice wird es auch das Diract LVS-Gerät geben. Die technische Ausstattung beider Geräte ist ident, nur verfügt das Diract über keine Sprachnavigation. Diract Voice und Diract sowie die zugehörige Ortovox App sind ab sofort verfügbar. Wir sind genauso gespannt wie ihr – sobald wir das neue Diract Voice in der freeskiers.net redaktion getestet haben, lest ihr das natürlich in unserer „Test“-Rubrik.

Publiziert in News
Montag, 11 Oktober 2021 09:57

Wake me up when September ends!

Oktober ist's - Zeit zum Aussommern des Ski-Equipments! Dazu gehören nicht nur Ski und Boots, sondern für Freerider auch LVS, Schaufel, Sonde und eventuell der Lawinen-Airbag. Was es dabei zu beachten gibt, haben wir mit Jochen Reiser von der snowacademy geklärt.

Servus Jochen! Wie war Dein Sommer?
Servus zusammen und danke der Nachfrage. Ich komme gerade direkt aus den Wellen des Atlantiks zurück und schon geht’s es wieder nahtlos in den Winter über. Ansonsten war mein Sommer hauptsächlich von intensiven Vorbereitungen auf den nächsten Winter geprägt. Zum einen müssen natürlich die physische Voraussetzung für eine lange Saison geschaffen werden und die nötige Kraft und Ausdauer kommt leider nicht von allein. Aber zum anderen hat es viel Planung und Vorbereitung für unsere Freeride- & Touring Camps der snowacademy bedurft, um den Unwägbarkeiten einer noch nicht ganz überstandenen Pandemie zu trotzen. Nichtsdestotrotz blicken wir dem Schnee freudig und vor allem optimistisch entgegen und gehen stark davon aus, bald wieder alle gemeinsam im Powder unterwegs sein zu können.

Das bringt mich gleich in medias res: Kann ich jetzt im Herbst mein Safety Equipment einfach wieder verwenden oder muss ich LVS, Schaufel, Sonde und Lawinenairbag irgendwie durchchecken?
Auf jeden Fall solltest du deine Snow Safety Ausrüstung gründlich durchchecken, bevor du mit ihr bald wieder unbeschwert in die Berge aufbrichst. Selbstverständlich ist ein Lawinenequipment, bestehend aus LVS-Gerät, Schaufel Sonde und einem evtl. Lawinenrucksack, sehr robust aber trotzdem müssen vor jedem Einsatz alle einzelnen Teile auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Der Saisonstart ist hierfür ein idealer Zeitpunkt.

Worauf muss ich denn dabei jeweils achten?
Deinem LVS-Gerät solltest du hierbei die größte Aufmerksamkeit schenken. Idealerweise hast du am letzten Saisonende die Batterien aus deinem LVS herausgenommen, um vorzubeugen, dass dein Gerät beschädigt wird, falls die Batterien auslaufen würden und die Batteriesäure die Elektronik im Inneren beschädigt.

Lege neue Batterien ein und teste, ob alle Funktionen und auch das Umschalten zu diesen noch einwandfrei funktioniert. Weiter solltest du dich erkundigen, ob es für dein jeweiliges Gerät mittlerweile ein neues Softwareupdate vom Hersteller gibt, das die Funktionsweise nochmals optimiert. In der Regel kannst du dies bei deinem Sporthändler des Vertrauens kostenlos machen lassen. Wenn du ein LVS der Firma Black Diamond oder ein neueres Gerät der Marke Pieps – ein Pro BT, Powder BT oder MicroBT - hast, kannst du dich jedoch ganz einfach über die dazugehörige PIEPS-App via Bluetooth mit deinem Gerät verbinden und das Update spielend einfach innerhalb von 30 Sekunden selbst durchführen. Zudem hast du die Möglichkeit in der App einen kompletten Selbstcheck deines LVS-Geräts durchzuführen und erhältst im Anschluss ein Prüfzertifikat als PDF.

Was mache ich, wenn ich vergessen habe die Batterien aus dem LVS zu nehmen und die tatsächlich ausgelaufen sind?
Wenn du deine Batterien tatsächlich über den Sommer in deinem Gerät vergessen hast und sie ausgelaufen sind, führt kein Weg daran vorbei, dass Gerät professionell zu überprüfen. Dazu gehe am besten als erstes zu deinem Sporthändler. Er wird alles weitere in die Wege leiten. In den meisten Fällen wird man dein Gerät zum Hersteller einschicken müssen.

Und worauf muss ich bei Schaufel und Sonde schauen?
Bei deiner Schaufel und Sonde verläuft ein Grundcheck etwas einfacher ab: baue beide Ausrüstungsteile komplett auf um dich wieder mit ihnen vertraut zu machen, überprüfe sie jeweils nach äußerlichen Defekten und checke die Schließmechanismen sowohl an der Sonde als auch an der Schaufel. Falls dir etwas Ungewöhnliches dabei auffällt, tausche den jeweiligen Gegenstand aus oder frage im Zweifel bei deinem Sportfachhandel um Rat.

Jetzt bleibt noch der Airbag…
Bei deinem Lawinenrucksack wird es wieder etwas komplizierter: generell ist es absolut ratsam mindestens einmal pro Saison deinen Lawinenairbag auszulösen und somit seine reibungslose Funktionsweise zu testen. Nachdem es mittlerweile viele verschieden Modelle auf dem Markt gibt, muss man hierbei unterscheiden, welches Modell du selbst besitzt:

Lawinenrucksäcke mit Kartusche sollte man auf jeden Fall mindestens einmal pro Saison mit einer Probe-Auslösung testen. Anschließend brauchst du jedoch einen Satz neue Kartuschen aus dem Sportfachhandel oder musst deine alte(n) (je nach Modell) dort wieder frisch befüllen lassen. Solltest du dir hierbei unsicher sein, gehe mit deinem kompletten Rucksack zu deinem Sporthändler und führe die Probe-Auslösung gemeinsam durch.

Beim AlpRide-System kannst du deinen Rucksack nach jeder Auslösung selbstständig über ein USB-Kabel wieder aufladen. Führe hierzu die Probe-Auslösung durch, setzte anschließend neue Batterien in den Rucksack ein und lade den Kondensator des Rucksacks wieder vollständig über das mitgelieferte USB-Kabel auf.

Lawinenrucksäcke mit Akku gibt es aktuell nur den JetForcePro von Black Diamond oder Pieps auf dem Markt. Der große Vorteil bei diesen Rucksäcken besteht darin, dass du mehrere Auslösungen (bis zu 4 Mal) mit einer Akkuladung hast. Dies kommt gerade bei Mehrtagesskitouren enorm zum tragen und garantiert deine Sicherheit. Zudem führen diese Rucksäcke bei jeder Aktivierung automatisch einen mechanischen als auch elektronischen Selbstcheck durch und du kannst dich zu jederzeit drauf verlassen, dass dein Rucksack einsatzfähig ist. Dies ist aktuell absolut einzigartig auf dem Markt aber hat dafür natürlich auch seinen wohlverdienten Preis. Weiter kannst du die JetForce Serie von Black Diamond oder Pieps ebenfalls mit der PIEPS-App (wie bei den LVS-Geräten) via Bluetooth verbinden und komplett überprüfen kannst. Achte hierbei ebenfalls darauf ein neues Update zu installieren.

Was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, dass mit der Batterie meines Airbags was nicht stimmt?
Hier gilt das gleiche wie bei allen anderen elektonischen Geräten, wie z.B. deinem Handy oder deinem Laptop: Wenn du Zweifel an der einwandfreien Funktion deines Akkus hast, kontaktiere den Sportfachhandel deines Vertrauens und lasse deinen Rucksack einschicken. Ratsam wäre es hierbei, wenn du vorher überprüfst, ob deine Garantie für deinen Rucksack noch gültig ist.

Nach dem reine Akku-Lawinenrucksäcke aktuell ausschließlich von Black Diamond und Pieps auf dem Markt verkauft werden, kannst du im Vorfeld die Funktionsfähigkeit deines Rucksacks über die Pieps-App überprüfen und bekommst im Falle eines Defekts eine Fehleranalyse als PDF. Diese solltest du unbedingt deinem Händler ebenfalls vorlegen.

Kann ich alles selbst machen oder brauche ich einen Fachmann dazu?
Der Austausch deiner Kartuschen ist mit etwas Geschick relativ einfach selbst zu machen. Halte dich dabei aber strikt nach der Anleitung, die deinem Lawinenrucksack beiliegt. Die Kartuschen selbst musst du aber bei deinem Sporthändler besorgen oder (je nach Modell) professionell befüllen lassen. Bitte versuche nicht, deine Kartuschen zu Hause selbst neu zu befüllen.

Wie ist das eigentlich generell: Kann meine Ausrüstung veralten?
Deine Ausrüstung kann in der Tat veralten. Eine Lawinenausrüstung ist im Winter extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt und Metall- oder Plastikteile, z.B. bei deinem LVS, können mit der Zeit Alterungserscheinungen aufweisen und spröde werden. In diesem Fall musst du den jeweiligen Ausrüstungsgegenstand unbedingt austauschen. Zudem denke bitte immer daran, dass von allen LVS-Herstellern im regelmäßigen Abstand neue Softwareupdates ihrer Geräte herauskommen. Sollte ein neues Update für dein jeweiliges LVS-Gerät verfügbar sein, musst du nicht das ganze Gerät austauschen, sondern nur vom Fachhandel (meist kostenlos) oder selbst mit der Pieps-App das neue Update auf dein Gerät überspielen lassen.

Und wann komme ich um eine Neuanschaffung wirklich nicht mehr rum?
Es gibt sehr viele gute LVS-Geräte auf dem Markt und die Entwicklung in den letzten Jahren in diesem Bereich hat einen großen Sprung gemacht. Insofern solltest du drauf achten, dass dein LVS-Gerät zumindest über 3 Antennen und eine Markierfunktion für Mehrfachverschüttungen verfügt. Sollte es diese Funktionen nicht haben, ist es auf jeden Fall Zeit für eine Neuanschaffung.

Bei deiner Schaufel oder Sonde siehst du den Zahn der Zeit etwas leichter, sobald dir mechanische Defekte auffallen. Grundsätzlich sollte deine Schaufel aber auf jeden Fall aus Metall und nicht aus Plastik sein und deine Sonde einen Schnellverschluss und keinen Schraubmechanismus haben. Letzteres kostet im Ernstfall zu viel unnötige Zeit und eine Plastikschaufel wird im Ernstfall den Belastungen einer Lawine nicht gewachsen sein.

Im Zweifel tun ein paar Euros mehr aber immer weniger weh, als wenn deine Ausrüstung im Ernstfall nicht funktioniert. Eine LVS-Ausrüstung kostet zwar viel Geld, dafür, dass man sie nie benutzen will, aber es kann sein, dass irgendwann einmal dein Leben oder das deiner Begleiter/innen davon abhängt.

In diesem Sinne, denke rechtzeitig vor deinem ersten Trip in den Schnee an einen ausführlichen Ausrüstungscheck, mache dich jedes Jahr erneut mit deinem Equipment vertraut und übe idealerweise mit diesem umzugehen, bevor es in die Berge geht. Dafür ist jetzt am Saisonbeginn die perfekte Zeit.

Vielen Dank für Deine Zeit und Deinen Input Jochen!
Bitte, sehr gerne natürlich!

Alle Bilder: (c) Marco Schmidt www.schmidt-marco.com

Offenlegung: Jochen Reiser ist Gründer und Inhaber der snowacademy, staatlich geprüfter Skiführer & Skilehrer und Community Manager für Black Diamond.

Publiziert in Know How
Donnerstag, 18 April 2019 12:39

Ausprobiert: Arva EVO 5

Das LVS – unverzichtbar im Gelände weil potentiell lebensrettend. Kontinuierlich bringen die verschiedenen Hersteller Updates ihrer Bestseller und hin und wieder kommt auch was neues. Dieses Jahr zum Beispiel vom französischen Safety-Experten Arva: Das EVO 5 ist das kleinste und leichteste LVS im Sortiment, soll aber dieselbe Leistung bringen wie ein größeres. Wir haben das EVO 5 schon mal auf Tour ausgeführt und ausprobiert.

Optik & Haptik
Size matters – genau deshalb hat Arva ein LVS-Gerät entwickelt, das kompakt aber gleichzeitig auch leistungsstark ist. Es liegt durch Größe und Gewicht (170g!, nur 1 AA Batterie) sehr angenehm in der Hand und passt auch optimal in die Jacken- bzw. Hosentasche. Schon auf den ersten Blick versteht man das Gerät, ohne es überhaupt benutzt zu haben. Durch die Bezeichnung „OFF“, „SEND“ und „SEARCH“ ist sofort klar, was damit gemeint ist. Großer Pluspunkt für die intuitive Benutzung!

Handling
Mit einer Verbindungsschnur inklusive Karabiner kann das EVO 5 am Tragesystem befestigt werden. Je nach Belieben kann man das LVS-Gerät mit einem Bauchgurt gesichert in der Jackentasche verstauen oder man trägt es mit dem Schultergurt mittig am Oberkörper. Bedienen lässt sich der EVO 5 ganz einfach durch das Verschieben des seitlichen Hebels in die entsprechende Option. Der Verschiebemechanismus geht anfangs noch etwas schwerfällig, soll aber laut Hersteller noch optimiert werden.
Ansonsten verfügt das LVS-Gerät über alle zur Bergung von Lawinenopfern erforderlichen Funtionen: 50 m Suchstreifenbreite, Group Check, Markierung, automatische Rückkehr in den Sendemodus, Interferenz-Management. Den Vergleich mit anderen Geräten braucht das EVO 5 also nicht scheuen.

Fazit
Die kleinen Außenmaße gefallen sehr gut, weil man das EVO 5 einfach wirklich nicht mehr bemerkt, wenn man es angeschnallt hat. Wenn jetzt auch noch der Verschiebemechanismus des Hebels optimiert wird, ist das neue LVS von Arva eine echte Alternative zu den bekannten Geräten.
Publiziert in Produkttests
Freitag, 18 Januar 2019 10:03

Neu am Markt: Arva EVO5

Der französische Hersteller von Lawinen-Notfallausrüstung Arva wird auf der ISPO Munich im Februar 2019 seine neueste Entwicklung in Sachen LVS vorstellen. Das EVO5 soll volle Funktionalität und intuitive Bedienbarkeit in ultrakompaktem Außenmaß bieten.

Nur 11 x 7 cm groß und 170 g leicht wird das EVO5 sein. Somit zählt es zu den kompaktesten LVS, die derzeit erhältlich sind. Dennoch verspricht Arva 50 m Suchbandbreite, Markierfunktion, automatische Senderückschaltung im Falle einer Nachlawine, Gruppencheck, Wendeanzeige und Interferenzmanagement für Smartphones und andere elektronische Geräte.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung auf Ergonomie und intuitive Bedienbarkeit gelegt: Ein 3-Positionen-Schieberegler, ein extra großer Bildschirm und eine zentrale Markierungstaste sollen bei der Verschüttetensuche fehlerhafte Verwendung vermeiden.

Der EVO5 wird mit einem Trageriemen und einer Handschlaufe geliefert, damit das LVS in einer Tasche verstaut werden kann, während eine stabile Befestigung um die Taille herum erhalten bleibt. Ein Holster für den traditionellen Tragekomfort ist als Option erhältlich.

Vorgestellt wird das neue Arva EVO5 auf der ISPO Munich im Februar. Sobald wir es in der Praxis testen konnten wird es natürlich einen Produkttest hier auf freeskiers.net geben.

Publiziert in News
Mittwoch, 14 November 2018 14:28

Reminder: Vorsorglicher Rückruf Ortovox 3+

Beim LVS-Gerät 3+ mit der Software Version 2.1 kann es in einzelnen Situationen zu einer vorübergehenden Störung der Sendefunktion kommen. Dies kann zu einer Verlängerung des Suchvorgangs führen. Grund für die Störung ist ein Softwarefehler. Bisher sind keinerlei Unfälle, die durch den Softwarefehler entstanden sein könnten, bekannt. Doch um jegliches Risiko auszuschließen, ruft Ortovox vorsorglich das LVS 3+ mit der Software Version 2.1 zurück. Die vom Rückruf betroffenen Geräte dürfen ohne das erforderliche Software-Update nicht mehr eingesetzt werden.

Der vorsorgliche Rückruf betrifft ausschließlich LVS-Geräte des Modells Ortovox 3+ mit der Software Version 2.1. 3+ Geräte mit den Software Versionen 1.0, 1.1, 2.0, 2.2 – unabhängig von ihrer Gehäusefarbe – sowie alle anderen Ortovox LVS-Geräte (S1+, S1, Zoom) sind nicht betroffen. Aufgespielt wird auf betroffene Geräte die Software Version 2.2, die den Fehler behebt.

Alle notwendigen Informationen zur Identifikation der betroffenen Geräte sowie zur Abwicklung des Rückrufes sind auf www.ortovox.com/recall-3plus zu finden. Also jetzt noch schnell den Piepser einschicken, bevor es ernst wird mit Winter und Schnee und Powdern! Denn ohne LVS kein Freeriden…

Publiziert in News
Montag, 02 Oktober 2017 17:18

Das LVS aus dem Sommerschlaf holen

Abseits der Piste gehört das LVS-Gerät im Winter – in Kombination mit Schaufel und Sonde - zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen. Aber Achtung: Nur wer sein Gerät richtig lagert, pflegt und vor der Saison auf den neuesten Stand bringt, kann sich auch darauf verlassen.

Piepser JuliaDie Bäume haben ihr Laub verloren, der erste Schnee hat sich in tiefere Lagen gewagt – und im Keller wartet neben den breiten Latten und den Tourenskiern die böse Überraschung: Das Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS) hat seinen Geist aufgegeben. Die letzte Tour im vergangenen Frühling hat entgegen allen Absichten nicht stattgefunden, die Batterien haben den Sommer im „Piepser“ überdauert und dort ihre Spuren hinterlassen. „Ein Szenario, das sich jedes Jahr im Frühwinter hundertfach wiederholt, leider“, erklärt Andrea Müller vom Mammut-Kundenersvice. Damit sei das Gerät meistens verloren, und ein (ungeplanter) Ersatzkauf unumgänglich. „Gebrauchte Batterien mit niedrigem Ladestand neigen übrigens eher zum Auslaufen als solche mit hoher Energiereserve“, weiss sie. Im Mammut Kundenservice stapeln sich zu Beginn des Winters jedes Jahr von Neuem defekte (und dringend benötigte) LVS-Patienten. Leider sind kurzfristige Reparaturen sehr oft „aufwändig und deshalb unvorteilhaft teuer“. Mit diesem Hintergrund biete Mammut seinen Kunden im Fall von defekten Geräten neuwertige Ersatzgeräte zu einem günstigeren Spezialpreis im Rahmen der Kulanz an.

„Es sind weniger technische Defekte als viel mehr gravierende Bedienungsfehler, welche in der Regel einem LVS den Garaus machen“, bestätigt auch Ilari Dammert, Productmanager bei Mammut. Er kennt die gröbsten Fehler bei der Handhabung der Geräte und die „Sünden“ seiner Kunden, die über das Vergessen der LVS-Batterien hinausgehen. Als Dauerbrenner bezeichnet er defekte Batteriefach-Deckel. Seine Warnung: Das Batteriefach nie mit Werkzeug und Gewalt, sondern immer wie in der Anleitung beschrieben öffnen. Geräte mit kaputtem Deckel könnten nicht mehr gerettet werden, weil das Gehäuse wasserdicht sein muss. Deshalb warnt er auch immer wieder davon, LVS-Gehäuse selber und von Hand zu öffnen. „Solche Reparaturversuche sind meist die letzte Manipulation en einem Gerät“. Immer wieder konfrontiert wird Herr Dammert auch mit „Barryvox“-Geräten, die bei Suchübungen beschädigt oder - weil sie bei Übungen abgestellt vergraben wurden – im Tiefschnee gar nicht mehr gefunden würden. „Beim Training für immer versteckt, sozusagen.“ Sein Tipp: Bei Suchübungen die Geräte in Rucksack, Jacke oder Tiefkühlbox vergraben.

Zu wenig bekannt und deshalb auch zu wenig genutzt wird gemäss Ilari Dammert das Service-Angebot zur Wartung der Geräte. Mammut beispielsweise empfiehlt, die Barryvox-Geräte nach maximal 3000 Betriebsstunden oder nach drei Jahren für einen Service einzuschicken. Dabei werden alle betriebsrelevanten Teile und Abläufe getestet, die Elektronik kontrolliert und die Programmierung auf den aktuellsten Stand gebracht. Das machen natürlich alle Hersteller von LVS-Geräten. Die jeweils empfohlenen Service-Intervalle lassen sich im User Manual erfragen. Das Software-Update können im Regelfall Fachhändler vor Ort vornehmen. „Weil beim Handy das Update automatisch erfolgt, vergessen vielleicht auch viele Tourengänger ihr LVS regelmässig auf den neuesten Stand bringen zu lassen.“ Er ist überzeugt, dass bei guter Pflege LVS-Geräte praktisch zeitlich unbegrenzt im Einsatz sein können, auch wenn sie nicht mehr auf dem technisch neuesten Stand sein sollten. Da fast alle Anwender mit einem modernen 3-Antennnen-Gerät wesentlich schneller bei der Verschüttetensuche sind als mit einem älteren 2-Antennen-Modell sollte der Gelegenheits- bzw. Standardnutzer auf jeden Fall mit einem der ersteren unterwegs sein.

Apropos zeitliche Begrenzung: ein Besuch auf der Homepage deines LVS-Herstellers kann sich lohnen! Oft wird bei einer online Registrierung des Geräts eine Garantieverlängerung von zwei auf fünf Jahren gewährt.20171002 KurzformUnd nicht vergessen: Üben, üben, üben! Je besser du die Verschüttetensuche beherrschst, desto höher die Chancen für einen Verschütteten. Und klar: Je besser deine Freeride-Kumpels das Verhalten im Ernstfall beherrschen, desto größer deine eigene Chance, schnell gefunden zu werden, solltest du selbst verschüttet werden.

Publiziert in Safety Rubrik
Dienstag, 31 März 2015 10:39

Vorsorglicher Rückruf LVS-Gerät ORTOVOX S1+

Einzelne Rückmeldungen nach Such-Trainings und deren intensive Nachkontrollen haben ergeben, dass es in sehr seltenen Fällen zu einer Störung der Sendefunktion beim LVS-Gerät Ortovox S1+ kommen kann. Grund hierfür sei der mögliche Ausfall eines Bauteils.
Publiziert in News
Mittwoch, 25 September 2013 12:41

Vorsorglicher Rückruf Pieps Vector

Das Unternehmen Pieps ruft das Lawinenverschüttetensuchgerät Pieps Vector mit sofortiger Wirkung vom Markt zurück. Im Rahmen umfangreicher Langzeittests in Zusammenarbeit mit externen Profis wurde festgestellt, dass Funktionsstörungen auftreten bzw. auftreten können, die für den Endnutzer nicht eindeutig erkennbar sind.

Publiziert in News

Die Revolution für Freerider! Aufs Wesentliche reduziert und mit neuartigen Sicherheitsfeatures hebt der Bro-Tector® die Lawinensicherheit auf ein neues Level: Stylische Helmkameravideos und Lawinensicherheit perfekt kombiniert. Dank Double-Safety®-Feature bietet der Bro-Tector® optimale Sicherheit für weniger erfahrene Rider auch abseits der gesicherten Skipisten.

Publiziert in News
Seite 1 von 2