So startest du entspannt in die neue Skisaison
© Dommi Tauber

So startest du entspannt in die neue Skisaison

Von Xaver Kröll am 15.Okt. 2025

1. Zieh mal wieder deine Skischuhe an (kein Scherz)

Am besten ein paar Tage vor dem ersten Skitag mal wieder in die Skischuhe schlüpfen – am Nachmittag, wenn deine Füße vom Tag etwas breiter sind.
So merkst du direkt, ob alles noch sitzt oder ob der Schuh irgendwo drückt oder zwickt.

Denn mal ehrlich: Wenn du schon nach zwei Abfahrten Druckstellen spürst, ist der Spaß schnell vorbei.

Tipp: Du denkst über neue Schuhe nach? Dann geh frühzeitig ins Sportgeschäft und lass sie dir professionell anpassen. Ein sauber gefitteter Schuh kann den Unterschied machen – zwischen Genusstag und Krampfparty.

2. Ski-Check: Wachs, Kante, Bindung – läuft’s noch?

Bevor’s auf den Berg geht, gönn deinem Material ein Reality-Check:
- Belag weißlich oder stumpf? Dann braucht er Wachs.
- Kanten rostig oder stumpf? Ab zum Schleifen.
- Bindung in Ordnung? Lieber einmal zu viel geprüft als beim ersten Turn überraschend ausgestiegen.

Tipp: Bring die Ski in den Shop deines Vertrauens. Frischer Schliff, saftiger Belag, sichere Bindung – das macht nicht nur die Kanten schärfer, sondern auch dein Fahrgefühl.

Und wenn du schon da bist: Check gleich mal Helm, Brille & Handschuhe. Manchmal ist’s Zeit für frischen Stuff, bevor’s die alten Sachen tunlichst verweigern.

3. Früh dran sein lohnt sich: Saisonkarte sichern

Wenn du öfter auf den Berg willst, kann sich eine Saisonkarte schnell bezahlt machen – vor allem im Vorverkauf.
Je nach Gebiet lohnt sie sich ab etwa 15 Skitagen – oder früher, wenn du flexibel und spontan unterwegs sein willst.

Und mal ehrlich: Das Gefühl, jederzeit losstarten zu können, ist unbezahlbar.

4. Der erste Tag: Technik vor Tempo

Klar, du willst endlich loslegen. Aber: Dein Körper war lange nicht mehr im Skimodus.
Also gib ihm die Chance, in Ruhe reinzukommen.

- Fang im leichten Gelände an.
- Weite Schwünge, niedrige Geschwindigkeit.
- Fokus auf Position, Gleichgewicht, sauberes Timing.

Achtung Klassiker: Viele hängen anfangs zu weit hinten – das macht’s anstrengend und wacklig.
Fahr ein paar langsame Kurven, spür rein, ob du auf dem Außenski sauber stehst oder ob du (noch) zu viel über den Innenski steuerst.

Mein erster Skitag endet oft schon mittags. Gerade auf dem Gletscher auf 3.000 Metern muss sich der Körper erst an die Höhe gewöhnen – da reichen ein paar lockere Stunden völlig aus.

Und eine sonnige Terrasse ist manchmal der bessere Abschluss als noch ein krampfiger Run zum Schluss. Also lieber entspannt anfangen – und gut reinkommen.

5. Mini-Check in Bewegung

Bevor du dich gleich in die Gondel stellst, frag dich selbst:
- Stehen deine Knie über dem Fuß?
- Bleibt dein Oberkörper ruhig?
- Spürst du den Druck auf dem Außenski?
- Habe ich eine schöne Druckentlastung am Kurvenende?

Skifahren ist Kniefahren – da brauchen wir Bewegung, belasten und entlasten im richtigen Moment.

Wenn du diese Dinge im Kopf hast, bist du auf einem richtig guten Weg zurück zur Form.

Vorbereitung rockt – auch wenn’s niemand sieht

Ein lockerer Start in die Saison ist keine Schwäche – sondern clever.
Mach die Basics klar, gönn deinem Material Liebe, fahr dich technisch ein – und du hast nicht nur mehr Kontrolle, sondern auch länger mehr Spaß.

Wir sehen uns im Schnee!

Xaver Kröll – Skiguru-Zillertal
www.skiguru-zillertal.at
Instagram: @skiguru_zillertal @xaver_kroll_

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