YETI XTREME Verbier 2026
© D. Daher

YETI XTREME Verbier 2026

Von Birgit Ertl am 28.Mär. 2026

Nach dem wilden und abgelegenen Gelände Alaskas sehen sich die Teilnehmenden nun einer völlig anderen Herausforderung gegenüber: dem extrem steilen, gnadenlosen und technisch anspruchsvollen Nordhang des Bec des Rosses. In allen vier Kategorien ist das Titelrennen noch offen. Trotz zweier Event-Absagen lieferte die Saison der FWT 2026 wieder viele unvergessliche Momente, nicht zuletzt beim ersten Teil der FWT-Finals in Alaska. Nun kehrt die Serie zu ihren Wurzeln nach Verbier zurück, wo die weltbesten Freeriderinnen und Freerider seit 30 Jahren (1996–2026) auf dem legendären Felslabyrinth des Bec an ihre Grenzen gehen und das Freeriden zu immer neuen Höhepunkten treiben. Unter den 29 Qualifizierten sind 13 Rookies, die erstmals an dem berühmten Berg antreten dürfen. Sie erhöhen bei diesem Showdown, bei dem alle vier Titel auf dem Spiel stehen, den Druck auf die Etablierten und machen das Ergebnis noch unvorhersehbarer.

Der YETI Xtreme Verbier 2026 verspricht, eine echte Bewährungsprobe für Performance, Selbstbeherrschung und Engagement der Fahrerinnen und Fahrer zu werden.

Der Bec des Rosses: der ultimative Test

Seit drei Jahrzehnten schreiben die weltbesten Freerider auf dem Bec Geschichte. Jetzt bereitet sich eine neue Generation darauf vor, auf diesem legendären Hang ihr Können zu zeigen. Am 3.223 Meter hohen Bec des Rosses wartet ein exponierter Nordhang mit 600 Höhenmetern und bis zu 51 Grad Hangneigung. Damit ist er der anspruchsvollste Berg der FWT. Ein komplexes Labyrinth aus engen Couloirs, exponierten Graten sowie spektakulären Sprüngen fordert die Fahrerinnen und Fahrer heraus. Hier müssen sie die perfekte Balance zwischen technischer Präzision und progressivem Freestyle finden. Risikobereitschaft ist unerlässlich, doch nur eine fehlerfreie Ausführung wird belohnt.

Vier Titel werden vergeben

Vor dem letzten Event der Tour ist in keiner der vier Kategorien eine endgültige Entscheidung gefallen. Bei den Snowboardern führt Victor de Le Rue (FRA) das Ranking an. Er will seinen fünften Titel und damit einen neuen Rekord holen. Der Lokalmatador und amtierende FIS-Freeride-Weltmeister Liam Rivera (SUI) sowie Rookie Sacha Balicco (FRA) sehen allerdings noch Chancen, das zu verhindern.

Mia Jones (USA) führt mit ordentlichem Vorsprung das Feld der Snowboarderinnen an, wird aber von der amtierenden FWT-Gesamtsiegerin Noémie Equy (FRA), die auch den Xtreme Verbier 2025 gewonnen hat, und Anna Martinez (FRA) herausgefordert, die in dieser Saison jedes Mal auf dem Podium landete.

Bei den Skifahrerinnen kommt die Einheimische Sybille Blanjean (SUI) mit einem komfortablen Vorsprung an ihren Lieblingsberg, an dem sie 2022 schon einmal einen Sieg feiern durfte. Ihre schärfsten Gegnerinnen sind Lou Barin (FRA) und Zoé Delzoppo (FRA), die beide ihr Debüt am Bec feiern.

Toby Rafford (USA) hat mit seinem Triumph in Alaska die Führung bei den Skifahrern übernommen, trifft aber auf harte Konkurrenz. FIS-Freeride-Weltmeister Ben Richards (NZL), der die ersten beiden Events der Saison gewonnen hatte, will auf die Siegerstraße zurückkehren. Auch Ross Tester (USA), letztes Jahr Zweiter beim Xtreme Verbier, hat noch Chancen. Auf Rang fünf und sechs der Rangliste folgen mit einigem Abstand Tiemo Rolshoven (GER) und der FWT-Gesamtsieger von 2024, Max Hitzig (GER) aus St. Gallenkirch im Montafon. Für die beiden deutschsprachigen Fahrer heißt es jetzt: Daumen drücken, damit sich noch ein Podestplatz ausgeht.

Alle Updates und den Live Stream findet ihr auf: www.freerideworldtour.com 

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