FIS Freeski World Cup Stubai 2023

FIS Freeski World Cup Stubai 2023

Von JuliaS am 21.Nov. 2022

Strahlender Sonnenschein, strahlend weiße Berggipfel, strahlende Gesichter – der Stubaier Gletscher präsentierte sich gestern Samstag in Bestform und als perfekter Gastgeber für den ersten FIS Freeski World Cup der Saison. Die „Zuseherränge“ entlang des Setups waren gut gefüllt, ebenso der Parkplatz des Stubaier Gletschers und die Gondeln, Schlepplifte und Pisten in Richtung Jochdohle.

Schon beim Fußmarsch vom Eisjoch zum Park waren Sound und Moderatoren nicht zu überhören. Kein Wunder, denn die Rider im Finale boten alles, was von ihnen erwartet wurde. Die 16 besten Männer und acht besten Frauen aus der Qualifikation battelten sich um die Krone der Queen bzw. des Kings of Stubai.

Letztendlich waren die erklärten Favoriten auch im Endergebnis ganz vorne zu finden: Bei den Frauen setzte sich Johanne Killi mit ihrem ersten, beinahe perfekten, Run und als einzige mit mehr als 80 Punkten, vor Kelly Sildaru und Grace Henderson durch. Die beiden Österreicherinnen waren am Finaltag nur als Zaungäste zugegen. Die Paznaunerin Lara Wolf belegte in dem enorm starken Starterfeld wie schon im Vorjahr Platz Zehn, die Lokalmatadorin Laura Wallner musste aufgrund eines Trainingssturzes auf den Start verzichten.

Aufhorchen ließ die erst 16-jährige Deutsche Muriel Mohr, die mit einem siebten Platz ihr Ticket zu den Weltmeisterschaften 2023 in Bakuriani in Georgien löste. Sie strahlte über das ganze Gesicht, als wir uns zum Kurzinterview nach dem Contest mit ihr trafen: „Das Ziel in der Quali war nur, meinen Run unterzubringen. Und dann ist es doch besser gelaufen als geplant. Das ganze Wochenende ist perfekt gelaufen, es hätte nicht besser sein können und ich bin megahappy.“

Bei den Männern holte sich Birk Ruud vor Andri Ragettli und Colby Stevens den Sieg. Die Wildcard für die Teilnahme am Red Bull Playstreets in Bad Gastein am 10. Februar 2023 ging an Colby Stevens. Mit einem beinahe fehlerlosen ersten Run holte sich Ruud, der momentan den Freestylsport dominiert, trotz eines Sturzes im zweiten Durchgang, verdient seinen zweiten Titel am Stubaier Gletscher. Der 22-Jährige sammelte mit einer perfekten Performance auf der Kicker-Line und einem makellosen Switch double cork 16 stale im ersten Run wichtige 88,96 Punkte und ließ die Konkurrenz hinter sich. Nur knapp dahinter folgte der Sieger von 2020, der Schweizer Andri Ragettli, dessen erster Run nicht nach Wunsch verlaufen war. Im zweiten Run lief der 5-fache Kristallkugel-Besitzer aber auf Betriebstemperatur, lieferte mit einem Switch-double cork misty 1620 eine Top-Performance ab und belegte somit mit knappen 1,6 Punkten Rückstand Platz Zwei. Der US-Amerikaner Colby Stevenson, der 2017 Platz Drei am Stubaier Gletscher belegte, scheint sich auf dem untersten Treppchen wohlzufühlen und holte mit einem feinen ersten Run, und dem höchsten Score bei einem Nosebutter double cork 16 verdient seinen zweiten Podestplatz am Stubaier Gletscher.

Die österreichische Freeski-Szene freut sich über den hervorragenden sechsten Platz des jungen Salzburgers Matej Svancer, der inmitten der Weltelite seinen Platz behaupten konnte. „Es ist für mich echt eine Überraschung, dass die Tricks dann so geklappt haben. Weil ich sie erst in den Trainings so richtig gelernt habe. Die Kickerline war echt gut, aber die Railsection hätte smoother sein können, aber ich bin super zufrieden, da ich echt nur sieben Punkte hinter dem Sieger bin. Aber die Erleichterung ist echt riesengroß, dass es so geklappt hat, vor allem da der Tag mit vergessenen Skischuhen und verschüttetem Kaffee nicht gut begonnen hat. “

Nach dem erfolgreichen Auftakt am Stubaier Gletscher findet der nächste Stopp des Freeski World Cups von 24. Bis 25. November 2022 in Falun in Schweden statt.

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