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Thema: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

  1. #1
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    Standard Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Leute die Forenbeiträge schreiben gehören zu einer Aussterbenden Rasse. Wie die Menschen, die alle Staaten der USA aufzählen können.
    Leute die Forenbeiträge lesen, sind ggf. bereits ausgestorben. Besteht überhaupt Interesse am diesjährigen Beitrag? Wenn nicht, kann ich mich aufs Biertrinken fokussieren und muss keine Fotos machen wie so ein Instagram Tourist... Hinterher stürze ich noch in einen Teich, werde vom Bären angefallen oder von Krokodilen gefressen...
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  2. #2
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Interesse
    Nicht, dass du aufgrund von zu viel Bier in einen Teich fährst

  3. #3
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Interesse
    Nicht, dass du aufgrund von zu viel Bier in einen Teich fährst

  4. #4
    Freeskier
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Richtige Antwort. Werde Berichten...
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  5. #5
    Freeskier Avatar von gizmo
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Ich finde es auch immer interessant, aber ist schon richtig, es gehört zur aussterbenden Spezies ... Demnächst berichtet die KI und ne andere KI findet es interessant .

  6. #6
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Rahmenbedingungen:
    8 Personen, Transporter, Dresden - Venosc
    2 Personen, Voll-Elektro, Axams - Allemond - Venosc
    Bis zur Anreise, mehrere Wochen ohne signifikanten Schneefall, Bergfex Les Deux Alpes Angabe, Schneehöhe Ort 200cm, Schneehöhe Berg 400cm.
    Material: Technica Corniche 120, Nordica Enforcer 104 Free mit Griffon & 110 Free mit Pivot 15
    Lone Wolf Scenario - neben mir gab es heuer keine Variantenfahrer.
    Dünnes Gelaber versuche ich auszulassen. Mein Fokus soll darauf liegen, was ich gefahren bin, auf den Varianten und schwarzen Pisten und meinen Eindrücken der Resorts. Ich will die Frage beantworten, für wen oder was sich die Skigebiete eignen, wer hier seine Freude hat und was diese Freude bereitet.

    Anreisetag - Alpes d'Huez:
    Abreise gegen 22.30 Uhr, 2 Ladestops / Power Naps und 750km später kommen wir gegen 09.00 Uhr am Points de vente forfaits de ski - Allemond an, einem Bergdorf mit Stausee des Flusses Eau d'Olle und gleichnamiger Bergbahn ins Skigebiet Alpes d'Huez jedoch ohne Talabfahrt. Parkplatz kostenfrei, sonnig, diesig, 15 Grad beim Frühstück, Saharastaub sorgt für eine güldene Atmosphäre. Gegen 10.30 Uhr entscheiden wir uns für ein 4 Stunden Ticket für den Teilbereich OZ - Vaujany für 40 EUR.
    Über die moderne Poutran 1&2 erreichen wir schnell einen der beiden großen Knotenpunkte oberhalb von Alpes d'Huez. Der Slush unter den Rinden lässt uns über durchgehend grüne und fast ausgestorbene Pisten bis Alpes d'Huez abfahren. Das Areal Nord, nordöstlich sowie östlich der Stadt mit Flughafen, Hangars, Chalets der Superreichen, Messehallen, mehreren Shopping-Centern, einer futuristisch anmutenden Kirche, einem Riesenrad, einem Fußballverein, Skatepark, diversen Möglichkeiten alles andere als Skier zu erwerben, z.B. Schneemobile, Fallschirmsprünge, Helikopterflüge, Schlitten, Skiguided Tours, ect. ist durchgehend einsteigerfreundlich bis zu den genannten Knotenpunkten.
    Das Gelände wird dann mit zunehmender Höhe in Richtung der NNO verlaufenden Ridge line exponentiell immer steiler und felsdurchsetzter. Der Blick in Richtung der Stadt ist eher "langweilig", in Richtung des Pic Blanc, des Col de l'Herpie, bzw. Marmottes hingegen komme ich kaum aus dem Staunen heraus. Zwischen 15-20 Meter hohen Bändern aus Felskanten finden sich mehrfach Freeride-Abfahrts-Spuren in exponentiell riskantem Gelände. Lediglich zwei offizielle Skirouten, welche direkt von der Ridge line aus starten, sind mir aus der Recherche bekannt - jetzt sieht es mir eher danach aus, als seien diese der Kategorie "freundlich gemeinte Handlungsempfehlung" zuzuordnen.
    Zu warm angezogen flüchten wir über das Poutran Tal und die L'Alpette auf den Dôme des Petites Rousses. Die Konstruktion der Alpette Rousses Bahn und Bergstation ist französischen Verhältnissen typisch "kompromisslos", die Stahlkonstruktion heftet sich an den Fels. Dieser fällt in Nördlicher und Westlicher Richtung steil ab, es folgen mehrere Bänder aus Felsen, durch die es zu navigieren gilt, bis wieder Skipisten erreicht werden. Die beiden roten Pisten folgen in südlicher Richtung bis zur zweiten Mittelstation der Pic Blanc 2 Bahn. Hier findet sich auch die gegen Eintritt begehbare Eisgrotte, sowie der Lac Blanc Sessellift, welcher eine Möglichkeit bietet, die Skirouten von der Marmottes 2 oder dem Pic Blanc aus frühzeitig, d.h. oberhalb des gleichnamigen Sees zu beenden.
    An der Abfahrt Poutran finden sich zahlreiche steile, kurze Varianten, startend von der Chardons ridge und dem Col du Poutran bis zum Waldstück. Diese finden auf Höhe der ersten Bäume die Poutran Piste wieder, diese interessante Zone bietet verschiedene circa 20-30 Meter breite Bergrücken, welche parallel zueinander abfallen. Bei Dumbs oder Nebel ist diese Zone sicherlich auch wegen des Einstiegs an der Chardons über den Feldweg Route des Lacs zwischen Bergrestaurant La Plage des Neiges und der anschließend relativ simplen Navigation in NNW Richtung über den Parkplatz bis zum Boucle de Poutrans super spannend. Vereinzelte Bäume in der Abfahrt heben zusätzlich den Kontrast. Die Wechten sind allerdings zu beachten, bzw. vor dem Einstieg abzubrechen!
    Erneut auf der L'Alpette entscheiden wir uns dafür, die Zeit voll auszukosten und es durch den Sektor Vaujany fliegen zu lassen. Hier mischen sich im Gelände Bäume mit kleineren und größeren Felsen bei Westlicher Ausrichtung. Die Abfahrten "Edelweiss" und Vaujaniate markieren den nördlichsten Punkt. Montfrais erschließt diverse einfache Pisten. Im gesamten Sektor finden sich vereinzelt Picknick Bereiche, Bänke und Tische auf der Ridgeline in atemberaubender Atmosphäre. Nahbar, fastschon greifbar zeigt sich das Tal mit den "aiguillettes de Vaujany", typischen, wenngleich wenig bekannten Felsgipfeln und -Formationen, steil abfallend über Geröllflanken, den Resten von Nassschneelawinen gefolgt von Latschenkiefern und Wald im Flußtal.
    Dann biege ich unter Zeitdruck einmal falsch ab, berauscht durch Müdigkeit geht es im Eiltempo die Fare hinab durch den Wald, eine wunderschöne Talabfahrt bis zur Enversin Bergbahn, die uns zurück nach Vaujany bringt. Wir erreichen noch rechtzeitig die Vaujany Alpette, und wesentlich verstpätet zurück in Oz haben wir Glück, dass die Bergbahn "Eau d'Olle Express" uns zurück zum Parkplatz nimmt, da es für die Talfahrt keine "echte" Ticketkontrolle gibt.
    Fazit: Die Erkundung etwa 50% des Skigebiets stellt sich als durchaus spannend heraus. Es entsteht der Eindruck, die Bergkette im Nordosten steige exponentiell an. Dabei sind die Ausblicke in Nord, West und Südrichtung eher der Gestalt, als seien die umliegenden Berge noch ziemlich weit entfernt. Ferngläser sind zu empfehlen, will man die nächstgelegenen Gebirgsketten genauer inspizieren. Bei Saharastaub ist die Sicht ohnehin eingeschränkt.

    Das Skigebiet richtet sich zwar meiner Ansicht nach hauptsächlich an sehr gut betuchte Anfänger:innen, welche z.B. das Geld von Vatis Creditcard bei Tomorrowland verprassen (dazu später mehr), dennoch bietet es für sportlich ambitionierte Pisten und Variantenfahrer viele Möglichkeiten, welche jedoch nicht unbedingt "ungefährlich" bzw. besonders gut zugänglich sind. Meine Herausforderung des Tages lag hauptsächlich in den zu überbrückenden Distanzen totz Zeitlimit, wollten wir doch wenigstens die nordhälfte des Gebiets komplett erkunden. Meinen Spaß fand ich in der roten Poutran Buckelpiste, der Fare Waldabfahrt, als auch der slushy Abfahrt vom Dôme des Rousses.
    Bei den geringen "Slushmengen" aufgrund ausfallender Schneefälle in Tirol, hatte ich fast vergessen, wieviel Spaß mir der 104 Free in Slushbuckeln macht.

    Gegen 16.45 Uhr erreichen wir unser Chalet Mélèze und führen die Übergabe durch, ehe wir nach einer 30 Minuten Pause im aufgeheizten Jacuzzi die Reisegruppe im Transit begrüßen und die Verpflegung ausladen.

    Das Chalet Le Mélèze bietet Platz für 10-11 Personen. Wobei mir das Kellerzimmer mit Stockbett absolut nicht gefallen hat, weshalb die beiden Personen aus diesem Zimmer immer die Wahl bekommen, im Dachgeschosszimmer unterzukommen. Dies hat zwar Dachschrägen, ist aber geräumiger und bietet ein großes und schönes Dachfenster. Die Hausverwaltung ist überaus kompetent und kooperativ. Wer Google Translater verwenden kann, kommt mit SMS ziemlich weit. Es gibt eine moderne und große Küche, einen Runden Tisch für alle Personen, eine chillige und große Couch, eine moderne Küche, eine große Terrasse, eine Sauna, usw. Wer möchte, kann unsere positiven Bewertungen auf Google lesen. Für 350 EUR pP für 7 Nächte ist das meiner Ansicht nach ein fairer Preis.

    Venosc ist ein im Winter eingeschlafener Wanderer und Rafting Spot mit Wasserfall und einem unterhalb sowie einem oberhalb der Straße gelegenen Ortsteil. Dazwischen geht die Bergbahn zwischen 08:45 und 19.30 Uhr (Ich meine Donnerstags bis 21.30 Uhr) steil hinauf nach Les Deux Alpes. Die Station ist circa 5 Minuten Gehzeit vom Chalet Meleze entfernt.

    Tag 1 - Les Deux Alpes:
    Der erste Abend ist immer der heftigste, das wird auch immer so bleiben, es sei denn wir werden erwachsen, oder Eltern, oder bekommen einen Leberschaden. Verkatert steigen wir aus der TC Venosc Village, hier findet sich neben einem Sherpa und diversen Einkaufsmöglichkeiten auch ein Kindergarten und eine Schule. Wer möchte, steigt in den gratis Shuttlebus und lässt sich an das jeweilige Ziel fahren. In östlicher Richtung findet sich in 4 Minuten erreichbar die Diable, in westlicher den Berg 5 Minuten hinauf die Super Vénosc. Les Deux Alpes hat in Westlicher Ausrichtung eine Alpe, welche zwischen der Super Vénosc und der Vallé Blanche für Varianten/Neuschnee Einsteiger einfache Hänge in Ostausrichtung bereithält. Nach Neuschnee mit Westwind sind diese Hänge außerdem relativ spät im Ziel derjenigen, welche sich zunächst in Richtung Gletscher orientieren. Der Ort bietet außerdem eine Vielzahl von Bars, Cafés, Bäckereien, Käsereien, Sportfachgeschäfte, Souvenirläden, und Hotels, allerdings meiner Ansicht nach mit viel Charme, denn im Vergleich zu Tignes, Val Thorens bzw. La Plagne Centre gibt es in Les Deux Alpes weniger Stahlbetonbettenhochburgen. Gute Stimmung verbreitet am späten Nachmittag die L'Orée des Pistes Brasserie mit frischen und entspannten Electo Sound und einem Saxophonisten welcher dazu genau die richtigen Töne trifft.

    Die neue, vielgeprisene Jandri Bergbahn ist die Stahlbetonausnahme. Die Talstation wird geschmückt durch die letzten drei verbleibenden Eierschalengondeln, der Charme verfliegt vollkommen im Zustiegsbereich, welcher Aschgrau ohne jegliche Liebe zum Detail oder etwaiger Beleuchtung daherkommt. Gegen die neue Mittelstation jedoch ist jedes Bahnhofsklo einladend, grau, kalt, dunkel steigt man in die getönte Großraumgondel, welche das Skigebiet von West nach Ost zentral durchzieht. Trotz der immens gesteigerten Personenbeförderungsleistung der Jandri Bahn sind die einzigen Anstehzeiten an dieser Bahn zu finden. Mir wird schnell klar, diese Bahn will ich meiden, sie ist der zentrale Zubringer, die leistungsstärkste Bahn, von hier aus gehen diverse blaue und einige wenige rote Pisten in die Richtungen Nord, Süd und West ab. Hier kreuzt sich alles, unterhalb dieser Bahn ist dementsprechend immer etwas los. Wer es ruhiger mag, kann auf diese Bahn jedoch auch komplett verzichten.

    Wir verschaffen uns einen ersten Eindruck vom Spieplatz, fahren hinauf auf den Gletscher, mit den Schleppliften Puy Salié und Lauze ganz hoch hinauf und fragen uns, ob es 15 oder 20 Minuten Skitour bis zum Schlepplift oberhalb von La Grave sind. Der Gletscher selbst ist naturgemäß flach, die Blauen Pisten liefern jedoch die beste Schneequalität und die Steigung reicht aus um einige Carvingschwünge in den Schnee zu zaubern. Wenn der Wind sehr stark ist, kann auf die Funiclaire unter dem Gletschereis ausgewichen werden.
    Da sich der Staub etwas gelegt hat, können wir heute eher in die Ferne sehen. Das Auguille d'Argentière kann aus dieser Richtung betrachtet, den Mont Blanc nur zum Teil Verdecken.
    Geändert von Onefourty (17.03.2026 um 10:56 Uhr)
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  7. #7
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Tag 2 - Les Deux Alpes:
    Bereits am Vortag waren mir die Sektoren Crêtes und La Fée aufgefallen, wobei ich hier nur die schwarzen Pisten Fée 5 und Thuit 4 (Buckelpiste im steileren Gelände und Skiroute im flacheren Gelände) gefahren war. Einigen Schneebeladenen Rinnen waren mir aufgefallen, aber aufgrund der Ausrichtung Süd-West, der hohen Temperaturen sowie unweiten Lawinenabgängen würde ich es meidenen diese Skirouten in dieser Woche zu wählen. Insbesondere eine steile jedoch für das Auge eindrucksvolle Rinne war mir von der Thuit 4 aus als "sicher" einzuschätzen aufgefallen. Diese Rinne am Felsen wird Le Déversoir genannt und dient als Abfluß für zwei Stauseen. Ein gelbes "Acces Interdit" Schild lässt erahnen, dass man beim Einstieg von der Jandri 2 Piste nach rechts, über den Helilandeplatz zwischen den beiden Seen rechtshaltend auf der richtigen Spur ist. Am Lac Du Plan hält man sich zwischen den beiden Seen, traversierend nur wenige Meter in NW Richtung ehe das Gelände leicht convex abfällt und den Einstieg in das Couloir freilegt. Hier sollte man bim ersten Anzeichen der Möglichkeit in den Abfluß einfahren, da alle späteren Optionen zwar Convex, jedoch in einem 8-10 Meter drop über den Felsen enden würden. Das Colouir, startet steil und eng, der Schnee ist an diesem Tag hart und bereits großflächig abgeschrubbt. Es kratzt laut, als ich den Einstieg einige Meter seitlich rutschend passiere ehe ich - zur Übung - in Jumpturns übergehe. Das Gefälle hat hier definitiv 40°, vielleicht im Einstieg etwas mehr, das Couloir öffnet sich dann kontinuierlich und verliert an Steigung, dabei bleibt der Felsen stets present zur linken, ehe zwei größere Felsgruppen oberhalb des Auslaufkegels noch einmal für Adrenalin sorgen. Technisch ist dies die anspruchsvollste Variante, welche ich in der Woche gefahren bin, sie bringt mich in Wallung, insbesondere an einem kalten Morgen.

    Das DJ Pärchen am Belle Ètoile in der gleichnamigen Aprés Ski Hütte legte an diesem Nachmittag einen feinen Sound auf, weshalb wir in den Genuß kamen, junge esf Skilehrer umgeben, hauptsächlich von Frauen, beim ungezügelten Alkoholkonsum zu erleben.
    Die Party endete aprubt, jeder noch so betrunkene Gast sprang in seine Ski/Boards und versuchte sich bei der Abfahrt durch 20-40cm Slushbuckel. Ich meinte einen guten Flow durch das Menschenslalom gefunden zu haben als ich auf Höhe der Jandri Gondelbahn über mir bereits von einer roten Meute zu schick gekleideter und unverschämt braungebrannter esf-ler überholt werde. Dann brennt mir eine Sicherung durch und gemeinsam mit 3 Snowboardern und 2 Skifahrern (letztere konnte ich nicht mehr einholen), preschten wir ins Tal. Keine 20 Sekunden später konnte ein Snowboardlehrer gerade noch so in einem Slushbuckel stoppen um einen unsicheren Skifahrer nur noch "leicht" umzufahren - wir lachten uns kaputt und weiter ging die wilde Reise, Slushbuckeltäler überspringend, ein Shifty hier, ein Wallride da, XXL Slushturns am Pistenrand, freudige Juchzer links und rechts, knapp vorbei an Flamingos, Glumandas, Briten, Belgiern, Holländern, doch hauptsächlich Franzosen. Es ist nur ein Anschein, genaue Zahlen kenne ich nicht, jedoch sind mir persönlich hauptsächlich französischsprachige Gäste aufgefallen, und das hauptsächlich positiv. In Val Thorens wurde viel mehr Englisch gesprochen in der Gondel...

    Tag 3 - Les Deux Alpes
    Wenigstens kosmetische 5-10cm fresh waren gefallen. Die Wolken hingen morgens noch bis auf 2000 Meter, wir steuerten also in Richtung Snowpark am Toura Lift. Dieser teilt sich weit oben in 4 Lines auf, eine davon ist die Piste, eine ist eine Wellenbahn, dann eine small Kicker Line (4 oder 5 Kicker und zwei Wellen) und eine Pro Line, hauptsächlich Rails, einige wenige Tubes, eine Quarterpipe, zwei Kicker, welche ich bereits als groß kategorisiere und ein ziemliches Gewusel aus Parkrats. Hinzu kommt der Envers-lift am Rand des Parks, welcher eine sehenswerte Show auf XXXL Kickern und einigen Downrail Features denjenigen bietet, welche zu chilligen HipHop Beats im Funpark Liegestuhl oder den Bänken nebenbei etwas Entspannung oder Bierchen wünschen. Wir hatten hier zweimal eine längere und entspannte Pause eingelegt und beide male hatten wir unser eigenes Bier und unsere eigene Verpflegung dabei. Die Parkshaper machen hier zwar gerne Fondue gegen ein kleines Entgeld, dennoch dulden sie jeden, welcher hier sein eigenes Mahl mitbringt bzw. die Getränke selbst mitbringt. Das ist in allen Restaurants anders, mit Bier im Rucksack, kommst du nur ohne Rucksack rein ;-)

    Als wir gegen Mittag auf den Gletscher fahren und die Funiclaire im Berg unter dem Gletschereis nehmen, belohnt uns dieser mit einer Aussicht, welche nicht besser als mit "Grauzone" beschrieben werden kann. Spaß beiseite - die 10 cm auf der Piste, sind hier deutlich spürbar und der Wind deckt den Gletscher immer mehr mit Schnee ein. Und kein Scheiß, zwischen den Bildern vorher und diesem Bild vom Pierre Grosse Tal sind lediglich 25 Minuten und eine Abfahrt vergangen. Bei dieser orientierte ich mich an der Beschilderung La Fée und fand eine einfache Skiroute, welche in Verlängerung der La Fée 3 Route, nicht nach links (NW) zurück zum Sesellift, sondern nach rechts (NO) praktisch direkt zur Pierre Grosse Bahn führte. Eine der vielen schönen und einfachen Routen, welche in diesem Sektor zu finden sind. Das Pierre Grosse jedoch hatte soeben erst seine Himmelspforte für die Sonne geöffnet und blitzte mir unberührt mit 5-10cm on top entgegen.
    Am Tête du Lac Noir verließ ich die blaue Écrins[/URL] und orientierte mich am gut platzierten LVS Check Sign in Richtung Nord-West, schlängelte mich in einem Zick Zack durch die Felsen im oberen Bereich des wunderschönen Tals] und hielt mich dann im Schatten zu meiner linken (lookers right im letzten Bild). Hier fand ich die Lines einer größeren Gruppe von 11 Freeridern, welche nur kurze Zeit vor mir diese Route und wohl auch meine Line gewählt hatten. Hier findet sich Platz für viele Lines und da ich solo keinem Guide in die Queere kommen wollte, zog ich eine Line vor, welche nahe am Fels, dafür etwas länger zu sein schien. Im Unteren bereich zog ich das Tempo an. Es staubte feierlich und mit der aufkommenden Sonne waren die Temperaturen zurück, sodass ich noch in der Liftspur den Helm absetzte und die single Liftspur in eine fast besetzte Gondel nahm. Und jetzt die südliche Umfahrung, dachte ich still bei mir, dann klackte bal wieder die Griffon ein und mir wehte es trockene warme Luft um die Ohren als ich abermals die Écrins verließ, diesmal in Richtung West und traversierend unterhalb des Tête du Lac Noir vor in südwestlicher Lage frisch gesprengten Lawinenbrocken stehen blieb um meinen Helm aufzusetzen. Die Route folgte unterhalb der Jandri durch eine bowl, welche großen Spaß auf beiden Seiten bietet und super entspannt in der als Pierre Grosse 4 Skiroute und am gleichnamigen Lift endet.
    Als ich die Talstation Pierre Grosse erreiche wird soeben die Blaue Piste daneben geöffnet, ich habe genug für heute und fahre über La Fée zurück nach Les Deux Alpes.

    Tag 4 - Les Deux Alpes
    Weitere 10-15 cm und bereits blau durchleutete Wolkendecke lassen mich keine Zeit verlieren. Der Sektor am Bellecombe Lift steht an, als Aufwärmprogramm gibt es die gleichnamige schwarze 5er Skiroute bei welcher ich mich weit oberhalb der Buckelpiste aufhalte und immer wieder frische Turns aneinanderreihen kann. Immer wieder ziehen Wolkenfetzen hindurch. Die zweite Abfahrt an diesem Lift führt mich wunderbar ausgeschildert am DVA Check Point vorbei, in die "Grand Couloir Chutes", hier traversiert man ebenfalls entlang einer hohen Linie über der Buckelpiste, erhält jedoch dadurch die Chance, über den Felsen in die Nördliche Bowl einzufahren. Nun gibt es drei Möglichkeiten, Skiers left führt einen in einem weiten Bogen relativ sicher zurück zum Bellecombe Lift. Auf die Mitte folgt ein schwer zugängliches enges Couloir, welches meiner Einschätzung nach straigtline gefahren werden muss. Die Rechte Option war bereits durch mindestens vier Spuren einer Gruppe mit esf Skilehrer gelegt, und ich entschied mich, nach einer kurzen Verschnaufpause ihnen zu folgen, da diese in einem weiteren Couloir mit perfektem Schüttkegel zurück zur schwarten 5er Bellecombe Skiroute führte und ich diese vom Lift zuvor hatte perfekt einsehen können. Während die Gruppe sich bzw. einer der Schützlinge noch seine Ski sortierte ließ ich den Enforcer über die frischen cm und den darunter liegenden "Crud" fliegen, nahm zuletzt die rote Bellecombes 5 zum Sautet um dort zufällig auf meine Gruppe zu stoßen. Gemeinsam fuhren wir in den Sektoren die rote Fée 3 & 4 als auch die schwarze Fée 5 Skiroute, welche einsteigerfreundliches Variantenfahren zulassen. Der Wind trieb den Schnee hinter Kämme, in Rinnen und Mulden und blieb vor Allem in den Expositionen Nord, NordOst und Ost liegen, was in den Sektoren Crêtes, La Fée, Pierre Grosse und Signal in vielen Bereichen ohne Mühe zugänglich ist. Gegen Mittag sind wir zurück im Snowpark Toura, einige kleinen Kickerlines, Bierchen und etwas Kino später steuern wir ins Tal, durchqueeren zu Fuß binnen 5 Minuten den Ort bis zur Vallée Blanche Bahn auf der Gegenseite und stellen auf dem Weg zur Super Vénosc fest, wie einsteigerfreundlich hier das Terrain ist. Nach ein paar Abfahrten kommen wir an der Côte Abfahrt an einer Kreuzung heraus, welche den Hinweis "Fin de La Piste" trägt. Die Ortschaft hat hier nicht nur einen Heliport, und eine direkte Liftverbindung zwischen der West und Osthälfte (ohne Fußmarsch), sondern auch einen Liftanschluß zum niedriger gelegenen Ortsteil Les Deux Alpes. Die Piste dazu scheint jedoch trotz Nordausrichtung nicht mehr genügend Schnee zu tragen und auch der Hang under der Petite Aiguille 1 existiert nur noch als Skiroute. Für unseren Rückweg über die Access Village und dem Sessellift Village 1800 ist das irrelevant, für diejenigen, welche sich im nördlichen Bereich einquartieren, kann dies jedoch hilfreich sein.

    Übrigens, KSBs, d.h. Kabinensesselbahnen sucht man hier vergebens, keine der Sesselbahnen ist mit einer Käseglocke ausgestattet, ebensowenig konnte ich eine Sitzheitzung spüren, sofern das für jemanden ein K.O. Kriterium darstellt. Mir hat ja schon alles gefroren, aber noch nie der Arsch.
    Geändert von Onefourty (17.03.2026 um 11:51 Uhr)
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  8. #8
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    Tag 5 - Alpes d'Huez
    Der Transit rollt, erneut nach Allemond, Alpes d'Huez erfahren, verstehen, Eindrücke sammeln, lernen, genießen... Mit dem 6 Tage Skipass aus Les Deux Alpes sind wir berechtigt 2 volle Tage in Alpes d'Huez zu fahren, außerdem 1 Tag im Skigebiet Via Lattea (Milky Way, Montgenevre, Sestiere, usw). Offiziell sollen am Berg 20 cm Neuschnee gefallen sein. Doch heute ist es Windstill, direkt sonnig. Gegen 10 Uhr, nach über einer Stunde Liftfahrt betrete ich unwissend die lange Schlange zum Pic Blanc - mich zieht es rauf, wie viele andere auch. Doch direkt werde ich von einem UCPA Guide auf französisch angequatscht. Was ich mit dem Funkgerät am Rucksack vorhätte und ob ich damit direkt den Helicopter rufen werde. Ich lache und meine, ich mache keine Experimente, im Gegenteil, das sei zu gefährlich heute. Wo ich denn her sei. Mit meinen wenigen Brocken französisch antworte ich ihm, er lacht, antwortet "Stubai" und gibt mir den Tipp, mir und den anderen der Gruppe per App einen Zeitslot für die Pic Blanc Gondel zu buchen, am Vormittag sei bereits alles ausgebucht, aber ab Mittag seien noch Plätze frei.
    Gesagt getan, 15 Minuten lang tippe ich Namen, Vornamen, fiktive Geburtsdaten und Skipassnummern in das Smartphone ein und buche einen Platz für 12.58 Uhr.
    Dann nehmen wir das Gelände neben der roten Chamois in Angriff, der Schnee ist locker und leicht und mit nur wenig Windeinfluß gefallen. Das Gelände sieht fantastisch aus. Die Lièvre Blanc bietet ebenfalls ein gut zugängliches Terrain neben den Pisten. Um 12 Uhr sind bereits beachtlich viele Spuren in allen zugänglichen Zonen gesetzt.
    Das Viertel am Altiport sieht erneut aus, wie aus einem Engel und Völkers Inserat. In der Eierschalen Marmottes Gondel treffen wir einen esf Skilehrer an seinem freien Tag. Ich frage ihn, ob ich sein Material fotografieren darf und er lacht mich zahnlos an. Ja klar, fährt sich beides total geil! Und recht hat er, meinen Ersteindruck im Powder nach nur 3 Tagen 110 Free könnt ihr unter dem nachfolgenden Link nachlesen (bitte um reminder).
    Die Marmottes 2 bringt uns unterhalb der Ridge Line auf den Süd/West Hang. Der esf-ler verlässt mit seinen Latten die Deversoir und ich folge ihm auf seinen Fuß. Ohne anzuhalten setzt er eine perfekte Line neben die bereits gezogenen. Das macht man dort scheinbar so, also ziehe ich die nächste direkt daneben. So bleibt mehr für jeden von uns. Die Bögen laufen nach unten weit aus, um durch das Flachstück den Schwung mitzunehmen, der 110er flowt, schwimmt anstandslos auf und benötigt kaum Impulse.
    Und schon ist es 12.58 Uhr und wir sind pünktlich in der Pic Blanc 3 und staunen den Berg vor uns an. Oben gehen dann doch 30 km/h Wind. Doch die Sicht auf den Gletscher La Grave bzw. Les Deux Alpes und die klare Luft lassen weitere 30 Minuten vergehen, ehe wir die Sarenne Abfahrt mit einigen Varianten wagen wollen. Ein Foto vom Aiguille d'Argentière muss noch sein ;-)
    Im Sektor Nord/West gehen tatsächlich Spuren ins Gelände - das schließe ich aus, aus den bereits an Tag 1 erkannten Tatsachen, wenngleich diese Routen zum Lac Blanc mit gleichnamigen Lift führen. Sektor Süd hält mit der Sarenne Skiroute die möglicherweise längste schwarze Piste der Welt für uns in Petto, 16km - und superlative mögen wir natürlich alle. Ich wähle eine Variante, welche der Cassini Skiroute folgt, an der runden Aluhütte vorbei und sich nach einem Schwenk nach süden von der Cassini in Richtung West zurück zur Sarenne orientiert. Nur noch eine Spur liegt hier vor mir und leider wegen Südausrichtung nicht mehr als 10 cm on Top, ich kreuze die Spur und setze meine daneben. Nur kurz darauf besteht die Möglichkeit, die Telésiège l'Herpie auf den Marmottes zu nehmen. Als die Gruppe die ersten 8 km der Skiroute abgeschlossen hat ist es slushy, buckelig und alle 5 Minuten kommt ein Akija vorbei, alle 10 Minuten hört man den Heli fliegen oder sieht ihn in das Hochtal fliegen. Reihenweise stehen Skitouristen am Rand, machen eine angebrachte Pause in der Sonne. Dann dreht das Tal nach Ost und macht einen letzten Schwenk zurück nach Süd und West bis es in einem Ziehweg in der Gorges de Sarenne ausläuft. Hier kommt linker Hand die Alapauris herab, wir nehmen den Chalvet gefolgt von der Marmottes 1 - gemeinsam mit hunderten Instagram Teenagern, und rasten zur rechten des Folie Douce zu Musik, welche leider nicht unseren Geschmack trifft. Ehe wir den direkten Weg nach Oz zurück wählen nehme ich die Marmottes 2 und den danebenliegenden Chute durch Firn und Crud bis zum Folie Douce.

    Tag 6 - Les Deux Alpes
    Mein Ziel ist ein letzter Ausflug zur Lauze. Unterhalb der Bellecombe finde ich eine kleine Mulde.
    Von der Lauze aus will ich das Areal oberhalb der Signal auskundschaften. Der Einstieg im Bereich Lauze befindet sich im unteren links-knick der Piste, kann aber vsl. auch bereits eher erfolgen, solange man die Ridge Line nicht rechter Hand sondern nur linker Hand verlässt. Das Areal ist windblown, Crud darunter. Bis zum Signal fällt das Gebiet leicht Convex ab. In der unteren Hälfte bleibt der Schnee eher liegen. Der Überblick über das Areal vom Signal Lift aus zeigt zwar einige Felsen, dennoch fällt die Navigation nicht schwer. Über die Signal erreiche ich ein letztes mal die Pierre Grosse 3 Variante diesmal oberhalb traversierend bis zu einigen Schneebrocken. Vor den Lawinensprengaperaturen fahre ich ab ehe mir im Sektor Süd ab dem Pierre Grosse bis zum La Fée viele frische Lawinenabgänge auffallen.
    Nach weiteren Parklaps beenden wir den Tag erneut am Belle Étoile beim Après Ski, diesmal ohne esf Skilehrer. Die Talabfahrt ist an jedem Tag wieder ein kleines Slush-Highlight, wenngleich es sich ohne die Partygäste entspannter fährt. Das gesamte Ortsgebiet ist von Nord nach Süd von fast jeder Seite aus direkt erreichbar, d.h. es lässt sich auch bis nach Sonnenuntergang oben am Gletscher chillen, sofern es warm genug ist. Und die TC De Venosc ist lang genug in Betrieb, dass man noch auf das ein oder andere Getränk oder sogar Abendessen in Les Deux Alpes verweilen kann.

    Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, das Rachas North Face zu fahren, kleiner Hike von 15 Minuten erforderlich. Man sollte sich ja noch Ziele aufheben.

    Fazit:
    --> Die simplen Zugänge, die weiten Täler, die mit etwas Erfahrung einfache Wegfindung durch gute Schneebedingungen und eine mittlere länge von 10-15 Minuten Fahrzeit, machen die wenigen Varianten in Les Deux Alpes für mich zu einem super Erlebnis für Freeride Einsteiger. Wer hier seine ersten Erfahrungen in der Navigation und Durchführung von Abfahrten abseits der Skipisten sucht, insbesondere im Team aus 2-3 Personen, wird sicher fündig, LVS Checkpoints erleichtern die Navigation und verschriftlicht sind die Routen ebenfalls (wenngleich auf Strava, basierend auf FatMap Einträge, ohne entsprechende optische Unterstützung). Ich empfehle aktuell "Outmap" - die GPS-Funktion ist ziemlich präzise und viele Skirouten sind bereits eingezeichnet. Die Varianten in Alpes d'Huez sind bei weitem schwieriger zugänglich, die Steigung ist wesentlich extremer, die Varianten erfordern spezielle Ortskenntnis. Ich konnte praktisch keine echte Variante testen und hatte trotzdem großen Spaß.
    --> Ich hatte offen gesagt nicht mit Skirouten a la Chavannette bzw. Mur Swiss gerechnet, die Skirouten sind kurz und knackig und verlaufen sich früh in durch Wind geschliffenem Freeride Terrain. Lediglich in Alpes d'Huez hatte ich bei einer Moguls/Buckelabfahrt so meine Probleme, war aber auch die erste der Saison und ein Fahrfehler bleibt halt nicht aus.
    --> Beide Skigebiete eignen sich für allerhand Wintersportler, welche nicht vor für Tiroler Verhältnisse langen Abfahrten zurückschrecken. Wer in Les Deux Alpes die Talabfahrten bewältigen möchte, sollte Slushbuckel smooth bewältigen können und nicht davor zurückschrecken, wenn die Oberschenkel danach brennen. Zum Gletscher hin ist Les Deux Alpes flach, für manche geradezu langweilig, in Richtung der Ortschaft fällt der Berg im Durchschnitt immer steiler ab. Alpes d'Huez hat den gegenteiligen Charakter, Convex verläuft die Steigung ins Tal, oben steil, unten sind es green runs bis zum Lift. Beide Skigebiete fordern mich physisch, Les Deux Alpes jedoch weniger mental als Alpes d'Huez.
    --> Die Wildecker Herzbuben, DJ Ötzi, Helene F oder wie sie alle heißen werdet ihr hier nicht hören. Dafür ab 15.00 Uhr 90-2020er Party Hits in elektro Beats gemischt. Tanzende Menschengruppen auf Tischen sind eher die Regel als die Ausnahme. Wer seine Freude aus dem Skigebiet, den Abfahrten, der Bewegung, frischen Luft und Sonne schöpft, der findet seinen Spaß. Im vergangenen Jahr, in le Bettaix - Val Thorens ist die benachbarte Gruppe aus 12 Personen aus Nürnberg - alles waschechte FCB Fans bis ins Rückenmark - etwa 2 Tage früher abgereist, weil die Enttäuschung über das Ausbleiben von DJ Bobo dermaßen groß war und sie ohne den gewohnten Aprés Ski Schlager keinen Tag läger bleiben wollten... Wenn Franc Ribéry das wüsste. Falsche Prioritäten Leute. Mia san mia - nous sommes ce que nous sommes. Und genau darin liegt meiner Ansicht nach der Schlüßel, in der weltoffenen, herzlichen Begegnung, mit einem Lachen und fünf wörtern in einer Fremden Sprache - und schon bekommst Du das was Du eigentlich brauchst, von dem Du gar nicht wusstest, dass es diese Lösung gibt, wie mit dem UCPA Guide an der Lac Blanc 3 Bahn.

    Wer einen kennt, der einen kennt, der einen Cousin in der Gegend hat, der mir einen esf Skianzug schenkt und überzieht, für den schmeiße ich hin und mache einen Winter in der Region den Skilehrer/Guide. Trés chic. Und wenn dann - nach dem Abschmelzen der Gletscher - ein grauhaariger Hipie wie ein roter Blitz durch die Slushbuckel an euch vorbei schießt, dann werde ihr an mich denken.

    Over and out.
    Geändert von Onefourty (17.03.2026 um 16:18 Uhr)
    ... Mountains are my cathedrals this is where I practice my religion ...
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  9. #9
    Freeskier Avatar von Andreasweiss46
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Toller ausführlicher Bericht. Ich finde es echt schade, dass das Forum nur noch so wenig frequentiert ist.
    Liest sich nach einer Coolen Woche in Frankreich!
    Um so schneller man unterwegs ist, umso schneller ist man auch aus der Gefahrenzone wieder raus

  10. #10
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Was mir als Materialfetischist noch aufgefallen war:

    Ich habe eine Menge Avabags gesehen, und das nicht nur unter Security/Medicals oder UCPA Guides.

    Ungefähr jede:r esf Skilehrer:in fährt Rossignol mit Pivot Bindung. Hauptsächlich Sender Free 100 & 94 seltener Soul 9.
    Ähnlich selten wie in Tirol die 1000Skis sind Candide Skis zu entdecken. Zwei mal hatte ich das Vergnügen auf Fahrerinnen des blauen Resort 101 zu treffen, in Alpes d'Huez sogar auf den weißen AK. Die waren dann super erfreut, dass sie auf ihre Ski angesprochen wurden. Komplimente? Kann ick!

    Wer nicht auf Rossignol steht, fährt Salomon und das Leihequippment kommt grundsätzlich von französischen Marken.

    Außerhalb der Snowparks fahren die wenigsten mit einem Hoodie. Das werde ich wohl nicht mehr durchsetzen. Größtenteils sieht man die üblichen Plastikjacken aus irgendeinem PFAS Verbundmaterial mit Wassersäule Nimbus2000. Und außerhalb des Snowparks fahren praktisch alle mit Stecken.

    Der Helm wird öfter daheim gelassen als in Tirol, insbesondere bei denjenigen, welche den gestrikten Wollpullover im nationalen blau weiß rot und die stylische 90er Bommelmütze im gleichen Farbschema tragen. Dazu mindestens eine Schnelle, wenn nicht sogar eine Gletscherbrille - oldschool vibes eben.

    Das Hautbild trennt die Touristen von denjenigen, welche hier arbeiten. Sonnengegerbtes Leder ist "cool", lässt aber auch keinen Zweifel, dass diejenigen nicht gerade ihr Vermögen für sich arbeiten lassen. UCPA Bergführer und esf Skilehrer tragen in den Hochlagen über 2.500 Metern ihr Bandana als Gesichtsschutz vor Mund und Nase, um sich vor Hautverbrennungen zu schützen.

    Und wer sich als InstaApp oder Tweety Tweet Jüngerin zu Party Beats in die Alpenkulisse von Alpes d'Huez stellen und ein Dugface aufziehen will, kann das ja auch mit Selbstbräuner am Vormittag stundenlang vorbereiten, ehe man aufgetakelt, in Strassbesetzten Highheels, Leggins, mit Pelzjäckchen, Handtäschchen, seltsam flachen Sonnenbrillen und Schleife im Haar in die Gondel stakst.

    Funktionieren eigentlich die Image URLs?
    Geändert von Onefourty (19.03.2026 um 08:43 Uhr)
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  11. #11
    Freeskier Avatar von Andreasweiss46
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    Standard AW: Les Deux Alpes /Alpes D'Huez Grand Galaxie 07.03. bis 14.03.2026

    Hahaha jetzt musste ich ein wenig schmunzeln beim Lesen
    Um so schneller man unterwegs ist, umso schneller ist man auch aus der Gefahrenzone wieder raus

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