Nach nur zwei Jahren im Freeski-Zirkus gehört das Red Bull Playstreets schon zu
den mit Spannung erwarteten Fixpunkten im Kalender der internationalen Freestyle-
Stars. Kein Wunder, wartet der Slopestyle-Contest inmitten der Hotelburgen des
Salzburger Nobelortes Bad Gastein nicht nur mit außergewöhnlichen Obstacles,
sondern auch mit unglaublichen Zuschauermassen auf. So hatten sich am
vergangenen Samstag über 10.000 Zuschauer an der Strecke versammelt und
unzählige Fans verfolgten das Spektakel live am Fernseher oder im Internet.
Zu den zwanzig geladenen Fahrern aus Europa, Nordamerika und Asien zählten
auch vier ATOMIC Teamrider: der Drittplatzierte des Vorjahres Okko Raitanen aus
Finnland, Beni Mayr aus Deutschland, der Schweizer Elias Ambühl, Sieger bei den
Austrian Freeski Open, und Lokalmatador Tobi Tritscher aus dem nahegelegenen
Schladming.
In einem harten Wettkampf am Nachmittag qualifizierten sich Beni Mayr
und Tobi Tritscher für das Night Final der Top 8, lediglich der junge Finne und Elias
Ambühl scheiterten in der Qualifikation für die Runde der letzten Acht knapp. Im
Finale, das im K.O.-Modus ausgetragen wurde, erwischte es dann in der ersten
Runde auch Beni Mayr. So hielt allein Tobi Tritscher, der sich sicher gegen Paddy
Graham durchsetzte, die Fahne des ATOMIC Teams hoch.
Ebenfalls bereits in der
ersten Finalrunde musste Vorjahressieger Oscar Scherlin aus Schweden die Segel
streichen, der gegen den Australier Russ Henshaw den Kürzeren zog.
Im Halbfinale hinterließ dann Tobi Tritscher den besten Eindruck aller Finalisten. Mit
seinem Run aus Alley-oop 360° Japan an der großen Corner zu Beginn, 900° True
Tail am Gap-Kicker, Switch 540° am Step-down sowie Switch-up to 450° Out auf der
Hausdach-Box ließ er seinem Landsmann Patrick Hollaus keine Chance und ging als
Favorit ins Finale.
Dort traf er auf Russ Henshaw, der im Halbfinale den Vorarlberger
Fabio Studer eliminiert hatte. Ausgerechnet im letzten Run unterlief Tobi Tritscher
aber die erste Unsicherheit des Tages. Er verpatzte die Landung am Step-down und
ebnete den Weg für einen weiteren Sieg des australischen Überfliegers Russ
Henshaw, der im Moment zu den absolut besten Slopestyle-Fahrern der Welt zählt.
Mit dem großartigen zweiten Platz im Top-Event Red Bull Playstreets feierte Tobi
Tritscher jedoch den bisher größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.
Das gute Abschneiden in Bad Gastein war jedoch nur die Krönung einer Event-
Woche, die für das ATOMIC Freeskiing Team sehr erfolgreich verlief. So gewann am
gestrigen Sonntag Christina Huber den Slopestyle der Damen beim Engadinsnow.ch
in St. Moritz.
Ebenfalls gestern endete der Chamonix Freeride, der zur Freeride
World Qualifying Tour zählt. Mit einem hervorragenden sechsten Rang unter 40
ausgewählten Startern aus aller Welt ließ Sebastian Hannemann vom ATOMIC Team
Deutschland aufhorchen. Noch besser machte es am vergangenen Montag Matthias
Haunholder vom ATOMIC European Team bei seinem Heimspiel, dem Big Mountain
Fieberbrunn.
Nach mehreren wetterbedingten Verschiebungen sicherte sich der
Tiroler den zweiten Platz beim wichtigsten Freeride-Event in Österreich, der ebenfalls
zur Freeride World Qualifying Tour zählt. Die nächsten Saison-Höhepunkte, das
Finale der Winter Dew Tour sowie der zweite Stopp der Freeride World Tour in
Squaw Valley, dürfen also kommen.