Eva-Maria Patscheider aus dem ATOMIC Freeskiing Team überraschte bei den
European Open in Laax mit dem dritten Platz im Slopestyle. Ihr Teamkollege
Jossi Wells aus Neuseeland verpasste das Podium in der Halfpipe als Vierter
nur knapp.
"Ich habe sogar an meiner Skifahrerei gezweifelt,“ beschrieb die 23-Jährige die "schwere Zeit", die sie während des letzten Jahres verletzungsbedingt durchlebte,
die aber seit Freitag endgültig vorbei ist. Bei ihren Runs bei den European Freeski
Open war von Zweifeln an ihrem Riding nichts mehr zu sehen.
Mit Entschlossenheit,
Style und Kontrolle überzeugte sie die Judges am Laaxer Crap Sogn Gion, die der
Österreicherin vom ATOMIC Freeskiing Team mit 70,2 Punkten den dritthöchsten
Score des Mädels-Finales gaben. Vor allem die Variabilität in den Tricks und
insbesondere bei den Drehrichtungen waren für Eva der Schlüssel zu Platz drei.
Sowohl im ersten als auch im zweiten Run des Finales zeigte sie Rightside als auch
Leftside Spins vom 360 bis zum 720.
Nach dem ersten Durchgang lag sie
punktgleich (69,6 Punkte) mit Roz Groenewoud sogar auf Platz zwei und obwohl sie
den folgenden Run besser durch brachte, konnte sie sich nicht auf dieser Position
halten. Keri Herman aus Kanada verdrängte Eva noch auf Platz drei. Aber so
zufrieden wie die ATOMIC Fahrerin über den dritten Rang war, so cool und treffend
fiel ihr Kommentar aus: "Der dritte Platz, das ist der gleich hinter dem Zweiten,“
grinste Eva.
Jossi Wells nach Startschwierigkeiten auf Platz vier
Teamkollege Jossi Wells erlebte einen einen etwas ungewöhnlichen, aber
erfolgreichen Halfpipe-Contest. Der Samstag hatte für Jossi nicht sonderlich gut
begonnen, war er aus unerfindlichen Gründen nicht auf den Startlisten für das
Halbfinale vermerkt. Dann aber profitierte er vom Nichterscheinen seines Kumpels
Simon Dumont und konnte dessen Startplatz einnehmen.
Das war für Jossi umso
wichtiger, da ihn eine Knieverletzung schon mehrfach in dieser Saison auf die
Teilnahme an einem Pipe-Contest verzichten ließ. Wegen der Verwirrungen um sein
Startrecht bekam der energische Neuseeländer nur drei Trainingsläufe vor dem
Halbfinale, aber entsprechend seiner Professionalität war das für Jossi genug, um
sich für das Finale zu qualifizieren.
Der Neuseeländer zeigte zwei beeindruckende
Runs und wurde am Ende mit nicht einmal drei Punkten Rückstand auf Platz drei
Vierter in einem Finale, von dem noch lange die Rede sein wird. Diese Platzierung ist
umso höher einzuschätzen, da Jossi in der letzten Zeit so gut wie gar nicht Pipe
gefahren ist, um sein Knie zu schonen!