Der Österreicher Tobi Tritscher gewinnt den Grandvalira Total Fight in Andorra,
sein finnischer Teamkollege Oskari Raitanen wird beim wichtigsten Freeski-
Contest südlich der Alpen Dritter.
Freeskiing hat sich längst auch jenseits der Alpen durchgesetzt. Egal ob auf dem
Balkan, in Italien oder in Spanien, der Süden Europas ist vom Freestyle-Fieber
infiziert. Bestes Beispiel ist der Total Fight in Grandvalira, dem größten Skigebiet der
Pyrenäen, der am vergangenen Wochenende bereits zum dritten Mal die
europäische Freeski-Elite in Andorra versammelte.
Natürlich war auch das ATOMIC
Freeskiing Team im kleinen Fürstentum zwischen Frankreich und Spanien vertreten,
und das mit durchschlagendem Erfolg: Tobi Tritscher, das große Talent aus
Schladming, konnte seinen ersten großen internationalen Titel verzeichnen!
Vorjahressieger Oskari Raitanen aus Finnland wurde diesmal guter Dritter.
Während der Frühling offiziell bereits begonnen hat und die Uhren europaweit auf
Sommerzeit umgestellt wurden, geht die Freeski-Saison unbeirrt ins große Finale.
Schon traditionell locken Ende März die Pyrenäen die New School Elite in den
sonnigen Süden. In Andorra, knapp zwei Autostunden von Barcelona entfernt,
erwartet mit dem Liftverbund Grandvalira nicht nur das größte Skigebiet südlich der
Alpen die zahlreich angereisten Pros, sondern im Snowpark El Tarter auch ein
Slopestyle-Parcours der Extraklasse.
Entsprechend zeigten die Stars aus Norwegen,
Finnland, Österreich, Deutschland und Frankreich den vielen begeisterten
Zuschauern Freeskiing auf höchstem Niveau. Dass die Freestyle-Bewegung längst
auch im Süden Europas angekommen ist, bewiesen einige heimische Fahrer im
Finale, allen voran der Spanier Jaime Puigdengoles als großartiger Vierter.
Der große Matador des Total Fight 2009 war jedoch unbestritten Tobi Tritscher. Der
junge Österreicher krönte seine bisherigen Contest-Erfolge – unter anderem war er
in diesem Winter Zweiter beim Red Bull Playstreets in Bad Gastein – mit dem ersten
großen Sieg auf internationalem Parkett. Vor allem sein unnachahmlicher Style und
seine makellosen Spins in beide Richtungen setzten ihn vom Rest des Feldes ab.
Entsprechend glücklich zeigte sich der Schladminger nach dem Event. „Es ist einfach
phantastisch, hier gewonnen zu haben. Ich war schon bei einigen Siegerehrungen
dabei, aber endlich in der Mitte zu stehen, ist ein ganz besonderes Gefühl.“
Neben
sich durfte Tobi auf dem Podest seinen Freund und Landsmann Flo Wieser als
Zweiten sowie seinen ATOMIC Teamkollegen Oskari Raitanen als Dritten begrüßen.
Nach seinem Vorjahressieg konnte Okko Raitanen damit seine Erfolgsserie im
Süden Europas fortsetzen. Dem Finnen scheint die Sonne gut zu bekommen.