Andreas HåTveit Erfolgreich bei den JOSS

Andreas Håtveit ist der große Dominator bei den

Jon Olssons Super Session

06
APR
Das norwegische Aushängeschild des ATOMIC Freeskiing Teams gewinnt den Hauptpreis beim größten Freestyle-Event des Jahres, beim Big Air Invitational schrammt er nur hauchdünn am Top-Spot vorbei.
Einmal im Jahr wird der schwedische Skiort Åre zur Hauptstadt der Freeski-Welt. Denn wenn Jon Olsson zu seinem legendären Event einlädt, versammeln sich im hohen Norden die besten Freestyler der Welt, wie es sonst höchstens noch bei den X-Games der Fall ist.

Bereits im letzten Winter ging der Namensgeber dabei neue Wege, denn erstmals wurde der Wettbewerb als Media-Contest für Teams aus zwei Fahrern, zwei Filmern und einem Fotografen ausgetragen. Diese Saison setzte der schwedische Superstar noch einen drauf, denn zum einen dauerte die mit recht so betitelte Super Session zwei statt nur einer Woche und fand in gleich zwei Ländern statt, zum anderen wurde zusätzlich auch wieder der traditionelle Big Air Contest, das Jon Olsson Invitational, ausgetragen.

Der große Dominator des Mega-Events war diesmal ohne Zweifel Andreas Håtveit. Zuerst wurde der Norweger Zweiter im Big Air, wobei er im Finale nur ganz knapp dem australischen Shooting Star Russ Henshaw unterlag. Dann gewann er mit seinem Team die Gesamtwertung der Super Session, die mit großer Spannung erwartete, wichtigste Kategorie des Events.

Den Grundstein legte Andreas zusammen mit seinem Rider-Kollegen PK Hunder, seinem Bruder Jon sowie Filip Christensen von Field Productions als Filmer und dem Fotografen TT Kleiven bereits in der ersten Event-Woche, die unweit seiner Heimat im norwegischen Trysil stattfand. Bei nicht immer strahlendem Sonnenschein, aber durchweg guten Schneeverhältnissen präsentierten sich die bekannten Riesen-Kicker Jon Olssons in optimalem Zustand, um den aktuellen State-of-the-Art im Freeskiing zu präsentieren.

Und den zeigte Andreas Håtveit wie kein anderer – perfekt eingefangenen von seinem Bruder Jon in atemberaubenden Kamera-Mitfahrten unter anderem von einem Paraglider aus! –, denn wohl niemand sonst beherrscht im Moment so viele Double Flips wie der 22-jährige X-Games-Gewinner aus dem Vorjahr.

Nach dem Umzug nach Åre machte dann oft das Wetter den Fahrern einen Strich durch die Rechnung, so dass sich die Aufmerksamkeit vor allem auf den Big Air richtete. Beim sogenannten Jon Olsson Invitational waren 19 der besten Rider am Start, die sich zurzeit am Kicker finden lassen.

Nach der Qualifikation stand mit Jossi Wells sogar noch ein zweiter Fahrer des Atomic Freeskiing Teams im K.O.-Finale, doch der junge Neuseeländer musste aufgrund der Knieprobleme, die ihn bereits die gesamte Saison verfolgen, den Showdown auslassen. So lag es an Andreas Håtveit, die Team-Ehre zu verteidigen.

Mit seinem bekannt massiven Double Cork 1260° ließ er zunächst Henrik Harlaut keine Chance, bevor im Halbfinale mit Oscar Scherlin ein weiterer vielversprechender Lokalmatador dran glauben musste. Im großen Finale traf Andreas schließlich auf Russ Henshaw, der im zweiten Halbfinale das Kunststück vollbracht hatte, Jon Ollson auszuschalten. Die Entscheidung zwischen dem Double Cork 1080° Double Grab des Neuseeländers und Andreas’ Double Cork 1260°, beide in Perfektion gezeigt, war eigentlich unmöglich, doch schließlich erklärten die Judges Russ Henshaw zum Sieger.

Trotzdem ein Riesen-Erfolg für Andreas Håtveit. Übertroffen wurde das Ergebnis aus Sicht des Norweger dann allerdings am nächsten Tag, als bei der großen Abschlussgala vor Tausenden begeisterter Fans in Åre die Resultate der zweiwöchigen Super Session präsentiert und die Sieger gekürt wurden.

Die Team-Wertung, Hauptkategorie des Events und vielleicht der prestigeträchtigste Titel der gesamten Freeski-Saison, ging dabei ohne Zweifel an die norwegische Crew mit Andreas Håtveit und PK Hunder an der Spitze. Die Kombination aus fahrerischer Perfektion und filmischer Brillanz ließ ihren Video-Clip aus der unglaublich hohen Qualität des Wettbewerbs nochmals hervorstechen.

Völlig zurecht gewann Jon Håtveit auch den Preis für die beste Kamera. Ein später, aber umso großartiger Saisonhöhepunkt für Andreas Håtveit, der damit ein weiteres Mal seine Ausnahmestellung in der Freeski-Szene bestätigen konnte.