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Panamerika-Trip - Part 3

Trip Report - Powdern in Pan Amerika Teil 3Trip-Report

Auf einsamen Hütten in einsamen Bergen

Autor: Jonas Blum Date: 30. März 2009
Ein Skiabenteuer in Kanada. Welche Gedanken kommen da auf? Endlose Weiten, fernab der Zivilisation, mit gutem Terrain, welches von leichtem, tiefen Pulverschnee der einem bei jeder Kurve hinter einer weissen Wand verschwinden und wenn man aus der Bindung steigt, bis zum Bauch einsinken lässt. So tief eingeschneite Bäume, dass man sie kaum noch erkennen kann. Meterhohe Pillows... So in etwa wie die Schneeverhältnisse in dieser Saison in den Alpen ausahen - nicht jedoch in Kanada. Doch dann, als der Neid uns schon fast platzen ließ, dann kam die Wende! Es begann damit, dass sich die Hauptfarbe im Niederschlagsradar langsam von weiß zu blau änderte.

Unsere Vorfreude erreichte schließlich den Höhepunkt, als sich dicke, dunkle Wolken von Westen her in Richtung Terrace BC schoben. Das erste Mal richtig Neuschnee während unsererm Aufenthalt in Kanada. Fehlt also nur noch ein Ort, wo man sich auch so richtig austoben konnte. Das Skigebiet? Zu Langweilig. Die Tourenmöglichkeiten vom Highway aus? Die meisten schon erprobt. Es sollte ein richtiges kanadisches Skiabenteuer werden, und da wir nicht in der Stimmung waren, mit dem Zelt irgendwo hin zu gehen, versuchten wir es mit einer der lokalen Cabins.

Panorama von Anderson Cabin aus style=

Kanadische Cabins kann man, je nach Zustand, in etwa mit SAC-Hütten in der Schweiz vergleichen. Sie bieten meistens alles was benötigt wird um irgendwo auf einem Berg zu überleben. Muss man nur noch mit all dem Gepäck und Proviamt irgendwie dahin kommen. Doch dieses Problem war schnell gelöst, als sich „Northern Escape Heliskiing“ bereiterklärte, uns am Ende eines Skitages von ihrer Basis aus, schnell bei der Hütte abzuladen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür. Der Rückweg soll dann per Skis überwunden werden.

Materialschlacht Nachdem wir uns mit genügend Essen für eine Woche abseits der Zivilisation eingedeckt hatten, hieß es nur noch auf eine günstige Gelegenheit zu warten. Doch wie Anfangs geschrieben: Der Winter war Kanada zurückgekehrt und ließ uns drei Tage an der Basis verharren, bis sich endlich gutes Flugwetter einstellte. Immerhin wissen wir jetzt wie sich Heli-Wartetage anfühlen.

Ein Paradies für Powdersüchtige - photo: Jonas Blum Das Warten hatte sich allerdings mehr als gelohnt! Die Begeisterung stieg auf ein Maximum, als wir das erste Mal das Terrain erblickten, welches die "Anderson Cabin", nur wenige Flugminuten von Terrace entfernt, erschliesst.

Flache Aufstiege auf den Bergrücken, die zu unzähligen steilen Couloirs, Wechten, Cliffs, Pillows und Waldabfahrten führen ließ einem vermuten, dass die Gegend extra für abfahrtsorientierte Skitourer gemacht worden ist. Das Ganze mit einer dicken, ständig wachsenden Schneedecke überdeckt und tagsüber perfektem Wetter, lässt euch wohl erahnen, wie schnell diese Woche vergangen ist...


Die Abfahrt mit den Skis erwies sich trotz eher miserablen Karten als einfach und das verdiente Bier und die Dusche ließ uns auf eine der besten Skiwochen zurückblicken. Dies machte uns natürlich hungrig auf mehr. So informierten wir uns über weitere Cabins in der Gegend und stießen auf die "Larsen Cabin".

Wie es der Zufall wollte lernten wir auch noch gerade die Gruppe kennen, die vor uns einen Aufenthalt in der Cabin plante. So konnten wir die Kosten für den Heliflug teilen, indem wir in die Hütte flogen, während sie nach ihrem Aufenthalt ausgeflogen wurden. Wir entschieden uns wieder für ein "Skiout", obwohl diesmal die Hütte fast 20 Kilometer vom nächsten Highway entfernt war.


So begann das Prozedere wieder von vorne. Essen besorgen, Hütte buchen und einige bekannte Touren machen um die Zeit bis zum Heliflug sinnvoll zu verbringen. Der Aufenthalt in der Larsen Cabin lässt sich ähnlich beschreiben wie der in der Anderson. Gutes Terrain, der beste Schnee den wir je in Kanada hatten und viel Spass, obwohl diesmal das Wetter nicht mehr so perfekt mitspielte wie in der Anderson Cabin. Ich denke, ich lasse hier mal die Bilder für sich sprechen.


Wir entschieden uns natürlich für die zweite Variante und so erreichten wir nach geschlagenen acht Stunden, die drei Bachüberquerungen, Wasserfallumfahrungen, einem Einbruch in einen Teich und viel, viel Bushwhacking beinhalteten, den Highway. Jetzt mussten wir nur noch jemanden finden, der uns zu unserem Camper, der 20 Kilometer weiter weg stand, mitnahm. Ein richtiges kanadisches Skiabenteuer also...
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