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Teil 6: Trip Report: Living the Dream!

Trip Report: Living the Dream!Review

Auf einsamen Spuren unterwegs

Autor: IG Pulverschnee Date: 25. April 2010
Marios Season-Ender hat uns beiden wieder einmal aufgezeigt, dass Freeriden keine „Kinderjausn“ ist. Oft läuft die ganze Saison lang alles perfekt und die Gefahren, die der Sport mit sich bringt, verschwinden oft sehr tief im hintersten Hinterkopf. Leider wird einem immer wieder erst auf schmerzliche Weise bewusst, dass das Skifahren alles andere als harmlos und ungefährlich ist. Mit diesem Denkzettel vor den Augen verbringe ich noch einige sehr schöne Tage im Berner Oberland. Die umliegende Bergwelt ist einfach nur gigantisch und die traumhaften Schneeverhältnisse führen mir erneut vor Augen wie erfüllend die freie Abwärtsbewegung über unberührte Tiefschneehänge eigentlich ist. Einfach herrlich!

Nur unwesentlich weniger fasziniert bin ich vom Schweizer Eisenbahnnetz. Dass man alternativ zum Sessellift den Zug zum Bergauftransport benutzen kann, erstaunt mich seit meinem Aufenthalt in Andermatt nicht mehr. Aber einen Tunnel durch die Eigerwand und den Mönch zu schlagen, um das 3471 Meter hoch gelegene Jungfraujoch mit dem Zug zu erreichen, das veranlasst mich erneut zu ungläubigen Blicken.

Der Preis für die Bergfahrt allein ist schon ein dreistelliger Betrag an Schweizer Franken. Über den Alletschgletscher ins Wallis abzufahren klingt zwar reizvoll, doch eigentlich soll ich am Wochenende zurück in die Zentralschweiz um am Kick the Vik teilzunehmen. Es bleibt also bei der bloßen Bewunderung.

Die Organisatoren vom Kick the Vik scheinen einen guten Draht zu den Wettermachern zu haben. Pünktlich zum Contestwochenende verziehen sich sämtliche Wolken und wir erleben drei prachtvolle Tage im Val Maighels. Aus eigener Kraft besteigen die Teilnehmer bei diesem Event die Contest Hänge, das Ranking wird später mittels Video-Voting ermittelt.

Das Wetter erlaubt uns zwei Contest Runs von zwei verschiedenen Gipfeln, ich wähle meine Abfahrt vom Rossbodenstock als Wettkampflinie. Beim Voting folgt dann leider die Enttäuschung, aufgrund der Kameraeinstellung ist die Schlüsselstelle im unteren Teil meiner Line von einem Felsriegel verdeckt. Dementsprechend schlecht fällt das Voting für mich aus. Zumindest existieren Beweisfotos, welche wenigstens zwei Augenblicke meiner Fahrt durch die trichterförmige Steilrinne dokumentieren.

Am dritten Tag wird das schöne Wetter noch einmal für eine gemeinsame Skitour genutzt. Die steile Nordflanke vom Piz Tagliola konnte einfach nicht unbefahren bleiben. Und auch auf der Abfahrt von der Maighelshütte hinunter zum Bahnhof staubt der Schnee noch über beide Ohren. Ein traumhaftes Wochenende mit vielen netten Menschen und tollen Abfahrten liegt hinter mir.

Vor mir liegen 1200 Kilometer Autofahrt ins slowakische Jasna, dort steht erneut ein FWQ Contest auf dem Programm. Gemeinsam mit Dani und Seppi aus dem wunderschönen Bayern wollen wir noch einmal unser Können unter Beweis stellen. Gut, dass die 80 Euro Startgeld schon bezahlt sind, als ich mir beim Einfahren das Fußgelenk verstauche und mich somit selbst aus dem Rennen werfe.

Voltaren und Parkemed schaffen es nicht den schmerzenden Bluterguss zu betäuben. Zu gerne hätte ich mein gutes Resultat von Italien noch einmal bestätigt, das Terrain dort hätte mir richtig getaugt. So bleibt mir nichts anderes übrig, als meinen Frust mit dem billigsten Bier der gesamten Saison runterspülen.

Und Frusttrinken bleibt auch den restlichen März auf der Tagesordnung. Erstens weil ich an meiner Bänderzerrung noch einige Zeit laboriere, und zweitens weil es auf den Bergen bis in hohe Lagen taut. Wobei tauen noch ein Hilfsausdruck ist, bei sommerlichen 20 Grad in Tallagen kommt es einem vor, als wäre der Frühling übersprungen worden.

Dem mittlerweile operierten Mario und mir gelingt es jedoch auch bei diesen Temperaturen noch „Wintersport“ zu betreiben. Zum einjährigen Todestag von Shane McConkey lassen wir den legendärsten aller Skifahrer weiterleben und bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal für alles was er für den Sport gemacht hat!

Auf mich wartet Anfang April noch der Trip nach Norwegen. Nördlich vom Polarkreis steht noch ein wenig Skitouren in den Fjorden auf dem Programm. Wenn es dort keinen Schnee mehr gibt, wo denn dann?

Mehr dazu natürlich auch weiterhin auf Facebook und im Blog!

Stay tuned for more, eure IG Pulverschnee.

Weiter mit Teil 7
Additional Information
www.hangloose.at markusrohrbacher.blogspot.com
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