Das Konzept:
Wenn alle Vorkehrungen getroffen sind und es die Bedingungen zu lassen, legen die Jungs mit dem Aufbau des Snowparks los. Line für Line werden dann die Obstacles aufgebaut.
Begonnen wird ganz „außen“ mit den kleinen Obstacles für Anfänger und Kinder. Das hat zweierlei Gründe: Erstens benötigt man für die kleineren Hindernisse weniger Schnee und somit weniger Zeit zum Aufbau. Zweitens wird die äußerste Line zuerst gebaut, damit die bereits aufgestellten Teile im weitere Verlauf des Aufbaus nicht im Weg stehen. Nur so kann die Raupe optimal arbeiten ohne Hindernissen "umkurven" zu müssen.
Man tastet sich also Line für Line weiter in den Hang hinein, bis in Pistennähe dann die großen Obstacles wie das Downrail, das Double Kinked Rail und die Kicker aufgebaut werden.
Je komplizierter die Hindernisse werden, umso mehr Schnee wird benötigt um sie einzubauen und umso zeitaufwendiger ist der ganze Akt.
Im Woodground dagegen war es das Konzept die Obstacles - Baumstämme und Holzplanken - möglichst unscheinbar in den Hang und den Wald zu integrieren. Auf diese Weise entsteht ein schwer zu beschreibendes Flair. Den Ridern wird beim Jibben im Wald ein Gefühl geboten, dass schwer an das Jibben in natürlicher Umgebung ohne Obstacles erinnert. Durch die kleine "Unterstützung" der Holzrails und Wallrides, wird das Ganze dabei noch stylisher und spaßiger gestaltet!
Die Umsetzung:
Arbeiten mit der Pistenraupe:
Die Obstacles einer Line werden - vor Beginn der Arbeiten mit der Raupe - abgesteckt und so die Platzierung am Hang festgelegt. Dieses Abstecken hilft einerseits den Raupernfahrern, für die so leichter ersichtlich ist, wohin sie den Schnee befördern müssen. Andererseits wird damit garantiert, dass später die Hindernisse eines Laufs ohne großartige Richtungsänderung und Schwünge befahren werden können.
Einer der Shaper sitzt dann mit in der Kabine der Pistenraupe. Er zeigt dem Fahrer auf dem Aufbauplan welches Teil des Parks jetzt in Angriff genommen wird, wie er sich das Fundament für das Obstacle vorstellt und wie das Ganze im Endeffekt aussehen soll.
Er „dirigiert“ den Raupenfahrer quasi.
Ist der heran geschaffte „Schneehaufen“ groß genug, wird er mit der Raupe grob in die Form gebracht, die nötig ist um das Obstacle perfekt zu positionieren. Bevor das Rail oder die Box dann aufgestellt werden kann, wird das Fundament noch mit der Schaufel nach bearbeitet, um kleine Unebenheiten auszubessern.
Obstacle für Obstacle:
Dann geht’s los. Dann schnappen sich die beiden Shaper Flo und Daniel die ersten Obstacles und stellen sie in den Schnee. Äääähhmm Nein, ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Um die (meist sehr schweren) Obstacles zu transportieren benötigen die zwei Park-Manager natürlich Hilfe.
Diese Hilfe holen sie sich in Form von Freunden, Locals und Teamridern an Bord. Mit vereinten Kräften wird das Obstacle zum Table geschoben, gezogen, geschleift oder getragen. Dann werden die Obstacles ausgerichtet und wenn die Richtung stimmt in das Schneefundament - den "Table" - eingegraben.
Mit gutem Augenmaß und einer gewissen Portion Erfahrung bringen die Shaper die Rails und Boxen dann in die perfekte Position. Es ist enorm wichtig, dass das Obstacle wirklich gerade eingebaut wird. Mit geringen Abweichungen oder schiefen Teilstücken ist es schon nicht mehr sauber fahrbar.
Zu guter Letzt braucht es natürlich noch einen Kicker um auf das jeweilige Obstacle springen zu können. Je nach benötigter Größe kommt auch hier die Raupe zum Einsatz. Manche Absprünge werden aber auch von Hand aufgeschüttet. Wenn die herangekarrten Schneemengen präpariert und in Form gebracht sind, lässt das Shapeteam die gesamte Konstruktion über Nacht "anziehen". Durch die geringeren Temperaturen in der Nacht härtet der Schnee aus und die Verbindung zwischen Obstacle und Schnee wird gefestigt.
Zusätzliche chemische Hilfsmittel oder Bindemittel verwendet das Crystal Ground Team allerdings nicht. Wenn überhaupt, dann wird an Contesttagen wie zum Beispiel der "Iron Night" Brezelsalz verwendet, um die Hindernisse in Form zu halten.
Wie die Curved-Box aufgebaut wird seht ihr auf der nächsten Seite