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Mit je elf Gebieten sind die Schweiz und Österreich am ausgiebigsten vertreten. Eidgenössische Freeride Hotspots wie Andermatt, Engelberg und Davos werden genauso behandelt wie die österreichischen Pulverschnee-Paradiese Krippenstein, Obertauern, der Arlberg oder das Zillertal. Frankreich und Italien sind mit jeweils acht Gebieten dabei, während Deutschland mit lediglich zwei Regionen das Schlusslicht bildet.
Der Aufbau der Gebietsvorstellungen folgt dabei stets der gleichen Logik. Zu Beginn vermitteln die sehr schön anzuschauenden, ganzseitigen Fotos aus den jeweiligen Regionen die passende Stimmung. Daraufhin folgt eine allgemeine Beschreibung der Location, die gespickt ist mit vielen nützlichen Informationen sowie zahlreichen Insider-Tipps und vielen persönlichen Einschätzungen der Autoren. Die eigentliche Beschreibung der "Hotspots" folgt dann auf den nächsten Seiten.
Besonders hilfreich für Einsteiger und Ortsunkundige ist die Einteilung aller Lines in drei Schwierigkeitsklassen: Grün steht für unkomplizierte und leicht erreichbare Abfahrten in einfachem bis mittelschwerem Gelände. Gelb setzt bereits fortgeschrittene Fahrtechnik und Erfahrung bezüglich der Orientierung voraus, während die mit Rot markierten Lines in erster Linie Freeride-Experten ansprechen, da es sich dabei überwiegend um ernsthafte alpine Unternehmungen handelt. Weitere Symbole zur Ausrichtung, der Topografie, Abfahrts und ggf. Aufstiegs-Höhenmeter sowie Hinweise auf spezifische Gefahren liefern einen schnellen Überblick.
Die Ausführungen zu den einzelnen Routen fassen alle wesentlichen Informationen zusammen. Dabei gelingt es den meisten Autoren, nicht nur stumpfe Wegbeschreibungen zu liefern, sondern richtig Lust auf das Wiederholen der Abfahrten zu vermitteln. Die Beschreibungen werden dabei jeweils durch eine Kartendarstellung unterstützt, auf der auch die Lifte der Gebiete eingezeichnet sind. Somit wird eine schnelle Orientierung vor Ort deutlich erleichtert. Allerdings sind die Karten doch relativ klein und verfügen nur über wenige topografische Details. Es ist daher unbedingt empfehlenswert sich mit zusätzlichem Kartenmaterial auszurüsten, entsprechende Angaben und Verweise sind aber immer angegeben.
Am Ende jeder Gebietsvorstellung folgt schließlich noch ein kurzer Infokasten mit Angaben zu Saisonzeiten, Preisniveau, Übernachtungstipps, Alternativprogramm für Schlechtwettertage sowie zahlreiche weitere nützliche Informationen.
Abgerundet wird das Buch durch einen gut 50 Seiten starken Informationsteil zum Thema Ausrüstung sowie Schnee- und Lawinenkunde. Trotzdem empfiehlt sich vor dem Ausflug in den ungesicherten Skiraum der Besuch eines entsprechenden Kurses / Lehrgangs sowie das Studium weitergehender Literatur zu diesem Thema wie die „Lawinenbibel“ 3x3 Lawinen von Werner Munter oder das "Powderguide Lawinen-Risiko-Check für Freerider.“
Unser Fazit:
Ein absolutes „Must-Have“ für Freerider und solche, die es werden wollen. Die hohe Dichte an Informationen, stimmigen Texten und beeindruckenden Fotos machen extrem viel Lust aufs Freeriden. Die detaillierten Routenbeschreibungen in Verbindung mit den Übersichtskarten machen es auch Ortsunkundigen vergleichsweise einfach, die Lines zu finden. Die ideale Ergänzung zu den im freeskiers.net Skiers Regions Guide powered by Gore-Tex Products beschriebenen Routen.
Einziger Wehrmutstropfen: Das Buch stellt in erster Linie nur die großen und bekannten Freeride-Reviere der Alpen vor. Viele kleine und trotzdem interessante Gebiete und Routen, die ebenfalls ein enormes Potential bieten, bleiben unerwähnt. Vielleicht ist das aber auch gut so, denn schließlich muss es in den Alpen auch in Zukunft noch echte Secret-Spots geben.
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