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Report
Beschneiung und was alles dazugehört
Künstlich erzeugter Schnee als Grundlage vieler Skigebiete
geschrieben am: 28. Dezember 2008
geschrieben von: Dennis Forte
Geschichte der Beschneiung
Das Prinzip der künstlichen Beschneiung wurde Ende der 40er Jahre in
Kanada entdeckt. Damals versuchten Wissenschaftler in einem Windkanal
die Vereisung von Düsentriebwerken zu testen. Heraus kam als
Nebenprodukt des Experiments der erste maschinell erstellte Schnee.
Die erste kommerziell genutzte
Druckluftschneekanone wurde 1950 gebaut, um schneearmen Wintern
vorzubeugen. Anfang der 60er Jahre verbreitete sich die künstliche
Schneeerzeugung in Nordamerika. Etwa zehn Jahre später gab es die
ersten Anlagen in Europa. Ende der 1980er erfuhren Beschneiungsanlagen
infolge von schneearmen Wintern immer mehr Verbreitung. Das hält bis zum
heutigen Tag an.
Funktionsweise
der Technik
Zuerst muss einmal der Begriff "Kunstschnee" geklärt werden,
der von vielen verwendet wird, aber nicht ganz richtig ist. Kunstschnee würde bedueten, dass maschinell erzeugter
Schnee mit künstlichen (chemischen) Zusätzen versehen ist.
Da dies im Regelfall nicht der Fall ist, verwendet man diesen Begriff im Fachbereich nur
selten, dafür aber die korrekte Bezeichnung "Maschinenschnee", "technischer Schnee" oder "künstlich erzeugter Schnee".
Bei der technischen Beschneiung gibt es zwei verschiedene
Funktionsweisen. Das Hochdrucksystem und das Niederdrucksystem. Die
klassische "Schneekanone", wie sie die Meist en kennen, nennt sich im
Fachjargon
Propellerkanone und gehört zu den Niederdruckanlagen. Hierfür wird die
notwendige Druckluft für die Beschneiung mithilfe eines Kompressors an
der Maschine selbst erzeugt. Nur Wasser und Strom wird durch
Leistungssysteme bereitgestellt.
Die zweite Gattung, die Hochdrucksysteme, sind vor allem als fest
installierte Schneeianzen, die ein wenig an Straßenlaternen erinnern,
bekannt. Beim Hochdruckverfahren wird sowohl das Wasser als auch die
notwendige Druckluft durch Rohrleitungen
herbeigeführt.
Jedes dieser Systeme hat seine Vor-und Nachteile bezüglich der
örtlichen Bedingungen, wie Gelände, Infrastruktur oder Anlagengröße.
Bei allen Systemen ist für den Pistenbenutzer meist nur der
Schneeerzeuger und die Zapfstellen zu sehen.
Im Alpenraum sind die klassischen Niederdruck-Schneekanonen am
weitesten verbreitet, da dieses System über eine hohe Schneileistung
und eine große Flexibilität verfügen.