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Doch beginnen wir etwas früher: Andreas hatte vor etwa zwei Jahren einen schweren Unfall, in den Bergen natürlich. Operationen und eine lange Regeneration zwangen ihn zu einer Pause, genug Zeit um nachzudenken. Heraus kam seine Lebensphilosophie: Er wird keinen geregelten Lebensplänen hinterher laufen, keine 08/15 Karriere machen, keine Kompromisse eingehen um seinen Träumen zu folgen. Viele wollen dies tun, haben gute Vorsätze das Leben selbst zu genießen und nicht im Hamsterrad zu landen, doch Andreas tut es wirklich.
Die Herausforderung im Extremen
Zu unserem Glück ist er dem Skifahren und den Bergen verfallen. Insbesondere schwere Abfahrten sind sein Metier. Abfahrten, bei denen selbst die besten Skifahrer die Hosen gestrichen voll haben. Aiguille du Midi - Mallory Variante, Solo. Aiguille du Plan - Nordwand, mit Xavier de le Rue. Sechs mal an einem Tag das Couloir des Cosmiques, Südamerika mit Aconcagua, Cotopaxi sowie der legendären Südwand des Mercedario innerhalb nur eines Trips.
Und dann gab es letztes Jahr im Sommer einen Paukenschlag: Die Erstbefahrung der Denali Südwand. Zwei Tage, mit Stein- und, Eisschlag, im Solo. Dass er quasi zum Aufwärmen noch das Messner Couloir am Denali befuhr und die Cassin Route hinauf kletterte ist da fast schon Nebensache. Beides Unternehmungen die alleine schon sehr schwer sind und zu den großen Träumen "gewöhnlicher" Ski-/Alpinisten zählen.
Trifft man Andreas, ahnt man nicht viel von seinem außergewöhnlichen Können, fast schüchtern, sehr freundlich lachend, immer reflektiert und nachdenkend wirkt er. Alles was er tut ist durchdacht und folgt seiner Lebensphilosophie – leben, genießen, mit vollen Zügen im Hier und Jetzt. Um noch mehr von ihm und seinen Abenteuern zu erfahren, werden wir ihn mit seinen Unternehmungen im Laufe der Zeit immer wieder genauer vorstellen. Seid gepannt, wir sind es auch, denn was er als nächstes plant verrät Andreas niemandem.