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Trip-Report 3: Auf hoher See

Was man auf so einem Fischkutter in Vorarlberg alles erleben kann.

geschrieben am: 23.12.2008
geschrieben von: Sebastian Zeug
 
Trip Report Auf hoher See Sonnenkopf Vorarlberg Tiefschnee Powder
Ohne eine endgültige Entscheidung zu treffen, beschloss er die Wahl des Fanggebietes auf den frühen Morgen zu verlegen und ging zu Bett. Müde blickte der Käptn drein, als er von seinem Papagei pünktlich mit einem lauten Kreischen geweckt würde. "Ich muss diesem Vogel irgendwann noch eine sanfte Melodie beibringen".

Murmelnd macht er sich daran, die Fensterläden seiner Kajüte zu öffnen: Wie der weiße alte Man vorhergesagt hatte, war der Himmel klar und die Luft kalt! Gute Bedingungen also um heute vielleicht doch einen guten Fang zu machen.

Durch das Fernrohr blickend, fasste er den Beschluss, sich heute nicht den anderen Schiffern anzuschließen, sondern sich doch in etwas ruhigeres Gebiet zu begeben, um auch in aller Ruhe seine neues Material testen zu können.

"Eventuell habe ich ja damit mehr Erfolg" dachte er bei sich und packte seine Siebensachen zusammen, um in Richtung der ruhigeren Gewässer, östlich von seinem Lageplatz, aufbrechen.

Am Liegeplatz angekommen stellte er zufrieden fest, dass er der der Einzige seiner Art war,und machte sich so daran sein bisher ihm unbekanntes Material in Aktion zu setzen und verschiedene Varianten auszuprobieren. Voller Tatendrang stürzte er sich in die seichteren Gewässer, welche er problemlos ohne Hilfe abfahren konnte.

Doch lange blieb der Käptn nicht alleine, schon bald tauchten weitere Fischer und Amateurangler am Horizont auf. Besonders einige der berüchtigten Einmaster wurden schnell mutig und wagten sich auch in die tieferen Wasser, was der Kaptn natürlich nicht auf sich sitzen lassen konnte.

och er wusste, dass er vorsichtig sein musste. Einerseits bedrohten Heifische sein neues Material, andererseits musst er genau beobachten, welche Bereichte des Meeres er ohne die Hilfe von Kumpanen gefahren los erreichen konnte.

Jedoch sollte diese Situation nicht lange so bleiben... Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich ein Seemann der IBK-Gilde am Horziont auf. Dieser hatte den Käptn an seinem prächtigen Zweimaster erkannt und es fiel der Entschluß, nun gemeinsam in den weiten der See das Glück zu versuchen. Auch hatte der IBK-Seemann noch 2 weitere Einmaster im Schlepptau, so dass sich nun ein Gruppe aus 4 dicken Schiffen auf den Weg machte die tieferen und gefährlicheren Teile des Meeres zu erkunden.

Und das Glück war ihnen hold!! Denn nachdem sie einige strapaziöse Strömungen überwinden konnten und den Haiangriffen zu trotzen vermochten, breitete sich vor ihnen ein fruchtbares Gebiet aus, in dem sie ihre Bahnen zogen und die Netze füllen konnten.

Die Zufriedenheit war den Seebären nach einiger Zeit in ihren Gesichtern abzulesen. Daher beschlossen die Kapitäne der Zweimaster noch für eine Runde ihre Boote zu tauschen, um sich so gegeinseitig von den Vorzügen und Eigenschaften ihrer Zweimaster überzeugen zu können.

Als sich die Sonne dann langsam dem Horizont näherte, zogen die 4 Schiffe ihre letzten Runden auf dem inzwischen recht rauhen Ozean. Müde ob der Anstrenungen und voller Genugtuung über den guten Fang, lenkten die Seemänner ihre Boote gemeinsam gen Horizont, um sich dann in der Meerenge zu Fuß des Berges zu trennen und ihre Heimathäfen anzuschippern.

So gelangte auch unser Kapitän, voller Zufriedenheit, wieder heil nach Hause, und bereitet sich darauf vor, schon bald neuen Herausvorderungen gegenüber zu treten...

Danke an Andi aka Portens, Patrick, sowie den Snowboarder dessen Namen mir grade nicht mehr einfällt.

Original Trip-Report im Forum von freeskiers.net

ADDITIONALINFORMATION  
Photos: Sebastian Zeug
Text: Sebastian Zeug