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Trip-Report


Trip-Report 2: Soup of the Day

Ein Trip nach Kärnten und in die Steiermark.

geschrieben am: 23. Dezember 2008
geschrieben von: Georg H. & Christian S.
 
Trip Report Soup Of The Day
Danach geht’s ans mailen, sms’n, Briefe schreiben, Rauchzeichen geben etc. Donnerstag Früh stand dann also fest, dass es losgeht, aus den ursprünglich geplanten vier wurden am Freitagmorgen zwei, und so starteten wir (Winterkind und Schorsch) in Richtung Süden, um uns ein Bild von dem ganzen Hokuspokus zu machen.

Je weiter runter wir kamen, desto intensiver wurde der Schneefall, ab der Landesgrenze gab es Schneefahrbahn und die Vorfreude stieg. Unsere Fahrt wurde jedoch gestoppt, als wir beim Versuch die Turracherhöhe zu erklimmen hängen blieben. Wir rollten also wieder bergab, um Schwung für einen neuerlichen Versuch zu nehmen (Schneeketten werden völlig überschätzt) als uns das fast vollkommen verschneite Schild der Turrachbahn ins Auge stach.

Na ja, die meisten anderen Skigebiete hatten uns ja telephonisch mitgeteilt, dass sie überhaupt oder teilweise geschlossen hatten, warum also nicht hier unser Glück versuchen. Also links abgebogen und der neuen Strasse entlang, doch nach 50 Metern war endgültig Endstation, die Schneeketten mussten drauf.

Fummel hin fummel her, endlich drauf und weiter, kaum 30m gefahren stehen wir auch schon auf einem kleinen Parkplatz und vor uns fährt ein Sessellift hinauf. Ungläubig steigen wir aus dem Auto und spuren durch den tiefen Schnee zu der Bahn.

Ja sie fährt, ja wir sind die ersten und momentan auch die einzigen. Trotz einer unüberlegten Äußerung vom Winterkind ("Ich bin das erste mal in Kärnten" Liftler: "Mir san do in da Steiermark Bürscherl!") bekommen wir ein Ticket und legen los. Netter Tag mit nettem Schnee und wenigen Leuten. Pillows und knietiefer Powder auf der Piste, so wollen wir das haben.

Nach der Action besteigen wir wieder die schneebekettete Kutsche und starten los, um weiter in den Süden zu gelangen. Das Navi spuckt uns die kürzeste Route nach Hermagor aus und wir Folgen ihr ahnungslos. Eine wilde Odyssee über kleinste Nebenstraßen führt uns durch eine tief verschneite Landschaft ans Ziel.

Ziel = Pension, auch hier scheinen wir die einzigen zu sein. Etwas überrascht sind wir von der englischen Familie, die diese Herberge betreibt, aber als Freeride-Kosmopoliten fühlen wir uns natürlich gleich wie zu Hause. Die Leute sind sehr nett, sie bleiben auch ruhig, als wir den mitgebrachten Kasten „Tegernseer“ ins Zimmer schleppen und geben uns einen Tipp fürs Abendessen: "The Pizza place down the road". Aha Pizza - immer gut und sonst gibt’s hier eh nichts, also nichts wie hin.

Bei der Begrüßung durch den Kellner gleich die nächste Überraschung, diese erfolgt nämlich in bestem britischen Englisch. Ah, naja, so ein Zufall aber auch. Auf die Frage hin, was denn die Suppe des Tages sei, blickt uns der Kellner unwissend an und ruft in die Küche. Keine Antwort. Der Kellner verschwindet und es dauert bis wir erfahren was denn die „Soup of the day“ ist.

Nächster Morgen, topmotiviert und um 08:30 Uhr am Parkplatz der Gondel. Einzig die hohe Temperatur macht uns ein wenig Kopfzerbrechen. Auf die Frage nach dem aktuellen Lawinenlagebericht bekommen wir die Antwort: "Gibt’s nicht, was er ned fahrn dürtfs is eh gesperrt".

Gott sei Dank! Oben angekommen machen wir uns erst mal ein Bild, die Temperatur ist nicht ganz so hoch und der Schnee zwar schon gesetzt, aber immer noch pulvrig. Wir bewegen uns den ganzen Tag vorsichtig und finden trotzdem sehr nette Lines und Spielereien.

Das Wetter wechselt ständig zwischen Schneeschauer und stellenweise blauem Himmel, gegen Abend hin fällt dann etwas Nebel ein und Christian sagt: "Ganz schöne Suppn, so dicht wars heut noch nie" – "Ja genau, die Suppe des Tages…… Soup of the day".

Die war übrigens eine Tomatensuppe...

Video:


Original Trip-Report im Forum von freeskiers.net

ADDITIONALINFORMATION  
Fotos: Christian S. & Georg H.
Text: Christian S. & Georg H.