Aus Bramberg im Oberpinzgau - ca. 35 km von Zell am See entfernt - stammt Patrick Hollaus. Mit den Bergen vor der Tür wurde ihm eine Kariere auf Ski quasi in die Wiege gelegt. Heute, 20 Jahre später, gehört Patrick zu den besten deutschsprachigen Newschoolern.
Bereits mit zwei Jahren rutsche er auf Ski den kleinen Hügel hinter dem elterlichen Wohnhaus hinab und wechselte dann - wie in Österreich üblich - in den alpinen Rennlauf. Dort wurde Patrick schnell klar, dass er vom Skifahren mehr erwartet als starre Regeln und feste Trainingszeiten. Seine Kumpels, die damals alle auf dem Snowboard standen, brachten ihn dazu, etwas Neues zu versuchen.
Doch das eine Brett war das falsche Sportgerät für den eingefleischten Skifahrer und so hat er einfach damit begonnen, die Sprünge der Snowboarder auch auf seinen Ski auszuprobieren. Damit war der Grundstein gelegt und schon seinen ersten Contest - ein Tourstopp der Sick Trick Tour vor vier Jahren - konnte er gewinnen.
![[01] [rider = Patrick Hollaus] [photo = Christoph Schoech].jpg [01] [rider = Patrick Hollaus] [photo = Christoph Schoech].jpg](images/stories/magazin/people/patrick_hollaus/gallery/thumbnails/thumb_%5B01%5D%20%5Brider%20=%20Patrick%20Hollaus%5D%20%5Bphoto%20=%20Christoph%20Schoech%5D.jpg)
In der Zeit danach blieben die großen Erfolge jedoch erst einmal aus und Patrick hatte Zeit, sich auf seine Ausbildung als Tischler zu konzentrieren und diese erfolgreich abzuschließen.
Die vergangene Saison lief dann aber richtig gut für ihn. Nach einem zweiten Platz beim Engadin Snow musste er sich beim Newschool Picknick im März am Dachsteingletscher lediglich Jon Olsson geschlagen geben und landete gemeinsam mit Martin Misof auf dem zweiten Platz.
Dieser Erfolg bescherte ihm damit auch eine Einladung zum Jon Olsson Invitational in Åre und damit den ersten großen Auftritt im Feld der internationalen Topstars. Mit den Erfolgen kamen auch neue Sponsoren und mit Line hat er jetzt ein Team gefunden, bei dem von Anfang an alles gepasst hat.
Durch die Unterstützung kann er sich nun völlig auf Freeskiing konzentrieren und damit auch bei Contests antreten, die eine weite Anreise erfordern.
Trotz der Erfolge ist Patrick stets auf dem Teppich geblieben und verbringt die meiste Zeit nach wie vor am liebsten in den Parks von Mayrhofen und Hintertux.
Auch wenn er dort bei vielen Kids als Local Hero gilt, freut er sich über den Zuspruch durch den Nachwuchs und ist sich nie zu schade, mit ihnen ein paar Runden durch den Park zu drehen und Tipps zu geben.