Er hat insgesamt acht Medaillen bei den X-Games abgeräumt, dieses Jahr wieder mal bei den US Freeskiing Open gewonnen und veranstaltet sogar seinen eigenen Contest. Die Rede ist von Freeski Shootingstar Jon Olsson, dem schwedischen Gegenpart zu Legenden wie Tanner Hall und Seth Morrison.
Geboren am 17. August 1982 in Mora in Schweden, stand Jon bereits im zarten Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf Ski. Auch wenn die anfänglichen Versuche nur im heimischen Garten stattfanden, so ließ ihn die Faszination des Sports bis heute nicht mehr los.
![[03] [rider = Jon Olsson].jpg [03] [rider = Jon Olsson].jpg](images/stories/magazin/people/jon_olsson/gallery/thumbnails/thumb_%5B03%5D%20%5Brider%20=%20Jon%20Olsson%5D.jpg)
Im Gegenteil, das "weisse Gold" hat ihn tiefer in seinen Bann gezogen denn je. Heute ist er einer der erfolgreichsten und bekanntesten New School Skier der Welt.
Doch zunächst führte sein Weg - wie bei so vielen - geradewegs hin zum alpinen Rennlauf. Obwohl er dort sehr erfolgreich war (mehrfacher Schwedische Meister im Slalom und Riesenslalom) entdeckte er dann kurz vor dem Jahrtausendwechsel den Freestyle-Sport für sich. Der Rennlauf wurde kurzerhand an den Nagel gehängt und die Slalomski gegen ein paar Twintips getauscht.
Bereits in seiner ersten Freeski-Saison konnte er mehrere große Contests gewinnen und einen Part im Skifilm "The Game" ergattern. Klar, dass damit auch die ersten Sponsoren Interesse an dem noch jungen Nachwuchsfahrer zeigten. Schnell war der erste Vertrag mit Oakley unter Dach und Fach. Und so erfolgreich wie es begann setzte sich seine Karriere als Newschooler auch fort. Im Jahr 2001 kam er bei Red Bull unter Vertrag, es folgte die erste Teilnahme bei den X-Games und ein Part im Film "Propaganda".
2002 konnte er sich dann bei den X-Games mit der Goldmedaille in der Halfpipe schmücken. Dazu kam noch der Sieg bei den US Open im Slopestyle und ein Filmpart in "Happydays". 2003 gab es dann das X-Game-Gold im Slopestyle und mit dem dritten Platz in der Halfpipe gleich noch die zweite Medaille innerhalb einer Saison. 2004 kaufte er sich nach dem Gewinn einiger weiterer Titel sein erstes eigenes Haus in Åre und war gleich in zwei Filmen, nämlich "X=Ten" und "Not Another Ski Movie", zu sehen.
2005 feierte zum ersten Mal sein eigener Contest Premiere - das Jon Olsson Inviational. Seitdem ist die Veranstaltung ein Highlight in jeder Wintersaison und zieht die Stars der Szene nach Schweden. 2006 gelang ihm dort dann der Sieg vor tausenden von begeisterten Fans. Im laufenden Jahr gewann er erneut die Slopestyle-Wertung der US Freeskiing Open sowie das New School Pick Nick am Dachstein.
![[01] [rider = Jon Olsson] [location = New School Picknick 2007].jpg [01] [rider = Jon Olsson] [location = New School Picknick 2007].jpg](images/stories/magazin/people/jon_olsson/gallery/thumbnails/thumb_%5B01%5D%20%5Brider%20=%20Jon%20Olsson%5D%20%5Blocation%20=%20New%20School%20Picknick%202007%5D.jpg)
Zurecht gilt Jon bereits jetzt als eine Legende im Freeskiing. Und das nicht nur wegen seinen sportlichen Erfolgen. Sondern gerade auch deshalb, weil er es geschafft hat, Freeskiing in Europa einen großen Schritt nach vorne zu bringen und dem Sport eine Menge neue Impulse verleihen konnte. Bekannt ist er insbesondere für seine innovativen Tricks. Erinnern wir uns: Als er im letzen Jahr seinen Kangaroo-Flip (ein Double Sideflip 180) präsentierte, da staunten viele dass so etwas überhaupt möglich ist. Denn war bis dahin die Devise überwiegend "Spin To Win", rückten damit plötzlich die Flips und der Style wieder stark in den Vordergrund.
Wir haben uns beim New School Pick Nick mit Jon unterhalten und ihn einige Dinge über sich und den Sport gefragt. Auf der nächsten Seite könnt ihr das komplette Interview nachlesen.