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Station 1: Klösterle am Arlberg (29. Februar - 02. März 2008)
Die Schneedecke ist aktuell leider weit verbreitet bis in sehr hohe Lagen durchfeuchtet, dazu toben dank Orkan "Emma" heftige Stürme und die Schneefallgrenze liegt mehr als hoch. Nicht gerade der Stoff aus dem Heldentaten auf breiten Holzlatten gemacht sind.
Freitag Nacht in Klösterle am Arlberg freute ich mich noch auf ein nettes Wochenende mit ein bisschen Spass im pudrigen Zeug. Durchgehender Niederschlag und die Hoffnung auf eine niedrige Schneefallgrenze von vielleicht 1700m lies mir keinen tiefen Schlaf.
Am Morgen dann kurz etwas gefrühstückt, schnellstmöglich hoch nach Zürs gefahren - doch die ersten, zaghaften Annäherungsversuche mit dem Liftkassenpersonal brachten die Ernüchterung. "Emma" ließ mit starken Winden und Böen nur sehr eingeschränkten Liftbetrieb zu. Auch die Schneefallgrenze pendelte sich, zu meiner Verärgerung, gegen 2400m ein.
Ok, heute eben kein Skifahren, dafür morgen - dann wird’s sicher richtig gut! Doch auch diese Hoffnung zerstörte der Blick in die Vorhersagemodelle und Lawinenlageberichte im Internetcafe. Warnstufe 4, starke Winde und keine durchgehend tiefe Schneefallgrenze. Ein letzter Check beim örtlichen Bergführer vom Alpincenter in Lech bestätigte meine Ernüchterung.
Immerhin die Fahrversuche der pelztragenden Nobelskitouristen im feuchten Nass, wie auch die beobachtete Rettungsaktion aus dem Sessellift, ließen meine Mundwinkel kurz nach oben wandern. Festzuhalten bleibt ein wetterbedingt eindeutig misslungener Start des Roadtrips.
Morgen und Übermorgen sind neue Schneefälle angekündigt. Leider nicht ganz so ergiebige wie noch gestern erhofft. Bescheidenheit und Geduld sind derzeit die gefragten Tugenden - kein Alkohol ist aber auch keine Lösung. Zum Glück gibt es Supermärkte...
Bis zm nächsten Mal!
Marius