Spring Classics 2012 - Volles Programm bis Ende Mai

Spring Classics 2012 - Volles Programm bis Ende Mai

Scheint als würde der Winter noch einmal ein kurzes Revival feiern. Während es in den Höhenlagen mom...

Redaktionspraktikum bei freeskiers.net

Redaktionspraktikum bei freeskiers.net

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen, doch der nächste Winter kommt schneller als man denkt. Dahe...

Preview: Lake of Charity 2012

Preview: Lake of Charity 2012

Eine erfolgreiche Eventpremiere schreit gewöhnlich nahezu nach einer Fortsetzung - so auch beim Lake...

Review: freeskiers.net Spring Weekend 2012

Review: freeskiers.net Spring Weekend 2012

Im Rahmen unseres freeskiers.net Spring Weekends 2012 stand am vergangenen Wochenende eine ganz beso...

Weekly Edits (KW13)

Weekly Edits (KW19)

Diese Woche gibt es eine neue Episode der Real Skifi Kreativgruppe. Die Crew aus Finnland zeigt auch...

mehr aus der Kategorie: News - People - Reports - Events
14.04.2012 - 28.05.2012 Spring Classics 2012
03.08.2012 - 05.08.2012 Lake of Charity - Part 2

FWT-Gründer Nicolas Hale-Woods im Interview

FWT-Gründer Nicolas Hale-Woods im InterviewReview

Der Kopf hinter der Freeride World Tour

Autor: Hans-Martin Kudlinski Date: 07. Dezember 2009
freeskiers.net: Auf der Homepage der FWT erhalten die Fahrer einen Hinweis für die Reise nach Sotchi: Es wird davon abgeraten, an der Grenze anzugeben, dass der Grund für die Einreise die Teilnahme an einem Freeskiing-Contest ist. Kannst Du uns erklären, welche Geschichte dahinter steckt?

Nicolas: Nunja, auf behördlichem Wege ein Visum für die Einreise nach Russland zu bekommen, gestaltet sich nach wie vor ein wenig kompliziert. Zudem sollte man eine Einladung eines Hotels oder einer Agentur vorweisen können. Die Agentur, mit der wir letztes Jahr zusammengearbeitet hatten, gab den Hinweis vermutlich aus dem Grund, dass man ohne diese Erwähnung wohl leichter an ein Visum käme. Tatsächlich war es dann aber so, dass bis auf einen einzigen Fahrer, alle Teilnehmer absolut problemlos einreisen konnten. Insgesamt gab es diesbezüglich also keine großartigen Komplikationen.

freeskiers.net: Gibt es irgendeine Geschichte, die Dir im Zusammenhang mit dem Tour-Stop in Russland spontan in den Sinn kommt, bei der nicht alles so verlief, wie ursprünglich geplant?

Nicolas (lacht): Oh ja, es gibt da diese Alptraum-Szenarien, die sich in Russland jederzeit in letzter Sekunde abspielen können. Das wäre beispielsweise die Tatsache, dass Putin oder Medwedew sich plötzlich dazu entschließen, einen kleinen Kurzurlaub in der Region einzulegen, in der du dich gerade befindest. Wenn das passiert, ändert sich schlagartig die ganze Situation. Man darf z.B. nicht mehr ohne Weiteres mit dem Hubschrauber fliegen und man muss sich jederzeit an den Kontrollposten registrieren lassen, die plötzlich an den Ortsein- und -ausgängen errichtet werden.

Solche Dinge kann man nie vorhersagen, geschweige denn kommen sehen. Deshalb sollte man aus organisatorischer Sicht äußerst anpassungsfähig sein.

Im ersten Jahr etwa wurde uns aus Sicherheitsgründen untersagt, den Helikopter zu benutzen. Im zweiten Jahr hieß es ebenfalls “Keine Hubschauber-Flüge!”. Allerdings nicht, wegen Putin oder Medwedew, sondern aufgrund eines Absturzes, der sich ein paar Monate zuvor zugetragen hatte. Deshalb sollte man in Russland jederzeit die ein oder andere Alternative parat haben.

freeskiers.net: Man kann also durchaus sagen, dass es sich bei dem Event in Sotchi um einen ganz besonderen handelt?

Nicolas: Ja, auf jeden Fall. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass man stets mit einer Überraschung rechnen muss, die dann alles auf den Kopf stellen kann. Dazu kommt dann noch der Party-Aspekt, welcher wirklich einzigartig ist. Es gibt dort eine ganze Menge kleiner Bars, in denen man mit einem gemütlichen Bier beginnt und dann acht Stunden später inmitten tanzender Russen sein letztes Glas Vodka zu sich nimmt.

Schon alleine der immense kulturelle Unterschied und die eben genannten Punkte machen die Reise nach Russland zu einer ebenso freudigen und interessanten, wie auch herausfordernden. Aus diesem Grund denke ich, dass der Event-Titel “Russian Adventure” recht passend ausgewählt wurde


freeskiers.net: Da heute der Tag des Kick-Off-Events ist, mit dem die diesjährige Freeride World Tour eingeläutet wird: Wie sieht Dein Terminkalender ab dem morgigen Tag aus?

Nicolas: Ich werde versuchen, bis zum 15. Januar so viel Zeit wie möglich daheim mit meiner Frau und den Kindern zu verbringen, denn danach werde ich zweieinhalb Monate unterwegs sein. Außerdem werden wir uns darum kümmern, alle notwendigen Vorbereitungen für die einzelnen Stops zu treffen, um deren Ablauf so reibungslos wie möglich zu gestalten. Da wir mittlerweile einige Erfahrung bei der Organisation der Tour sammeln konnten, versuchen wir, einige Probleme bereits von Vornherein zu unterbinden. Manche allerdings werden üblicherweise erst “last minute” auftreten und gelöst werden können. Außerdem werden wir unser gesamtes Team dahingehend briefen, so dass jeder weiss, was er zu tun hat und mit Spaß an die Arbeit gehen kann.

Denn das ist der knifflige Teil: Bei dem Wachstum und dem steigenden Marktwert der Eventserie darauf zu achten, den geschäftlichen Aspekt nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Für uns ist es wichtig, auch in Zukunft einen direkten und menschlichen Kontakt mit den Fahrern, den Medien und natürlich auch den Sponsoren zu pflegen.

freeskiers.net: Was können wir im kommenden Jahr von der Freeride World Tour erwarten? Wird es Neuerungen oder Veränderungen geben, auf die man gespannt sein kann?

Nicolas: In diesem Jahr freue ich mich am meisten darauf, den Fortschritt der Sportart mit anzusehen – mehr und mehr Sprünge, mehr und mehr Freestyle-Moves, die ins Freeriding intergriert werden. Zudem erwarte ich, dass ganz besonders die jungen Fahrer nachziehen werden, um zu zeigen, was sie drauf haben. Zum Beispiel Tim Dutton, Sebastian Hannemann or Richard Permin. Von ihnen hoffe ich, dass gerade sie die alten Hasen pushen und herausfordern werden. Diese Entwicklung zu beobachten wird in der bevorstehenden Saison definitiv mein persönliches Highlight sein. Ich hoffe nur, dass uns die dafür notwendigen Wetterbedingungen bescheert werden.

freeskiers.net: Gibt es Skifahrer, die momentan noch kein Teil der Tour sind, die Du dort aber gerne begrüßen würdest?

Nicolas: Ja, auf jeden Fall! Seitens der Snowboarder gibt es eine geringe Möglichkeit, dass Terje Håkonsen und Nicolas Müller an einem der Tour-Stopps teilnehmen werden. Seth Wescott dagegen hat bereits seine Zusage für Squaw und Verbier abgegeben.

Bei den Skifahrern wäre es natürlich großartig, Candide Thovex mit dabei zu haben. Es gab bereits einige Gespräche mit ihm und unser Angebot wird natürlich weiterhin bestehen bleiben.

freeskiers.net: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bald Fahrer wie z.B. Seht Morrison oder Hugo Harrison im Rahmen der FWT zu sehen?

Nicolas: Das Problem im Bezug auf diese “Legenden” ist die Tatsache, dass sie eine Art “Geschäftsmodell” haben, welches ohne Contests auskommt. Zudem würden diese Fahrer unter Umständen auch ihren Ruf auf's Spiel setzen. Denn was passiert, wenn sie teilnehmen und nicht gewinnen?

Um also ehrlich zu sein, geht die Wahrscheinlichkeit, Leute wie Seth Morrison oder Hugo Harrison als Teil der FWT zu sehen gegen Null.

Welche Chance sich dagegen bietet ist die, den Seth Morrison von Morgen im Verlauf der Tour zu entdecken. Denn das Potential und die Anzahl der teilnehmenden “Young Guns” ist im kommenden Jahr äußerst reich bemessen.

freeskiers.net: Gibt es zukünftige Projekte, über die Du uns bereits etwas verraten möchtest?

Nicolas.: Nun, da gibt es eine sehr wichtige und positive Entwicklung, von der ich berichten kann: Aufgrund des Contest-Bildmaterials von Fahrern aus der Freeride World Tour, welches in aktuellen Videoproduktionen zu sehen ist, findet eine zunehmende Verbindung der beiden Bereiche statt.
Es gab äußerst wohlwollende Reaktionen auf die dort gezeigte Action von Fahrern wie etwa Cody Townsend und dem Snowboarder Xavier de la Rue.

Deshalb haben wir uns unter anderem mit den Jungs von TGR an einen Tisch gesetzt und können nun verkünden, dass während der Freeride World Tour 2010 vermehrt Videomaterial gesammelt werden wird. TGR wird dabei nicht nur Cody ins rechte Licht rücken, sondern auch Tim Dutton auf die Leinwand bringen, welcher ebenfalls Shots für den neuen Warren Miller Film sammeln wird. Sogar Matchstick Productions wird JT Holmes mit ins Rennen um das beste Footage schicken.

Die Vorraussetzung für unser Vorhaben, die beiden Welten “Contests” und “Videoproduktionen” im Rahmen der Freeride World Tour 2010 miteinander zu verbinden, sehen also äußerst vielversprechend aus.

Additional Information
www.freerideworldtour.com
Article Options
Artikel einem Freund empfehlen

Tell-A-Friend

Sende diesen Artikel an einen Freund!
Fenster schliessen
Im Forum über diesen Artikel diskutieren zurück zum Anfang