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C.R. Johnson - Tribute

C.R. Johnson - TributeReview

Tragischer Backcountry-Unfall endet tödlich

Autor: Hans-Martin Kudlinski Date: 25. Februar 2010
C.R. Johnson verunglückte am 24. Februar beim Freeskiing in Squaw Valley tödlich – bei dem Sport, den er liebte. Berichten zufolge verkantete er am Absprung eines Cliffs, verlor die Kontrolle und stürzte auf die Felsen, die sich in der Landung befanden. Obwohl Johnson einen Helm trug und die Rettungskräfte sofort vor Ort waren, erlag er seinen schweren Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen. Der Begriff „Legende“ wird heutzutage allzu leichtfertig verwendet, doch C.R. wurde einer solchen Bezeichnung zweifelsohne gerecht. Er vermochte es, den Menschen die Augen zu öffnen. Seien es die Augen der ungläubigen Zuschauer bei den X-Games 2003, die Zeuge davon wurden, wie C.R. die Messlatte im Halfpipe-Skiing in damals unerreichte Höhen legte. Seien es die Augen der Freeskier, die sich an seiner mühelos anmutenden Umsetzung von Freestyle-Tricks im Backcountry erfreuen durften. Oder aber die Augen aller Zweifler, die ihm nach seinem schweren Unfall 2005 prophezeiten, er könne niemals wieder Skifahren.

C.R. begriff diesen Schicksalsschlag, die 10 Tage Koma und die strapaziöse Reha nicht als Schlusspunkt, sondern setzte all seine Kraft und Leidenschaft daran, sein Leben wieder nach seinen eigenen Vorstellungen leben zu können. Er hatte ein Ziel vor Augen, von dem er sich unter keinen Umständen hätte abbringen lassen: Das Ziel, wieder in die Bindungen zu steigen, wieder jeden einzelnen Run zu genießen, wieder mit dem Gelände zu spielen und sich selbst und den Sport voran zu treiben. Zum Zeitpunkt seines Todes gehörte C.R. wieder zur Weltspitze des Backcountry-Freestyle-Skiings.

Auch wenn man selbst nicht die Gelegenheit hatte, ihn kennen zu lernen, so entnimmt man doch den Schilderungen derer, denen diese Möglichkeit zu Teil wurde, dass C.R. Johnson ein Mensch war, der das Leben vieler Anderer positiv beeinflussen und inspirieren konnte. Jemand, der Rückschlägen zum Trotz daran festhielt, sein Leben durch genau die Menschen und Aktivitäten zu bereichern, die ihm am wichtigsten waren und sich an dieser Tatsache zu erfreuen. Jemand der nicht nur bei seinen Angehörigen und Freunden eine gewaltige Lücke hinterlassen wird.

Er verstarb im jungen Alter von 26 Jahren bei der Ausübung des Sports, der sein Leben auf so unglaubliche Weise bereichert hatte und nun den Tribut dafür eingefordert hat.

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