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Workshop

Was in einen Freeride-Rucksack gehört - Teil 2

Dies alles solltet ihr niemals beim Freeriden vergessen!

geschrieben am: 23. Januar 2006
geschrieben von: Bernhard Scholz
 
Ich packe meinen Rucksack....
weiter geht es mit dem zweiten Teil der Checkliste:

Freeride Workshop by Flo Köfer - Saisonvorbereitung

12. Nivea oder Sonnencreme:
Eine dünne Fettschicht auf der Haut hält die Kälte seht gut ab, das kann Niveacreme. Sonnencreme hilft in diesem Fall ebenfalls ein wenig, interessanter ist da allerdings der Schutz vor Sonnenbrand.

13. Kleine Stirnlampe:

Einsetzbar auf der Suche nach verschollenen Ausrüstungsgegenständen im Rucksack, dem Kofferraum oder auf der Suche nach der Toilette in einsamen, unbeleuchteten Berghütten. Dazu kommt, dass man manchmal bei Unfällen auf die Rettungskräfte warten muss. Im Winter wird es relativ früh dunkel und es ist viel leichter gefunden zu werden, wenn man Leuchtsignale geben kann.

14. 1-2 Meter Reepschnur:
Beim Überfall auf die Tankstelle zum fesseln der Angestellten geeignet, außerdem kann man damit manchmal kaputte Ausrüstung reparieren oder Etwas, das lästig herumflattert, fixieren. Zum Sichern an ausgesetzten Stellen sind 1-2 Meter viel zu wenig. Hat man vor sich in solches Gelände zu begeben sollte man über eine komplette Sicherungsausrüstung nachdenken.

15. Tiefschneebänder:
Manchmal ist der Schnee so tief, dass man im Falle eines Sturzes die Skier nicht wieder findet, Tiefschneebänder werden am Ski befestigt und das lose Ende unter den Schneefang der Hose gestopft. Stürzt man, zieht der Ski eine lange, gut sichtbare Fahne hinter sich her. Leider gibt’s so tiefen Schnee recht selten …

16. Panzerband, GaffaTape:
Mit diesen Sorten Tape lassen sich sehr gut eingerissene Kleidungsstücke repariere, man kann die Schneebrille am Helm festtapen, außerdem lassen sich so die gefesselten Angestellten der überfallenen Tanke knebeln.

17. Leukoplast Band:
Ähnlicher Einsatzbereich wie das Panzerband, da es aber schmaler ist kann man damit flächenmäßig kleinere Reparaturen durchführen.

18. Ein paar Blatt Toilettenpapier:
Nun ja, nicht überall gibt es Toiletten …

19. Ein Energieriegel (Powerbar oder ähnliches):
Wenn die Kraft nachlässt ist es nicht verkehrt etwas dabei zu haben das schnell viel Energie gibt. Leider sind diese Arten Riegel oft steinhart wenn es kalt ist, einfach nahe am Körper 10 Minuten lang aufwärmen, dann sind alle wieder essbar.

20. Werkzeugtool:
Reparaturen oder Einstellungen an der Bindung, lockere Schrauben an den Schuhen, mit einem Tool, wie sie in den verschiedensten Ausführungen angeboten werden, ist das kein Thema mehr.

21. Ersatzschneebrille:
Wer sich schon mal Schnee in die Schneebrille gepackt hat weiß, dass es entweder eine halbe Stunde in einem warmen Raum oder den halben Tag im kalten Rucksack braucht, bis die Welt wieder unbeschlagen und tropfenfrei zu sehen ist. Das leichteste, schnellste ist in diesem Fall einfach die Brille zu wechseln. Während man die eine trocknen lässt, bemüht man sich den nächsten Drop zu stehen.

22. Fotoapparat:
Damit alle immer schöne Berichte mit vielen Fotos von ihren Unternehmungen mitbringen, ist ein Fotoapparat unerlässlich. Außerdem kann man irgendwann den Enkelkindern zeigen wie Schnee aussieht und was wir damals damit gemacht haben.

23. Glücksbringer:
Leider kann man sich nicht immer auf sein Wissen verlassen, in den Bergen braucht man einfach oft ein Quäntchen Glück.

24. Mittagessen:
Auf dem Bild nicht zu sehen da so etwas immer individuell ist. Wer sich lieber einen Germknödel auf der Hütte holt, kann dort ja auch gleich eine große Apfelsaftschorle trinken. Andere haben kiloweise Kuchen und Tee dabei. Meiner Erfahrung nach, reichen für einen Tag an dem man bereits Gefrühstückt hat und Abends auch wieder etwas zu Essen bekommt, zwei Semmel (Brötchen) mit Käse oder Schinken sowie dazu eine Kleinigkeit wie etwa eine Tafel Schokolade. Dazu 500ml Flüssigkeit, am besten warm in einer Thermoskanne. Allerdings sollte man vor dem Skifahren, sowie danach, ausreichend trinken um einer Dehydration vorzubeugen. Selber trinke ich dann tagsüber fast nichts mehr da meist keine Zeit ist, andere trinken ständig. Camelbacks und ähnliche Konstruktionen sind aus meiner Sicht nicht geeignet, da sie immer, auch mit Isolation, einfrieren und man dann 1-2 Kilo Wasser im Rucksack mitschleppt.

Mehr ist nicht notwendig. Einige verwenden Plastiktüten oder Zipbags um die einzelnen, vor allem die kleineren Gegenstände, schnell im Rucksack zu finden und ein größeres Chaos zu verhindern. Hat ein Rucksack allerdings mehrere Taschen kann man auf den Tütenkrieg verzichten. Summa Summarum komme ich so, obwohl ich einen recht schweren Rucksack habe, auf etwa 6 Kilo, das trägt jeder Zweitklässler in seinem Schulranzen herum, sollte also für uns durchtrainierte Freerider kein Problem sein. Viel Spaß in den Bergen … 
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