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Trotzdem waren blaue Zehen mit abgefallenen Zehennägeln, offene Blasen an den Fersen oder schmerzende Schienbeine mit abgewetzter Behaarung kein Grund, das Skifahren aufzugeben. Doch als nach dem letzten Skiausflug drei Zehen und ein Teil des Fußballens für etwa eine Woche taub waren, hab ich den Entschluss gefasst, mir Hilfe zu suchen.
Also habe ich mit Phillip, einem Spezialisten für Skischuhanpassung, einen Termin ausgemacht, um dort Neue zu kaufen und mir dabei erklären zu lassen, wie man einen Skischuh richtig anpasst und welche Lösungen es bei Problemen gibt.
Als ich dort angekommen bin, ging es erstmal darum, zu klären, was ich mit dem Schuh machen will, was ich bisher gefahren bin und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe. Mit diesen ersten Informationen hat sich Phillip dann an die Arbeit gemacht.
Mit einer Art umgedrehten Stempelkissen wurden meine Fußabdrücke auf Papier gestempelt, an denen man genau erkennen kann, an welchen Stellen der Druck größer oder schwächer ist. Dazu hat der Phillip noch die Außenabmessungen meiner Füße nachgezogen und so schon gesehen, wo später eventuell Probleme auftauchen können.
Nachdem der gesamte Fuß und die Wade auf Überbein, Zehenstellung, Ristform, Umfang und sonstige Besonderheiten untersucht waren, wurde mit dieser Schiebeplatte (kennt jeder vom Schuhe kaufen) die Länge der Füße bestimmt und die breiteste Stelle auf dem Abdruck ermittelt.
Anhand dieser, in einem Datenblatt festgehaltener Informationen hat Phillip dann einen geeigneten Schuh gewählt. Entscheidend ist hier neben der Form der Außenschale, dass der Flex des Schuhs möglichst gut zum Fahrer und dessen Fahrstil passt.
Ohne Innenschuhe und noch immer barfuss wurde zunächst geprüft, wie gut Fuß und Schale zusammen passen. Erst nachdem wir so eine passende Schale gefunden hatten, habe ich die Schuhe mit Socken und Innenschuhen anprobiert.