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Safety Special - Grundregeln am Berg

Die wichtigsten Spielregeln im Backcountry

geschrieben am: 12. April 2008
geschrieben von: Heiko Joos
 
Safety Special - Grundregeln am Berg
Grundregeln am Berg
Safety Special - Grundregeln am Berg Du hast es geschafft! Über Nacht hat es fast einen Meter Neuschnee gegeben und jetzt stehtst Du als erster am Lift. Während Du mit den fetten Latten in der Hand ungeduldig auf die Gondel wartest, verziehen sich auch die letzten Wolken am Himmel und die Sonne lacht ungetrübt vom Himmel. Es scheint der Powdertag Deines Lebens zu werden, und nichts kann Dich jetzt mehr aufhalten! Alles was nun zählt ist: Als Erster auf den Berg kommen und ab ins Gelände, bevor die Anderen da sind!

Wohl beinahe jeder träumt von solchen Tagen, und nicht wenige bekommen die Chance, sie zu erleben. Leider drohen an solchen Tagen auch die unterschiedlichsten Gefahren, und daher gilt: Kalkuliere das Risiko um den Abend  unbeschadet zu erleben!

Vorneweg: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Wer in die Berge geht und sich im freien Gelände und in der Natur bewegt, der ist ständig von einer Vielzahl an unterschiedlichen Gefahren und Risiken umgeben. Auch die beste Planung und die teuerste Ausrüstung kann dabei das Risiko nicht auf null minimieren - allerdings können wir es durch verantwortungsvolles und vernünftiges Handeln auf ein vertretbares Maß reduzieren. Dabei können schon einige wenige Grundregelnd helfen.

 

Die „10 Gebote" am Berg:

  1. Begib Dich niemals alleine in unsgesichertes Gelände!
    Der kleinste Fehler kann die schlimmsten Folgen haben wenn Dich keiner findet.
  2. Bei schlechter Sicht und Nebel - überlege was Du tust!
    Besonders dann wenn Du das Gebiet nicht kennst ist das ein No-Go. Und außerdem macht es sowieso keinen Spass.
  3. Checke JEDEN Morgen den aktuellen Lawinenlagebericht bevor Du losgehst.
    Jeden Tag bedeutet auch jeden Tag. Auch wenn es oft nicht den Anschein hat kann sich die Gefahrenlage im Gebirge äußerst rasch ändern. Zudem ist es ein weiterer Vorteil, wenn man die Gefahrenentwicklung der letzten Tage kennt.
  4. Deine Ausrüstung muss dem  Vorhaben angepasst sein.
    Das gilt sowohl für die Sicherheitsausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde, First-Aid-Kit) als auch für den Rest (Bekleidung, Rucksack, Ski,...)
  5. Respektiere Verbots- und Sperrschilder!
    Auch wenn man manchmal den Sinn nicht erkennt oder sooo gerne hier gefahren wäre - in den meisten Fällen stehen sie nicht grundlos da. Besonders Natur- und Wildschutzgebiete solltest Du nicht befahren - denn auch die Natur braucht ihre Ruhe und Freeskier leben im Einklang mit der Umgebung

  6. Lerne die Leute zuerst kennen bevor Du dich mit ihnen in riskantes Gelände begibst.
    Beim Freeriden kommt es oft zu Situationen, in denen man sich zu 100% auf seine Begleiter verlassen muss -  Vertrauen ist daher sehr wichtig.
  7. Befahre steile Hänge stets einzeln, steige in steilen Hängen einzeln auf.
    Wenn einer verschüttet wird können die Anderen ihn retten. Wenn alle verschüttet werden ist kein Retter mehr da! Sicherheitsabstände sind wichtig.
  8. Beobachte stets die Umgebung und sichere Dich auch vor anderen Gruppen ab.
    Achte besonders auf Gruppen oberhalb von Dir. Und nimm ebenfalls Rücksicht auf Gruppen, die sich in einer Zone befinden die Du gefährden könntest.
  9. Verlasse Dich nicht einfach so auf die Meinung anderer!
    Es gibt genug Idioten, die der Meinung sind leichtsinnig wären nur die anderen und ihnen würde nichts passieren. Blöd nur, dass die Lawine das nicht weiss. Bleib Dir selbst treu!

  10. Informiere Andere über Dein Vorhaben und halte vereinbarte Treff- und Meldepunkte ein.
    Denn wenn Du unnötigerweise gesucht wirst, dann begeben sich andere Menschen in Gefahr.

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