Jeder Freeskier weiss, dass am Berg besondere Gefahren drohen und das
man sich im freien Gelände stets einem besonderen Risiko aussetzt. Mit
der Beachtung einiger einfacher Regeln kann man die häufigsten
Gefahrenquellen jedoch umgehen.
Grundregeln am Berg

Du hast es geschafft! Über Nacht hat es fast einen Meter
Neuschnee gegeben und jetzt stehtst Du als erster am Lift. Während Du mit den fetten
Latten in der Hand ungeduldig auf die Gondel wartest, verziehen sich auch die
letzten Wolken am Himmel und die Sonne lacht ungetrübt vom Himmel. Es scheint
der Powdertag Deines Lebens zu werden, und nichts kann Dich jetzt mehr
aufhalten! Alles was nun zählt ist: Als Erster auf den Berg kommen und ab ins
Gelände, bevor die Anderen da sind!
Wohl beinahe jeder träumt von solchen Tagen, und nicht
wenige bekommen die Chance, sie zu erleben. Leider drohen an solchen Tagen auch die unterschiedlichsten
Gefahren, und daher gilt: Kalkuliere das Risiko um den Abend unbeschadet zu erleben!
Vorneweg: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Wer in die
Berge geht und sich im freien Gelände und in der Natur bewegt, der ist
ständig von
einer Vielzahl an unterschiedlichen Gefahren und Risiken umgeben. Auch
die
beste Planung und die teuerste Ausrüstung kann dabei das Risiko nicht
auf null minimieren - allerdings können wir es durch
verantwortungsvolles und
vernünftiges Handeln auf ein vertretbares Maß reduzieren. Dabei können
schon einige wenige Grundregelnd helfen.
Die „10 Gebote" am Berg:
- Begib
Dich niemals alleine in unsgesichertes Gelände!
Der kleinste Fehler kann die schlimmsten
Folgen haben wenn Dich keiner findet.
- Bei
schlechter Sicht und Nebel - überlege was Du tust!
Besonders dann wenn Du das Gebiet nicht
kennst ist das ein No-Go. Und außerdem macht es sowieso keinen Spass.
- Checke
JEDEN Morgen den aktuellen Lawinenlagebericht bevor Du losgehst.
Jeden Tag bedeutet auch jeden Tag. Auch
wenn es oft nicht den Anschein hat kann sich die Gefahrenlage im Gebirge
äußerst rasch ändern. Zudem ist es ein weiterer Vorteil, wenn man die
Gefahrenentwicklung der letzten Tage kennt.
- Deine
Ausrüstung muss dem Vorhaben angepasst sein.
Das gilt sowohl für die Sicherheitsausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde,
First-Aid-Kit) als auch für den Rest (Bekleidung, Rucksack, Ski,...)
- Respektiere
Verbots- und Sperrschilder!
Auch wenn man manchmal den Sinn nicht erkennt oder sooo gerne hier
gefahren wäre - in den meisten Fällen stehen sie nicht grundlos da.
Besonders Natur- und Wildschutzgebiete solltest Du nicht befahren -
denn auch die Natur braucht ihre Ruhe und Freeskier leben im Einklang
mit der Umgebung
- Lerne
die Leute zuerst kennen bevor Du dich mit ihnen in riskantes Gelände begibst.
Beim Freeriden kommt es oft zu Situationen,
in denen man sich zu 100% auf seine Begleiter verlassen muss - Vertrauen ist daher sehr wichtig.
- Befahre
steile Hänge stets einzeln, steige in steilen Hängen einzeln auf.
Wenn einer verschüttet wird können die Anderen ihn retten. Wenn alle
verschüttet werden ist kein Retter mehr da! Sicherheitsabstände sind wichtig.
- Beobachte
stets die Umgebung und sichere Dich auch vor anderen Gruppen ab.
Achte besonders auf Gruppen oberhalb von Dir. Und nimm ebenfalls Rücksicht auf
Gruppen, die sich in einer Zone befinden die Du gefährden könntest.
- Verlasse
Dich nicht einfach so auf die Meinung anderer!
Es gibt genug Idioten, die der Meinung sind leichtsinnig wären nur die anderen und ihnen
würde nichts passieren. Blöd nur, dass die Lawine das nicht weiss. Bleib Dir
selbst treu!
- Informiere Andere über Dein Vorhaben und halte vereinbarte Treff- und Meldepunkte ein.
Denn wenn Du unnötigerweise gesucht wirst, dann begeben sich andere Menschen in
Gefahr.