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Begibt man sich aber unbedarft ins freie Gelände ausserhalb der Pisten, steigt unweigerlich mit dem Spass auch das Risiko. Kein Grund, zuhause zu bleiben, aber Grund genug, sich zu überlegen, was man tut. Glücklicherweise hat sich hier inzwischen eine sicherheitszentrierte Sichtweise weitgehend durchgesetzt und schnell wird einem klar, dass die Ausrüstung eines Freeriders aus mehr bestehen muss, als aus der reinen Skiausrüstung. Die Sicherheitsausrüstung – bestehend aus mindestens Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz LVS, Schaufel und Sonde gehört genauso zwingend dazu.
Schaufel und Sonde sind schnell gefunden, doch die Auswahl eines passenden LVS fällt da schon schwerer, hat doch das Sicherheitsbewusstsein und der Freeride-Boom zu einem wahren Entwicklingsschub bei den LVS-Geräten geführt und der Markt ist aktuell vielseitiger denn je.
Daher hat freeskiers.net die beiden wackeren Testinatoren und Autoren losgeschickt, um technisch unbedarft, aber gewohnt trinkfest und wild entschlossen die aktuellen Testgeräte aufs äusserste zu kritisieren. Also raus damit und kein Pardon, die Dinger beissen ja zum Glück nicht.
Getestet haben wir für Euch folgende Geräte: Arva Evo3, Mammut Barryvox Pulse sowie Ortovox S1 und D3. Damit haben wir uns völlig auf die 3-Antennen Geräte fokussiert.
Dem Leser sollte dabei aber klar sein, dass dieser Test ein reiner Anwendungs- und Praxistest völlig subjektiver Natur ist, und daher als Erweiterung zu den nüchternen und trockenen Vergleichstest unter Laborbedingungen verstanden werden kann.
Unser Fokus lag dabei auf der reinen Praxistauglichkeit, Ergonomie und dem Anti-Idioten-Management (weshalb wir uns als Tester prädestiniert fühlten). Gegenseitiges Verstecken der Geräte und anschliessendes Suchen in einem mässig steilen Hang mit Flachstellen, Mulden und Abbrüchen simulierte ein recht realistisches Szenario. Geschicktes Einbeziehen der Vegetation durch Verstecken in dichtem Buschwerk, hoch im Baum, direkt an einem Abbruch oder gelegentliches Ausschalten einzelner Geräte forderten Intelligenz und Frustpotential der Suchenden und sollten Fehlerquellen und Schwachstellen bei der Bedienung erzwingen.
Zusätzlich hatten wir uns gegenseitig dazu gezwungen, die Bedienungsanleitungen im Vorfeld zu ignorieren. So hart diese Massnahme klingt, so wichtig war sie doch, um zu verstehen, wie intuitiv die Bedienung der Geräte ist. Eine Situation, wie sie in der Anwendung als oder mit Anfängern gerne vorkommt, da man gerne den Fehler macht, sich eben nicht explizit über seine Ausrüstung zu informieren. Bedienungsanleitungen lesen ist eben unmännlich! Was bei einer Stehlampe verziehen werden kann, gilt definitiv nicht für die Bedienung eines recht komplexen, elektronischen Gerätes, dem man sich im Notfall anvertrauen muss. Man sollte sein Gerät kennen, benutzen können und regelmässig damit üben.
Um dem Testbericht jegliche Spannung zu rauben: Alle Geräte funktionieren. Gut sogar. Wer einen Lawinenkurs besucht hat und die Grundprinzipien der LVS-Suche beherrscht, kann mit diesen aktuellen 3-Antennen Geräten sofort erfolgreich suchen und keines der Geräte offenbarte eklatante Mängel.
Schnell wurde klar, dass sich das Testerfeld in zwei Klassen aufspalten lässt: „Klassische“ 3-Antennen Geräte wie das Arva Evo3 und das Ortovox D3 und die beiden Vertreter der neuen Generation sensorgesteuerter LVS, Mammut Pulse und Ortovox S1.
Während alle Geräte in Feinsuche und Punktortung gut und schnell arbeiteten, so waren Pulse und S1 in ihrem Element, wenn es um schwierigere Anwendung wie z.B. im Super-GAU-Falle einer Mehrfachverschüttung geht.
Genug Geseier, die Einzelbewertungen finden sich auf den folgenden Seiten:
Test: Arva Evo 3
Test: Ortovox D3
Test: Mammut Pulse
Test: Ortovox S1
Fazit: Abschließendes Urteil