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Es gibt mehrere plausible Gründe um sich mit etwas Training auf den Winter vorzubereiten. Zum einen macht es einfach mehr Spaß „fit“ zu sein und man fühlt sich generell wohler in seinem Köper. Des weiteren erspart man sich „keuchend“ neben seinen Buddys am Lift zu stehen! Das Hiken geht leichter von der Hand und zum anderen, was ich sehr wichtig finde, schützt es einfach den Körper präventiv vor Verletzungen.
Die absoluten Basics sind Kondition, Koordination und Krafttraining. Wichtig für mich ist, dass ich so viel wie möglich in der freien Natur machen kann und mir somit Stunden in stinkigen Muckibuden erspare, aber ganz kann man darauf auch nicht verzichten.
Das erste Themengebiet ist die Kondition. Die Grundlage in der Ausdauer holt man sich am besten in den Sommermonaten mit Mountainbiken, Laufen oder einfach Bergsteigen. Im Grunde kann jeder das machen, das ihm am besten gefällt und natürlich sollte der Fun-Faktor auch nicht zu kurz kommen. Ich trainiere am liebsten mit meinen Downhillbike. Zuerst rauf schieben oder tragen und es dann krachen lassen. Auch gut für das Gleichgewicht!
Dann
wären wir schon bei der Koordination.
Diese
Grundlage ist
für`s Freeskiing sehr wichtig. Je besser ihr koordinativ drauf
seid, um so leichter werdet ihr viele Situationen bei
Abfahrten im schwierigem Gelände meistern können. Sprich
„locker“ am Ski stehen hat sehr viel damit zu tun. Auch bei
technischen Sprüngen über Kicker und Cliffs dreht sich
alles um die Koordination: Hier geht es in erster Linie ums Gleichgewicht. Das brauche ich
auch im täglichen Leben, darum versuche ich solche Übungen
viel in meinen „normalen“ Alltag einzubauen. Zum Bespiel sind
Surfen und Downhill Mountainbiken für mich sehr gute und vor
allem mit viel Fun verbundene Gelegenheiten, die Koordination zu
verbessern. Weiter gibt es sehr gute Übungen mit Bällen.
Zum Beispiel nehmt ihr zwei Medizinbälle, stellt euch darauf und
macht lockere Kniebeugen. Eine weitere hammer Übung für die Balance ist die Slackline. Hierbei wird ein Gewebeband mit einer
Ratsche, wie man es von Zurrgurten kennt, zwischen zwei Fixpunkte
gespannt und barfuß darauf balanciert.
Zum Schluss noch das Krafttraining. Ohne
Kraft
kein Saft! Gerade bei langen Runs und beim sticken von Cliffs, spielt
der „Schmalz“ in den Haxen und auch in den anderen Muskelgruppen ein wichtige Rolle. Auch die
Sturzgefahr wird dadurch minimiert. Am
liebsten bin ich auch beim Krafttraining wieder im Freien unterwegs. Berglaufen und Sprints,
um schnell zu bleiben, können nicht schaden. Aber auch Klettern
ist eine gute Stärkung des gesamten Körpers und macht dazu
auch noch extrem viel Spaß. Außerdem erfordert das Klettern
eine enorme Koordination von euch.
Früher oder später ist es dann auch hilfreich, die Kraftkammer vom Sportverein oder das Fitnessstudio aufzusuchen. Kniebeugen, Beinpresse, das Ganze wieder verbunden mit ein paar koordinativen Übungen bringen euch den nötigen „stance“ am Berg. Und ihr könnt hier einzelne Muskelgruppen ganz gezielt trainieren.
Ganz wichtig noch zum Abschluss: Tägliches Dehnen sollte man auf keinen Fall vergessen. Den Körper elastisch zu halten kann euch vor der einen oder anderen Verletzung bei einem "Slam" schützen.
So, und jetzt wünsch ich euch viel Spass beim Riden und genießt den Powder! JUST STICK IT!
Bis dann,
Flo
Über Flo Köfer:
Flo gehört zu den besten und bekanntesten Freeridern im
deutschsprachigen Raum. Der 27 jährige kommt ursprünglich aus Kärnten,
studiert aber in Innsbruck und ist jede freie Minute im Schnee
unterwegs. Er fährt momentan für NIKE ACG.