Eigentlich ist jedem klar, was man für
einen Tag am Berg alles dabei haben sollte. Also packt, stopft und presst
man Unmengen an Equipment in den Rucksack. Doch leider wird der Rucksack von Minute zu Minute schwerer, abends packt man dann das ganze
durchnässte Zeug wieder aus und denkt sind, dass man die Hälfte hätte
daheim lassen können. Deshalb haben wir für euch die ultimative Rucksack-Packhilfe erstellt!
In dieser Liste kommt nicht vor, was man außerhalb
des Rucksacks ohnehin schon am Körper trägt (Skibekleidung, Skischuhe,
Helm oder Mütze, Schneebrille, Handschuhe, Lawinenpiepser, Handy).
1. Erste-Hilfe-Set:
Das Set besteht mindestens aus einer Mullbinde, einem Dreieckstuch, 1-2
Kompressen, Pflaster unterschiedlicher Größe, Aspirin und einer Rolle
Leukoplast, zusätzlich können noch Schmerzmittel, eine Trombosespritze
sowie weiteres Verbandsmaterial mitgenommen werden. Dies allerdings
nur, wenn man sich weit von bewirtschafteten, bevölkerten Gebieten
entfernt, da fast überall innerhalb kürzester Zeit die Bergwacht kommen
kann. Das Erste-Hilfe-Set kann ganz unten im Rucksack platziert werden
da man so schon mal etwas relativ leichtes mit Volumen unten hat das
den Schwerpunkt des Rucksacks hebt, außerdem braucht man das Set
normalerweise nicht und leert im Notfall einfach den ganzen Rucksack
aus und kommt so auch sehr schnell an die benötigten Teile.
2. Eine zweite Rettungsdecke:
Es ist gar nicht so einfach einen Verletzten in eine Rettungsdecke
einzuwickeln da er sich gegen fast jede Bewegung wehrt. Es ist also
einfacher den Ärmsten erstmal von oben zu zudecken und dann vorsichtig
die zweite Decke unter den Verunglückten zu schieben. Übrigens sollte
bei Kälte die silberne Seite der Beschichtung um das Opfer gelegt
werden, die silberne Oberfläche reflektiert die Körperwärme und hält
natürlich Wind ab. Die goldene Seite bei „normalen“ Temperaturen um
10-15°C um den Patienten legen, die Gefahr der Unterkühlung besteht in
diesen Temperaturen kaum noch. Wenn es wärmer ist kann auf die Decke
verzichtet werden, außer es herrscht Wind oder es Regnet. Einfach auf
das eigene Gefühl verlassen. Immer auf den Verunglückten achten, wenn
er schwitzt, ist die Decke eindeutig überflüssig. Bei sehr tiefen
Temperaturen oder wenn der Verletzte schon stark unterkühlt ist, kann
es helfen wenn sich jemand vorsichtig mit unter die Rettungsdecke
kuschelt und Wärme spendet.
3. Schaufel, Sonde:
Die Funktion dieser Ausrüstungsgegenstände sollte jedem klar sein.
Beides muss so platziert werden, dass man alles sehr schnell in den
Händen hat. Jede Sekunde zählt !!
4. 3x3 Lawinen Merkblatt, oder Snowcard, oder Powderguide Lawinen Risko Checkliste:
Während der Liftfahrten kann man sich immer mal wieder mit den
Risikochecks vertraut machen und das eigene Wissen auffrischen. Eines
der drei Systeme reicht völlig aus, sofern man zumindest dieses Eine
sicher beherrscht.
5. Karte der Region:
Wer weiß wo man ist, kann die besten Runs in einer Karte finden.
Außerdem kann man im Falle eines Notfalls der Bergwacht präzise
Aussagen über den eigenen Standort machen. Der Umgang mit einer Karte
sowie einem Kompass muss geübt werden, es ist komplizierter als es in
der Theorie aussieht.
6. Kompass:
Eine
Karte auf der man sich orientieren will ist ohne Kompass ziemlich
wertlos, der Umgang mit Kompass und Karte muss geübt werden. Nicht
verkehrt ist es im Gebirge auch, wenn man zusätzlich noch einen
Höhenmesser dabei hat.
7. warmen Schal:
Wenn es kälter wird zieht der Wind um die Hüfte und am Kragen in die Jacke, unten hilft der Schneefang, oben ein Schal.
8. warme Mütze:
Bei
viel Wind oder auch einfach während der Mittagspause möchte man
vielleicht den Helm gegen eine Mütze tauschen oder zusätzlich anziehen.
Außerdem beeindruckt man das andere Geschlecht Abends an der Biertheke
nicht sonderlich wenn man noch seinen Helm auf hat.
9. hautenge Unterziehhandschuhe:
Wenn
die Finger frieren, sind sie meistens nass, genau wie die Handschuhe.
Die Lösung ist entweder ein zweites Paar Handschuhe die aber viel Platz
brauchen, oder sehr klein zusammenknüllbare Unterziehhandschuhe. Diese
schaffen etwas Platz zwischen den nassen Handschuhen und transportieren
die Feuchtigkeit weg vom den Händen, es entsteht eine weitere wärmende
Schicht.
10. Sturmhaube:
Entweder
zum Überfall auf die nächste Tanke verwenden oder bei Sturm aufziehen
um sich nicht die Nase/Ohren/Wange oder Lippen zu erfrieren.
11. Sonnenbrille:
Wer
in verschneiten Bergen bei Sonne länger unterwegs ist kann sich schon
mal auf Schneeblindheit und eine eventuelle Bindehautentzündung freuen.
Also immer auf längeren Märschen, während denen man keine Schneebrille
tragen kann, eine Sonnenbrille aufsetzen. Die Brille hat man am besten
in einer stabilen Brilletasche damit sie nicht kaputt geht.