Knowledge: Park Safety Guide
Review
Safety First
Autor: Jörg AngeliDate: 22. November 2011
Nachdem es im letzten Jahr eine umfangreiche Safety Kolumne für alle Freerider gab, widmen wir uns diesmal der Sicherheit im Park. Hier gibt es zwar keine Lawinengefahr, dafür aber einige andere wichtige Punkte, die es zu beachten gilt. Wenn man sich im Park aufhält, ist die wichtigste Voraussetzung das Tragen der richtigen Sicherheitsausrüstung. Dieser Artikel erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu schützen. Zudem erzählt Icetools Teamfahrer Torge Nagel, welches Safety Equipment er im Park anlegt und gibt hilfreiche Tipps für den Einkauf.
Dass man sich als Skifahrer im Park mit einer entsprechende Ausrüstung schützen sollte, dürfte jedem bekannt sein. Dieser Artikel geht detailliert auf alle verfügbaren Protektoren ein, beschreibt, was beim Kauf zu beachten ist und gibt nützliche Praxistipps.
Zu der Grundausstattung im Park gehört auch für den Pro-Rider Torge Nagel immer mindestens ein Helm und ein Rückenprotektor. Grundsätzlich sollte jedem bewusst sein, dass das Tragen von Schutzausrüstung die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung vermindert, eine solche jedoch nie komplett verhindern kann. Jeder sollte sich auch mit Safety Equipment immer rücksichtsvoll und vorsichtig verhalten und seinen Fähigkeiten entsprechend fahren.
Helm
Der Helm ist einer der wichtigsten Protektoren und sollte bei jeder Fahrt, also nicht nur im Park, getragen werden. Auch wenn man nur eine Runde zwischen den Obstacles fährt und den anderen Fahrern bei ihren Tricks zuschaut, sollte man seinen Kopf schützen, denn auch bei geübten Skifahrer besteht die Möglichkeit, dass sie stürzen und nicht in dem dafür vorgesehenen Bereich landen und somit andere Personen gefährden.
Für Helme, die für den Einsatz im alpinen Bereich vorgesehen sind, existiert eine DIN Norm. Die Richtlinie EN 1077 legt Mindestanforderungen an die Funktionstauglichkeit und Prüfverfahren fest, die Helme erfüllen müssen. Dabei erfolgt eine Einteilung in zwei Klassen (A/B), wobei die Modelle der Klasse A einen größeren Bereich des Kopfes abdecken und eine höhere Durchdringungsfestigkeit besitzen, also besser gegen spitze Gegenstände schützen.
Das Tragen eines Helmes schütz den Fahrer vor schweren Kopf- und Gehinverletzungen. Damit der Helm seine optimal Wirkung entfalten kann, sind beim Kauf mehrere Dinge zu beachten. Um ein Verrutschen bei einem Sturz zu verhindern, ist die Passform besonders wichtig. Er muss eng sitzen, darf dabei jedoch nicht drücken. Einige Helme besitzen einen verstellbaren Nackengurt, der ein genaues fixieren erlaubt. Es ist jedoch auch ohne dieses Feature möglich, einen Kopfschutz mit optimalem Halt zu finden.
Der Helm sollte zudem einen stufenlos einstellbaren Kinnriemen besitzen. Dieser sollte ausreichend gepolstert sein, um die Haut unter dem Kinn nicht einzuschneiden. Viele Helme haben zusätzliche Features wie austauschbare Ohrenpads, Zirkulationsabdeckungen oder sogar integrierte Lautsprecher. Diese sind zwar nicht entscheidend für die Sicherheit, erhöhen jedoch den Komfort und somit die Wahrscheinlichkeit, dass der Helm auch wirklich immer getragen wird.
Ein weiterer Punkt, der beim Kauf nicht vernachlässigt werden sollte, ist das Aussehen des Helms. Dieses hat zwar ebenfalls nichts mit dem eigentlichen Schutz des Kopfes zu tun, ist jedoch trotzdem nicht unwichtig. Ein Helm, der dem Fahrer nicht gefällt, wird dann oftmals auch nicht angezogen. Daher solltet ihr nur ein Modell auswählen, das euch persönlich auch gefällt. Vom Kauf eines Produktes im Internet ist abzuraten, da ein Probetragen unbedingt emfehlenswert ist. Wenn ihr in ein Sportfachgeschäft geht, um euch einen Helm zu kaufen, rät Torge Nagel zur Mitnahme eurer Mütze und einer Goggle. Es ist sehr ärgerlich, wenn man sich schließlich für ein Modell entschieden hat und dann erst daheim feststellt, dass die Brille nicht passt, oder beim Tragen mit Mütze zu eng ist.
Das Tragen einer Mütze unter dem Helm ist allgemein sehr umstritten. Prinzipiell muss jeder selber entscheiden, ob er lieber noch etwas unter dem Helm trägt oder nicht. Wichtig dabei ist nur, dass der Kopfschutz fest sitzt und nicht verrutscht. Wenn ihr lieber unter dem Helm noch eine Mütze anziehen wollt, ist ein dünneres Modell oder eine Sturmmaske empfehlenswert, da diese enger am Kopf anliegen und dadurch einen besseren Halt gewährleisten.
Falls ihr dann auf der Piste oder im Park einmal in die Situation kommt, dass ihr auf den Kopf fallt, solltet ihr danach immer überprüfen, ob der Helm Schäden aufweist. Nach jedem härteren Sturz sollte der Helm ausgewechselt werden, auch wenn keine sichtbaren Schäden vorhanden sind. Die Struktur das Helmes kann auch ohne offensichtliche Mängel defekt sein und so beim nächsten Sturz eventuell nicht mehr optimal schützen.
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